Multi-Cloud – Die Vielfalt der Cloud-Provider effizient nutzen

Für Privatanwender ist es mittlerweile Alltag, für Unternehmen eine enorme Herausforderung: die Nutzung von Clouds verschiedener Anbieter. Mit einem vertrauenswürdigen Partner gelingt die Reise in die Multi-Cloud.

Sie chatten über WhatsApp, speichern Dateien auf Dropbox, senden E-Mails per Google und veröffentlichen Fotos auf Instagram: Privatnutzer verwenden wie selbstverständlich die Cloud-Angebote mehrerer Provider. Der Grund ist einfach. Jeder dieser Service-Anbieter hat sich auf einen Dienst spezialisiert, für den er praktische Funktionen bietet. Wird dieser auch von Freunden genutzt, fällt die Wahl leicht.

Für Unternehmen gilt nun Ähnliches: Haben sie sich bislang meist für die günstigste Cloud-Variante entschieden, werden heute Funktionen, Serviceleistungen und Support immer wichtiger. Da sie immer mehr Anwendungen und Dienste in die Cloud auslagern, kann ein einzelner Provider nicht mehr sämtliche Anforderungen erfüllen. So entscheiden sie sich für die Nutzung von Angeboten verschiedener Provider und damit für die Multi-Cloud. Unternehmen profitieren dadurch von den jeweiligen Stärken der verschiedenen Anbieter.

Laut Bitkom haben heute zwei von drei Unternehmen in Deutschland Cloud Computing im Einsatz. Right-Scale zeigt in seiner Studie »State of the Cloud«, dass eine typische Firma heute 8 unterschiedliche Clouds nutzt oder testet – 6 mehr als im vergangenen Jahr. Im Durchschnitt sind zwei Public Clouds und zwei Private Clouds im Einsatz und jeweils zwei weitere Clouds in jeder Kategorie im Testbetrieb.

Gründe für Multi-Cloud. Als Ursachen dieser Entwicklung geben die Kunden von Rackspace vor allem zwei Gründe an. Erstens geht es um die schrittweise Anpassung beziehungsweise Einführung neuer IT-Technologien. Zum Beispiel verwendet die IT-Abteilung Oracle ERP auf VMware-Servern im eigenen Rechenzentrum und lagert Aufgaben in eine VMware Private Cloud aus. Andere Aufgaben führt die IT-Abteilung unter Windows Azure aus, während die Marketingabteilung völlig unabhängig bei AWS ein paar Instanzen laufen hat und eine weitere Abteilung den Einsatz einer OpenStack Private Cloud testet.

Der zweite Grund ist, dass die verschiedenen Cloud-Plattformen unterschiedliche Stärken haben und für die verschiedenen unternehmensspezifischen Aufgaben unterschiedlich geeignet sind.

Außerdem möchten Unternehmen von der Innovationskraft der verschiedenen Cloud-Anbieter profitieren und ihr Risiko strategisch verteilen. So vermeiden sie einen Vendor-Lock-in, bei dem sie von einem Provider abhängig sind, und können ihre Anwendungen sogar über mehrere Clouds skalieren. Damit sind sie auf Spitzenzeiten vorbereitet.

Eine Multi-Cloud ermöglicht die Nutzung unterschiedlicher Infrastrukturen, Plattformen und Anwendungen als Serviceleistung mit verschiedenen Cloud-Modellen. Dies erhöht die Flexibilität, Skalierbarkeit und Stabilität der Anwendungen und Prozesse deutlich – sowie den Funktionsumfang. Firmen sollten dabei die für sie jeweils am besten passenden Lösungen kombinieren: vom eigenen Rechenzentrum über Private und Public Clouds der unterschiedlichen Provider. Diese Kombination kann optimale Lösungen für die einzigartigen Anforderungen jedes einzelnen Unternehmens bieten. Die Dienste sollten auf individuell angepassten Hybrid- und Multi-Clouds basieren.

 

Tipps für eine erfolgreiche Cloud-Migration

Für Unternehmen sind auf dem Weg in die Cloud ein paar wichtige Dinge zu beachten. Jeder potenzielle neue Cloud-Nutzer sollte sich im Klaren sein, dass er einen langwierigen Prozess vor sich hat. Der Umstieg auf die Cloud ist weit mehr als eine bloße Anpassung bestehender Anwendungen. So ist beispielsweise nicht jede Applikation für eine Auslagerung und Skalierung geeignet – dies muss einzeln geprüft werden.

Wichtige Voraussetzung für ein erfolgreiches Projekt ist eine unternehmensweite Zusammenarbeit: Alle betroffenen Teams müssen von Anfang an an Bord geholt werden – neben der IT insbesondere auch Compliance und Finance. Erfolgreiche Integrationsprojekte zeichnen sich dadurch aus, dass frühzeitig zwischen allen Beteiligten ein gemeinsames Verständnis über die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen des Cloud-Einsatzes besteht. Hierbei hilft eine Roadmap, die beispielsweise über einen Zeitraum von fünf Jahren die Transformation der Unternehmensprozesse beschreibt und als langfristige Orientierung für alle Beteiligten dienen kann.

Entscheidend für den Erfolg von Cloud-Projekten ist Transparenz: Die Anbieter müssen aussagekräftige Unterlagen zur Verfügung stellen, die als Basis für strategische Entscheidungen des Managements dienen können. Nur so lässt sich die erforderliche Klarheit schaffen, mit der sich alle Beteiligten überzeugen und an Bord holen lassen.

Und nur wer die richtigen Skills mitbringt, kann die Möglichkeiten der Cloud voll ausschöpfen und in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben. Fehler nicht wiederholen und auf die Kompetenz und das Know-how von erfahrenen Partnern und Spezialisten setzen: Das sind die besten Voraussetzungen für den erfolgreichen Einstieg in die Welt der Cloud.

 

Der richtige Partner. Um diese Herausforderungen erfolgreich und sicher zu lösen, sollten sich Unternehmen einen international tätigen, erfahrenen Partner suchen, der als Trusted Advisor von allen wichtigen Cloud-Anbietern zertifiziert ist und unabhängig für seine Kunden arbeitet. Rackspace hat sich auf diese Dienstleistungen spezialisiert und agiert als zuverlässiger und vertrauenswürdiger Berater Hersteller- und Anbieter-neutral für seine Kunden. Neben einem Verständnis der individuellen Anforderungen und Ziele des Kunden, seiner Arbeitslasten und Umgebungen entwickelt Rackspace die passenden Lösungen und stellt Tag für Tag sicher, dass diese erfolgreich und sicher laufen sowie jederzeit auf dem neuesten Stand sind. Dies rundet der Managed Service Provider mit ergänzenden Diensten ab – wobei immer der Nutzen und die Zufriedenheit des Kunden im Vordergrund stehen.

Rackspace stellt Beratung und Support für alle führenden Clouds und die damit verbundenen Technologien bereit – ob Public oder Private Clouds, dedizierte Server, AWS, Azure, Google Cloud, OpenStack oder VMware. Außerdem verfügt Rackspace über ein Team aus Spezialisten für digitale Sicherheit, die Erfahrung bei der Abwehr von Angriffen besitzen. Als vertrauenswürdiger Partner sorgt Rackspace dafür, dass Kunden alle Aufgaben auf der Plattform ausführen können, die die jeweils höchste Leistung und Kosteneffizienz gewährleistet. Eine internationale Strategie, umfassende Compliance-Unterstützung, Zertifizierungen, transparente Zugangskontrollen, Monitoring, Beratung auf Augenhöhe und Berücksichtigung von Best Practices stellen ebenfalls die Weichen auf Erfolg.

Fazit. Eine Multi-Cloud-Lösung bringt viele Vorteile und lässt sich heute ohne Mehraufwand betreiben. Dies ist allerdings nur möglich, wenn der gewählte IT-Partner die unterschiedlichen Cloud-Angebote und Technologien detailliert kennt, etwa OpenStack, Amazon Web Services, Microsoft Azure oder Google Cloud. Nur dann kann er die Angebote der Provider exakt mit den individuellen Bedürfnissen des Kunden in Einklang bringen. Er sollte zudem Managed Services anbieten, einen persönlichen Ansprechpartner sowie einen weltweiten Rund-um-die-Uhr-Support. Dann muss sich der Kunde nicht mehr um die Technik kümmern, sondern kann sich vollständig auf sein Kerngeschäft konzentrieren.


Reinhard Waldinger,
Geschäftsführer der
Rackspace International GmbH
www.rackspace.com/de-de

 

 

Bilder: © Rackspace; Omelchenko/shutterstock.com

 

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