IoT und Industrie 4.0: Durchblick im Datenverkehr – Sehen, was wirklich wichtig ist

Die enorm wachsenden Transfervolumina erfordern ein Überdenken der Netzwerkinfrastruktur und eine neue Transparenz die jederzeit einen exakten Überblick über die gesamten Netzwerkaktivitäten geben kann.

Seit Beginn des IoT-Zeitalters liegt der Schwerpunkt der Anbieter entsprechender Lösungen auf der Entwicklung netzfähiger Dinge und deren Eignung, Neugier und Spieltrieb von Endanwendern gleichermaßen zu wecken. Allerdings wird häufig übersehen, wie viel Netzwerk-Traffic diese Geräte generieren. Diese stetig wachsende transferierte Datenmenge ist aber eindeutig das größte IoT-Problem, mit dem wir in den nächsten Jahren konfrontiert werden. Die Marktanalysten von Gartner gehen schon für das aktuelle Jahr von acht Milliarden verbundener Geräte weltweit aus – und sie erwarten, dass diese Zahl bis 2020 auf 20 Milliarden steigt. Man muss kein Hellseher sein, um zu prognostizieren, dass diese Entwicklung sowohl beim Management der Netzwerke als auch bei der Gewährleistung reibungsloser und transparenter Datentransfers heikle Fragen aufwirft.

Sicherheit als Teil einer überzeugenden Strategie. Um die rapide steigenden Transfervolumina bewältigen zu können, müssen Unternehmen die Infrastrukturen ihrer Netzwerke überdenken und Lösungen implementieren, die ihnen jederzeit einen exakten Überblick über die gesamten Netzwerkaktivitäten geben können. Neben den Problemen, die eine mangelnde Transparenz aufwirft, ist es vor allem die Sicherheit, die in den Fokus einer überzeugenden Strategie gerückt werden muss. Denn moderne Netze – und insbesondere solche hinter innovativen Konzepten wie IoT, vernetzter Infrastruktur oder Industrie 4.0 – sind eine denkbar gut bestückte Spielwiese für Hacker und Cyberkriminelle. Die Milliarden an Geräten, die heute schon vernetzt und schlecht abgesichert genutzt werden, bieten zahlreiche Möglichkeiten, Daten zu stehlen, Spionage zu betreiben oder Ransomware einzusetzen. Während ein Unternehmen vor der Mammutaufgabe steht, alle Aspekte einer digitalen Infrastruktur zu berücksichtigen, reicht für einen Hacker eine einzige Schwachstelle, um sich den Zugang zu einem Netzwerk zu verschaffen. Und ist er erst einmal drinnen, vergehen oft Monate, bis er entdeckt wird. Denn es ist kaum möglich, etwas vor Gefahren abzusichern, von denen man nichts weiß.

Zentrale Sicherheitsplattform für Netzwerktransparenz. Darum ist es so wichtig für die Security-Teams zu wissen, welche Geräte sich wann in ihrem Netzwerk befinden, wo diese platziert sind und wer sie für was verwendet. Ziel von Unternehmen muss es sein, den Netzwerkverkehr so transparent zu gestalten, dass sie über alle für die Sicherheit relevanten Informationen zu Nutzern, Applikationen und Geräten verfügen. Sinnvoll ist es also, eine zentrale Sicherheitsplattform für die Netzwerktransparenz zu implementieren, die alles abdeckt – von den virtuellen und Cloud-Umgebungen über den verschlüsselten Traffic und der Isolation verdächtiger, zu untersuchender Applikationen bis hin zur Unterstützung einer sicheren Netzwerkan- und -abmeldung digitaler Geräte. Wer in der Lage ist, den Netzwerkverkehr proaktiv zu verfolgen, kann verdächtige Aktivitäten quasi in Echtzeit identifizieren, schnell und effektiv reagieren und Malware analysieren. So werden Datendiebstähle verhindert und Kundenerfahrungen verbessert.

Fazit. Um in der vernetzten Welt Erfolg zu haben, müssen Unternehmen daher einen dualen Ansatz verfolgen, der Transparenz und Monitoring für den gesamten Traffic gewährleistet. Damit sind sie in der Lage, das Netzwerk jeweils aktuell zu analysieren, zu schützen und zu bewerten, was die Basis für die Optimierung von Leistung und Verfügbarkeit ist.


Christoph Lietz,
Senior Sales Director
Central Europe
bei Gigamon

 

 

Illustration: © Ozerina Anna /shutterstock.com

 

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