Fitness First Studie: Sportliche Motivation lässt schnell nach

Während viele Fitnessstudios zu Beginn des Jahres regelrecht aus allen Nähten platzen, lässt der sportliche Ehrgeiz nur wenige Wochen später signifikant nach. Warum das so ist und welche Faktoren die Trainingsmotivation besonders beeinflussen, hat Innofact nun in einer Studie untersucht [1].

 

42 Prozent der Befragten geben an, sich schon oft im Januar im Fitnessstudio angemeldet oder ihr Training wiederaufgenommen zu haben, doch spätestens im März habe die Motivation wieder nachgelassen. Besonders betroffen von diesem Motivationsknick sind jene Sportler, die nicht wöchentlich trainieren (52 Prozent). Bei denjenigen, die regelmäßig, also mindestens zwei Mal pro Woche trainieren, kämpft nur ein Drittel (34 Prozent) mit dem inneren Schweinhund.

 

Singles sportlich aktiver als Paare

Aber das sportliche Durchhaltevermögen wird auch durch Faktoren wie Alter, Beziehungsstatus, und Elternschaft geprägt. Die Trainingsmotivation lässt bei in Partnerschaft lebenden Sportlern häufiger nach (46 Prozent) als bei Singles (37 Prozent). Auch sinkt die Motivation bei den 60- bis 69-Jährigen im März gerade einmal bei rund jedem Vierten (27 Prozent), während dies bei über der Hälfte der 30- bis 39-Jährigen der Fall ist (54 Prozent). Auch Eltern tun sich schwerer, konsequent beim Training zu bleiben. Die Hälfte aller Mütter und Väter (52 Prozent) wird spätestens im März sportlich nachlässig, bei den Kinderlosen sind es nur 38 Prozent.

 

Konsequenter ab 60 Jahren

Fitness in den Sommermonaten? Wohl kaum! Spätestens nach dem ersten Quartal des neuen Jahres ist die Disziplin auf einem historischen Tiefpunkt: 60 Prozent geben an, dass ihnen das Training im Fitnessclub in den Sommermonaten schwerer fällt, sie aber spätestens im Herbst wieder aktiv werden. Insbesondere die 16- bis 29-Jährigen (66 Prozent) sind im Sommer weniger geneigt, ihre Zeit im Fitnessclub zu verbringen. Auch zur warmen Jahreszeit ist die Generation Ü-60 konsequenter: Nur rund jeder zweite (52 Prozent) stimmt dieser Aussage zu.

 

Kurz vorm Strandurlaub darf es wieder mehr Sport sein

Jeder Zweite gibt an, spätestens ein bis zwei Monate vor einem geplanten (Strand-)Urlaub das Training wiederaufzunehmen (53 Prozent) und zwar unabhängig davon, ob gerade Sommerzeit ist oder nicht. Besonders die jungen Sportbegeisterten wollen ihren Körper im Urlaub mit perfekten Maßen zur Schau stellen und lassen sich davon sehr motivieren (79 Prozent bei 16- bis 29-Jährigen). Für einen Großteil der sportlichen Befragten spielt es aber insgesamt keine Rolle, welcher Monat gerade ist – 77 Prozent meinen, generell ganzjährig für das Training motiviert zu sein und sich fit zu halten. Bei jenen, die mindestens zwei Mal pro Woche trainieren liegt dieser Anteil sogar noch höher: 91 Prozent von ihnen sind das ganze Jahr über motiviert und fit.

 

[1] INNOFACT AG befragte vom 18. bis 19. Oktober 2017 in einer Online-Befragung insgesamt 1.013 sportaffine Personen im Alter von 16 bis 69 Jahren in Deutschland, die aktuell Fitnessstudios besuchen oder dies früher gemacht haben.

 


 

Fitness: Wann die Menschen mehr Sport machen würden

 

Ende Januar legt sich bei vielen langsam die Vorsatz-Euphorie: Mehr Sport, gesünder ernähren, weniger Stress? Eigentlich ja schon, aber Gewohnheit und Alltag schleichen sich schnell wieder ein. In Fitnessstudios wird die Neujahrs-(un)motivation besonders deutlich. 42 Prozent der Befragten einer Studie von Fitness First und Innofact geben an, sich schon öfter im Januar in einem Fitness-Studie angemeldet oder ihr Training wieder aufgenommen zu haben, doch spätestens im März habe die Motivation nachgelassen.

Warum das so ist und unter welchen Voraussetzungen die Deutschen mehr Sport treiben würden, zeigt die Befragung auch. Am häufigsten geben die Befragten an, ihnen fehle die Zeit, um regelmäßig zu trainieren. 36,8 Prozent geben an, sie würden dann Sport treiben, wenn sie gesundheitliche Probleme hätten, wie zum Beispiel Rückenschmerzen. 36,3 Prozent geben aber auch schlicht an, sie würden dann Sport machen, wenn es mehr Spaß machen würde. 29,5 Prozent würden trainieren, wenn ihre Kleidung nicht mehr passt, wie die Grafik von Statista zeigt. Hedda Nier

https://de.statista.com/infografik/12719/wann-die-deutschen-mehr-sport-machen-wuerden/

 


 

Fitnesstraining ist Sportart Nummer 1

Sportriesen investieren in Fitness-Apps

Sportlich: Jeder Dritte nutzt Fitness-Apps oder Fitnessarmbänder

Digitalisierung von Märkten am Beispiel der Sport- und Freizeitbranche

Die beliebtesten Sportmarken der Deutschen

Fitness: Die Deutschen lieben die Muckibude

Weitere Artikel zu