Stressreduzierung und Produktivitätssteigerung durch Wearable-Technologie

Einer Studie zufolge nahmen Mitarbeiter, die einen Gesundheits-Tracker trugen, weniger Stress, Stressanzeichen, Unruhe und negative Stimmungen sowie mehr energiegeladene Tage wahr, als Mitarbeiter ohne Tracker.

Das Unternehmen Linkedin sowie das Mind & Body Lab der Stanford University haben zusammen mit Spire – dem Hersteller eines Wearables, das Atemmuster erfasst – die Ergebnisse der einzig bekannten Studie zu Stressmanagement durch »Wearables« im Arbeitsumfeld bekanntgegeben.

Die Ergebnisse der 30-tägigen Studie sind aussagekräftig: Mitarbeiter, die einen Spire-Tracker trugen – ein kleines kieselsteingroßes Gerät, das sich am Gürtel oder BH befestigen lässt – erlebten deutlich weniger Stress und negative Stimmungen, arbeiteten produktiver und konzentrierter als Mitarbeiter ohne Tracker.

Im Rahmen der Studie wurden 225 Linkedin-Mitarbeiter untersucht. 114 von ihnen erhielten einen Spire und wurden mit einer Kontrollgruppe von 111 Personen ohne Tracker verglichen. Die Mitarbeiter beider Gruppen arbeiteten in unterschiedlichen Funktionen bei Linkedin , unter anderem in der Produktmanagement-, Rechts-, Marketing-, Entwicklungs- und Finanzabteilung. 47 % der Studienteilnehmer waren weiblich, das Durchschnittsalter der Gruppe lag bei 34 Jahren.

foto (c) spire tracker smartphone wearableDer Aktivitäts-Tracker Spire und die dazugehörige App wurden entwickelt, um Mitarbeitern eine bessere Steuerung ihrer Atmung zu ermöglichen, ohne sie bei ihren Aufgaben am Arbeitsplatz zu stören. Hierfür erfasst Spire konstant die Atemmuster des Trägers und weist ihn auf nennenswerte Veränderungen hin. Die Ergebnisse der Studie zeigen: Die Nutzung eines tragbaren Gesundheits-Trackers als ein skalierbares Mittel zur Stressreduktion bringt klare Vorteile in Bezug auf Gesundheit, Wohlbefinden und Produktivität.

Anzeichen von Stress, Angst und Leistung

Anlass für die Zusammenarbeit der drei Organisationen war eine Untersuchung der Stanford University zu physiologischen Anzeichen von Stress, Angst und Leistung. Spire war zudem daran gelegen, die Auswirkungen seines Fitness-Trackers in der Praxis und abseits des Labors zu testen. Linkedin brachte daraufhin alle Parteien zusammen. Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, eine zuverlässige Methode zur Verbesserung adaptiver Reaktionen auf Stress zu identifizieren. Sie soll auch untersuchen, inwieweit die kontinuierliche Überwachung der Stressphysiologie und entsprechende Rückmeldungen effektiv die Gesundheit und das Wohlbefinden verbessern können.

Für die Studie führten die Untersuchungsgruppe und die Kontrollgruppe identische 15-minütige psychometrische Übungen sowohl vor als auch nach der Studie durch, um die mittleren Atemcharakteristika der Untersuchungsgruppe zu bewerten. Nach Abschluss der 30-tägigen Studie und der Analyse der Teilnehmerdaten zeigte sich, dass die Teilnehmer in der Untersuchungsgruppe, die den Tracker benutzt hatten, weniger Stress, Stressanzeichen, Unruhe und negative Stimmung sowie mehr energiegeladene Tage als die Teilnehmer der Kontrollgruppe wahrnahmen. Außerdem wies die Untersuchungsgruppe mehr physiologische Ruhezustände und eine höhere Konzentration auf.

Michael Susi, Global Wellness Manager bei Linkedin, sagte: »Unsere Mitarbeiter sind unser wertvollstes Gut – insbesondere ihre Gesundheit und ihr Verstand. Mit Spire konnten sie spürbare Verbesserungen an Dingen erzielen, die sonst nur beiläufig wahrgenommen werden: Konzentration, Ablenkung und Produktivität. Der Abbau von Stress bei gleichzeitiger Steigerung der Produktivität ist für den Erfolg eines jeden Unternehmens entscheidend. Daher ist es besonders beeindruckend, beides mit einem einzigen Gerät erzielen zu können.«

Psychische und physische Gesundheit am Arbeitsplatz

Ein Blick auf die Ergebnisse der Studie belegt den Einfluss der einzigartigen Funktionen zur Verbesserung der Achtsamkeit von Spire auf die psychische und physische Gesundheit am Arbeitsplatz. Die Ergebnisse zeigen, dass wir mit Methoden zur Steigerung der Achtsamkeit und zum Stressabbau unser körperliches und seelisches Wohlbefinden stark beeinflussen können – und damit auch unsere Produktivität.

Ein Anwender in der Studie sagte: »Das Gerät gibt mir genau die Rückmeldungen, die ich brauche. Bisher dachte ich immer, mein Stresszustand ›sei eben so‹. Dank Spire habe ich jedoch festgestellt, dass ich diesen steuern kann.«

Die vollständigen Ergebnisse dieser von Fachleuten überprüften Studie werden im Rahmen der jährlichen Konferenz der Angst- und Depressionsvereinigung Amerikas (Anxiety and Depression Association of America) im April offiziell vorgestellt. Dazu zählen unter anderem:

Ergebnisse der Gruppe mit Spire (im Vergleich zur Kontrollgruppe)

  • 10 % Rückgang des empfundenen Stresses auf der Stressskala (PSS) (p<0,05)
  • 12 % Rückgang der Stressanzeichen im Fragebogen zu Stimmung und Angstsymptomen (MASQ) (p=0,001)
  • 11 % Rückgang der negativen affektiven Zustände im Fragebogen zur Erfassung positiver und negativer affektiver Zustände (PANAS) (p=0,005)
  • 2,5 mal (27 %) weniger unruhige Tage
  • 3,5 mal (35 %) mehr energiegeladene Tage
  • 37 % mehr Ruhe
  • 25 % mehr auf Konzentration hinweisende Atemmuster
  • 15 % mehr auf Anspannung hinweisende Atemmuster, die der im Zusammenhang mit jeder neuen Technologie vorhandenen Lernkurve zuzuordnen sind

Feedback der Anwender des Gesundheits-Trackers im Rahmen der Studie:

  • 61 % der Mitarbeiter gaben an, dank Tracker gelernt zu haben, das empfundene Stressniveau anzupassen
  • 75 % der Mitarbeiter gaben an, im Rahmen der Stressstudie neue Kenntnisse und Fähigkeiten erworben zu haben
  • 58 % der Mitarbeiter gaben an, die durch den Tracker und die App erlernten Kenntnisse und Fähigkeiten zur Stressreduktion im Alltag umgesetzt zu haben

Zu den vollständigen Ergebnissen der Studie gelangen Sie hier. https://www.spire.io/pages/study


 

Hier folgt eine Auswahl an Fachbeiträgen, Studien, Stories und Statistiken die zu diesem Thema passen. Geben Sie in der »Artikelsuche…« rechts oben Ihre Suchbegriffe ein und lassen sich überraschen, welche weiteren Treffer Sie auf unserer Webseite finden.

Diese Auswahl wurde von Menschen getroffen und nicht von Algorithmen.

 

Die drei häufigsten Stressgründe weltweit

Der (positive) Einfluss von Gesundheits-Apps

Ersparen Gesundheits-Apps den Arztbesuch?

Stress-Level messen: Neue App nutzt Langzeit-EKG-Daten für Risikoanalyse

Wearable: Gesundheitscheck per T-Shirt

Die Ursache des Glücks

Die Top-Themen für den Betriebsrat

Ernährungsreport 2017: In der Mittagspause lieber Brotdose als Restaurant

Top 11 der guten Vorsätze 2017 – Jeder Fünfte will weniger online sein

Zunehmende Digitalisierung im Beruf belastet Familienleben

Weniger Burnout-Diagnosen – mehr Depressionen

Studie: Arbeitnehmer ernähren sich meist ungesund

Weitere Artikel zu