Charity-Projekte im Mittelstand wirken: Win-win-Situation mit Charity-Strategie

»Charity« ist bei großen Unternehmen und Konzernen fester Bestandteil der Marketing-Strategie. Schließlich dienen gute Taten Image-Förderung und Bekanntheit. Bei mittelständischen Unternehmen erfährt dieses Thema eine eher stiefmütterliche Behandlung. Ein großer Fehler. Das Freisinger Systemhaus printvision macht seit langem die Erfahrung, dass die eigenen Großzügigkeit bei seinen regionalen Käuferzielgruppen gut ankommt. Deshalb etabliert printvision sein »Charity-Engagement« als feste Größe im Budget.

Ansehnliche Budgets investieren Konzerne wie Ikea, Sony oder die Telekom in Charity, die guten Taten also, die ein Unternehmen bei den Kunden als großzügig und sozial wirken lassen.

KMU stehen diesen Marketing-Aktivitäten eher skeptisch gegenüber. Sie meinen oft, über zu wenig »freies Budget« zu verfügen, als dass sich soziale Aktionen überzeugend durchführen ließen. Sie zweifeln, dass überschaubare, lokale Spenden irgendeine Wirkung auf ihren Geschäftserfolg haben könnten. So lassen es Geschäftsführer oft ganz und bedienen lieber vermeintlich zweckdienlichere Ressorts.

Martin Steyer, Marketing-Vorstand des mittelständischen Freisinger Drucker- und Dokumentenspezialisten printvision, schätzt das völlig anders ein. Sein Unternehmen gilt in der Region Südbayern bereits seit jeher als großzügiger Spender – für die Basketballer, den Tierschutzverein, die Freisinger Musikschule oder die Flüchtlingsinitiative Schlau-Schule. Und er ist der Meinung, das lohnt sich auch für sein Business.

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Wer einen Großteil seines Geschäfts in der Region macht, ist aus Steyers Sicht gut beraten, sich auch im sozialen Bereich in seiner Region zu engagieren. »Ich sehe uns als prosperierendes Unternehmen, das seine Geschäfte mit lokalen Kunden macht, in der Verpflichtung, sich auch an der Weiterentwicklung der Region und am Gemeinwohl zu beteiligen. Zum zweiten sind unsere Mitbürger auch unsere Kunden. Wir stellen fest, dass sich unser Engagement messbar auswirkt: Es sorgt für Vertrauensbildung, erhöht die Bekanntheit und wir werden positiv wahrgenommen. Für eine Kaufentscheidung sind das maßgebliche Einflussfaktoren.«

Aufgrund dieser positiven Effekte verankerte der printvision-Vorstand das soziale Engagement als fixes Standbein mit einem eigenen Budget. Wurden bislang Spenden meist aufgrund von Anfragen oder anlassbezogen wie etwa zu Weihnachten getätigt, so kommt seit Mitte diesen Jahres mit »printvision hilft« ein neues Modell zum Tragen: Jeweils die Hälfte der monatlichen Lieferpauschalen, die bei der Beschaffung eines Drucker und Multifunktionskopierers in der Regel fällig werden, fließen in gemeinnützige Projekte rund um Freising und München. Der Betrag beläuft sich zusammen auf 1.000 bis 2.000 Euro im Monat. Auf einer eigenen Website (https://www.printvision.de/news/aktion-printvision-hilft/) können sich regionale Organisationen und Projekte um Unterstützung bewerben.

Besonders über die sozialen Medien wie Facebook lassen sich die Aktionen von »printvision hilft« gut verbreiten. Aber auch die lokalen Print- und Online-Medien haben ein offenes Ohr dafür und räumen ihnen Platz auf ihren Seiten ein. »Damit ist ›printvision hilft‹ für uns ein funktionierendes Marketing-Instrument, aber eben eines, von dem beide Seiten konkret und spürbar profitieren«, betont Steyer. Und die Idee, die Lieferpauschale als Basis für die Spenden zu verwenden, kommt auch bei den Kunden gut an, denn sie sind damit indirekt an einer sozialen Spende beteiligt. »Die Leute von printvision machen nicht nur mächtig Druck – sie kommen auch noch mit guten Aktionen um die Ecke!«, meint Michael Kasper von der Freisinger Agentur Kasper Communications, langjähriger Kunde von printvision.

 

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