Mobile World Congress 2019: mehr zu den Branchentrends 5G und XR

Gestern ging der Mobile World Congress 2019 zu Ende. Einer der Themenschwerpunkte in diesem Jahr: Connectivity. Damit stand vor allem das Thema 5G im Mittelpunkt. Verizon Media zeigt, wie die Technologie Werbung und Medien zukünftig revolutionieren wird und welche Herausforderungen es mit sich bringt.

 

Im Jahr 2019 werden Marken mehr in Inhalte und in Branded Content Marketing investieren. Das Ziel dabei: in den Dialog mit der Zielgruppe zu treten. Zukünftig werden Brands hierfür verstärkt neue Technologien zum Einsatz bringen. »Es ist an der Zeit, dass Werbung ihre Passivität und Einbahnstraßenmentalität ablegt – und dass sie die Tools und Technologien nutzt, mit denen das gelingt«, sagt Mark Melling, Head of EMEA des globalen Kreativstudios RYOT, das zu Verizon Media gehört.

 

5G eröffnet Welt neuer Möglichkeiten

Schon der Sprung von 3G auf 4G hat die Digitalwirtschaft beflügelt und Innovationen von Uber bis hin zum mobilen Videostreaming erst möglich gemacht. Der Roll-out von 5G wird eine ähnlich umwälzende Wirkung haben. 5G ist bis zu 20 Mal schneller als 4G und ermöglicht es daher, mehr Daten zu verarbeiten, höherauflösende Anzeigen, wie beispielsweise 4K-Videos, zu nutzen und Werbe-Messages besser in Echtzeit zu personalisieren.

Die zusätzliche Bandbreite bringt schnellere Ladezeiten, reduziert die Leistungsauswirkungen von Anzeigen und erleichtert die Navigation auf Websites. Publisher und Werbetreibende können damit immersive und interaktive Werbung in High Definition bieten – und die wiederum hat das Potenzial, den Einsatz von Adblockern zu reduzieren.

Die erste Welle von 5G-fähigen Smartphones beflügelt die Fantasie von Technologieunternehmen und Content-Produzenten. In diesem Jahr wird das 5G-Netz weiter ausgerollt. Die Akzeptanz der Endverbraucher hängt immer noch vom Besitz eines 5G-fähigen Geräts ab, doch schon heute beschleunigt der neue Standard der Mobilfunkkommunikation die Herstellung von Inhalten der nächsten Generation wie Holographic und Volumeric Video und natürlich AR exponentiell.

 

Extended Reality (XR) bietet mehr Immersion

Gerade der Appetit auf AR und VR wird weiter zunehmen. Mit Hilfe von interaktiver Werbung können Verbraucher Produkte und Services in der virtuellen Welt testen. In diesem Jahr sollten Werbetreibende auch in der Lage sein, Extended Reality (XR)-Werbeformate wirklich zu nutzen, um immersive Erfahrungen zu schaffen. Gut gemachte XR-Werbeerlebnisse lassen Kunden tiefer in die Markenwelt eintauchen und helfen, Kunden emotional zu binden. »Wir gehen davon aus, dass 2019 große Fortschritte bei der Entwicklung von Inhalten der nächsten Generation gemacht werden, die die Kreativität von Entwicklern und Werbetreibenden auf der ganzen Welt anregen und letztendlich die Art und Weise verändern werden, wie Menschen Content konsumieren«, sagt Melling.

 

Herausforderungen für die Branche

Doch noch bedarf es Überzeugungsarbeit, Marken dazu zu bringen, Zeit und Geld in Content-Erlebnisse zu investieren. Gut gemachter Content wirkt – aber er braucht Zeit und Mühe und verlangt oft, sich als Marke zu exponieren. »Seien wir ehrlich: Oft gehen Marken auf Nummer sicher und setzen dann doch wieder auf Bewährtes. Die Herausforderung besteht darin, Marken dazu zu bringen, Risiken einzugehen«, sagt Melling. Und etwas zu wagen kann sich lohnen, so der RYOT-Chef: »Wir verfügen heute mehr denn je über die Technologie und die Werkzeuge, Geschichten zu kreieren, die das Potenzial haben, Menschen in einem beispiellosen Ausmaß anzusprechen. Werbung muss nicht länger ein Monolog und einseitig sein, sie kann zum Dialog werden, mit kraftvollen Inhalten, die Herz und Kopf der Zuschauer erreichen. Ich hoffe, dass wir dieses Potenzial weiterhin nutzen und noch mehr Barrieren überwinden als 2018.«

 

Lehren aus 2018

Bei allen neuen Entwicklungen bleibt eines gleich: Storytelling ist das wichtigste Werkzeug, um Herz und Kopf der Menschen zu erreichen. »Wenn wir eine Lehre aus 2018 ziehen können, dann diese: Das Publikum wird dem zuhören, der fesselnde und mutige Geschichten zu erzählen hat«, sagt Mark Melling. »Die Mission hat sich also nicht verändert: Aus gutem Content Stories stricken, die unser Publikum interessieren. Und ein Gespräch beginnen anstatt zu versuchen, seine Botschaft nur laut genug in die Welt zu posaunen.«

Foto: Pixabay

 

Welche Werbung erlaubt die neue DSGVO?

Multilingual, interaktiv, gut platziert: Diese Schlüsselfaktoren sorgen bei Videos für mehr Reichweite

Leben in 2030

Trends 2019: Digitale Transformation krempelt Arbeitsweisen im Marketing um

Programmatic Advertising: Werbung wird immer individueller

Sichere Bereitstellung von Online-Werbung: 10 Tipps vom IT-Sicherheitsexperten

Weitere Artikel zu