Weltweite Kohleförderung seit 2014 rückläufig

Rund 7.460 Millionen Tonnen Kohle wurden laut BP Statistical Review of World Energy 2017 weltweit im vergangenen Jahr gefördert. Damit ist der Abbau bereits das dritte Jahr in Folge rückläufig. In Deutschland geht der Abbau von Stein- und Braunkohle schon seit Jahrzehnten zurück. Wurden bis Ende der 80er Jahre hierzulande noch jährlich 500 Millionen Tonnen des Brennstoffs aus dem Boden geholt, waren es zuletzt weniger als 200 Millionen Tonnen. Während das letzte Steinkohle-Bergwerk 2018 schließen wird, dürfte das beim Braunkohleabbau noch ein bisschen dauern. So oder so, der Abwärtstrend beim deutschen Kohleabbau ist nicht zugleich einer bei der Kohleverfeuerung: Braun- und Steinkohle sind gegenwärtig noch für rund 40 Prozent der Stromerzeugung in der Bundesrepublik verantwortlich. Mathias Brandt

https://de.statista.com/infografik/11773/entwicklung-der-weltweiten-kohlefoerderung/

 


Erneuerbare Energien gewinnen, Kohle verliert in den USA an Bedeutung

Die Zukunft gehört den Erneuerbaren Energien. Allein im vergangenen Jahr wurden weltweit rund 242 Milliarden US-Dollar in den Ausbau sauberer Stromquellen investiert. Allein in den USA waren es über 46 Milliarden US-Dollar. Nur in China wurde noch mehr Mittel in Wind-, Sonnen oder Wasserenergie gesteckt.

Davon unbeeindruckt hat Donald Trump den Rückzug der Vereinigten Staaten aus dem Pariser Abkommen angekündigt, das aus Sicht des Präsidenten schlecht für die US-Wirtschaft ist. Dabei beschäftigt sauberer Strom in den USA schon jetzt mehr Menschen als fossile Energiegewinnung. Allein im Bereich der Solar-Energieerzeugung arbeiteten Anfang 2016 über 370.000 Menschen. Kohlestrom ist dagegen nur für rund 86.000 Arbeitsplätze gut. Überhaupt Kohle: Donald Trump hat es sich zum Ziel gesetzt, der heimischen Kohleindustrie neues Leben einzuhauchen. Eine seiner ersten Verordnungen, die »Energy Independent Action«, befreit die fossilen Stromerzeuger von Regulierungen der Obama-Administration. Unterzeichnet wurde das Dekret hochsymbolisch in Anwesenheit von rund einem Dutzend Bergarbeitern.

Dabei befindet sich der Brennstoff auf dem absteigenden Ast. Mittlerweile kommen nur noch 30 Prozent des US-Stroms aus Kohlekraftwerken. Vor zehn Jahren waren es fast 50 Prozent. Dass sich das Rad hier nicht wieder zurückdrehen lassen wird, liegt nicht nur am Aufstieg der Erneuerbaren, sondern auch am reichlich vorhandenen, billigen Erdgas. Mathias Brandt

https://de.statista.com/infografik/10064/kohle-vs-erneuerbare-energien-in-den-usa/

 


 

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