»Implementierung von IoT-Lösungen: Planung ist alles«

»Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) verspricht, Milliarden von Geräten unkompliziert mit dem Internet zu verbinden. Die meisten zugrundeliegenden Technologien wie Mobilfunk, WLAN, Bluetooth, Datenverwaltung, Speichermedien und natürlich IT-Sicherheitssoftware gibt es seit mehr als einem Jahrzehnt. IoT sollte daher eigentlich ein simples Thema darstellen. Der Teufel steckt allerdings immer im Detail.

75 Prozent der Unternehmen wollen eine M2M-Strategie einführen

Laut einer 2014 von Vodafone durchgeführten Studie beabsichtigen mehr als 75 Prozent der Unternehmen weltweit, in den kommenden zwei Jahren eine M2M-Strategie einzuführen, jedoch haben weniger als ein Viertel (22 Prozent) bislang einen M2M-Pilotversuch oder ein M2M-Projekt gestartet. Häufig ist bei gescheiterten M2M-/IoT-Projekten von Problemen mit der Internetsicherheit oder der Verwaltung großer Implementierungen die Rede. Doch die eigentliche Ursache, warum derartige Projekte scheitern oder gar nicht erst das Licht der Welt erblicken, lautet unzureichende Planung. Aspekte wie Konnektivität, Mobilität, Verwaltung und Sicherheit sollten frühzeitig bedacht werden. Folgende wichtige Fragen müssen IoT-Enabler stellen:

  • Konnektivität – welche Verbindungsmethoden werden den Bedürfnissen unserer Kunden gerecht und ermöglichen die budgetgerechte Herstellung unseres Produkts? Wie können die ausgewählten Technologien angesichts der Aktualisierung von Standards zukunftssicher gemacht werden? Wie kann gewährleistet werden, dass das Produkt in allen Regionen funktioniert (Technologievarianten, regulatorische Beschränkungen etc.)?
  • Mobilität – wir leben in einer Welt, in der die Benutzerinteraktion immer öfter über Smartphones und Tablets stattfindet und Mitarbeiter ihre eigenen Geräte mitbringen sowie von zahlreichen Standorten auf Ausrüstung zugreifen. Dies kann die Implementierung einer bestimmten Software erfordern, um das Anwendererlebnis auf das für Interaktionen mit Benutzern verwendete Gerät abzustimmen. Das klingt einfach, kann jedoch ohne ausreichende Planung ein Programm letztlich zu Fall bringen.
  • Verwaltung – wie werden die Geräte bereitgestellt? Eine Handvoll implementierter Geräte mag sich manuell konfigurieren und verwalten lassen. Die Bereitstellung von Hunderten oder Tausenden will jedoch sorgfältig durchdacht sein und erfordert Automatisierung. Soll dem IoT-Gerät gestattet werden, bestimmte Entscheidungen selbst zu treffen, den Datenstrom zu filtern oder sich um sonstige lokale Vorgänge zu kümmern, oder soll alles zur zentralen Verwaltung an die Cloud übertragen werden? Diese Fragen deuten lediglich die Spitze eines Eisbergs an, was die Notwendigkeit von Due-Diligence-Prüfungen anbelangt.
  • Sicherheit – in den guten alten Zeiten reichten ein Benutzername und ein Kennwort. Heutzutage sind mehrere Sicherheitsstufen einschließlich Authentifizierung und Verschlüsselung notwendig, um den Schutz wichtiger Daten sicherzustellen, angefangen auf der Ebene der Gerätekomponenten bis hin zur Cloud.

M2M und IoT können bei guter Implementierung elegante Einfachheit und einen messbaren Nutzen liefern. Alles fängt mit der Planung an.«

Statement von Daryl Miller, Vice President of Engineering bei Lantronix

illu screen (c) lantronix m2m

(c) lantronix

Weitere Artikel zu