TV-Werbung nervt junge Menschen

  • Fernsehwerbung wird als störend empfunden
  • Wirksamkeit von TV-Werbung nimmt mit jüngerem Alter ab
  • Frauen kaufen eher ein Produkt, das sie im Fernsehen gesehen haben, als Männer
  • Repräsentative Studie zur Wirksamkeit von TV-Werbung bei 14-30-Jährigen in Deutschland

Alle 11 Minuten verliebt sich ein Single, während wir Lebensmittel lieben und guten Freunden ein Küsschen geben. Fernsehwerbung nervt – aber schauen tut sie fast jeder. Die Forscher von Appinio haben in einer repräsentativ angelegten Studie 1023 junge Deutsche zwischen 14 und 30 Jahren zum Thema Fernsehwerbung befragt [1]. Dabei stellte sich heraus, dass TV-Werbung zwar wahrgenommen, aber überwiegend als störend empfunden wird.

TV-Werbung wird regelmäßig wahrgenommen

Trotz des allseits vernehmbaren Abgesangs auf das Fernsehen blieb zunächst festzuhalten, dass der Großteil der Befragten Werbung im Fernsehen nach wie vor regelmäßig wahrnimmt: 70 % der Befragten gaben an, »heute oder gestern« Fernsehwerbung gesehen zu haben. Interessant ist der Blick darauf, wie diese Werbung angenommen wird: Die Befragten wurden gebeten, Fernsehwerbung in einem Bereich zwischen nervig und inspirierend einzusortieren. Ganze 91 % bezeichneten Fernsehwerbung dabei als sehr nervig oder eher nervig.

Erfolgschancen von Fernsehwerbung

Lediglich jeder fünfte Befragte gab an, im letzten Jahr etwas gekauft zu haben, nachdem er es in einer Fernsehwerbung gesehen hatte. Auffällig hierbei war, dass die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Kauf abnahm, je jünger die Befragten waren. So gaben nur 17 % der 14-18jährigen an, im vergangenen Jahr einen solchen Kauf getätigt zu haben, während es bei den 25-30jährigen immerhin 26 % waren. Es liegt der Schluss nahe, dass die Wirksamkeit von Fernsehwerbung mit jüngerem Alter abnimmt. Kleiner Hoffnungsschimmer für die Fernsehwerbung: Vergleicht man die Geschlechter, so liegen Frauen vorn: während immerhin jede vierte weibliche Befragte angab, einen solchen Kauf getätigt zu haben, waren es bei den Männern nur noch jeder fünfte.

Repräsentative Studie, die über die Marktforschungs-App Appinio durchgeführt wurde.

 

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