Cyberbedrohungen: Angriffe werden aggressiver und zielgerichteter, mangelnde DSGVO-Compliance kann erpressbar machen

Vor allem gezielte, strategische und profitbringende Angriffe sind auf dem Vormarsch.

Der neue Sicherheits-Roundup von Trend Micro mit dem Titel »Das Paradoxon der Cyberbedrohungen« bündelt aktuelle Forschungsergebnisse der IT-Sicherheitsfirma zur derzeitigen IT-Bedrohungslage. Wie daraus hervorgeht, konnten die Sicherheitsforscher im Jahr 2017 eine deutliche Zunahme bei Ransomware, dem Mining von Kryptowährungen und Business-E-Mail-Compromise (auch bekannt als Chef-Masche) feststellen. Cyberkriminelle arbeiten kontinuierlich an der Steigerung der Profitabilität solcher Angriffe. Dieser Trend wird sich auch im Jahr 2018 fortsetzen.

Der Bericht zeigt einen 32-prozentigen Zuwachs bei neuen Ransomware-Familien im Vergleich zum Vorjahr, wobei diese von einer kleineren Anzahl professionalisierter Krimineller ausgingen. Business-E-Mail-Compromise-Angriffe haben sich von der ersten Jahreshälfte 2017 zur zweiten mehr als verdoppelt. Die Anzahl von Kryptowährungs-Malware stieg sprunghaft auf über 100.000 Entdeckungen alleine im Oktober an.

Für das Jahr 2018 rechnet Trend Micro mit einer weiteren Zunahme strategischer und zielgerichteter Angriffe. Darunter fallen auch Erpressungsversuche, die im Zusammenhang mit der Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) stehen. Im Falle eines Datenverlustes können Cyberkriminelle mit der Veröffentlichung der gestohlenen Daten drohen, sofern die betroffenen Unternehmen nicht DSGVO-konform sind oder ihrer Auskunftspflicht nicht nachkommen.

Gezielte Angriffe maximieren Schäden und Profite

»Der Sicherheits-Roundup 2017 offenbart eine komplexe Bedrohungslandschaft. Cyberkriminelle stellen zunehmend fest, dass strategische Angriffe auf wertvolle Unternehmens-Assets den größten Nutzen bringen, ganz gleich ob es sich dabei um Geld, Daten oder Reputationsschäden handelt«, sagt Jon Clay, Director of Global Threat Communications bei Trend Micro

Clay weiter: »Diese Entwicklung bestätigt unsere Ansicht, dass es keine Allzweckwaffe im Kampf gegen die große Bandbreite an Bedrohungen für Unternehmen gibt. Wir raten stattdessen zu einer generationsübergreifenden Sicherheitslösung, die eine Mischung bewährter Sicherheitsmechanismen nutzt, um Risiken effektiv zu verringern.«

Auch angreifbare IoT-Geräte sind weiterhin ein großes Sicherheitsrisiko. Trend Micro identifizierte 2017 über 45,6 Millionen Vorfälle von Kryptowährungs-Mining, was insgesamt 49 Prozent aller Sicherheitsvorfälle mit IoT-Geräten ausmachte. Auch Softwareschwachstellen sind weiterhin ein beliebtes Ziel, wobei im Rahmen der Zero Day Initiative (ZDI) über 1.008 neue Sicherheitslücken entdeckt und veröffentlicht wurden.

Den vollständigen Report finden Sie hier: http://blog.trendmicro.de/wp-content/uploads/2017-Paradoxon-der-Cyberbedrohungen.pdf

 


 

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