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Inzwischen verwenden einige Unternehmen AI oft nur noch als Vorwand für Entlassungen. Ihre Erwartungen sind offenbar enttäuscht worden. Doch die Wahrheit ist oft komplexer.
Aktuelle Entlassungen im Technologiesektor werfen vermehrt die Frage auf: Hat der generelle Verlust von AI-Arbeitsplätzen tatsächlich bereits begonnen? Erste CEOs haben bereits Entlassungen angekündigt und AI als Grund dafür angeführt.
Nur ein paar Beispiele aus den letzten Wochen und Monaten: Atlassian, Entwickler von Software, Projektmanagement und von Anwendungen zur Signalverarbeitung (gegründet 2002) mit mehr als 135.000 Kunden, kündigte eine Reduzierung der Belegschaft um 10 Prozent an, etwa 1.600 Stellen. Die dadurch eingesparten Mittel sollen weitere Investitionen in AI und den Vertrieb an Unternehmen ermöglichen.
Diese Nachricht folgte kurz nach einer größeren Entlassungsrunde bei Block, einem Unternehmen für Finanztechnologie, das früher unter dem Namen Square bekannt war. Block gab bekannt, seine Belegschaft um etwa 40 Prozent (rund 4.000 Stellen) zu reduzieren.
Darüber hinaus sind immer wieder Gerüchte aufgetaucht, dass ein Branchenriese wie Meta etwa 20 Prozent oder mehr der gesamten Belegschaft entlassen wolle. Etwa 16.000 Stellen wären die größte Entlassungswelle des Unternehmens seit ein paar Jahren, als an die 20.000 Mitarbeiter gehen mussten. Meta erklärte nach Veröffentlichung der Nachricht gegenüber Reuters, es handele sich bloß um „spekulative Berichterstattung“. Das könnte man auch übersetzen als: “Es wird passieren, aber wir wollen es noch nicht offiziell bestätigen …”
Sicher könnte man gute Argumente für oder gegen die These finden, dass AI tatsächlich der Hauptgrund für die anstehenden Entlassungen ist. Es handelt sich um ein frühes Warnsignal für viele Mitarbeiter in der Technologiebranche. Sie werden wahrscheinlich zu den ersten Angestellten gehören, deren Jobs sich aufgrund der neuen AI-Tools verändern oder gar verschwinden werden. Zum Beispiel hat CEO Mike Cannon-Brookes von Atlassian in einem Blog-Beitrag erklärt, dass die Messlatte für führende Software-Unternehmen in Bezug auf Wachstum, Rentabilität, Geschwindigkeit und Wertschöpfung bereits gestiegen sei.
Cannon-Brookes erklärte laut „Hard Fork”: „Wir passen uns bewusst und schnell an, um nachhaltiges und profitables Wachstum zu erzielen.“ Er betonte außerdem, dass AI keine Menschen ersetzen könne. Er fügte aber auch hinzu, es wäre unehrlich, so zu tun, als verändere AI nicht bereits bisherige berufliche Kompetenzen oder die Anzahl erforderlicher Stellen in bestimmten Bereichen von Unternehmen.
Beim Wort genommen
Es kommt ein weiterer Faktor hinzu, der manchmal auch als „SaaS-Apokalypse” bezeichnet wird. (Siehe „SaaS As We Know It Is Dead: How To Survive The SaaS-pocalypse!”, www.forrester.com/blogs/saas-as-we-know-it-is-dead-how-to-survive-the-saas-pocalypse/.) Zum Beispiel entwickelt ein Hersteller Tools für Unternehmen. Viele seiner Produkte bestehen dann im Wesentlichen aus strukturierten Workflows. Und manche dieser Kunden glauben dann, dass man früher oder später solche Lösungen auch einfach selbst und recht günstig entwickeln könne. Vielleicht kauft man dann noch immer ein Produkt von einem Unternehmen wie Atlassian, aber man ist wohl nicht mehr bereit, so viel dafür auszugeben wie vorher.
Man sehe sich nur den Aktienkurs von Atlassian an: Er ist bereits im letzten Jahr stark gefallen. (Siehe hierzu: www.boerse.de/aktien/Atlassian-Aktie/US0494681010.) Eine der Reaktionen des Unternehmens auf diese Art von Entwicklung bestand in Aussagen wie zum Beispiel: „Wir werden uns von einigen unserer Mitarbeiter trennen und herausfinden, wie wir die Produktivität unserer verbleibenden Mitarbeiter steigern können.” Für solche Entwicklungen hat sich bereits ein neuer Begriff verbreitet: „AI Washing”. Es wird dann einfach behauptet: Solche negativen Entwicklungen hätten nichts mit AI zu tun.
Jack Dorsey, der CEO von Block, hat eine etwas andere Erklärung über die Entlassungen bei seinem Unternehmen abgegeben. Er erklärte dazu: „Wir treffen diese Entscheidung nicht, weil wir in Schwierigkeiten stecken. Unser Geschäft läuft gut. Aber etwas hat sich verändert. Es gab zwei Möglichkeiten: Entweder die Stellen über Monate oder Jahre hinweg schrittweise zu reduzieren, während sich der technologische Wandel immer weiter vollzieht, oder ehrlich aufzutreten und sofort zu handeln. Ich habe mich für Letzteres entschieden.“ Block konnte die Anzahl seiner Mitarbeiter in den letzten Jahren stark vergrößern und hat sehr viel für Werbung ausgegeben. Gerüchteweise gab man vor kurzem sogar an die 68 Millionen Dollar aus, um 8.000 Personen zu einer Veranstaltung mit dem Rapper Jay-Z einzufliegen.
Auch bei Meta würden Entlassungen sehr viele Mitarbeiter treffen. Offiziell heißt es: „Wir setzen voll auf die neue Arbeitswelt und werden dafür Einsparungen vornehmen müssen.” In einer Telefonkonferenz zu den jüngsten Geschäftszahlen sagte CEO Mark Zuckerberg: „Projekte, die früher große Teams erforderten, können jetzt von einer einzigen hochbegabten Person realisiert werden.“
Erwähnenswert ist auch, dass alle diese Einsparungen derzeit mit massiven Investitionen in die AI-Infrastruktur einhergehen. Allein für dieses Jahr plant Meta Ausgaben von etwa 135 Milliarden Dollar allein für Investitionen in diesem Bereich. Selbst für ein Unternehmen von der Größe Metas ist das eine beträchtliche Summe. Man wird deshalb auch versuchen müssen, die Aktienmärkte und Anleger nicht zu sehr zu verunsichern. Es handelt sich immerhin um die größte Investition in der Unternehmensgeschichte, die Meta jemals vorgenommen hat.
Bei einigen dieser großen Unternehmen ist derzeit zu beobachten, dass sie durch den Einsatz neuer Tools die Gesamtkosten nicht wirklich senken können. Sie verlagern die Kosten lediglich von menschlicher Arbeitskraft auf AI. Das Geld, das sie andererseits durch die Entlassung Tausender Mitarbeiter einsparen, investieren sie in den Aufbau von Rechenzentren und anderer AI-Infrastruktur. Im Grunde setzen sie darauf, dass die neuen AI-Mitarbeiter schneller, effizienter und langfristig vielleicht sogar günstiger sein werden – dass sie effektiv(er) die Arbeit erledigen können, für die früher Tausende von Menschen benötigt wurden. Oft wird bereits mehr Geld für den Kauf von AI-Tools als für die Gehälter von Mitarbeitern ausgegeben.
Manche Unternehmen hatten Schwierigkeiten mit AI. Meta musste zum Beispiel das Modell „Behemoth” aufgeben, das nicht gut funktionierte. Und die „New York Times” berichtete vor einiger Zeit, dass die Veröffentlichung des neuesten Modells „Avocado” verschoben wurde, da man nicht mit den Ergebnissen zufrieden war – es funktionierte offenbar nicht besser als „Gemini 2.5”.
Mehr Umsatz – weniger Personal
An der jüngsten Entlassungsrunde in der IT-Industrie ist eher überraschend, dass die betroffenen Unternehmen nicht zu den Vorreitern der Branche gehören. Es sind nicht OpenAI, Anthropics oder Google. Diese Unternehmen entlassen nicht massenhaft ihre eigenen Mitarbeiter wegen der AI-Tools, die sie selbst entwickeln und für die sie (wie manche Beobachter glauben) vermutlich sogar bessere Modelle haben als die, die sie im Moment veröffentlichen.
OpenAI und Anthropic sind auch deutlich kleinere Unternehmen, zumindest was die Mitarbeiterzahl angeht. Atlassian ist, gemessen an der Mitarbeiterzahl, dagegen größer als OpenAI. Ein Unternehmen wie DocuSign dagegen ist mit etwa 7.000 Mitarbeiter deutlich kleiner – auch hier sind die Beschäftigten nervös. Überall sind die Mitarbeiter beunruhigt. Viele sehen in AI eine der Ursachen für ihren eventuellen oder schon eingetretenen Job-Verlust.
Viele wissen oft nicht mehr, ob sie die AI-Tools intensiv nutzen sollen. Manche sehen in ihnen einen Fortschritt, andere lediglich überflüssige Automatisierungstendenzen. In vielen Unternehmen herrschen momentan große Angst, Misstrauen und Argwohn. Entlassungen größeren Ausmaßes drohen ausgerechnet in einer bisherigen Wachstumsbranche mit ihren bisher überdurchschnittlichen Gehältern.
Und in einigen dieser Unternehmen sieht man darin sogar positive Nebeneffekte. Mark Zuckerberg und andere – während des super-schnellen und super-großen Wachstums der IT aufgestiegen und zu viel Einfluss gekommen – müssen heute mit mehr innerer Opposition rechnen. Gegengewichte bauen sich auf. Was bisherige Führungskräfte nicht unbedingt schätzen.
Inzwischen tauchen im Silicon Valley sogar Überlegungen und erste Initiativen auf, an so etwas wie Gewerkschaften zu denken. Gewerkschaftliche Organisierung in der IT-Branche an der Westküste würde nur das nachholen, was in anderen Regionen und Branchen auch in den USA längst üblich ist.
Hartmut Wiehr, freier Journalist
Wird es wegen KI Entlassungen geben?
Ja – in manchen Bereichen wird es durch KI (und vor allem Automatisierung + Umstrukturierungen) Entlassungen bzw. Stellenabbau geben, aber sehr wahrscheinlich nicht als flächendeckendes „KI ersetzt alle“, sondern eher als Verschiebung von Aufgaben, Rollen und Qualifikationen.
Was aktuelle Studien nahelegen:
- ifo (2025): Rund 27,1 % der Unternehmen in Deutschland erwarten Stellenabbau durch KI in den nächsten fünf Jahren; zwei Drittel erwarten keine Veränderung.
- IAB (2025, Szenarien): Insgesamt bleibt die Jobzahl langfristig etwa ähnlich, aber es gibt deutliche Verschiebungen (Auf- und Abbau in unterschiedlichen Branchen/Jobprofilen).
- McKinsey (2024): Ein großer Teil von Arbeitsstunden kann automatisiert werden; das bedeutet häufig Rollenwandel und Berufswechsel, nicht zwingend „1:1 Job weg“.
Typisch gefährdet sind eher Tätigkeiten mit viel Routine (z. B. Admin, Standard-Backoffice, Teile von Support/Content), während Jobs mit komplexer Verantwortung, Kundenkontakt, Domänenwissen und Steuerung eher profitieren oder sich wandeln.
Eine allgemeine Einschätzung für Deutschland
Für Deutschland spricht vieles dafür, dass KI nicht „den Arbeitsmarkt wegrationalisiert“, aber spürbaren Stellenabbau in einzelnen Tätigkeiten/Branchen auslöst – parallel zu neuen Jobs und vor allem massiver Aufgabenverschiebung.
1) Gesamtbild: eher Strukturwandel als Massenarbeitslosigkeit
- ifo (06/2025): 27,1 % der Unternehmen erwarten Stellenabbau durch KI in den nächsten fünf Jahren; ~2/3 erwarten keine Veränderung, 5,2 % Jobaufbau. Wenn Abbau, dann im Schnitt ~8 % weniger Personal bei den betroffenen Firmen; Industrie höher (37,3 %) und Handel knapp 30 %.
- IAB-Forschungsbericht 23/2025: In einem KI-Szenario liegt die Gesamtzahl der Arbeitsplätze nach 15 Jahren etwa auf ähnlichem Niveau wie ohne KI – aber mit deutlichen Verschiebungen. Langfristig seien ~1,6 Mio. Arbeitsplätze vom Strukturwandel (Auf-/Abbau) betroffen.
- Interpretation: KI wirkt in Deutschland wahrscheinlich vor allem als Beschleuniger eines ohnehin laufenden Wandels (Digitalisierung, Kostendruck, Demografie), weniger als alleiniger „Jobkiller“.
2) Wo eher Stellen wegfallen (typische Muster)
- Routine- und standardisierbare Wissensarbeit: Teile von Sachbearbeitung, Backoffice, einfache Analysen/Reports, standardisierte Kommunikation, Dokumentation.
- Dienstleistungen mit hohem Automatisierungspotenzial (z. B. bestimmte Unternehmensdienstleister) – das deckt sich mit dem IAB-Hinweis, dass dort Rückgänge am stärksten ausfallen könnten.
- In der Industrie eher über Prozess- und Verwaltungsanteile (Planung, Qualität, Reporting), weniger über hochspezialisierte operative Tätigkeiten – wobei das je nach Betrieb stark variiert.
3) Wo eher neue Jobs entstehen bzw. Nachfrage steigt
- IT- und Informationsdienstleister (IAB nennt hier explizit zusätzlichen Bedarf).
- Rollen rund um Daten, KI-Betrieb und Governance (Data Engineering, MLOps/LLMOps, IT-Security, Compliance, Modell-/Risiko-Management).
- Transformation: Prozessdesign, Change, Enablement/Training, Produktmanagement – also alles, was KI in Organisationen „arbeitsfähig“ macht.
4) Warum Deutschland einen „Dämpfer“ gegen schnelle Massenentlassungen hat
- Fachkräftemangel + Demografie: In vielen Bereichen wird KI eher genutzt, um Engpässe zu kompensieren (nicht zwingend, um netto abzubauen).
- Mitbestimmung & Regulierung (Betriebsräte, EU AI Act, Datenschutz): tendenziell langsamere, kontrolliertere Einführung.
- Mittelstand-Struktur: Viele Firmen adaptieren später und vorsichtiger als Big Tech.
5) Realistische Erwartung für die nächsten Jahre
- Ja, es wird KI-bedingte Entlassungen geben – aber typischerweise selektiv (bestimmte Funktionen/Standorte/Prozessketten) und oft vermischt mit Konjunktur- und Kostensenkungsprogrammen.
- Der größere Effekt ist: Jobs bleiben, Aufgaben ändern sich → wer sich (auch ohne „Data Scientist“ zu werden) in Richtung KI-nahes Arbeiten bewegt, senkt sein Risiko deutlich.
Albert Absmeier & KI
Welche Jobs wird KI in den nächsten drei Jahren ersetzen?
In den nächsten drei Jahren wird KI vor allem hochgradig regelbasierte, repetitive und skalenfähige Aufgaben automatisieren. Das bedeutet nicht nur komplette Jobverluste, sondern häufig eine Verschiebung der Tätigkeitsschwerpunkte hin zu Überwachung, Ausnahmebehandlung und Beratung.
Vergleichstabelle der am stärksten gefährdeten Jobs (Attribute: Risiko, Zeitfenster, warum, kurzfristige Umstiegsmöglichkeiten)
|
Beruf |
Risiko |
Warum KI geeignet ist |
Kurzfristige Reskill‑Option |
|
Datenerfasser / Dateneingabe |
Hoch |
Regelbasierte, strukturierte Eingabe; OCR + ML ersetzen manuelle Arbeit |
Datenqualität, ETL-Tools, Datenanalyse |
|
Basis-Kundendienst / Chat / Hotline |
Hoch |
Viele Anfragen sind repetitiv; NLP-Chatbots skalieren |
Kundenerfolg, Eskalationsmanagement, Produktexpertise |
|
Kassierer / POS-Aufgaben |
Hoch |
Selbstbedienung, Computer Vision, automatische Zahlungssysteme |
Retail-Operations, Kundenbetreuung, Logistik |
|
Telefonmarketing / einfache Sales-Calls |
Mittel–hoch |
Scripted Outreach; Sprachanalyse und A/B-Optimierung |
Digitales Marketing, CRM-Strategien, B2B-Consulting |
|
Einstiegs-Analysten / Marktforschung (Junior) |
Mittel |
Automatisierte Datensammlung und Reporting-Tools |
Data Storytelling, Visualisierung, Business Analysis |
|
Buchhalter (Routineaufgaben) |
Mittel |
Regelbasierte Buchungen, automatische Reconciliation |
Finanzanalyse, Strategie-Reporting, Steuer-Compliance |
|
Lagerarbeiter (Standard-Picking) |
Mittel–hoch |
Robotik + optimierte Logistikprozesse |
Instandhaltung Automatisierung, Logistikkoordination |
|
Korrektur / Lektorat (Basis) |
Mittel |
Grammatik/Style-Checks durch NLP-Tools |
Content-Strategie, Redaktionsleitung, SEO-Optimierung |
|
Rechtsassistenz (Routine-Recherche) |
Mittel |
Dokumentenanalyse, Klauselerkennung, e-Discovery |
Legal Tech, Vertragsmanagement, Compliance |
|
Fast-Food Standardaufgaben |
Mittel–hoch |
Automaten, standardisierte Abläufe, Robotik |
Küchenmanagement, Produktinnovation, Servicedesign |
Warum gerade diese Jobs zuerst betroffen sind
KI und Automatisierung greifen dort am schnellsten, wo Aufgaben:
- stark regelbasiert und vorhersehbar sind,
- große Datenmengen oder standardisierte Signale liefern,
- sich gut skalieren und überwachen lassen.
Praktisch heißt das: Dateneingabe, einfache Support‑Anfragen, POS‑Scans, standardisierte Call‑Skripte und sich wiederholende Produktions‑/Logistikaufgaben sind die ersten Kandidaten für Substitution durch KI oder Robotik.
Wie Arbeit sich konkret verschiebt (nicht nur verschwindet)
- Viele Tätigkeiten werden nicht vollständig wegfallen, sondern auf höherwertige Aufgaben verlagert: Überwachung der KI, Ausnahmebehandlung, Interpretation von Ergebnissen und kundennahe Beratung bleiben menschlich wertvoll.
- Parallel entstehen neue Rollen wie KI‑Trainer, Prompt‑Engineer, Datenqualitätsbeauftragte, Ethics‑Officer und Integrationsmanager, die kurzfristig Nachfrage erzeugen.
Konkrete Handlungsempfehlungen für Beschäftigte und Entscheider (3 Schritte)
- Aufgabeninventar erstellen – identifiziere repetitive, regelbasierte Tätigkeiten in Deinem Bereich.
- Kurzfristig reskillen – Fokus auf Fähigkeiten, die KI ergänzt: Problemlösung, Domänenwissen, Kommunikation, Überwachung von Systemen und Datenqualitäts‑Skills.
- Rollen neu designen – Prozesse so umgestalten, dass Menschen dort arbeiten, wo Empathie, Komplexität und kreative Entscheidung nötig sind; Routineaufgaben an Automatisierung übergeben.
Fazit
Innerhalb der nächsten drei Jahre sind vor allem Berufe mit stark strukturierten, vorhersehbaren Aufgaben besonders gefährdet. Der wahre Hebel für Beschäftigte ist nicht nur Angst vor Ersatz, sondern gezielte Umorientierung: wer jetzt systematisch domänenbezogene, kommunikative und überwachende Fähigkeiten aufbaut, bleibt gefragt und kann KI gewinnbringend ergänzen.
Albert Absmeier & KI
Textquelle: https://www.livecareer.de/bewerbung/berufe-die-ki-ersetzen-wird
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