Euro2016: Müller, Ronaldo und Ibrahimovic per virtueller Realität zuschauen?

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Es gibt nichts Besseres als ein klassisches europäisches Fußballduell wie Deutschland gegen England live zu sehen. Aber wie bei den meisten großen Events sind Tickets für das Turnier in Frankreich knapp und Reise und Unterkunft teuer. Dementsprechend werden die meisten europäischen Fußballfans das tun, was sie normalerweise machen: entweder das Spiel gemütlich zu Hause ansehen oder sich zum Public Viewing an öffentlichen Plätzen, in Kneipen oder Sportsbars treffen.

Doch die Art, wie Menschen solche Events verfolgen, ändert sich gerade dramatisch. Mobilgeräte, Social Media und Datenanalysen haben das Seherlebnis verändert. Fans verfolgen Spiele heutzutage auf zwei Bildschirmen – das Spiel selbst auf dem Fernseher, und Spielstatistiken, Kommentare in Social Media oder Online-Kommentatoren auf dem Handy oder Tablet.

Die Übertragung solcher Events hat nun durch den zunehmenden Einsatz von virtueller Realität (VR) ein neues Level erreicht. VR verändert durch seine immersive Natur die Grenzen dessen, was momentan als Erzählform durch HD und 3D möglich ist. Stellen Sie sich vor, ein VR-Headset in Ihrem Wohnzimmer aufzusetzen und so während des Finals am 10. Juli virtuell im VIP-Bereich des Stade de France sitzen zu können, oder das Elfmeterschießen aus Perspektive von Manuel Neuer zu erleben. Virtuelle Realität bietet Sendern eine Chance, aufregende und fesselnde Erlebnisse zu ermöglichen – auch während der Werbepause.

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In der Tat hat die UEFA bereits damit begonnen, solche Möglichkeiten zu testen; einige der Spiele werden in virtueller Realität gefilmt werden. Außerdem hat VR kommerzielles Potenzial für Rundfunkanstalten und Medienunternehmen: diese Unternehmen könnten neue Geschäftsmodelle einführen, bei denen Zuschauer dafür bezahlen ihre Lieblingsspiele in virtueller Realität zu sehen.

VR bietet sicherlich große Möglichkeiten für Programmanbieter. Das bedeutet aber nicht, dass sie es Hals über Kopf ohne sorgfältige Prüfung einsetzen sollten. Sie sollten testen, was durch VR verbessert werden kann, indem sie klein beginnen, Fehler schnell erkennen und rasch skalieren. Und sie sollten sich nach erfahrenen Partnern umsehen – um daraus ein stimmiges Kundenerlebnis zu machen, brauchen Rundfunkanstalten und Medienunternehmen Hilfe von jemandem, der Strategie, Design und Technologie nahtlos vereinen kann. Nur dann werden sie in einem hart umkämpften Umfeld relevant bleiben.

Purigali Prasanna, Digital Lead, Information, Media and Entertainment, bei Cognizant

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