Social Business – Schlüsselelement der digitalen Transformation

Social Business

In einer Arbeitswelt, die ständig an Dynamik gewinnt, stehen Unternehmen vor der Herausforderung, ihre Unternehmenseinheiten schlanker aufzustellen. Ein effizient gestaltetes Informationsmanagement ist dafür unabdingbar.

In der Vergan­gen­heit wurden IT-Systeme oftmals inner­halb der einzel­nen Berei­che optimiert. Diese Grenzen gilt es zu überwin­den. IT-Systeme müssen heute stärker denn je mitein­an­der vernetzt werden, um eine ganzheit­li­che Sicht auf den Markt und die eigene Leistungs­fä­hig­keit des Unter­neh­mens zu erhal­ten.

Social Business als zentra­ler Vernet­zungs­bau­stein. Für ein effizi­ent gestal­te­tes Infor­ma­ti­ons­ma­nage­ment muss die Vernet­zung der am Wertschöp­fungs­pro­zess betei­lig­ten Perso­nen erfol­gen, da sie den erfolgs­kri­ti­schen Wissens­fak­tor darstel­len. Die Vernet­zung von Perso­nen ist dabei das zentra­les Element von Social-Business-Lösungen. Diese haben bereits in vielen deutschen Unter­neh­men Einzug gehal­ten und tragen dort zum wirtschaft­li­chen Erfolg bei.

Der nächste Schritt ist die bereichs­über­grei­fende Vernet­zung von Infor­ma­tio­nen aus den verschie­de­nen IT-Systemen. Social-Business-Plattformen können auch hierbei die Basis bilden. Dadurch erhal­ten Unter­neh­men quali­ta­tiv bessere Infor­ma­tio­nen – und das in kürze­rer Zeit.

Infor­ma­ti­ons­flut und Infor­ma­ti­ons­trans­pa­renz. Das Thema Colla­bo­ra­tion im Unter­neh­men gewinnt also erheb­lich an Bedeu­tung. Daraus ergeben sich neue Heraus­for­de­run­gen.

Auf der techni­schen Seite sind dies die Menge an Infor­ma­tio­nen, die ausge­tauscht und bereit­ge­stellt werden. Diese – häufig unter dem Begriff »Big Data« adres­sierte – Infor­ma­ti­ons­flut bedarf einer fokus­sier­ten Bereit­stel­lung ebenso wie einer zielge­rich­te­ten Auswer­tung. Herkömm­li­che Social-Business-Komponenten bieten diese Funktio­na­li­tä­ten nur in gerin­gem Umfang an.

Intel­li­gente Such- und Filter­me­tho­den zur fokus­sier­ten Bereit­stel­lung von Infor­ma­tio­nen sowie Analy­se­kom­po­nen­ten zur zielge­rich­te­ten Auswer­tung müssen daher die Collaboration-Lösung ergän­zen.

Auf der perso­nen­be­zo­ge­nen Seite liegt die Heraus­for­de­rung in der Neuge­stal­tung der Zusam­men­ar­beit. Wir müssen lernen, mit Vernet­zung, Infor­ma­ti­ons­flut aber vor allem mit Infor­ma­ti­ons­trans­pa­renz umzuge­hen und sie als Vorteil zu nutzen. Dies ist keine IT-seitig lösbare Aufgabe. Unter­neh­men müssen ihre Kultur der Zusam­men­ar­beit weiter­ent­wi­ckeln. Das betrifft entlang der Wertschöp­fungs­pro­zesse neben den eigenen Mitar­bei­tern auch Zulie­fe­rer, Partner und Kunden.

Social Business bietet dem Vertrieb drei wesentliche Leistungsdimensionen. Der strukturierte und fokussierte Blick auf den Kunden eröffnet dem Vertrieb den Zugriff auf Daten mit einem qualitativeren Informationsgehalt. Anstelle vieler Anwendungen und Informationstöpfen steht eine Informationsanwendung. Durch den Abbau von Kommunikationshürden, lassen sich Informationen einfach weitergeben.

Social Business bietet dem Vertrieb drei wesentliche Leistungsdimensionen. Der strukturierte und fokussierte Blick auf den Kunden eröffnet dem Vertrieb den Zugriff auf Daten mit einem qualitativeren Informationsgehalt. Anstelle vieler Anwendungen und Informationstöpfen steht eine Informationsanwendung. Durch den Abbau von Kommunikationshürden, lassen sich Informationen einfach weitergeben.

Vernet­zung im Vertriebs­pro­zess. Am Beispiel der Vertriebs­pro­zesse eines Unter­neh­mens lassen sich die oben beschrie­be­nen Aufga­ben konkre­ti­sie­ren.

Für den Vertriebs­pro­zess spielen vielfäl­tige IT-Systeme eine Rolle: CRM-Systeme, ERP-Systeme, Produkt- und Dienst­leis­tungs­ka­ta­loge, Beschwer­de­ma­nage­ment, Call-Center-Systeme, Service­ein­satz­pla­nung, Wissens­da­ten­ban­ken oder Analy­se­sys­teme, um nur einige zu nennen.

Darüber hinaus sind eine Vielzahl von Perso­nen am Vertriebs­pro­zess betei­ligt. Von der Kunden­ak­quise bis zum Auftrags­ab­schluss trägt ein großes Netzwerk von Mitar­bei­tern die erfor­der­li­chen Infor­ma­tio­nen bei. Neben dem Vertrieb können das Perso­nen aus den Entwicklungs-, Produktions- oder Service­ein­hei­ten bis hin zum Marke­ting sein. Dazu kommen außer­halb des Unter­neh­mens Liefe­ran­ten, Partner bis hin zum Kunden, der die wesent­li­chen Infor­ma­tio­nen zum Bedarf liefert.

Um sowohl die betei­lig­ten Perso­nen als auch die notwen­di­gen Infor­ma­tio­nen mitein­an­der vernet­zen zu können, bieten sich Social-Business-Plattformen wie IBM Connec­tions an. Vom Grund­prin­zip bereits auf die Vernet­zung von Perso­nen ausge­legt, können Infor­ma­tio­nen aus den unter­schied­li­chen IT-Systemen – über den sogenann­ten Activity-Stream an einer zentra­len Stelle zusam­men­ge­fasst – bereit­ge­stellt werden. Durch intel­li­gent gestal­tete Abbil­dung der Kunden­struk­tur in Commu­nities lassen sich fast alle für den Vertriebs­pro­zess wesent­li­chen Infor­ma­tio­nen sammeln. Diese Daten werden unter Berück­sich­ti­gung der Zugriffs­rechte in der erfor­der­li­chen Granu­la­ri­tät den betei­lig­ten Perso­nen verfüg­bar gemacht.

Vernet­zung alleine reicht nicht. Zusätz­lich imple­men­tierte intel­li­gente Filterfunk­tio­nen erlau­ben den fokus­sier­ten Blick auf die für die jewei­lige Vertriebs­si­tua­tion wesent­li­chen Infor­ma­tio­nen.

Mit ergän­zend dazu einge­setz­ten Analy­se­kom­po­nen­ten, wie sie zum Beispiel IBM Cognos bietet, lassen sich opera­tio­nale Handlungs­fel­der für den jewei­li­gen Kunden (Identi­fi­ka­tion neuer Absatz­po­ten­ziale) und im Ideal­fall auch strate­gi­sche Handlungs­fel­der für das Unter­neh­men (Portfo­li­o­an­pas­sun­gen und neue Kunden­seg­mente) ablei­ten.

Bei aller IT-Unterstützung: Der Vertriebs­mit­ar­bei­ter bleibt die wichtigste Instanz, um mit seiner Intel­li­genz und seinen Fähig­kei­ten aus den optimal vorbe­rei­te­ten Infor­ma­tio­nen den größt­mög­li­chen Erfolg zu erzie­len.

Umset­zung erfor­dert Konzepte. Der Vertriebs­pro­zess ist nur ein Beispiel für den Einsatz von Social Business als Baustein der digita­len Trans­for­ma­tion.

Wo und wie Social Business in einem Unter­neh­men wirklich wertbrin­gend einge­setzt werden kann, erfor­dert Analy­sen, ein schritt­wei­ses Vorge­hen und Konzepte, die neben der IT-Architektur vor allem die Weiter­ent­wick­lung der Zusam­men­ar­beits­mo­delle berück­sich­tigt.


autor_steffen_loercherSteffen Lörcher ist Leiter Collaboration Management
bei der Cenit AG, Stuttgart,
www.cenit.com
Titelbild: © Peshkova/shutterstock.com 

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