Weihnacht 2018: Hohe Umsätze und große Zustellprobleme im Online-Handel

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  • 81 % sehen Amazon oder Ebay als wichtigste Verkaufsplattformen.
  • 84 % befürchten eine Überlastung der Lieferdienste.
  • 59 % erwarten sonntags die meisten Bestellungen.

 

Alle Jahre wieder lässt das Weihnachtsgeschäft die Kassen der Händler klingeln. Vor allem im Online-Handel gelten die letzten Wochen des Jahres als umsatzstärkste Zeit. Zum vierten Mal veröffentlicht der Händlerbund die Weihnachts-Studie 2018 mit Prognosen und Fakten zum Saisongeschäft.

Rabatte und Extraservice im Saisongeschäft

Rund zwei Drittel (68 Prozent) der befragten Online-Händler rechnen zum Weihnachtsgeschäft mit einem Umsatzplus. Kunden freuen sich in dieser Zeit über Sonderangebote und Extraservices. Nach eigenen Angaben bieten 17 % der Händler Rabatte an, 13 % locken mit Gutscheinen oder gewähren eine verlängerte Rückgabefrist (11 %). Auch Expressversand (6 %) oder der Einpackservice (7 %) werden von den befragten kleineren und mittleren Shops angeboten. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) hat höhere Umsatzerwartungen als im Vorjahr und 18 Prozent befürchten geringere Einnahmen. Als wichtigste Verkaufskanäle gelten mittlerweile für 81 Prozent die Online-Marktplätze Amazon und Ebay. Online-Bestellungen, die über Werbung bei Facebook oder Instagram generiert werden, haben sich im Vergleich zum Vorjahr auf fünf Prozent mehr als verdoppelt.

Auslastung schwankt nach Wochentagen

Der Online-Handel erreicht besonders im Weihnachtsgeschäft seine Kapazitätsgrenzen. Dies zeigt sich vor allem in der Logistikbranche. Dank Versandkostenfreiheit bestellen viele Kunden häufiger und sorgloser denn je.

In 2018 wird die Überlastung der Lieferdienste nach Aussagen der Befragten 84 Prozent aller Online-Händler betreffen. Zuletzt waren es noch 50 Prozent (2017) und lediglich 36 Prozent im Jahr 2016.

»Dass Online-Marktplätze an Bedeutung gewinnen und die Umsätze im diesjährigen Saisongeschäft steigen werden, ist auch unser Eindruck. Probleme bei den Zustellern sind die Kehrseite des Erfolgs. Große Teile der Logistikbranche sindt angesichts des großen Ansturms im Online-Handel schlichtweg überfordert«, sagt Andreas Arlt (CEO beim Händlerbund).

Weitere Herausforderungen sehen 34 Prozent der Händler in der hohen Retourenquote. Traditionell boomt der Online-Handel besonders an den Adventssonntagen und erreicht rein statistisch am 16. Dezember 2018 um 18 Uhr seinen Jahreshöhepunkt. Zwischen Dienstag und Donnerstag wird es im Online-Shop etwas ruhiger. Wer sein Geschenk noch rechtzeitig erhalten möchte, sollte also nicht zu lange warten und einige Tage mehr als üblich für den Versand einplanen.

 

[1] Der Händlerbund mit Sitz in Leipzig wurde 2008 gegründet. Aufgrund der rasanten Entwicklung der Branche hat sich der Händlerbund zu einem 360° E-Commerce-Netzwerk entwickelt und betreut aktuell über 80.000 Onlinepräsenzen. Gemeinsam mit den Mitgliedern und Service-Partnern treibt der Händlerbund die Professionalisierung von E-Commerce-Unternehmen voran. Weitere Informationen unter www.haendlerbund.de.
Weihnachtsstudie 2018: https://www.haendlerbund.de/de/downloads/studie-weihnachten-2018.pdf

 

https://www.haendlerbund.de/de/downloads/infografik-weihnachtsstudie-2018.pdf

 


 

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