Europäische Union: Die größten Geldgeber und -nehmer der EU

Die Diskussion um die gerechte Verteilung der Beiträge der Mitgliedsstaaten an die Europäischen Union (EU) war einer der Hauptgründe dafür, dass Großbritannien den Brexit wählte. Doch welche Länder zahlen tatsächlich am meisten in den EU-Haushalt ein und welche profitieren vor allem davon?

In absoluten Zahlen ist Großbritannien der zweitgrößte EU-Geldgeber hinter Deutschland, wie aktuelle Daten der Europäischen Kommission 2018 zeigen. Betrachtet man jedoch die Beiträge pro Kopf, dann ergibt sich eine andere Reihenfolge: Wie die Statista-Grafik zeigt, liegen hier die Niederlande vorne, mit Beiträgen von durchschnittlich 284 Euro pro Kopf in 2018. Deutschland steht auf dem dritten und Österreich auf dem fünften Platz. Großbritannien taucht in den Top-5 gar nicht auf.

Und wer sind nun die größten Profiteure? Am meisten Geld pro Kopf aus dem EU-Haushalt floss 2018 nach Luxemburg. Kein Wunder, denn dort befinden sich die Institutionen der EU – das Geld kam vor allem der Verwaltung zu Gute, wie Visual Capitalist berichtete. Ebenfalls in den Top-5 der Leistungsempfänger stehen die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie Ungarn. Frauke Suhr

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https://de.statista.com/infografik/19450/top-geldgeber-und-empfaenger-vom-haushalt-der-eu/

 

Bildquelle: https://www.visualcapitalist.com/which-countries-are-the-biggest-boost-or-drag-on-the-eu-budget/

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Der EU-Haushalt 2016

Am Mittwoch, den 25.11.2015, hat das EU-Parlament dem Haushalt für das Jahr 2016 zugestimmt. Hinsichtlich der geplanten Zahlungen umfasst er ein Volumen von rund 144 Milliarden Euro und ist damit leicht höher als im Vorjahr, aber etwas geringer als 2013, dem bisher umfangreichsten Haushalt. Mehr Geld als im Vorjahr soll es 2016 unter anderem für Forschung und Innovation geben. Der Strukturfonds ist dafür etwas geringer geworden, auch die Ausgaben im Bereich der Landwirtschafts-Subventionen sind mehr als eine Milliarde Euro geringer als 2015.

Bis der EU-Haushalt steht gibt es mehrere Verhandlungsrunden. Die Europäische Kommission, quasi die EU-Regierung, bestehend aus den von den Regierungen der EU-Staaten nominierten EU-Kommissaren, legt zunächst einen ersten Entwurf des Haushaltsplans vor. In diesem Jahr passierte das am 27. Mai. Im Juni und Oktober präsentierte sie jeweils noch angepasste Entwürfe.

Im Anschluss erarbeiten sowohl das Europäische Parlament als auch der Europäische Rat, also das Gremium der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union, jeweils einen Standpunkt zu diesem Vorschlag aus. 2015 stellte der Rat seine Standpunkte im Juli dar und nahm sie Anfang September förmlich an. Das Europäische Parlament verabschiedete seine Position am 28. Oktober 2015.

Wenn die Standpunkte des Europäischen Parlaments und des Rates voneinander abweichen, wie es auch in diesem Jahr der Fall war, treten sie im Rahmen eines Vermittlungsverfahrens in Verhandlungen. Ihm gehören jeweils 28 Vertreter des Europäischen Parlaments und des Rates an. Auch die Europäische Kommission nimmt teil. Sie wird vertreten durch die für den Haushalt zuständige Vizepräsidentin sowie von Experten der Generaldirektion Haushalt. Ihre Rolle ist es vor allem zwischen Rat und Parlament zu vermitteln. Die Verhandlungen wurden 2015 am 29. Oktober aufgenommen und am 14. November abgeschlossen und somit früher als erwartet worden war. Andreas Grieß

https://de.statista.com/infografik/4068/der-eu-haushalt/

 

So verschuldet sind die EU, USA und China

Die drei großen Wirtschaftsblöcke USA, China und EU sind unterschiedlich stark verschuldet. Wie die Grafik zeigt, sind die USA am Bruttoinlandsprodukt gemessen am höchsten verschuldet, mit zuletzt leicht rückläufiger Tendenz. Chinas Verschuldung von zuletzt 50,5 Prozent erscheint moderat, allerdings ist die Verschuldung in den letzten zehn Jahren um rund 87 Prozent gestiegen, obwohl sich das Bruttoinlandsprodukt Chinas innerhalb der letzten zehn Jahre fast verdreifacht hat. In der Europäischen Union ist die Verschuldung in Relation zum BIP seit 2015 rückläufig, jedoch noch immer 20 Prozentpunkte über dem Niveau von 2008. Vor allem Griechenland, Italien, Portugal und Belgien mit Werten von über 100 Prozent treiben den Durchschnitt nach oben. Aber auch Frankreich, Spanien und Zypern haben eine hohe Verschuldung von jeweils über 90 Prozent. Matthias Janson

https://de.statista.com/infografik/18219/staatsverschuldung-der-eu-usa-und-china/

 

Staatsverschuldung: Diese EU-Länder sind am höchsten verschuldet

Bundeskanzler Sebastian Kurz setzt sich für eine harte Haltung der EU-Kommission gegenüber Italien ein. Rom hat in Brüssel einen Haushalt vorgelegt, der deutlich mit den Euro-Stabilitätskriterien der Staatengemeinschaft kollidiert. Zwar sind die angepeilten 2,4 Prozent Neuverschuldung eigentlich im Rahmen. Weil das Land laut Eurostat aber bereits mit über 130 Prozent des Bruttoinlandsprodukts verschuldet ist, hatte die Vorgängerregierung versprochen, nicht mehr als 0,8 Prozent neue Schulden zu machen. Österreich selber steht in Vergleich deutlich besser da, wie die Grafik von Statista zeigt. Indes reicht es immerhin noch für einen Platz in den Top 10 EU-Länder mit der höchsten Bruttoverschuldung. Mathias Brandt

https://de.statista.com/infografik/15874/die-zehn-eu-laender-mit-der-hoechsten-bruttoverschuldung-gemessen-am-bip/

https://de.statista.com/infografik/15874/die-zehn-eu-laender-mit-der-hoechsten-bruttoverschuldung-gemessen-am-bip/

 

https://ec.europa.eu/eurostat/documents/2995521/9332923/2-23102018-AP-DE.pdf/e8d6ee4c-04f4-4657-9c94-86e7e4355033

 


 

Öffentlicher Gesamthaushalt: Der Schuldenabbau schreitet voran

Deutschland baut weiter Schulden ab. Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte, betrug der Schuldenstand des öffentlichen Gesamthaushalts von Bund, Ländern und Gemeinden zum Jahresende 2016 beim nicht-öffentlichen Bereich rund 2.005,6 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte der Schuldenstand noch bei 2.020,7 Milliarden Euro gelegen.

Die Pro-Kopf-Verschuldung je Einwohner in Deutschland sank um rund 400 Euro, wie die Grafik von Statista zeigt: Von 24.829 Euro Ende 2015 auf 24.407 Euro in 2016.

Zum nicht-öffentlichen Bereich zählen unter anderem Kreditinstitute und private Unternehmen. Alle Ebenen – Bund, Länder und Gemeinden – haben 2016 zum Schuldenabbau beigetragen, so das Statistische Bundesamt. Frauke Suhr

https://de.statista.com/infografik/10543/schulden-je-einwohner-in-deutschland-sinken/

 


 

Weltweiter Schuldenstand erreicht Rekordniveau

Der internationale Währungsfonds (IWF) schlägt Alarm: Die weltweite Verschuldung hat im vergangenen Jahr einen Rekordstand von insgesamt 152 Billionen Dollar erreicht. Dazugerechnet werden laut IWF öffentliche Verpflichtungen, Verbindlichkeiten privater Haushalte und unternehmerische Schulden, allerdings ohne den Finanzsektor.

Etwa ein Drittel (50 Billionen Dollar) der Schulden werden den öffentlichen Haushalten zugeschrieben. Wie unsere Infografik zeigt, steht der Schuldenberg bei etwa 225 Prozent der Weltwirtschaftsleistung. Die großen Wirtschaftsmächte USA und China haben einen erheblichen Einfluss auf den Schuldenberg. Dyfed Loesche

Diese Grafik zeigt den Stand der weltweiten Schulden in Relation zur Weltwirtschaftsleitung (in Prozent)

https://de.statista.com/infografik/6148/weltweiter-schuldenstand-erreicht-rekordniveau/


Krisenprofiteur Deutschland

Seit der Finanzkrise sind die Kreditzinsen auf sehr niedrigem Niveau. Davon profitiert Deutschland. Wie Dr. Jens Boysen-Hogrefe von Institut für Weltwirtschaft in Kiel vorrechnet, hat die Bundesrepublik rund 100 Milliarden Euro an Zinsen gespart. Dabei handelt es sich jedoch um Brutto-Zinsersparnisse, die nicht berücksichtigen, dass zur gleichen Zeit auch Zinseinnahmen wegfielen. Zudem wurde der tatsächliche Schuldenstand herangezogen und für diesen die Zinszahlungen bei einem Zinssatz von 2008 herangezogen. Die Krise und die niedrigen Zinsen sorgten aber auch für eine höhere Verschuldung. Bei einem angenommenen konstanten Schuldenstand reduziert sich die Brutto-Zinsersparnis auf insgesamt rund 75 Milliarden Euro. Andreas Grieß, 10.02.2015

 


Öffentliche Schulden im Jahr 2015

Die öffentlichen Schulden sind im Jahr 2015 zurückgegangen. Das gab das Statistische Bundesamt heute bekannt. Demnach ist der Öffentliche Gesamthaushalt beim nicht-öffentlichen Bereich mit 2022,6 Milliarden Euro verschuldet, ein Prozent weniger als 2014. Hedda Nier, 01.08.2016

Die Statista-Grafik zeigt die Schulden der Länder und Gemeinden je Einwohner/in Tausend Euro.

 

 

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