Erneuerbare Energien gewinnen, Kohle verliert in den USA an Bedeutung

Die Zukunft gehört den Erneuerbaren Energien. Allein im vergangenen Jahr wurden weltweit rund 242 Milliarden US-Dollar in den Ausbau sauberer Stromquellen investiert. Allein in den USA waren es über 46 Milliarden US-Dollar. Nur in China wurde noch mehr Mittel in Wind-, Sonnen oder Wasserenergie gesteckt.

Davon unbeeindruckt hat Donald Trump den Rückzug der Vereinigten Staaten aus dem Pariser Abkommen angekündigt, das aus Sicht des Präsidenten schlecht für die US-Wirtschaft ist. Dabei beschäftigt sauberer Strom in den USA schon jetzt mehr Menschen als fossile Energiegewinnung. Allein im Bereich der Solar-Energieerzeugung arbeiteten Anfang 2016 über 370.000 Menschen. Kohlestrom ist dagegen nur für rund 86.000 Arbeitsplätze gut. Überhaupt Kohle: Donald Trump hat es sich zum Ziel gesetzt, der heimischen Kohleindustrie neues Leben einzuhauchen. Eine seiner ersten Verordnungen, die »Energy Independent Action«, befreit die fossilen Stromerzeuger von Regulierungen der Obama-Administration. Unterzeichnet wurde das Dekret hochsymbolisch in Anwesenheit von rund einem Dutzend Bergarbeitern.

Dabei befindet sich der Brennstoff auf dem absteigenden Ast. Mittlerweile kommen nur noch 30 Prozent des US-Stroms aus Kohlekraftwerken. Vor zehn Jahren waren es fast 50 Prozent. Dass sich das Rad hier nicht wieder zurückdrehen lassen wird, liegt nicht nur am Aufstieg der Erneuerbaren, sondern auch am reichlich vorhandenen, billigen Erdgas. Mathias Brandt

https://de.statista.com/infografik/10064/kohle-vs-erneuerbare-energien-in-den-usa/


 

Energiehunger und Kohlendioxid-​Emissionen der Welt

 

Tendenziell gute Nachrichten für das Weltklima: Der Energiehunger der Menschen auf diesem Planeten hat laut der jüngst veröffentlichten Neuauflage der Statistical Review of World Energy von BP im vergangenen Jahr nur leicht zugenommen. Die CO2-Emissionen sind gegenüber dem Vorjahr sogar praktisch nicht gestiegen.

Für sowohl den größten Primärenergie-Verbrauch als auch höchsten Kohlenstoffdioxid-Ausstoß ist unverändert Asien verantwortlich – gefolgt von Europa und Nordamerika. Das liegt vor allem an der größten Volkswirtschaft des Kontinents, China. Das Reich der Mitte ist – trotz der im Vergleich mit den Vorjahren eher niedrigen Zunahme des Stromverbrauchs um 1,3 Prozent – bereits zum 16. Mal in Folge der größte Wachstumsmarkt für Energie weltweit.

Gleichzeitig ist das Land allerdings auch führend bei der Luftverschmutzung: Wirtschaft und Verbraucher verursachten 2016 über 9.000 Millionen Tonnen CO2. Im Vergleich dazu machen sich sowohl deutscher Energiebedarf als auch Emissionen geradezu bescheiden aus. Gleichwohl reicht es in beiden Kategorien immer noch für eine »gute« Platzierung in den Top 10. Mathias Brandt

https://de.statista.com/infografik/10015/energieverbrauch-und-co2-emissionen-weltweit/

 


 

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