NoSQL-Datenbanken massiv auf dem Vormarsch

Illustration: Geralt Absmeier

In der Folge der digitalen Transformation ergeben sich in vielen Unternehmen und Organiationen vielfältige Herausforderungen, etwa in den Bereichen Data Management, Data-as-a-Service und Echtzeitanalytik. In der sich zeitgleich weiterentwickelnden Welt der Geschäftsanwendungen und Datenbanken setzen Unternehmen zunehmend auf NoSQL-Datenbanken. Drei Aspekte prägen nach Meinung von Roland Stritt, Director Channels EMEA bei Rubrik, den Markt und die Initiativen zur digitalen Transformation in Jahr 2019 am stärksten.

 

NoSQL ist zum Mainstream avanciert

Nicht-relationale NoSQL-Datenbanken stehen längst nicht mehr im Schatten der relationalen Datenbanken, sondern behaupten einen zunehmend prominenten Platz in der Datenarchitekturstrategie moderner Unternehmen. »In den letzten Jahren ist NoSQL für die Entwicklung von Cloud-nativen Anwendungen von entscheidender Bedeutung geworden, da traditionelle relationale Datenbanken nicht die gleiche Agilität, Flexibilität und Leistung bieten können, die diese modernen Anwendungen benötigen«, berichtet Roland Stritt.

NoSQL hatte seine Anfänge bei Datenspeichern wie MongoDB und Apache Cassandra, entwickelt sich aber nun zu In-Memory-Datenbankspeichern wie Redis und Suchlösungen wie ElasticSearch und Splunk. Letztere avancieren schnell zum Eckpfeiler für operative und analytische Anwendungsfälle. Unternehmen setzen immer häufiger auf NoSQL-Datenspeicher, ein starker Gegensatz zu den Vorjahren, in denen sie NoSQL-Datenbanken nebeneinander mit relationalen Datenbanken integriert hatten.

Einige aktuelle Beispiele aus der Praxis verdeutlichen, wie Unternehmen mit diesen neuen, modernen Infrastrukturen einen überzeugenden Geschäftswert generieren:

 

  • Der führende Gesundheitsdienstleister in den USA setzt auf MongoDB als Datenspeicher, um seine Kundenzufriedenheit zu steigern.
  • Weltweit führende Versand- und Kurierunternehmen verwenden Apache Cassandra und DataStax, um geschäftskritische Kundendaten von über 300 Millionen Kunden zu speichern.
  • Das weltweit führende Finanzdienstleistungsunternehmen nutzt Apache Cassandra, um seine gesamte digitale Plattform zu betreiben, die die Kernbankplattform für Verbraucher unterstützt.
  • Das weltweit führende Unterhaltungselektronikunternehmen setzt Apache Cassandra für sein gesamtes Online-Einzelhandelserlebnis ein.
  • Führende Ride-Hailing-Anwendungen verwenden ElasticSearch für alle Analysen.
  • Die weltweit führende Cloudsicherheitsnetzwerkfirma nutzt MongoDB als zentrale Datenbankplattform für alle ihre Anforderungen an Sicherheitsanalysen.

 

Die Zunahme des NoSQL-Einsatzes stellt jedoch auch operative Herausforderungen dar, und viele Führungskräfte betonen die Notwendigkeit der Datensicherung zwischen ihrer traditionellen und neuen Umgebung. Rubrik, spezialisiert auf Cloud Data Management, trägt diesen Trend mit und hat erhebliche Investitionen getätigt, um der wachsenden Nachfrage nach NoSQL im Unternehmen gerecht zu werden.

 

Entwickler sind der Schlüssel zum Angriff auf den Datenbankmarkt

NoSQL-Anbieter haben sich an Entwickler und Open-Source-Beitragende gewandt, um sich selbst in das Unternehmen einzubringen, schließlich gelten Entwickler bereits als die neuen Königsmacher. Ein leicht herunterladbarer und installierbarer NoSQL-Cluster ermöglicht es Entwicklern, schnell Prototypen von Anwendungen der nächsten Generation zu erstellen und deren Rentabilität zu bestimmen. So gibt MongoDB beispielsweise an, dass sein Community-Server-Angebot »Freemium« über 30 Millionen Mal heruntergeladen wurde, eine Zahl, die von Jahr zu Jahr weiterwächst. Ähnliche Statistiken sind für andere NoSQL-Datenbanken verfügbar, und es ist klar, dass die Ausrichtung auf Entwickler ein strategischer Weg ist, um Mindshare zu erwerben und sich als Datenspeicher der Wahl für die nächste Generation von Unternehmensanwendungen zu positionieren. Diese neue Welt steht im Gegensatz zu den relationalen Datenbanken.

Die entwicklergetriebene Bewegung im NoSQL-Markt in Verbindung mit dem gemeinsamen Ziel, neue Geschäftsanwendungen viel schneller zu realisieren, erklärt die dringende Notwendigkeit von operativen Tools auf Unternehmensebene. Es gibt, wie Rubrik berichtet, viele punktuelle Produkte, die auf jeden einzelnen Datenspeicher und Anwendungsfall zugeschnitten sind, aber es gibt keinen Marktführer, der mit einer großen, kritischen Masse unstrukturierter Daten umgehen kann.

Ein Beispiel: MongoDB ist als dokumentenbasiertes Repository positioniert, das in Branchen wie Gesundheitswesen und Finanzen stark vertreten ist, während Apache Cassandra und DataStax auf volumenbasierte Datensätze für Branchen wie IoT und E-Commerce ausgerichtet sind. Ähnliches gilt für Datenspeicher wie ElasticSearch, Redis, MemSQL etc. Sie alle existieren nebeneinander in Unternehmensumgebungen. Infolgedessen streben Unternehmen nach einer zentralisierten Lösung für Anwendungsfälle wie Reporting, Monitoring und Analytik, die sie in ihrer heterogenen Umgebung und in SQL- und NoSQL-Datenbanken nutzen können. Mit Datos IO offeriert Rubrik eine derartige Datensicherungsplattform für die gängigsten NoSQL-Datenbanken. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, die gleiche Einfachheit in das NoSQL-Datenmanagement zu bringen, die NoSQL-Anbieter in Datenbanken eingeführt haben.

 

Hybrid-Cloud und Multi-Cloud als Ziel

Derzeit findet eine beschleunigte Migration von Anwendungen und Daten in die Cloud statt und es werden massive Investitionen in den Aufbau moderner Cloud-basierter Anwendungen getätigt. Während es bei diesem »Lift and Shift« in erster Linie darum dreht, die Anwendungstreue mit traditionellen Cloud-SQL-Datenspeichern aufrechtzuerhalten, basieren Cloud-native Anwendungen vor allem auf Cloud-nativem NoSQL (AWS DynamoDB etc.) und nicht-nativen NoSQL-Datenspeichern (MongoDB, MongoDB Atlas, DataStax etc.).

Diese modernen Anwendungen sind verteilt, hoch skalierbar und haben eine sehr nachgiebige Infrastruktur. Trotz all der Fortschritte werden jedoch immer noch große Investitionen in lokale Rechenzentren getätigt. Im Hybrid-Cloud-Modell werden moderne Anwendungen und Datenbanken der nächsten Generation, die in privaten Clouds laufen, mit lokalen Rechenzentren konvergieren. Infolgedessen wird der Bedarf an Produkten und Tools steigen, die Kunden bei der Migration von Daten in die Cloud unterstützen und so Anwendungsfälle wie Datenmobilität, Unabhängigkeit und Repatriierung für Compliance- und Governance-Anforderungen ermöglichen.

 

»Unabhängig davon, wo sich Unternehmen auf ihrem Weg der digitalen Transformation befinden, ist das Duo aus SQL und NoSQL für einige der wichtigsten Kundenerfahrungen verantwortlich. Das aufkommende Thema ist, dass SQL allein nicht die Antwort für heutige Unternehmen ist, die Initiativen zur digitalen Transformation realisieren wollen«, fasst Roland Stritt abschließend zusammen. »Die Entwicklung in einigen der größten Unternehmen der Welt deutet darauf hin, dass sowohl SQL als auch NoSQL auf Dauer weiter eingesetzt werden sollen. Die Unternehmen haben jedoch großen Bedarf für Produkte, die ihnen helfen können, Endkundenbedürfnisse zu erfüllen und Geschäftsziele in ihrer gesamten Infrastruktur zu erreichen. Dies bedeutet die Flexibilität, Hybrid-Cloud- und Multi-Cloud-Architekturen für ihre nicht-relationalen und relationalen Datenspeicher aufzubauen.«

 


 

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