5-Punkte-Plan für die nächste Gehaltsverhandlung

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Jede vierte Fachkraft in Deutschland hat ihren Chef noch nie nach einer Gehaltserhöhung gefragt. Dabei lohnt es sich, wie Ergebnisse des »Gehaltsreports 2016« zeigen: Wer das Thema Gehalt aktiv anspricht, verdient im Schnitt 21 Prozent mehr als der, der sich zurückhält [1]. Falsche Scheu ist beim Thema Gehalt also völlig unbegründet.

So holen Sie das Beste für sich raus:

  1. Ordnen Sie Ihre Gehaltsvorstellungen ein

Das Gehalt ist in Deutschland immer noch ein Tabuthema. Jede dritte Fachkraft weiß nicht, wie viel ihre Kollegen in ähnlichen Positionen verdienen, weitere 48 Prozent haben nur eine ungefähre Ahnung. Dabei ist das Wissen um übliche Gehälter in Ihrem Berufsfeld und Ihrer Branche von essenzieller Bedeutung für die Gehaltsverhandlung. Der Stepstone Gehaltsreport bietet Ihnen eine wertvolle Orientierung: mit Durchschnittsgehältern aufgeschlüsselt nach Berufserfahrung, Branche, Berufsgruppe, Region, Unternehmensgröße und Qualifikation.

  1. Wählen Sie den richtigen Ansprechpartner

In der Regel ist Ihr direkter Vorgesetzter der passende Ansprechpartner, wenn es um die Gehaltsverhandlung geht. Er kann Ihre Leistungen am besten beurteilen. Die Personalabteilung agiert hier meist nur im Hintergrund, etwa indem sie Ihrem Vorgesetzten ein Budget vorgibt, in dessen Rahmen sich die Erhöhung abspielen darf.

  1. Bestimmen Sie einen passenden Zeitpunkt

Jede dritte Fachkraft, die aktiv nach einer Gehaltserhöhung fragt, tut das einmal jährlich, knapp jeder Fünfte alle zwei Jahre. Die Wahl des richtigen Zeitpunktes kann den Ausgang Ihres Verhandlungsversuches entscheiden. Ungünstig sind Phasen, in denen Ihr Unternehmen oder Ihre Branche wirtschaftlich schlecht aufgestellt sind. Ein absolutes Tabu sind Firmenfeste. Ebenfalls unprofessionell: Den Chef im Aufzug oder auf dem Büro-Flur in ein Gehaltsgespräch verwickeln.

  1. Bereiten Sie den Termin gezielt vor

Gute Leistungen sind das beste Argument für eine Gehaltserhöhung. Bereiten Sie das Gehaltsgespräch daher gezielt vor. Bitten Sie Ihren Chef mit einem ausreichenden Vorlauf vor der eigentlichen Gehaltsverhandlung um ein Feedbackgespräch, in dem Sie über Ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg sprechen.

  1. Achten Sie auf Formulierungen

Im nächsten Schritt vereinbaren Sie mit etwas Abstand den Termin für die eigentliche Gehaltsverhandlung. Hierbei ist es geschickter, das Kind zunächst nicht beim Namen zu nennen. Bitten Sie um eine Besprechung zu einem bestimmten Projekt oder eine Unterhaltung zur strategischen Ausrichtung Ihrer Position. Den Einstieg in die Verhandlung bieten Ihnen die Ergebnisse des Feedbackgesprächs, z. B.: »Sie haben in unserem letzten Gespräch betont, dass Sie mit meinen Leistungen in Projekt XY sehr zufrieden sind. Deswegen möchte ich heute mit Ihnen über meine weitere Entwicklung sprechen. Hierzu gehört sicherlich auch mein Gehalt.«

[1] Der Stepstone Gehaltsreport 2016 mit detaillierten Ergebnissen und Gehaltstabellen steht als kostenloser Download hier bereit: www.stepstone.de/gehaltsreport
Über den Stepstone Gehaltsreport 2016
Der Gehaltsreport liefert Arbeitnehmern und -gebern einen umfassenden Überblick über Durchschnittsgehälter in der Bundesrepublik mit detaillierten Daten je nach Branche, Berufsfeld, Berufserfahrung und Unternehmensgröße. Für den Gehaltsreport hat StepStone die Gehaltsdaten von rund 50.000 Fach- und Führungskräfte ausgewertet, die an einer Online-Befragung teilgenommen haben. Die angegebenen Durchschnittsgehälter sind Bruttojahresgehälter mit allen variablen Bezügen (Boni, Prämien, Weihnachtsgehalt usw.). Aus Gründen der Vergleichbarkeit wurden nur Angaben von Arbeitnehmern in Vollzeit berücksichtigt.

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