Kein CEO gleicht dem anderen – oder doch?

Ein Titel, zwei Welten: Die Unterschiede der CEOs von Mittelstands- und DAX-Unternehmen liegen im Detail.

 

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Mittelständische Firmen und DAX-Unternehmen sind in ihrer Ausrichtung sehr unterschiedlich. Doch zeigen sich diese Differenzen auch bei ihren Chefs? Der Personaldienstleister Robert Half hat die Lebensläufe von Geschäftsführern der verschiedenen Unternehmen verglichen und es lassen sich einige Unterschiede feststellen. Die größten liegen in der Verweildauer im Unternehmen sowie in der Ausbildung.

 

Unternehmensspitze im Mittelstand bietet mehr Sicherheit

Im Mittelstand sitzen die Vorstandsvorsitzenden mit durchschnittlich 14,8 Jahren äußerst ausdauernd auf dem Chefsessel. Und damit deutlich länger als ihr Pendant aus den DAX-Konzernen: Hier bleiben die CEOs durchschnittlich nur 4,9 Jahre in ihrer Position. »In mittelständischen Unternehmen gibt es häufiger eine ausgeprägte Loyalität zum Arbeitgeber und unter den Mitarbeitern. Man ist viel enger mit dem Unternehmen und dessen Erfolg verwoben, da es sich oft um familiengeführte Unternehmen handelt«, weiß Christian Umbs, Managing Director bei Robert Half.

 

Akademiker haben die besten Aussichten

Karriere im Mittelstand macht, wer mindestens einen (Fach-) Hochschulabschluss in der Tasche hat. Nur 7 % der mittelständischen CEOs haben eine Ausbildung gemacht, alle anderen können einen Master (5 %), ein Diplom (53 %), eine Promotion (33 %) oder eine Habilitation (2 %) vorweisen. Im DAX-Unternehmen geht nichts ohne ein Studium: Keiner der CEOs ist ohne Studienabschluss. 46,7 % von ihnen haben zudem eine Promotion. »Eine Promotion ist heute weniger wichtig für den Aufstieg an die Unternehmensspitze. Andere Abschlüsse, wie ein MBA, oder Auslandserfahrung haben in den vergangenen Jahren an Bedeutung hinzugewonnen«, so Umbs.

 

Karriere wird im Unternehmen gemacht

Knapp einem Viertel der CEOs in mittelständischen Unternehmen gelingt der Sprung an die Spitze bereits vor Vollendung des 30. Lebensjahres. Im Durchschnitt vollziehen sie diesen Karriereschritt aber im Alter von 36,4 Jahren. Und ein Großteil geht ihn intern: 62 % wurden aus den eigenen Reihen befördert. Dies ist eine der Gemeinsamkeiten zu CEOs in DAX-Unternehmen: Hier waren sogar 77 % bereits im Unternehmen tätig, bevor sie auf die Geschäftsführerposition vorrückten. »Es kann durchaus sinnvoll sein, die wichtige Position des CEOs aus den eigenen Reihen zu besetzen«, so Christian Umbs. Der Experte gibt aber auch zu bedenken, dass der Fokus auf interne Beförderungen einer wachsenden Diversität im Wege stehen kann: »Unternehmen können von einem breiten Spektrum an Anschauungen und Erfahrungen nur profitieren – ein Pluspunkt, den eher externe Kandidaten mitbringen.«

 

Der Weg zum CEO führt über den Finance-Bereich

Eine weitere Gemeinsamkeit ist der Weg an die Spitze: Vorstandsvorsitzender wird man am ehesten über eine Karriere im Finance-Bereich. Im Mittelstand waren hier 33 % vor ihrer CEO-Position tätig. In den DAX-Unternehmen hatten rund 27 % Erfahrungen im Finanzwesen gesammelt, bevor sie CEO wurden. »Technisches Verständnis und IT-Kenntnisse werden in allen Bereichen immer wichtiger«, kommentiert der Personalexperte. »Dennoch kommt nur ein geringer Anteil aus dem IT-Bereich auf den obersten Chefsessel. Ein IT-Background ebnet also den Weg zum Vorstandsvorsitz nicht – zumindest noch nicht.«

[1] Der C-Tracker Deutscher Mittelstand von Robert Half fasst die wichtigsten Ergebnisse der Auswertung über die Geschäftsführer des Mittelstands zusammen. https://www.roberthalf.de/geschaeftsfuehrer-deutscher-mittelstand

 

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