Beratung zu BI, CRM und E-Commerce – Kontinuierliche Optimierung von Geschäftsprozessen

Klaus Blaschek, Sebastian Amtage

Große Unternehmen setzen BI ein, leiden aber unter dem Silo-Denken. Bei KMUs muss oft noch auf das Potenzial von Business Intelligence hingewiesen werden. Für beide gilt es wertvolle Informationen aus den Datenmassen zu filtern und zur Strategiefindung zu nutzen.

Manage it hat mit den Geschäftsführern von b.telligent gesprochen um zu erfahren, welchen Nutzen die Kunden von einem unabhängigen Beratungsunternehmen für Business Intelligence erwarten können.

Was ist die Geschichte hinter b.telligent? 

Sebastian Amtage: Alles begann 2004 auf dem Garchinger Wissenschaftscampus. Mein Studienkollege Klaus Blaschek und ich hatten angesichts der rapiden Entwicklung im Bereich Daten- und Informationsmanagement die Idee, eine fachliche und technologie-unabhängige Beratung für Business Intelligence aufzubauen. Wir wollen es Unternehmen ermöglichen, von dieser Entwicklung zu profitieren, indem aus zuvor ungenutzten Datenmengen wertvolle Erkenntnisse gewonnen und schließlich in die Strategiefindung einbezogen werden. Begonnen haben wir mit Kunden aus der Telekommunikationsbranche, denn hier war der Handlungsbedarf aufgrund der generierten Datenmengen am größten. Im Juli haben wir mit nunmehr über 100 Mitarbeitern in Deutschland und der Schweiz unser zehnjähriges Bestehen gefeiert. Neben der Telekommunikationbranche beraten wir gemeinsam Kunden aus den Bereichen Medien, Energie, Finanzdienstleistungen, Handel und Versicherungen aus der ganzen DACH-Region.

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Wie setzt sich das Leistungsportfolio zusammen?

Klaus Blaschek: Der Fokus unserer Beratung liegt auf der kontinuierlichen Optimierung von Geschäftsprozessen sowie Kunden- und Lieferantenbeziehungen. Im Zentrum steht dabei stets der Erkenntnisgewinn aus der Verdichtung, Analyse und Prognose von systemübergreifenden Geschäftsdaten. So lassen sich Margen erhöhen, Kosten senken und Risiken besser kontrollieren. Dabei eröffnen sich natürlich viele Handlungsfelder. Neben Business Intelligence im Allgemeinen – das heißt die Implementierung effizienter Infrastrukturen zur Sichtbarmachung von Potenzialen – bieten wir Lösungen in den Bereichen Data Warehouse, Customer Relationship Management, Sales und Marketing, E-Commerce, Finance und Controlling sowie Risk Management.

Worin sehen Sie im deutschen Markt den größten Handlungsbedarf bei Business Intelligence?

Klaus Blaschek: Momentan bleiben enorme Potenziale ungenutzt, weil gerade innerhalb großer Unternehmen wertvolle Daten in einzelnen Abteilungen isoliert sind, ohne anderen Bereichen zugänglich zu sein. Dieses »Silo-Denken« gilt es aufzubrechen. Zudem gibt es in kleinen und mittelständischen Unternehmen noch Informationsbedarf in Bezug auf die Natur und die Potenziale von Business Intelligence. Zum Teil ist es so, dass Mitarbeiter relevante Daten in verschiedenen Excel-Listen führen – jeder in seinem eigenen Format und ohne, dass diese zentral aktualisiert oder zugänglich gemacht werden. Deshalb richten wir Workshops aus, um für das Thema und die damit verbundenen Potenziale zu sensibilisieren und offene Fragen zu beantworten.

Wie sehen Sie die weitere Entwicklung von Business Intelligence und auch von b.telligent?

Sebastian Amtage: Die Datenmengen wachsen exponentiell, sie explodieren geradezu. Alle zwei Jahre verdoppeln sie sich. Business Intelligence muss in dieser Entwicklung vor allem dazu beitragen, »die Spreu vom Weizen« zu trennen und dafür sorgen, dass irrelevante Informationsmengen keinen Einfluss in Berechnungen finden. Damit werden die für die Analyse genutzten Kapazitäten möglichst effizient eingesetzt. Wir erkennen diesen Trend und erstellen für unsere Kunden leistungsstarke Lösungen mit denen sie wertvolle Informationen aus den Datenmassen filtern und zur Strategiefindung nutzen können. In Bezug auf unser eigenes Unternehmen sehen wir angesichts des wachsenden Bedarfs nach Business Ingelligence optimistisch in die Zukunft und arbeiten darauf hin, das führende BI-Beratungsunternehmen der DACH-Region zu werden.

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Welche Kernkompetenzen hat b.telligent und wie unterscheidet sich die Firma von den Marktbegleitern? 

Klaus Baschek: In erster Linie durch unsere Unabhängigkeit. Wir sind absolut neutral in Bezug auf die Technologieanbieter. Auf diese Weise können wir Kunden optimale Architekturen empfehlen, die ihren jeweiligen Bedürfnissen am besten entsprechen. Wir kennen alle Lösungen am Markt und treffen unsere Empfehlungen ausschließlich im Interesse unseres Auftraggebers. Des Weiteren verfolgen wir einen ganzheitlichen Beratungsansatz – anstatt lediglich isolierte Lösungen zu implementieren, betrachten wir den Kunden mitsamt seinen gegenwärtigen und zukünftigen Bedürfnissen als Ganzes und stimmen die Architektur entsprechend ab. Im Klartext bedeutet dies, dass sich einzelne Implementierungen später einmal zu einem großen Ganzen verbinden können. Im deutschsprachigen Raum sind wir damit eines der wenigen Beratungsunternehmen, das einerseits ein so breites Themenspektrum abdeckt und andererseits eine unabhängige, ganzheitlich-individuelle Betreuung leisten kann.

Wie wichtig ist Mobile BI und welche Sicherheitsrisiken können entstehen? 

Sebastian Amtage: Generell erleben wir immer wieder, dass das Sicherheitsbedürfnis der Kunden aus der DACH-Region sehr hoch ist, viel höher als zum Beispiel im anglo-amerikanischen Raum. Die Ansprüche an die Mobilität sind hingegen sehr heterogen und stark von der jeweiligen Branche abhängig. Es gibt durchaus Kunden, die mit Mobile BI gerne alle Business-Intelligence-Daten jederzeit verfügbar haben möchten. Auf diese Weise können sowohl die Geschäftsführung, der Vertrieb, als auch das Marketing Analysen unterwegs abrufen und sogar im Flugzeug in ihre Entscheidungsfindung mit einbeziehen. Grafisch aufbereitet können diese Daten auch für Präsentationen genutzt werden, was insbesondere für Vertriebsmitarbeiter interessant ist. Bei diesen Kunden, mit Wunsch zu mobilen Applikationen, legen wir daher großen Wert auf die Sicherheit der Daten. Konkret bedeutet das für uns, dass alle mobilen Endgeräte – ob nun Smartphone, Tablet oder Laptop, ob unternehmenseigen oder BYOD – in die Lösungsfindung ganzheitlich mit einbezogen werden, um maximale Effizienz mit einem Optimum an Sicherheit zu verbinden.

Alle Welt spricht vom Cloud Computing und Cloud Services. Wie ist b.telligent hier aufgestellt?

Klaus Blaschek: In allen Business-Intelligence-Bereichen sehen wir einen Bedarf an IT-Services, der mit Cloud Services abgedeckt werden kann. Allerdings gibt es gerade in Deutschland große Bedenken Daten – welcher Art auch immer – einer externen Plattform oder einem Dienstleister anzuvertrauen. Wir unterstützen unsere Kunden hier auf zwei Arten:

Erstens bieten wir Betriebs- und SaaS-Lösungen für BI-Produkte an, die unter deutschem Recht aus deutschen Rechenzentren geleistet werden und den Anforderungen des Kunden an Datenschutz und Rechtssicherheit entgegenkommen.

Zweitens beraten wir unsere Kunden bei Projekten, um Cloud Services dort einzusetzen, wo es sinnvoll und ökonomisch vorteilhaft ist. Mit Cloud Computing können viele Vorhaben schneller und günstiger realisiert werden. Gerade wo keine kritischen Daten verarbeitet werden, sollten die Flexibilität, Skalierbarkeit und Abrechnungsmodelle von Cloud Computing genutzt werden.

Wir haben Partnerschaften mit den wichtigen Anbietern im Markt, bieten eigene Service- und Betriebslösungen und qualifizierte Berater an, die unsere Kunden hier unterstützen können.

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