Freelancer-Studie: selbstständig aus Überzeugung

Kürzere Projektdauern, mehr Arbeitsbelastung, aber dennoch zufrieden: Im zweiten Teil der aktuellen Freelancer-Studie wurden 1.291 Freiberufler zu allen Themen rund ums Projekt befragt [1]. Die Teilnehmer gaben Auskunft, wie sie an Projekte kommen, wie sich ihre tägliche Arbeit im Projekt gestaltet und wie zufrieden sie mit ihrem Selbstständigen-Dasein sind.

Interessante Zahlen liefert die Umfrage beim Thema Zufriedenheit: 94,3 Prozent der Freelancer sind selbstständig aus Überzeugung und 79 Prozent würden die Freiberuflichkeit sogar einem Freund weiterempfehlen. »Diese Zahlen sind erfreulich und zeigen, dass das Leben als Freelancer immer noch eine bewusste Entscheidung ist und zu einem sehr großen Teil nicht aus der Not heraus geschieht«, so Stefan Symanek, Leiter Marketing bei GULP. »Trotz aller Herausforderungen, die das Freiberufler-Dasein mit sich bringen kann, sind laut unserer Studie 84,7 Prozent mit ihrer aktuellen Situation zufrieden.«

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Kürzere Projekte mit mehr Arbeitsbelastung

Doch der Leistungsdruck scheint für die Freiberufler im letzten Jahr gestiegen zu sein. So zeigt sich ein Trend zu immer kürzeren Projekten. Während ein Einsatz im Vorjahr im Durchschnitt 2,3 Jahre dauerte, liegt dieser Wert in der aktuellen Studie bei 1,4 Jahre. Gleichzeitig stieg die wöchentliche Arbeitszeit während des Projekteinsatzes im Schnitt um knapp zwei Stunden. »Die Digitalisierung beschleunigt Innovations- und Entwicklungszyklen und Unternehmen müssen mit diesem Tempo Schritt halten«, erklärt Stefan Symanek. »Die Zahlen unserer Studie weisen darauf hin, dass auch IT-Projekte immer straffer geplant werden und der Druck steigt, sie rechtzeitig und im Budgetrahmen umzusetzen.«

Allerdings verbringen die Freiberufler immer weniger Zeit vor Ort beim Projektkunden. Vor allem die Zahl derer, die zu 100 Prozent im Unternehmen sind, ist im Vergleich zum letzten Jahr um 7,4 Prozent gesunken. Stefan Symanek erläutert: »Gründe dafür sind zum einen bessere Möglichkeiten und die gestiegene Akzeptanz der Remote-Zusammenarbeit, zum Beispiel über Collaboration-Tools oder Cloud-Lösungen. Zum anderen dürfte auch die politische Diskussion rund um die Novellierung der Werkvertragsregelung mit dem Stichwort Scheinselbstständigkeit ihren Beitrag dazu geleistet haben.«

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Einblicke in die Welt der Freiberufler: Die Freelancer Studie

Die GULP Freelancer Studie löst die GULP Stundensatz-Umfrage ab und liefert wichtige Eckdaten auf dem IT-Freiberufler- Markt. Als dreiteilige Studie bietet sie beispielsweise Einblicke, wie sich die Stundensätze und die finanzielle Lage der Experten entwickeln, zur Auslastung in den IT- Projekten, welche Skills und welches Know-how gefragt ist und zur allgemeinen Zufriedenheit und Einstellung der Freiberufler. Die Umfrage wurde sechs Monate lang online und anonym durchgeführt. Partner der Erhebung waren 4freelance, Computerwoche, Crosswater, IT-Freelancer Magazin, mediafon, goetzbuchholz.de und rgblog. An der Befragung nahmen IT- und Engineering-Selbstständige mit und ohne GULP Profil teil.

[1] Die GULP Freelancer Studie 2016 Teil 2 – Rund ums Projekt – Tägliche Arbeit und Zufriedenheit steht ab sofort unter www.gulp.de zur Verfügung.

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