Wenn die Cloud mal verschwindet

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch dieser Woche hat ein Ausfall der AWS-Cloud-Plattform zeitweise weite Teile des Internets lahmgelegt. Betroffen waren unter anderem so populäre Seiten wie Etsy, Ebay, Spotify, Shopify, Paypal, Twitter, Netflix oder Soundcloud, die über Stunden nicht oder nur unzureichend erreichbar waren und teilweise empfindliche Verluste gemacht haben dürften. Insgesamt ist der Cloud-Speicherservice Amazon S3 bei rund 150.000 Webseiten und 120.000 Domains im Einsatz.

Bill Wohl, Chief Communications Officer bei Commvault kommentiert: »Heute dürfte bei vielen Verantwortlichen, CEOs wie CIOs, die Frage ganz oben auf der Agenda stehen, welche Informationen ihr Unternehmen in die Cloud verlagert hat, welche Daten und Dienste verfügbar sind und was jetzt zu tun ist. Unwissenheit ist eine Gefahr für das Geschäft und der Zeitfaktor ist kritisch. Der Ausfall bei AWS sollte ein Weckruf für alle Unternehmen und Organisationen im öffentlichen Sektor sein, eine ganzheitliche Datenmanagement-Strategie zu implementieren. Diese muss den Punkt ›Disaster Recovery‹ ebenso berücksichtigen, wie die Möglichkeit, Daten flexibel zwischen verschiedenen Cloud-Umgebungen oder innerhalb einer bestehenden Infrastruktur zu verschieben.«

Was müssen Unternehmen, die Daten und Dienste in der Cloud betreiben, wissen und beachten, um einen Ausfall wie den gestrigen möglichst unbeschadet zu überstehen?

  • Welche Daten liegen in welcher Cloud?

Prinzipiell müssen Unternehmen keine Bedenken bei der Verwaltung ihrer Unternehmensdaten mittels Hybrid- oder Public-Cloud-Infrastrukturen haben. Es ist jedoch essenziell das IT-Verantwortliche mittels der von ihnen eingesetzten Datenmanagement-Lösung stets den vollen Überblick darüber behalten, wo ihre Daten abgelegt sind. Im Falle einer Panne können Verantwortliche so leicht abschätzen, ob und in welchem Umfang ein Ausfall den Geschäftsablauf beeinträchtigt und entsprechende Maßnahmen einleiten.

  • Wie lange dauert es, bis diese Information zur Verfügung steht?

Verantwortliche benötigen auf Knopfdruck einen kompletten Überblick über ihre Infrastruktur, um möglichst sofort zu wissen, welche Daten wo gespeichert sind. Zeit ist bei einem Ausfall wichtiger Dienste buchstäblich Geld und kein Unternehmen kann sich eine langwierige Analyse unterschiedlicher Einzellösungen erlauben.

  • Sind die Daten gesichert?

Umfassende Daten-Backups über verschiedene Cloud-Lösungen hinweg ist essenziell, um überhaupt eine Möglichkeit zu haben, auf den Ausfall einer Cloud zu reagieren.

  • Gibt es einen Notfallplan, mit dem Daten und Dienste schnell und sicher wieder zugänglich sind?

Um einen Umsatzausfall so gering wie möglich zu halten, müssen Unternehmen ihre bestehenden Daten und Dienste flexibel innerhalb und zwischen Cloud-Umgebungen verschieben können. Die Replikation muss auch entsprechende Sicherheitsrichtlinien umfassen und unabhängig vom Speicherplatz umfassende »End-to-End« Datensicherheit gewährleisten.

 

Bill Wohl ergänzt: »Unternehmen mögen sich jetzt fragen, ob denn der Weg in die Cloud – und heute sicherlich auch die AWS-Cloud im Speziellen – die richtige Entscheidung ist. Fest steht, dass die Digitalisierung in Unternehmen weiter fortschreitet und kein Weg an der Cloud vorbeiführen wird. Wir können Skeptikern aber einen Silberstreifen am Horizont aufzeigen: Mit einer ganzheitlichen Datenmanagement-Strategie, wissen Verantwortliche zu jedem Zeitpunkt, wo sich ihre Daten befinden, wie man auf sie zugreifen und sie verschieben kann und auch wie man sie sichern und im Ernstfall schnell wiederherstellen kann. Wer gut vorbereitet ist, profitiert von zahlreichen Vorteilen und verfügt bei etwaigen Herausforderungen über passende Lösungsansätze.«

Commvault hat zum Thema AWS-Ausfall einen ausführlichen Blog-Kommentar verfasst: https://www.commvault.com/blogs/2017/february/when-a-cloud-has-an-outage-what-is-your-data-recovery-plan

 


 

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