Outsourcing in die IT-Service-Fabrik – IT out of the box

IT out of the box

IT-Qualität erhöhen, Kosten senken und zugleich die Unternehmens-IT auf die digitale Transformation vorbereiten: Die Anforderungen an CIOs klingen nach der berühmten Quadratur des Kreises. Doch die Auslagerung des IT-Betriebs an externe Dienstleister kann genau dabei helfen. Standardisierte IT-Services und modulare Komplettlösungen ermöglichen effiziente Lösungen nach Maß.

Die Digitalisierung stellt Unternehmen aller Branchen vor große Herausforderungen. Die IT muss so aufgestellt werden, dass sie die Geschäftsprozesse optimal unterstützt. Noch stärker als bisher rücken strategische und wertsteigernde Aufgaben in den Fokus der IT-Abteilungen. Gleichzeitig müssen jedoch die Pflichtaufgaben des Regelbetriebs sicher, wirtschaftlich und in der gewünschten Qualität erfüllt werden.

Für immer mehr CIOs ist in dieser Situation das Outsourcing des IT-Betriebs das Mittel der Wahl. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Lünendonk-Studie »Der Markt für ICT-Sourcing-Beratung in Deutschland«. Demnach lagern drei Viertel der Unternehmen bereits heute Teile ihres Infrastrukturbetriebs aus, mit steigender Tendenz. In den nächsten beiden Jahren wollen die befragten CIOs den Anteil externer Leistungen im Sourcing-Mix um weitere 20 Prozent steigern.

Outsourcing bietet die Chance, die internen IT-Spezialisten von Pflichtaufgaben zu entlasten und gleichzeitig die Qualität des IT-Betriebs zu verbessern. Damit dieses Vorhaben gelingt, sind zwei Dinge entscheidend: die Standardisierung der IT-Services und ein modulares Baukastenprinzip.

Die Qualität muss stimmen. Die Qualität des IT-Betriebs bemisst sich vor allem an Merkmalen wie Stabilität und Verfügbarkeit, Sicherheit und Kosteneffizienz. Der Schlüssel hierzu liegt in der konsequenten Standardisierung der IT-Prozesse und IT-Services. Es gilt der Grundsatz: Weg von der IT-Manufaktur, mit ihrer aufwändigen und fehleranfälligen Einzelproduktion von Dienstleistungen. Hin zur IT-Service-Fabrik, in der Leistungen standardisiert und reproduzierbar erbracht werden und den Gütekriterien industrieller Produktion folgen. Das bedeutet: beherrschte Prozesse, definierte Rollen und Transparenz durch Service Level Agreements und Key Performance Indicators, die Qualität und Effizienz der IT zu messbaren Größen machen. Nur eine hohe Prozessqualität sichert die Qualität der Services und einen verlässlichen und leistungsfähigen Betrieb.

Das wird besonderes bei der IT-Sicherheit offensichtlich: IT-Sicherheit braucht Regelhaftigkeit und Verlässlichkeit. Die Abweichung von Standards bedeutet Sicherheitsrisiken und kann zu Schäden oder Sanktionen führen. Das gilt zum einen für physikalische Sicherheitsstandards wie zum Beispiel die Löschanlage im Rechenzentrum. Es gilt aber auch für organisatorische und prozessuale Sicherheitsstandards wie etwa Berechtigungskonzepte oder eine Zugangskontrolle.

Von der Manufaktur zur IT-Service-Fabrik. Gerade Mittelständler tun sich mit dem Paradigmenwechsel von der IT-Manufaktur hin zur standardisierten, fabrikartigen IT häufig schwer. Kein Wunder, schließlich setzen viele von ihnen im internationalen Wettbewerb auf einen Qualitätsvorsprung durch kundenindividuelle Lösungen und Spezialanfertigungen. In Sachen IT-Betrieb liegt der Wettbewerbsvorteil jedoch eindeutig in der Standardisierung. Das bestätigen auch die Ergebnisse der bereits zitierten Lünendonk-Studie: 86 Prozent der befragten Sourcing-Berater gehen davon aus, dass IT-Dienstleistungen künftig deutlich standardisierter sein werden als heute.

Definiert sind die Standards in den Best Practices der IT Infrastructure Library (ITIL), auf der auch die ISO 20000 basiert, die höchstmögliche Norm für professionelles IT Service Management. Die unabhängige ISO-Zertifizierung ist damit eines der wichtigsten Orientierungsmerkmale bei der Auswahl eines geeigneten IT-Service-Providers.

Modulare IT-Services out of the box. Damit die Unternehmens-IT effizient und zuverlässig funktioniert, müssen Qualitätskriterien wie Verfügbarkeit und Sicherheitsniveaus über alle IT-Services hinweg konsistent geplant und umgesetzt werden. Dabei ist es egal, ob nur bestimmte Bereiche wie der Service Desk oder das Rechenzentrum outgesourct werden oder ob der Dienstleister den gesamten IT-Betrieb übernimmt. Die Kompatibilität aller Leistungen muss sichergestellt sein, damit das Gesamtsystem nicht von einzelnen Ausreißern lahmgelegt wird.

Diese Sicherheit bieten modulare Komplettlösungen, wie der IT-Outsourcer und Cloud-Dienstleister Datagroup sie mit CORBOX anbietet. Nach dem Baukastenprinzip können standardisierte Services zu einer individuellen Outsourcing-Lösung kombiniert werden, die jederzeit um weitere Module ergänzt werden kann. Aufeinander abgestimmte Service-Level-Pakete und klar definierte Schnittstellen gewährleisten, dass das gewünschte Qualitätsniveau über alle IT-Services eingehalten wird. Standardisierung und Modularisierung ermöglichen IT-Services out of the box: sichere und effiziente Outsourcing-Lösungen, die auf den individuellen Bedarf des Unternehmens zugeschnitten sind. So haben der CIO und sein Team den Rücken frei für die Herausforderungen der digitalen Transformation.


autor_max_h.-h._schaberMax H.-H. Schaber,
Vorstandsvorsitzender,
Datagroup

 

 

Titelbild: © Artem Musaev, Tigger11th/shutterstock.com 

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