Musikumsatz: Digital zahlt sich für Musikindustrie aus

Der weltweite Umsatz der Musikindustrie ist laut International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) im vergangenen Jahr um 5,9 Prozent auf 15,7 Milliarden US-Dollar gestiegen. Dies ist das größte Wachstum seit dem Beginn der Marktbeobachtung durch den Verband. Das Wachstum der Branche wird vor allem vom Digitalgeschäft vorangetrieben, das erstmals für 50 Prozent der Einnahmen verantwortlich ist. Vor allem Streaming-Angebote sorgen mit einem Umsatzplus von 60 Prozent für sprudelnde Einnahmen. »Es besteht kein Zweifel daran, dass Streaming die große treibende Kraft hinter dem Wachstum ist« so IFPI-Chefin Frances Moore im Global Music Report 2017. Mathias Brandt

https://de.statista.com/infografik/9130/weltweiter-umsatz-der-musikindustrie/

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Digitalisierung braucht neue Geschäftsmodelle

Für viele Unternehmen hat die digitale Transformation mittlerweile höchste Priorität, allerdings hakt es bei der Umsetzung. Die größte Herausforderung für Unternehmen ist dabei oft nicht, digitale Technologien und Prozesse rein technologisch zu beherrschen und weiter zu entwickeln, sondern geeignete Geschäftsmodelle zu konzipieren und umzusetzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle VDI-Umfrage. Die befragten Fachleute sehen einen deutlichen Nachholbedarf in Deutschland für digitale Geschäftsmodelle. Eine große Hürde für Unternehmen: Es fehlen IT-Fachkräfte. 2016 gab es für Informatiker im Durchschnitt 23 Prozent mehr offene Stellen als im Vorjahr.

Mehr in digitalen Geschäftsmodellen denken

Mit den gut aufgestellten Bereichen Industrie 4.0, Robotik und additive Fertigungsverfahren hat Deutschland internationale Sichtbarkeit für den Produktionsstandort Deutschland. Jedoch wird die Fähigkeit, die eigenen Produkte mit datenbasierten oder Online-Dienstleistungen verknüpfen zu können, für deutsche Unternehmen zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor. Mehr als die Hälfte der Befragten befassen sich im Unternehmen derzeit noch kaum oder gar nicht damit. »Wir müssen viel mehr in digitalen Geschäftsmodellen denken«, fordert VDI-Direktor Ralph Appel zum Start der CeBIT. Nur so könne man Kunden zukünftig individuelle Mehrwerte bieten. »Genau da müssen wir zulegen, denn dies ist der Schlüssel, um auch in Zukunft Geld zu verdienen.«

Gleichzeitig stellen neue Digitalkonzepte auch neue Anforderungen an Mitarbeiter. Doch wie wird die Digitalisierung der Arbeitswelt tatsächlich eingeschätzt? Drei Viertel der befragten Ingenieure sehen darin eine Chance. Während nur 10 Prozent eher Risiken befürchten. Die allgegenwärtige Verfügbarkeit von Informationen, Big Data mit entsprechenden Analyseverfahren sind dabei wesentliche Effizienztreiber der Digitalen Transformation.

Steigende Nachfrage nach IT-Fachkräften

Für das Gelingen der digitalen Transformation ganz entscheidend sind ausreichend viele IT-Fachkräfte. »Die Nachfrage nach Fachkräften in der Informationstechnik steigt kontinuierlich immer weiter«, schildert Dieter Westerkamp, Bereichsleiter Technik und Wissenschaft im VDI. »Die Zahl der offenen Stellen steigt – auf einen arbeitslos gemeldeten Informatiker kommen heute 3,5 Stellen«. Die meisten IT-Experten werden für die Softwareentwicklung gesucht, gefolgt von Aufgaben in der IT-Sicherheit sowie im Service beziehungsweise Support. Es tun sich nicht nur kleine Unternehmen schwer, IT-Fachkräfte zu finden, sondern inzwischen auch große. Als Hauptgrund wird angegeben, zu wenige Bewerbungen zur erhalten. Problematisch ist, dass die Unternehmen deswegen zunehmend IT-Entwicklungsleistungen ins Ausland verlagern oder ganz aus dem Unternehmen herausgeben. Als Konsequenz daraus wird das für die digitale Transformation notwendige Know-how nicht im eigenen Unternehmen aufgebaut – und auch nicht am Standort Deutschland.

[1] Zur Methodik: Erhebungszeitraum 13.2. bis 27.2.2017, Gesamtauswertung n = 630

 

 


 

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