Digitale Transformationen: So gelingt der Wandel für mittelständische Unternehmen

Die digitale Transformation bleibt auch 2017 das Schwerpunktthema im deutschen Mittelstand. Vor allem klassische Branchen wie Automobil, Maschinenbau und Logistik nehmen sich digitaler Lösungen und Infrastrukturen zunehmend an. Lesen Sie hier drei zentrale Tipps für die Digitalisierung in KMU.

Gerade traditionell eingesessene Unternehmen stehen bei der digitalen Transformation oft vor einer Entscheidung: Auf der einen Seite können nicht einfach kurzfristig Prozesse digitalisiert oder automatisierte Systeme eingesetzt werden. Auf der anderen Seite sitzen ihnen jedoch die jungen Unternehmungen, etwa Start-ups, im Nacken, die auf der grünen Wiese der Unternehmensgründung ohne Aufwand eine digitale Strategie von Anfang an aufsetzen können.

Wettbewerbsdruck ist demnach ein Argument für eine durchdachte digitale Transformation im deutschen Mittelstand – könnte man behaupten.

Aber: Beim Thema digitale Transformation sind kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland gar nicht so schlecht aufgestellt, zumindest nach eigener Einschätzung. Vier von fünf Geschäftsführern geben in einer aktuellen Studie der Personalberatung InterSearch etwa an, dass ihre Kerngeschäftsprozesse schon überwiegend digital ablaufen. Strategisch sind jedoch nicht alle Unternehmen vorgegangen – eine Agenda für die digitale Transformation existiert nur in zwei Dritteln der befragten Unternehmen. Das kann langfristig zu einer unwirtschaftlichen Digitalisierung führen – erst recht, wenn Mitarbeiter nicht fachgerecht geschult werden oder der unternehmensinterne IT-Verantwortliche mit neuen Aufgaben allein gelassen wird.

Die Hartl Group, ein Full Service Provider mit Strategieberatung und individuellen IT-Lösungen für den Mittelstand, weiß aus langjähriger Erfahrung, worauf es bei der digitalen Transformation von Unternehmen wirklich ankommt. Drei zentrale Tipps geben wir Geschäftsführern deshalb mit auf den Weg.

 

  1. Ohne langfristige Strategie keine erfolgreiche Transformation

Noch bevor Sie sich entscheiden, ob Ihre IT nun modernisiert werden soll, vom Rechenzentrum betrieben wird oder aus einer Cloud kommt, sollten Sie als Geschäftsführer eine langfristige Strategie für die digitale Ausrichtung Ihres Unternehmens aufstellen. Denn: Nur, wenn Ihre digitale Transformation später einmal die komplette Wertschöpfungskette Ihres Unternehmens abbildet, können Sie auch langfristig auf digitale Lösungen setzen.

Anders formuliert: Wenn Sie nur einfach »wild« Teile oder einzelne Arbeitsplätze in Ihrem Betrieb digitalisieren, dann passen Sie Ihr Unternehmen nicht wirklich an die neuen Anforderungen und den Vorsprung von Start-ups und Co. an.

All das lässt sich ganz einfach vermeiden, indem im Vorfeld eine klare, ganzheitliche und auf das Unternehmen zugeschnittene Digitalisierungsstrategie erarbeitet wird – drei wichtige Schritte fassen wir Ihnen hier knapp zusammen:

  • Bestehendes Geschäftsmodell analysieren: Überprüfen Sie Ihre aktuelle Organisation, Partnerschaften, operative Strukturen und Produktionsstätten und fassen Sie einen Status Quo zusammen.
  • Alle Daten(banken) zusammentragen: Führen Sie alle Informationen über genutzte Software, Systeme, Datenbanken und Speicherorte zusammen.
  • Vorbereitung auf digitale Strategie: Erstellen Sie auf Basis Ihres Status Quo klare Ziele in einer Timeline und legen Sie Aufwand und Verantwortlichkeiten für alle Teilprojekte Ihrer digitalen Transformation fest.

Wichtig: Hinterfragen Sie regelmäßig Ihre Transformationsstrategie. Haben sich äußere Gegebenheiten geändert? Führen alle Teilprojekte tatsächlich zum Ziel?

 

  1. Planen Sie Ihre gesamte IT-Infrastruktur neu

Im zweiten Schritt der Digitalisierung geht es jetzt von strategischen Fragen hin zum operativen Alltag Ihrer Unternehmens-IT. Hier wird die technologische Basis Ihrer digitalen Transformation geschaffen – die wenigsten Teile Ihrer aktuellen IT-Infrastruktur werden tatsächlich den neuen Anforderungen standhalten.

Hier sollten Sie sich drei zentrale Fragen stellen:

  • Wollen Sie zu 100 Prozent Ihre IT verantworten und verwalten?

Dann rüsten Sie Ihre interne Infrastruktur auf.

  • Wollen Sie eine IT, die zu 100 Prozent immer funktioniert?

Dann nutzen Sie eine zuverlässige Private-Cloud-Lösung.

  • Wollen Sie, das Ihre IT zu 100 Prozent immer funktioniert und nach deutschen Standards abgesichert ist?

Dann nutzen Sie hybride Cloud-Lösungen, etwa über ein Rechenzentrum mit deutschem Standort wie das der Hartl Group.

 

Für die digitale Transformation Ihres Unternehmens muss jede neue Infrastruktur – egal ob On-Premises, aus der Cloud oder einem Rechenzentrum – maßgeschneidert zu Ihren Zielen passen.

Hier entstehen beispielsweise hohe Anforderungen an die Breitbandnetze. Neue Security-Mechanismen müssen zuverlässig und 24/7 greifen und die IT-Infrastruktur braucht Platz zum Atmen – etwa bei Spitzenlasten oder bei der Erweiterung von digitalen Lösungen.

Rechenzentrumsbetreiber mit Serviceangebot kommen hier vermehrt auf den Radar vieler mittelständischer Unternehmen. Diese gewährleisten, dass Betriebe genau die IT-Infrastruktur zur Verfügung gestellt bekommen, die sie auch benötigen. Sie liefern die nötigen Ressourcen, die der Mittelstand für seine Mitarbeiter und den alltäglichen Betrieb benötigt.

Zusätzlich sollten Sie sich als Unternehmensentscheider an solche IT-Dienstleister wenden, die gleich auch noch ein transparentes und kosteneffizientes Bezahlmodell anbieten (etwa Pay-per-Use) und die vollständige Verantwortung für die notwendige IT-Security in Ihrem Unternehmen übernehmen.

 

  1. Schulen Sie Ihre Mitarbeiter und schaffen Sie neues Know-how

Stellen Sie sich jetzt kurz folgende Fragen:

  • Wer kennt sich in Ihrem Unternehmen eigentlich mit modernen IT-Lösungen aus?
  • Kann Ihr IT-Verantwortlicher alle Mitarbeiter auf die Digitalisierung vorbereiten?
  • Wie vereinen Sie die alltäglichen Aufgaben Ihrer Mitarbeiter mit möglicherweise fehlendem Wissen über die neuen Lösungen, die Sie in Zukunft einsetzen?

Knapp die Hälfte von 220 befragten Unternehmen aus einer Studie der Unternehmensberatung PWC suchen neue Mitarbeiter, die auch gleich eine Digitalkompetenz mitbringen. In einigen Bereichen kann das durchaus sinnvoll sein – so schafft die digitale Transformation neue Berufsfelder und Positionen, die es in einem digitalisierten Unternehmen zu besetzen gilt.

Doch auch bestehende Mitarbeiter sollten mit hoher Priorität auf den Transformationsprozess in Ihrem Unternehmen vorbereitet werden. Beispielsweise können Schulungen und Workshops, wie sie IT-Dienstleister bieten, Ihre Kollegen auf die neuen Anforderungen vorbereiten und Ihnen das notwendige Know-how zur Verfügung stellen.

»Ein zentraler Bestandteil unseres Servicekonzeptes sind individuelle Schulungen für die Mitarbeiter unserer Unternehmenskunden. Mit Vorträgen und Workshops halten unsere Experten unsere Kunden trotz der rasanten Entwicklung in der IT-Branche stets up to date. Im neuen Rechenzentrum in Hofkirchen bieten wir nun auch hoch modern ausgestattete Schulungsräume, speziell für individuelle Firmenschulungen und Firmentrainings«, sagt Peter Hartl, Geschäftsführer der Hartl Group.


 

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