IAM als Schlüssel für die digitale Transformation

  • 48 Prozent der Befragten ist die Bekämpfung von Cyberangriffen »sehr wichtig« für eine erfolgreiche digitale Transformation.
  • 46 Prozent befürchten, dass unzureichende Schulung oder mangelndes Verständnis von IAM sehr wahrscheinliche Sicherheitslücken sind.

Die Ergebnisse der neuen Studie »Identity and Access Management in the Digital Age« (»Benutzer- und Berechtigungsverwaltung im digitalen Zeitalter«) belegen, dass für CIOs, CISOs und die Manager für IT-Sicherheit in Europa die Identitäten der Konsumenten, die Optimierung des Kundenerlebnisses und die betriebliche Effizienz integrale Bestandteile ihrer Planung sind [1]. Gleichzeitig sind diese davon überzeugt, dass die digitale Transformation nur bei erhöhter Sicherheit Vorteile mit sich bringt.

Digitale Transformation

IAM gilt als Schlüssel bei den Sicherheitsherausforderungen der digitalen Transformation, wobei 93 Prozent der Befragten aussagen, dass ihre Ausgaben für IAM in den kommenden drei Jahren konstant bleiben oder erhöht werden.

Unternehmen mit weniger als 5.000 Mitarbeitern zeigen das gleiche Engagement bei ihrer digitalen Transformation wie große Unternehmen mit über 10.000 Mitarbeitern.

Diese Ergebnisse finden sich in einer Studie des Marktforschungs- und Strategieberatungs-Unternehmens Pierre Audoin Consultants (PAC), die in Zusammenarbeit mit KuppingerCole, einem global agierenden, auf Informationssicherheit und IAM spezialisierten Analyseunternehmen, erarbeitet wurde. Leitende IT-Entscheidungsträger sind sich der Notwendigkeit von IAM-Lösungen bewusst, die sicher arbeiten und zugleich die Herausforderungen und Möglichkeiten des digitalen Zeitalters aufgreifen.

Strategie für die digitale Transformation

Auf die Frage, welches die wichtigsten Ziele ihrer Strategie für die digitale Transformation seien, hoben 48 Prozent der Befragten die Bedeutung der Abwehr von Bedrohungen und Angriffen hervor.

Dieser Aspekt wurde sogar als wichtiger eingestuft als die Verbesserung des Kundenerlebnisses oder Kosteneinsparungen beziehungsweise -effizienz. Letztgenannte werden oftmals als Prioritäten digitaler Unternehmen genannt.

Jedoch erweist sich auch mangelndes Sicherheitsbewusstsein von Mitarbeitern möglicherweise als ernsthaftes Risiko, wenn sich Unternehmen einer digitalen Transformation unterziehen und die Möglichkeiten nutzen möchten, die ihnen das Internet of Things (IoT) bietet.

46 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass unzureichende Schulung oder mangelndes Verständnis von IAM-Strategien beziehungsweise -Prozessen sehr wahrscheinliche Sicherheitslücken sind. Im digitalen Zeitalter müsse Insider-Bedrohungen laut der vorliegenden Studie mit erhöhten Sicherheitsmaßnahmen begegnet werden.

Indes entwickelt sich die Schatten-IT weiter zur ernsthaften Bedrohung bei der Entwicklung einer sicheren IAM-Lösung. Dabei bezeichnen 43 Prozent diesen Prozess als schwierig und 20 Prozent als sehr schwierig.

Weitere Kernaussagen der Studie:

  • 92 Prozent der Befragten geben an, dass ihre Ausgaben für IAM in den kommenden drei Jahren konstant bleiben oder erhöht werden.
  • 65 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Identitäten von Kunden und Anwendungen ein wichtiger Faktor bei den nächsten IAM-Investitionen sein werden.
  • 57 Prozent ziehen eine Lösung von einem Managed Security Services Provider (MSSP) bei ihren nächsten IAM-Investitionen in Betracht.
  • 77 Prozent geben an, dass sich das eigene Unternehmen bereits einer digitalen Transformation unterzieht.

Paul Fisher, Research Director bei PAC, meint dazu: »Unsere Befragung einer repräsentativen Auswahl von leitenden Führungskräften im Informations- und Sicherheitsbereich in ganz Europa hat gezeigt, dass durchaus ein Bewusstsein für die Notwendigkeit der digitalen Transformation von Unternehmen vorhanden ist. Die Geschäftsvorteile der digitalen Transformation sind hinlänglich bekannt.«

»Sie sind sich zudem dessen bewusst, dass IAM-Lösungen erhöhten Anforderungen genügen müssen, wenn neue Identitäten von Kunden – sowie von Objekten, wie etwa Sensoren – sicher verwaltet werden sollen.«

»Die Befragten erkennen durchaus, dass im Zuge der rapide voranschreitenden digitalen Transformation hochwichtige Sicherheitsfaktoren von anderen Geschäftsbereichen übersehen werden können. IAM wird im digitalen Zeitalter als wichtigste Waffe gegen Cyberangriffe in den Fokus rücken.«

»Manches ändert sich nie. Heutzutage werden die meisten Sicherheitsverletzungen durch einfache Fehler von Mitarbeitern verursacht, indem diese auf manipulierte Links in E-Mails klicken, bösartige Anhänge herunterladen oder sich einfach nicht an Sicherheitsstrategien und Schulungsinhalte halten.«

»Die Fähigkeit, sich die Potenziale von Identitäten zunutze zu machen, ist entscheidend für eine effektive digitale Transformation«, erläutert Manoj Kumar, Director – Cyber Security bei KPMG in Großbritannien. »Diese Studie belegt zwingend, dass das Management von Identitäten bei der Gesamtheit von Kunden und Unternehmen grundlegend für die digitale Transformation ist und dass die Abwehr von Cyberbedrohungen und -angriffen dabei auch Wegbereiter anstatt Hindernis sein kann.«

[1] Informationen zur Studie: PAC befragte im Rahmen der Studie im März 2016 die leitenden IT- und Sicherheitsexperten von 200 europäischen Unternehmen. Die Führungskräfte sind jeweils in den Bereichen Banken, Versicherungen, Fertigung, Einzelhandel, Dienstleistung, Telekommunikation, Transport und öffentlicher Sektor in den Benelux-Ländern, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, der Schweiz und Skandinavien tätig.
Weitere Informationen über die Studie sowie eine kostenlose Download-Möglichkeit der Executive Summary finden Sie unter: https://www.pac-online.com/trend-study-identity-and-access-management-digital-age

infografik pac iam digitale transformation

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