Logistik 4.0: deutscher Mittelstand verpasst den Anschluss

foto logistik zug db freeMittelständische Betriebe können durch maßgeschneiderte Supply-Chain-Dienstleistungen den Kostendruck besser abfedern und agieren dadurch mit einer weitaus größeren Flexibilität. Dies bestätigt eine Untersuchung von PricewaterhouseCoopers (PwC): So erreichen Firmen mit einem klaren Fokus auf Supply-Chain-Services höhere EBIT-Margen als ihre Wettbewerber. In vielen Fällen fehlt jedoch dem deutschen Mittelstand genau diese Fokussierung [1]. Dadurch geraten sie in puncto Transparenz der Logistikkennzahlen und effizientem Kostenmanagement gegenüber Großkonzernen schnell ins Hintertreffen.

Schnelle und kostengünstige Abhilfe schaffen maßgeschneiderte Lösungen. Indem sie die Infrastruktur von Transportlogistikspezialisten nutzen, müssen die mittelständischen Betriebe nicht in eine eigene, teure IT-Landschaft investieren.

Ersparnis von bis zu zehn Prozent bei den Logistikkosten

Als wesentliche Grundlagen für effiziente und kostenoptimierte Logistikketten bei mittelständischen Firmen wie beispielsweise Maschinenbauunternehmen, Autozulieferern, Chemiefirmen oder anderen Fertigungsbetrieben sieht Steffen Rabus, Geschäftsführer von G-SCS, in erster Linie Transparenz, Vergleichbarkeit und eine hohe Datenqualität an. »Mit Dienstleistungen wie Freight Bill Audit, Kosten-Benchmarking der eigenen Transportlinien und der Möglichkeit, nationale und internationale Transportnetzwerke mit allen Tarifen und Strukturen klar zu visualisieren, haben auch Mittelständler eindeutige Vorteile gegenüber Wettbewerbern«, ist sich Rabus sicher. Insgesamt könne sich daraus eine erhebliche Reduzierung des Kosten- und Zeitaufwandes ergeben: Experten gehen bei mittelständischen Betrieben von einer Ersparnis von bis zu zehn Prozent bei den Logistikkosten aus.

Mittelstand in puncto Logistikkette aus Dornröschenschlaf wecken

Laut G-SCS-Geschäftsführer ist der Transportsektor mittlerweile für viele Branchen zu einem kritischen Engpassfaktor im Supply Chain Management (SCM) geworden. Für den Logistikexperten steht fest: »Viele mittelständische Unternehmen müssen in puncto Logistikkette aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt werden.« Denn in Zeiten von Globalisierung und Digitalisierung werde der Kosten- und Wettbewerbsdruck immer höher. Zumal der Mittelstand meist über geringere Budgets als größere Wettbewerber verfügt. Umso besser, wenn es Bereiche wie die Logistik gibt, wo noch große Einsparpotenziale vorhanden sind. Daher sollten Overpayment, intransparente Frachtkosten und ineffiziente Prozessstrukturen im Logistikbereich unter allen Umständen vermieden werden. »Die Dienstleistungen machen dies möglich. Hierbei profitieren Mittelständler sowohl von den langjährigen Erfahrungen, den jeweils passenden Softwareprogrammen als auch von umfassenden Know-how in den jeweiligen Branchen und im Supply-Chain-Sektor«, ergänzt Rabus.

[1] Laut 4PL Transportlogistikspezialist G-SCS (Global Supply Chain Solutions) www.g-scs.de

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