Cloud-​Trends für 2017: Heiter und wolkig

Die Top-Level Domain .cloud hat die Gelegenheit genutzt und auf der Cloud Expo 2016 die maßgeblichen Trends für das neue Jahr identifiziert. Im Rahmen zahlreicher Gespräche mit Branchenexperten zeigten sich dabei vor allem drei Entwicklungen, die 2017 wirklich wichtig werden.

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2017 im Zeichen der Wolke: Wachstum vor allem bei Hybrid Cloud

Erwartungsgemäß wird der Markt für Cloud-Lösungen auch in diesem Jahr weiter wachsen – davon waren die Gesprächspartner mit großer Mehrheit überzeugt. Hieraus lässt sich ableiten, dass die Unternehmen in den kommenden Jahren mehr oder weniger vollständig auf eine Cloud-Struktur setzen werden. Dabei setzen die meisten auf eine Hybrid Cloud, also die Kombination von privaten und öffentlichen Lösungen. Laut Hans Nijholt, Head of Product Management Global Server Portfolio bei 1&1, ist gerade das typisch für den Übergang zu einem wirklich umfassenden Cloud System: »Derzeit beobachten wir, dass die Akzeptanz für die Cloud stark und kontinuierlich zunimmt – und viele Interessenten zunächst zur Hybrid Cloud führt. Früher oder später werden dann alle Unternehmensprozesse in die Cloud verlagert«, so Nijholt. »Die smarte Interaktion von privater und öffentlicher Cloud und die enge Verzahnung eigener Services mit denjenigen von Drittanbietern macht die Hybrid Cloud für viele so attraktiv.«

Magnus Hult, CEO von Atomia, Anbieter einer Plattformsoftware für Cloud Hosting basierend auf Openstack, ergänzt: »Eines der wichtigsten Argumente für die Hybrid Cloud ist die Flexibilität. Nicht zuletzt deshalb wird 2017 einen Wendepunkt markieren: In diesem Jahr werden auch solche Unternehmen mehrheitlich in die Cloud strömen, die sich bislang noch abwartend gezeigt haben.«

 

Die Sicherheit entscheidet – das Vertrauen wächst

Ein sehr sensibles Thema insbesondere für deutsche Unternehmen ist die Sicherheit in der Cloud. Auch hier sehen die Experten eine positive Tendenz und gehen mit großer Mehrheit davon aus, dass die Sicherheit nicht zuletzt mithilfe zahlreicher entsprechender Initiativen zum einen gegeben ist, zum anderen aber auch von den potenziellen Nutzern gesehen wird. Nahezu alle Experten sehen positive Entwicklungen, nur eine Minderheit nimmt in dieser Frage eine weitgehend neutrale Position ein. Ernsthafte Bedenken hat heute kaum noch jemand. »Wir sehen die gesamte Entwicklung in einem ausgesprochen positiven Licht. Gerade kleine und mittelständische Betriebe fassen zunehmend Vertrauen in die Cloud Sicherheit. Da gerade in Deutschland Zertifikate und Prüfsiegel einen hohen Stellenwert haben, wird deren Etablierung erheblich dazu beitragen«, erklärt Nijholt. »Vom German Trusted Cloud e.V. bis hin zur ISO/EC.27001:2013 auf internationaler oder dem TÜV Nord auf nationaler Ebene: Das Sicherheitsnetz ist weit gespannt – und die Angst vor Datenverlust oder -kompromittierung sollte damit der Vergangenheit angehören.«

 

Mehr Flexibilität, weniger Kosten

Zu den wichtigsten Vorteilen von Cloud-Lösungen gehört zweifelsohne die Flexibilität – hierzu herrscht Übereinstimmung bei den Experten. »Die Skalierbarkeit von IT-Services, die Kostenkontrolle bei Pay-per-Use-Modellen sowie die Möglichkeit, Infrastructure-as-a-Service-Angebote zu nutzen, bieten Unternehmen aller Größenordnungen attraktive Potenziale«, kommentiert Nijholt. »Wie die überwiegende Zustimmung zur Cloud zeigt, glaubt kaum ein Unternehmen, künftig auf ihre Vorteile verzichten zu können. Vor allem die Flexibilität der Hybrid Cloud ist ein Argument, das heute niemand mehr ignorieren kann«, ergänzt Hult. »Aus gutem Grund: Durch die erleichterte Erfassung und Skalierbarkeit von IT-Ressourcen lassen sich die Kosten gerade bei Nutzern ohne Flatrate in Low-Peak-Phasen signifikant senken. Die Hybrid Cloud ist für viele Unternehmen derzeit und noch mehr in der nahen Zukunft das Nonplusultra – denn sie bietet das Beste aus zwei Welten.«

 

Zurückhaltung bei Openstack – noch

Neben den maßgeblichen Trends spielen weitere Faktoren eine zentrale Rolle bei der zukünftigen Entwicklung. Uneinheitlicher sind etwa die Aussichten beim Thema Openstack, einer Softwarekomponente zur Unterstützung einer freien Cloud-Computing-Struktur. Hier sind die Gruppe der Befürworter und Skeptiker in etwa gleich groß. »Immerhin über ein Drittel nutzt heute Openstack – wie wir glauben, vornehmlich für ihre private Cloud. Dies wäre ein weiteres Indiz dafür, dass die Unternehmen mehr und mehr auf eine Zusammensetzung aus public und private Cloud setzen«, schätzt Hult. »Dabei genießen vor allem lokale Anbieter das Vertrauen der User – sie sind eine gute Ergänzung für Branchenriesen wie Amazon, Google und Microsoft.«

 

Erhebliches Interesse an .cloud-Domain

Natürlich war auch das Thema .cloud-Domain Inhalt zahlreicher Expertengespräche. Tatsächlich ist .cloud eine der aktuell am schnellsten wachsenden Domains, die bereits jetzt an der 100.000-er-Grenze kratzt und in nicht weniger als 150 Ländern genutzt wird. Dabei ziehen sich die Anwender durch alle Branchen und Größenordnungen – mit einem klaren Schwerpunkt auf Start-ups, Entwickler und besonders innovative Unternehmen mit hohem Differenzierungspotenzial. Wie die Gespräche ergeben haben, können sich zahlreiche Unternehmen vorstellen, bei ihrem nächsten Cloud Projekt eine solche Domain zu verwenden. »Natürlich ist die Endung .cloud ein klares Signal und verweist unmissverständlich auf die besonderen Kompetenzen und Ansprüche des jeweiligen Anwenders«, resümiert Francesco Cetraro, Head of Operations von .cloud Registry.


 

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