Stand der Virtualisierung der Geschäftsapplikationen im RZ

Jedes dritte Data Center virtualisiert mehr als die Hälfte seiner Geschäftsapplikationen.

Die Virtualisierung wird seit vielen Jahren praktiziert, hat sich allerdings auch stetig weiterentwickelt und ihre Einsatzbereiche ausgeweitet. Das betrifft sämtliche Hardware aber auch die Möglichkeiten für den flexiblen IT-Betrieb über Unternehmensgrenzen hinweg.
Die Studie Optimized Data Center hat untersucht, wie es um verschiedene Facetten der Virtualisierung in den Rechenzentren deutscher Unternehmen bestellt ist – darunter auch der Betrieb von virtuellen Geschäftsapplikationen.
Virtualisierung ist in deutschen Data Centern bereits beliebt. Nahezu die Hälfte der befragten Betreiber zeigt sich souverän im Einsatz virtualisierter IT-Infrastruktur und im Betrieb virtualisierter Geschäftsapplikationen. Wieso auch nicht: es spart einiges an echter IT-Infrastruktur und damit Platz ein, sorgt für effizienteren Energieeinsatz, vereinfacht die Skalierung und ermöglicht eine höhere Betriebssicherheit, weil – mit der richtigen Vorsorge – ausgefallene Systeme oder virtuelle Maschinen über Replikate in kürzester Zeit wiederhergestellt werden können.

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Vor allem der Punkt Geschäftsapplikationen hat es den Data-Center-Betreibern angetan. Statt Applikationen verteilt auf Desktops zu installieren und dort jedes Mal Ressourcen belasten zu lassen, werden sie zentral auf einem Server betrieben und von dort den Usern zugänglich gemacht. Richtig umgesetzt laufen sie dann stabiler, verbrauchen nur einmal zentral Ressourcen und können um einiges einfacher gemanagt werden. Hinzu kommen kritische Geschäftsapplikationen, zum Beispiel im E-Commerce-Bereich (Online-Shops), mit besonderen Anforderungen an Performance und Ausfallsicherheit. Die große Mehrheit der Betreiber virtualisiert daher bereits mehr als 25 Prozent seiner Geschäftsapplikationen. Dass es nicht mehr sind, liegt oftmals daran, dass einige, ältere Geschäftsapplikationen nicht ohne weiteres virtualisiert werden können, sondern zunächst fit für die Virtualisierung gemacht werden müssen. Einige Rechenzentren sind diesbezüglich bereits so fortgeschritten, dass sie über 75 Prozent der betriebenen Geschäftsapplikationen virtualisiert haben.
Zurückhaltung in Sachen Cloud
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch das Verhältnis von selbst gehosteten und fremd-gehosteten virtuellen Geschäftsapplikationen, besonders durch den recht großen Anteil von unternehmensinternen Data Centern in der Studie. Hier fällt die noch große Skepsis gegenüber dem Hosting in der Cloud beziehungsweise bei anderen Providern auf. Ein Drittel der Befragten betreibt alle Geschäftsapplikationen intern, immerhin ein Viertel verteilt die Geschäftsapplikationen gleichmäßig auf interne und externe Plattformen. Jenseits dieser 50-Prozent-Grenze bewegt sich aber kaum ein Betreiber: das Vertrauen in die eigene Infrastruktur beziehungsweise das Misstrauen gegenüber externen Dienstleistern wiegt dafür scheinbar doch noch zu schwer.

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Weitere Virtualisierungsthemen im Benchmark
Die virtuellen Geschäftsapplikationen sind aber nur ein Ausschnitt der behandelten Themen der Studie und des Studienberichts. Weitere aufgegriffene Aspekte sind beispielsweise Security-Virtualisierung, konvergente Infrastrukturen sowie Netzwerk- und Storagevirtualisierung. So haben virtuelle Umgebungen neue und andere Sicherheitsbedürfnisse als herkömmliche Hardware, konvergente Infrastrukturen präsentieren sich als kompakte aber dennoch leistungsfähige Rechenzentren in einem Gehäuse und sowohl Netzwerk- als auch Storagevirtualisierung bieten neue Wege der effizienten Datenverarbeitung. Die Virtualisierung ist Bestandteil des Hauptbereichs »IT-Infrastruktur«, der sich auch mit den normalen physischen Infrastrukturen Server, Storage und Netzwerktechnik beschäftigt.
Optimized Data Center Benchmark: Ein Tool für den Überblick und zum Vergleich mit anderen Rechenzentren
Optimized Data Center verfolgt das Ziel, Server- und Rechenzentrumsbetreiber aller Größenklassen zu unterstützten, indem es für einen ganzheitlichen Überblick über das eigene Rechenzentrum sorgt. Rund 160 verschiedene Gesichtspunkte aus den Bereichen Rechenzentrumsbetrieb, physische und virtuelle IT-Infrastruktur, Gebäudeinfrastruktur und externen Anbindung können dafür strukturiert im Onlinetool evaluiert und anschließend detailliert ausgewertet werden. Die verschiedenen Angaben werden zu vergleichbaren Indizes aggregiert, die verschiedenen Referenzen wie der Größenklasse, dem Geschäftsmodell oder der Branche gegenübergestellt werden können.

[1] Die durchgeführte Studie wurde von der techconsult GmbH in Zusammenarbeit mit iX und Partnern aus der Anbieterlandschaft für Rechenzentrumslösungen erstellt. So trugen Microsoft, Schneider Electric und ITENOS wertvolles Wissen rund um ihre jeweiligen Kernkompetenzen bei.
Das Benchmarktool und weitere Informationen zur Studie finden Sie auf dem Portal www.optimized-datacenter.de.

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