Solution Manager von SAP und Aeneis von intellior – Vom Zuspiel zum Zusammenspiel

Von QM, KVP, Analyse- und Ideenmanagement über Compliance, IT- und Risikomanagement bis hin zur Unternehmensgestaltung – für alle wichtigen BPM-Aufgabenstellungen bietet Aeneis maßgeschneiderte Lösungspakete zur Optimierung an. Mit intellior holt der User nun die komplette Lösungsdokumentation aus dem Solution-Manager 7.2 ins BPM-Tool Aeneis. 

Zuspiel bedeutet nicht, einer spielt und der andere schaut zu. Aber wie sollen zwei zusammenspielen, wenn ihr Verständnis von Geschäftsprozessen unterschiedlicher nicht sein könnte? SAP versteht darunter das Administrationsprogramm ihres Solution Managers (Solmans), intellior, einer der Lösungspartner, dagegen ein Werkzeug zur aktiven Modellierung von Geschäftsprozessen.

Für das Walldorfer Unternehmen ist das vor allem eine betriebswirtschaftliche Unterstützung und Verbesserung, die sich seit Beginn der neunziger Jahre entwickelt hat. Damals begann man in Kooperation mit der Saarbrücker Firma IDS Scheer, aus Standardmodulen eine Vielzahl von Transaktionen in eine ganz neue, prozessuale Reihenfolge zu bringen. Der SAP-Standard wurde natürlich nicht als Modell für Prozesssteuerung gebaut. Aber eine neue Anordnung von Modulen und Transaktionen brachte Gebilde zusammen, mit denen man eine ganz neue prozessgesteuerte SAP-Einführung machen konnte. Gefragt waren betriebswirtschaftliche Lösungen, weniger Softwareentwicklungen. Als Zielscheibe sah man die Tochtergesellschaften der DAX-Unternehmen (diese hatten »nur« R2), deren Tendenz nach einer gewissen Eigenständigkeit man mit R3 entgegenkam. 

 

Abbildung 1: Basis zu Realisierung von Geschäftsmodellen.

Abbildung 1: Basis zu Realisierung von Geschäftsmodellen.

 

Aus der Idee der Geschäftsprozesse wurden Geschäftsmodelle, die ihren unternehmensstrategischen Kern nicht verleugneten. Softwarelösungen mussten betriebswirtschaftlich denken lernen. Es entstand ein neuer Unternehmensbegriff: Firmen sollten nun strategisch geordnete Systeme sein, deren Administration ein besonderes Tool übernahm: der Solution Manager. Hier sollten die Prozesse zumindest dokumentiert sein, aber so einfach, dass jeder Administrator damit arbeiten konnte. Der Prozessgedanke entwickelte sich fort, auch ganz unabhängig von SAP. Obwohl es hier auch weiterhin eine Fülle an Möglichkeiten gab und gibt, in Geschäftsprozesse einzuwirken. 

Vom Lösungsanbieter zur aktiven Modellierung von Geschäftsprozessen. Spezialisten für Geschäftsprozessmanagement (GPM) wuchsen in den Markt, zum Beispiel, vor 25 Jahren, das Stuttgarter Unternehmen intellior mit seinem hochflexiblen Tool Aeneis, aktuell mit integrierter Schnittstelle zum Solman. Die Botschaft lautete nun: Freiere Verwendung der eigenen Gegebenheiten im Unternehmen. »Wenn man schon ein flexibles Werkzeug zur Modellierung von Geschäftsprozessen hat, dann doch am besten so, dass der Solman diese Modellierungen aufgreifen kann, sie sinnvoll administriert und integriert, damit das Ganze zusammenpasst«, so Frank Morelli von der Hochschule Pforzheim. 

 

Abbildung 2: Modell der Kundenzufriedenheit nach Noriaki Kano.

Abbildung 2: Modell der Kundenzufriedenheit nach Noriaki Kano.

 

Aus einer reinen Verwaltungsaufgabe entstand eine Lösungskompetenz, die sich der aktiven Modellierung von Prozessen widmet. Ein anspruchsvolles Arbeitsfeld, das nicht länger in der Ebene des Lower Managements anzusiedeln war. Es wird deutlich, welche Bedeutung die Geschäftsprozesse aus SAP im Unternehmen haben können, wenn man sie auch als Basis für eine einheitliche, integrierte Unternehmensgestaltung verwendet. Mit intellior holt der User die komplette Lösungsdokumentation aus dem Solution-Manager 7.2 ins BPM-Tool Aeneis. Dieses hat sein eigenes Schema um das des Solution-Managers erweitert und ermöglicht damit einen verlustfreien Import. Zur Verfügung stehen neben den Strukturen (Bibliotheken und Geschäftsprozesse) auch alle BPMN-Diagramme und Dokumente, sowohl aus schon vorhandenen Lösungen als auch aus den Best-Practice-Modellen der SAP oder anderer Anbieter.

Vom Zuspiel zum Zusammenspiel. Aber, wer spielt nun wem zu? Intellior spielt über die Schnittstelle seine Modellierungsaufträge in den Solman und der wiederum antwortet nicht nur mit einem professionellen Doku-Werk, sondern mit einem lebendigen Austauschprogramm. Der User hat in diesem Zusammenspiel ein Tool statt mehrerer und einen Bildschirm mit dem Zugriff auf seine Aufgabenbereiche. Zwei Welten wachsen in diesem Zusammenspiel zusammen: die vielfältige Modellierungspraxis der Geschäftsprozesse (nach Aeneis) und das angereicherte Tool Solman, egal, ob das nun im SAP ERP liegt oder in S4 (oder C4) HANA.

 

Prof. Dr. Frank Morelli ist Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der intellior ag. Seit 1997 ist er Professor für Wirtschaftsinformatik – Management & IT in der Fakultät Wirtschaft & Recht an der Hochschule Pforzheim. Neben seiner Lehrtätigkeit beschäftigt er sich mit Praxis- und Forschungsprojekten aus den Bereichen Geschäftsprozessmanagement, Business Intelligence, SAP ERP, Projektmanagement und IT-Organisation. Er fungiert an der Hochschule als Studiendekan für den Masterstudiengang Master of Science Information Systems sowie als zentraler Ansprechpartner für das SAP University Alliance Programm.

 


Dr. Klaus Neugebauer, Gerlingen, unter Verwendung eines Pressegesprächs mit Prof. Dr. Frank Morelli

 

Über intellior AG
Sitz in Stuttgart, wurde mit Software und Beratung in 25 Jahren einer der führenden BPM-Lösungsanbieter mit mehr als 1000 Kunden. 2017 gewann das Unternehmen bereits zum vierten Mal den 1. Preis des Process Solution Awards der gfo. Ansprechpartner: Martin Mayer-Abt, Sprecher des Vorstands.

 

 

Illustrationen: © Evgenii Matrosov/shutterstock.com 

 

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