Ein Aufruf zu kollektivem Handeln im Bereich Cyberverteidigung

Illustration Absmeier foto ki designe

Ein offener Brief für einen globalen Anstieg der Cyberverteidigung*.

 

KI verändert die Bedrohungslage in der Cybersecurity mit hoher Geschwindigkeit. Der Text macht deutlich: Organisationen, Technologieanbieter, Regierungen und KI-Unternehmen müssen jetzt gemeinsam handeln, damit kritische Infrastrukturen, öffentliche Dienste und digitale Lieferketten gegen KI-gestützte Angriffe widerstandsfähiger werden.

 

Management Summary

  • Cyberabwehr wird zur Chefsache: Die bisherige Sicherheitsbasis reicht nicht mehr aus, weil KI Angriffe schneller, skalierbarer und komplexer macht.
  • Der Verteidiger-Vorteil muss jetzt genutzt werden: KI kann Security-Teams entlasten, Schwachstellen priorisieren und Gegenmaßnahmen schneller überprüfbar machen.
  • Kritische Infrastruktur braucht Vorrang: Krankenhäuser, Wasserwerke, Kommunen und Netzbetreiber benötigen Tools, Budget und praktische Unterstützung.
  • Kollektive Verteidigung schlägt Insellösungen: Bedrohungsinformationen, Playbooks und verifizierte Fixes müssen branchenübergreifend geteilt werden.
  • Verantwortung liegt bei allen Akteuren: Unternehmen, Anbieter, Staat und Frontier-KI-Firmen müssen gemeinsam Standards erhöhen, Angriffe eindämmen und Resilienz messbar verbessern.

 

Wir haben ein begrenztes Zeitfenster, um die Cyberabwehr zu stärken.

foto magnific

In den kommenden Monaten werden KI-gestützte Cyberangriffe viel verbreiteter und ausgefeilter werden, da Modelle weltweit immer leistungsfähiger werden. Die Unternehmen und öffentlichen Dienstleistungen, auf die unsere Gemeinden angewiesen sind – von Krankenhäusern über Wasseraufbereitungsanlagen bis hin zur Infrastruktur des Internets – sind gefährdet.

Die heutigen KI-Fortschritte bieten Verteidigern bereits neue Möglichkeiten, Schwächen zu beheben, die sich über Jahre angesammelt haben. Wenn wir entschlossen handeln, können wir das Verteidigerfenster nutzen, um unsere digitale Welt viel sicherer zu machen.

 

Wir schlagen folgende Prinzipien für eine kollektive Antwort vor:

  • Erkenne, dass die Status quo an Sicherheit nicht ausreicht.
    Langjährige Fehler, übermäßige Berechtigungen, Fehlkonfigurationen, unsichere und ungepatchte Software, schwache Authentifizierung und technische Schulden in Altsystemen haben Systeme exponiert gemacht. Sicherheitsteams, insbesondere für kritische Infrastrukturen, waren historisch unterbesetzt und benötigen einen Anstieg an Werkzeugen und Ressourcen.
  • Stärken Sie mehr Verteidiger mit cyberfähiger KI.
    KI bringt Spezialfähigkeiten zu mehr Verteidigern und macht zentrale Sicherheitsaufgaben schneller, günstiger und besser. Der Austausch von Werkzeugen, praktischem Wissen und verifizierten Lösungen ermöglicht es der Arbeit einer Organisation, viele andere zu schützen.
  • Mobilisieren Sie eine kollektive Reaktion.
    Cyberfähigkeiten entwickeln sich weltweit weiter, und das kann ein Nettovorteil sein: Kein einzelnes Unternehmen sollte die Zukunft kontrollieren. Es bedeutet auch, dass eine globale Reaktion notwendig ist, die neue Partnerschaften erfordert, um die Sicherheitsstandards zu erhöhen und neue Lösungen für aufkommende Cyberbedrohungen zu finden.

Jeder von uns kann jetzt das Risiko reduzieren. Alle Organisationen, Cybersicherheitsunternehmen, Technologiepartner, Regierungen und KI-Frontier-Unternehmen haben eine wichtige Rolle: Die Prioritäten der Verteidiger mit Tools, Finanzierung und praktischer Unterstützung zu beschleunigen, insbesondere bei Organisationen kritischer Infrastruktur mit begrenztem Budget.

 

Das halten wir für als Nächstes notwendig:

 

01: Jede Organisation

Machen Sie Cyberverteidigung zu einer sofortigen Priorität der Führung. Erhöhen Sie Ihre Sicherheitsstandards und erfüllen Sie sie mit der Dringlichkeit und Koordination eines Vorfalls, der Vorrang vor allem außer kritischen Geschäftsabläufen hat. Beheben Sie die risikoreichsten Schwachstellen, überprüfen Sie Ergebnisse, ohne wesentliche Dienste zu stören, und heben Sie die Sicherheitsmaßstäbe für das, was Sie kaufen, bauen und bereitstellen – einschließlich KI-generiertem Code – an. Verbessert oder ersetzt Systeme, um Least Privilegs, starke Zugangskontrollen und Verteidigung in der Tiefe einzubauen. Nutzen Sie leistungsfähige, kostengünstigere Modelle für eine breite Abdeckung und wenden Sie Frontier-Fähigkeiten auf die schwierigsten Probleme an. Wo ein System nicht gepatcht werden kann, ohne wesentliche Dienste zu stören, verwenden und verifizieren Sie kompensierende Kontrollen.

 

02: Cybersicherheitsunternehmen und Technologiepartner

Helfen Sie dabei, die Antwort zur Verteidigung gegen anhaltende KI-gestützte Angriffe zu führen, einschließlich kontinuierlicher Tests von Verteidigungen gegen Grenz-Cyber-Fähigkeiten, Stärkung bestehender Werkzeuge mit KI und Zusammenarbeit mit Technologiepartnern, um jetzt Lücken zu schließen. Machen Sie KI-gestützte Verteidigung für Betreiber kritischer Infrastruktur zugänglich und einsetzbar, mit praktischer Hilfe bei der Bereitstellung von Werkzeugen und der Überprüfung von Fehlerbehebungen sowie mit Herstellern der Lieferkette kritischer Infrastruktur und Systemintegratoren zusammen, um vorläufige Leitlinien zu patchen und herauszugeben. Teilen Sie Bedrohungsinformationen und getestete Playbooks und messen Sie den Fortschritt anhand davon, wie viele Organisationen geschützt sind, wie schnell Angriffe eingedämmt werden und ob Lösungen funktionieren.

 

03: Regierungen

Koordination der Cyberverteidigung auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene. Stärkung bestehender Regierungs- und Industriekanäle, um umsetzbare Bedrohungsinformationen auszutauschen, die schwerwiegendsten Risiken zu priorisieren und Vorfallreaktionen sowie -wiederherstellung weltweit zu koordinieren. Cyberschutz finanzieren, beginnend mit wichtigen Dienstleistungen, denen Personal oder Budget fehlt, um zu handeln. Beschleunigen Sie den Ausbau von vertrauenswürdigen Zugangsprogrammen, insbesondere für Lieferketten kritischer Infrastruktur, und erweitern Sie den Zugang zu Verteidigungsfähigkeiten für andere Verteidiger. Stellen Sie Krankenhäusern, Wasserversorgern und lokalen Behörden den Zugang zu fähiger defensiver KI, autorisierten Tests und praktischer Unterstützung durch vertrauenswürdige Sicherheitsanbieter und Partner bereit. Kosten für Angreifer auferlegen.

 

04: Frontier-KI-Unternehmen

Bereitstellung eines verantwortungsvollen Modellzugangs, erheblicher Finanzierung, Schulungen und praktischer Unterstützung, insbesondere für unterfinanzierte Verteidiger kritischer Infrastruktur. Entwickeln Sie Observabilitäts- und Sicherheitstools, stellen Sie sicher, dass agentische Identitäten nachverfolgbar und rechenschaftspflichtig sind, und teilen Sie Best Practices in der kontinuierlichen Überwachung. Investieren Sie in autorisierte Tests, private Offenlegung und verifizierte Korrekturen sowie Tools, Playbooks und glaubwürdige Bedrohungsanalysen mit Regierungen, Sicherheitspartnern und Open-Source-Maintainern, um Vorbereitung, Reaktion und Wiederherstellung zu stärken.

 

Wir können die digitale Infrastruktur, auf die wir alle angewiesen sind, sicherer machen.

Wir fordern Führungskräfte aus Industrie und Regierung auf, das volle Gewicht ihrer Technologie, Ressourcen und ihres Fachwissens in diese Bemühungen einzubringen. Geben Sie cyberfähige KI in die Hände der Verteidiger, beginnend mit den Teams, die wichtige Dienste schützen. Beheben Sie die gefährlichsten Schwachstellen, überprüfen Sie die Lösungen und teilen Sie, was funktioniert, damit andere darauf aufbauen können. Gemeinsam können wir die heutigen KI-Fortschritte in nachhaltige Sicherheitsverbesserungen verwandeln, die allen zugutekommen. Lasst sie arbeiten.

 

* Unterzeichner

1Password, Abnormal AI, Accenture, Adobe, Advent International, Aikido, Akamai, AMD, Anthropic, APIsec, Arena, Arm, AWS, BBVA, Block, Broadcom, Calif, Cantina Security, Cape, Capgemini, Capital One, Cato Networks, Center for Internet Sicherheit, Cerebras, Check Point, Cisco, Citadel, Citi, Clearly AI, Cloaked, Cloudflare, Cogent Security, Cognition, Cognizant, Corelight, Corridor, Cotool, CrowdStrike, Cyera, Darktrace, Dell, depthfirst, Deutsche Telekom, Dropzone.ai, DTCC, Elastic, Enclave, EPAM, Equinix, EXA.ai, ExodusPoint, F5, Factory, Fifth Third Bank, Figma, FIS, Fiserv, Fleet AI, Flexport, Fortinet, Gen Digital, General Motors, Glean, Glow, GoDaddy, Google, HackerOne, Harvey, HCLech, Umarmungsgesicht, IBM, Incident.io, KPMG LLP, Liebenswerte, Lumen Technologies, Marsh, Mastercard, Mercor, Micron, Microsoft, Nationwide Building Society, NTT DATA, Obsidian Security, Octane Security, Offensive AI Conference (OAIC), Okta, Oliver Wyman, OpenAI, Oracle, Outtake AI, Palo Alto Networks, Perplexity, Proofpoint, Prophet Security, PwC, Red Hat, ReliaQuest, RemoteThreat, Replit, Robinhood, RunSybil, SAP, Scale AI, SentinelOne, ServiceNow, Snowflake, Snyk, Socket, Sophos, SpecterOps, Tenable, Tenzai, The Clearing House, Third Moment Research, Trail of Bits, TransUnion, TrendAI, Uber, Unisys, U.S. Bank, Vercel, Veria Labs, Visa, WWT, XBOW, Zscaler, Zürich Versicherungsgesellschaft,

 

FAQ

  1. Warum ist Cyberverteidigung gerade jetzt so dringend?
    Weil KI-gestützte Angriffe in kurzer Zeit häufiger, schneller und professioneller werden können, während viele Systeme noch mit alten Schwachstellen, Fehlkonfigurationen und technischen Schulden arbeiten.
  2. Was bedeutet »Verteidigerfenster«?
    Gemeint ist die aktuelle Phase, in der KI nicht nur Angreifern hilft, sondern Verteidigern besonders wirksame neue Werkzeuge für Prävention, Erkennung und Reaktion an die Hand gibt.
  3. Welche Organisationen sind besonders betroffen?
    Besonders gefährdet sind Betreiber kritischer Infrastrukturen wie Gesundheitswesen, Wasser- und Energieversorgung, kommunale Dienste, Internet-Infrastruktur sowie Organisationen mit begrenzten Security-Ressourcen.
  4. Welche Rolle spielt KI in der Verteidigung?
    KI kann Sicherheitsaufgaben beschleunigen, Risiken priorisieren, Muster erkennen, Gegenmaßnahmen vorschlagen und Security-Know-how breiter verfügbar machen.
  5. Was sollten Unternehmen zuerst tun?
    Sie sollten Cyberverteidigung zur Führungspriorität machen, kritische Schwachstellen beheben, starke Zugriffskontrollen etablieren und Risiken bei gekaufter, gebauter oder KI-generierter Software konsequent reduzieren.
  6. Was wird von Technologie- und Security-Anbietern erwartet?
    Sie sollen Verteidigungstools mit KI stärken, getestete Playbooks teilen, reale Wirksamkeit messen und kritische Betreiber praktisch bei Einführung und Absicherung unterstützen.
  7. Welche Aufgabe haben Regierungen?
    Regierungen sollen koordinieren, finanzieren, Informationsaustausch fördern, internationale Zusammenarbeit stärken und insbesondere schwächer ausgestattete kritische Dienste gezielt unterstützen.
  8. Warum ist Zusammenarbeit so wichtig?
    Cyberbedrohungen sind global, vernetzt und schnell skalierbar. Eine einzelne Organisation kann diese Dynamik nicht allein beherrschen; geteiltes Wissen erhöht den Schutz für viele.
  9. Wie lässt sich Fortschritt messen?
    Wichtige Kennzahlen sind die Zahl besser geschützter Organisationen, die Zeit bis zur Eindämmung von Angriffen, die Wirksamkeit umgesetzter Fixes und die Reduktion kritischer Risiken.
  10. Was ist die zentrale Botschaft?
    KI muss nicht nur als Risiko verstanden werden, sondern als Chance zur Stärkung der Verteidigung. Entscheidend ist, jetzt koordiniert zu handeln und Schutzmaßnahmen breit verfügbar zu machen.

 

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KI beschleunigt Angriffe schneller, als klassische Sicherheitsmodelle reagieren können. Warum Erkennung und Reaktion nicht mehr ausreichen – und weshalb Eindämmung zur entscheidenden Disziplin für Unternehmenssicherheit wird.   Jahrelang war »assume a breach«, also »von einem Sicherheitsvorfall auszugehen« eine nützliche Denkweise in der Sicherheit, um eine bessere Erkennung und Reaktion zu fördern. Mit Initiativen wie Project…

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Cyberkriminalität: Europas KMU im Visier

Das Bundesinnenministerium hat in dieser Woche seinen aktuellen Bericht zur Cyberkriminalität in Deutschland vorgestellt und zeichnet darin ein deutliches Bild der Bedrohungslage. Besonders im Fokus stehen die zunehmenden Angriffe aus Russland seit Beginn des Ukraine-Kriegs, steigende Ransomware-Fälle, DDoS-Attacken sowie die wachsende Rolle von KI im Cybercrime-Kontext.

Warum der Bericht vor allem ein strukturelles Problem für Europa offenlegt und weshalb insbesondere kleine und mittlere Unternehmen stärker gefährdet sind als je zuvor, erklärt Anouck Teiller, Deputy CEO beim europäischen Cybersecurity-Unternehmen HarfangLab, in folgendem Kommentar:

 

»Der BKA-Bericht zur Cyberkriminalität zeigt nicht nur, dass Deutschland zunehmend Ziel von Angriffen ist – er macht auch deutlich, wie verwundbar Europas digitale Infrastruktur insgesamt geworden ist. Hinter den Zahlen steht eine klare Realität: Kleine und mittlere Unternehmen, das Rückgrat der europäischen Wirtschaft, sind zu den am stärksten gefährdeten Akteuren einer noch viel zu fragmentierten Cyberabwehr geworden. Die Frage ist nicht mehr, ob Europa angegriffen wird, sondern warum es immer wieder gelingt, und was getan werden muss, um dem entgegenzuwirken.«

Wenn 90 Prozent der Ransomware-Opfer kleine und mittlere Unternehmen sind, sprechen wir nicht mehr über Einzelfälle, sondern über ein systemisches Problem. Diese Unternehmen stehen kriminellen Gruppen gegenüber, die wie professionelle Dienstleister organisiert sind – mit beachtlichen Ressourcen, Arbeitsteilung und einer bemerkenswerten Anpassungsfähigkeit. Viele Unternehmen können sich gegen diese Bedrohungen allein kaum noch ausreichend schützen.

Unser ›State of Cybersecurity Report 2025‹ zeigt: Nur 19 Prozent der europäischen Unternehmen haben vollständige Kontrolle über ihre Sicherheitsinfrastruktur, gleichzeitig sehen 58 Prozent KI als den größten Risikoverstärker der kommenden Jahre. Man könnte versucht sein, besonders reife Organisationen stärker in den kollektiven Kampf gegen Cyberkriminalität einzubeziehen, etwa indem sie auch die Infrastruktur der Angreifer ins Visier nehmen. Doch genau das wirft erhebliche Fragen auf. Denn die eindeutige Zuordnung eines Cyberangriffs ist hochkomplex und oft nur auf staatlicher Ebene zuverlässig möglich. Unkoordinierte Gegenmaßnahmen schaffen deshalb nicht automatisch mehr Sicherheit.

Die eigentliche Priorität muss deshalb auf der Verteidigung liegen: Verhaltensmuster frühzeitig erkennen, ausnutzbare Schwachstellen vor den Angreifer identifizieren und schnell reagieren. In diese Resilienz-Kette aus Erkennung, Reaktion und Antizipation muss Europa jetzt gemeinsam investieren – und darf nicht warten, bis das nächste Opfer vielleicht das letzte ist, das sich Schutz überhaupt noch leisten kann.«

 


 

Bundeslagebild Cybercrime 2025

Die Bedrohung durch Cybercrime in Deutschland bleibt auf hohem Niveau. Deutschland zählt als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt weiterhin zu den wichtigsten Angriffszielen im Cyberraum [1]. Besonders schwere Cyberdelikte sowie Angriffe auf Unternehmen, Behörden und kritische Infrastrukturen nehmen zu. Das geschätzte Schadensvolumen für die deutsche Wirtschaft liegt bei 202,4 Milliarden Euro und entspricht damit rund 4,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

2025 wurden rund 335.000 Fälle von Cybercrime im engeren Sinne registriert. Etwa zwei Drittel der Taten (207.888) wurden aus dem Ausland oder von unbekannten Tatorten aus begangen. Die tatsächliche Bedrohung dürfte aufgrund eines erheblichen Dunkelfeldes deutlich höher liegen.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt: »Cyberkriminelle greifen Deutschland jeden Tag an – unsere Unternehmen, unsere Behörden und unsere Infrastruktur. Darauf geben wir eine klare Antwort: mehr Härte, mehr Befugnisse, mehr Schlagkraft für unsere Sicherheitsbehörden. Der Staat darf im digitalen Raum nicht Zuschauer sein. Wir sorgen dafür, dass unsere Ermittler technisch und rechtlich auf Augenhöhe mit den Tätern handeln und zurückschlagen können.«

BKA-Vizepräsidentin Martina Link: »Unsere erfolgreichen Maßnahmen gegen Cybercrime zeigen, dass polizeiliches Handeln wirkt – sie dürfen jedoch nicht über die weiterhin hochdynamische Bedrohungslage im Cyberraum hinwegtäuschen. Cyberkriminelle passen ihre Methoden kontinuierlich an und erhöhen damit den Druck auf Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Angesichts dessen ist es von entscheidender Bedeutung, dass auch wir uns ständig weiterentwickeln. Als BKA sind wir bereit, unsere Fähigkeiten auch im Bereich der Gefahrenabwehr einzubringen, um die Sicherheit im Cyberraum zu erhöhen und die Bevölkerung zu schützen.«

 

Ransomware bleibt zentrale Bedrohung

2025 wurden 1.041 Ransomware-Angriffe angezeigt – ein Anstieg um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders betroffen sind Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Die durchschnittlichen Lösegeldzahlungen stiegen deutlich an, die Gesamtsumme lag bei rund 15,5 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig zahlen immer weniger Betroffene Lösegeld, was auf eine höhere Resilienz vieler Unternehmen hindeutet.

Mit der internationalen »Operation Endgame« wurden erneut wesentliche Malware-Familien, die als Einfallstor für Ransomware-Angriffe genutzt werden, unschädlich gemacht und Tatverdächtige identifiziert.

 

Deutlicher Anstieg von DDoS-Angriffen

Die Zahl der Überlastungsangriffe (sog. DDoS-Angriffe) stieg 2025 um 25 Prozent auf 36.706 Fälle. DDoS-Angriffe sind auch der bevorzugte Modus Operandi hacktivistischer Akteure. Eine zentrale Rolle spielte die hacktivistische Gruppierung »NoName057(16)«, die insbesondere im Zusammenhang mit der Unterstützung Deutschlands für die Ukraine Angriffe auf deutsche Einrichtungen ausführte. Besonders betroffen waren Behörden, Verwaltungen sowie Verkehrs- und Logistikunternehmen. Im Rahmen der »Operation Eastwood« konnten Teile der Infrastruktur der Gruppierung zerschlagen und internationale Haftbefehle erwirkt werden.

Auch mit der »Operation PowerOFF« gingen Sicherheitsbehörden erfolgreich gegen sogenannte »Stresserdienste« vor, die gezielt für Überlastungsangriffe genutzt wurden.

 

KI Künstliche Intelligenz verändert die Cyberbedrohungslage

KI-basierte Werkzeuge gewinnen im Bereich Cybercrime zunehmend an Bedeutung. Cyberkriminelle nutzen KI, um Angriffe schneller, gezielter und professioneller durchzuführen. Gleichzeitig eröffnen KI-Technologien neue Möglichkeiten für die IT-Sicherheit und die frühzeitige Erkennung von Schwachstellen.

 

[1] https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/JahresberichteUndLagebilder/Cybercrime/cybercrimeBundeslagebild2025.pdf?__blob=publicationFile&v=4

 

1335 Artikel zu „Cyberkriminalität“

Cyberkriminalität wird im Jahr 2026 vollständig industrialisiert

Report zeigt: Cyberangriffe skalieren durch zunehmend autonome Kampagnen.   Trend Micro, Anbieter von Cybersicherheitslösungen, warnt in seinen jährlichen Sicherheitsprognosebericht für 2026 davor, dass das kommende Jahr den endgültigen Übergang zur voll industrialisierten Cyberkriminalität markieren wird [1]. Künstliche Intelligenz (KI) und Automatisierung ermöglichen es Angreifern heute, ganze Kampagnen autonom durchzuführen, von der Aufklärung bis hin zur…

Cyberkriminalität: Zunehmende IT-Schwachstellen bedrohen Unternehmen

Der Blick auf die steigende Zahl der dokumentierten IT-Schwachstellen ist besorgniserregend. Sie werden im zentralen System Common Vulnerabilities and Exposures (CVE) erfasst und weisen ein klares Wachstum auf. Im Jahr 2024 wurden an dieser Stelle über 58.000 Lücken registriert und bereits im April 2025 waren es in schon wieder über 46.000- Seit 1999 stieg die…

Wirtschaft: Der finanzielle Schaden durch Cyberkriminalität steigt und steigt

Cyberkriminalität hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend zu einem der größten Risikofaktoren für Unternehmen, Behörden, aber auch Privatpersonen entwickelt. Der Blick auf die steigende Zahl der dokumentierten IT-Schwachstellen ist besonders besorgniserregend. Parallel zur Zunahme der Sicherheitslücken explodieren die Schadenskosten. Während sich die Anzahl der IT-Schwachstellen zwischen 2019 und 2024 mehr als verdoppelte, stiegen die…

Wachsende Bedrohungslage durch KI-Cyberkriminalität und neue Ansätze für mehr Resilienz

65 % der befragten IT-Führungskräfte halten ihre Systeme gegenüber KI-basierter Cyberkriminalität für unzureichend geschützt.   Eine Lenovo-Studie zeigt eine wachsende Sicherheitslücke angesichts zunehmender KI-gestützter Cyberkriminalität: 65 % der befragten IT-Führungskräfte geben an, dass ihre Abwehrmechanismen veraltet sind und KI-Angriffen nicht standhalten können. Lediglich 31 % fühlen sich in der Lage, sich wirksam zu verteidigen. Diese…

KI-gesteuerte Scams definieren die Cyberkriminalität neu

Der Verlust persönlicher Daten, Phishing-Berichte, gefälschte Browser-Updates und Scam-Yourself-Angriffe nehmen stetig zu. Gen, ein Unternehmen, das sich mit einer Familie von Marken wie Norton, Avast, MoneyLion und anderen für digitale Freiheit einsetzt, veröffentlichte seinen Q1/2025 Gen Threat Report [1]. Dieser beleuchtet die wichtigsten Veränderungen in der globalen Cybersicherheitslandschaft zwischen Januar und März 2025.   Zu…

Cyberkriminalität befeuert durch KI: End-to-end-Sicherheit ist gefragt

Fast 70 Prozent der deutschen Unternehmen spüren die Auswirkungen der offensiven Nutzung künstlicher Intelligenz durch Cyberkriminelle. Doch noch fehlen den meisten die Konzepte, um den teils völlig neuartigen Bedrohungsszenarien durch KI zu begegnen. Das sind Ergebnisse des aktuellsten »State of AI Cybersecurity«-Report von Darktrace [1]. KI ermöglicht nämlich auch nur mittelmäßig ausgebildeten Angreifern raffinierte und…

Die Zukunft von Social Engineering – KI, Wearables und VR kurbeln Cyberkriminalität an

Der neue Bericht von Trend Micro zeigt auf, wie Cyberkriminelle KI, Wearables, Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) sowie Chatbots nutzen werden, um Opfer präziser denn je zu manipulieren [1]. Die Bedrohungsforschern von Trend Micro analysierten, wie Angreifer diese Technologien nutzen, um ihre Taktiken zu verfeinern und ihre Täuschungsmanöver weiterzuentwickeln.   »Social Engineering, also…

KI-Agenten werden im Jahr 2025 Cyberkriminalität revolutionieren

Cyberkriminelle entwickeln ihre Taktiken kontinuierlich weiter und werden 2025 zu einem Rekordjahr für Ransomware machen. Künstliche Intelligenz (KI) verändert die Bedrohungslandschaft durch erhöhte Skalierbarkeit und Effizienz.   Malwarebytes hat seinen »State of Malware 2025«-Report veröffentlicht [1]. Der Report bietet Einblicke in die wichtigsten Cyberbedrohungen und Taktiken von Cyberkriminellen im Jahr 2025, darunter die vermehrte Nutzung…

Cyberkriminalität im Jahr 2025: Worauf Sie achten sollten

Zu Beginn des neuen Jahres teilt Hervé Lambert, Global Consumer Operations Manager bei Panda Security, seine Einblicke in die sich entwickelnde Welt der Cybersicherheit. Hier ist ein Überblick über seine Einschätzungen zu den aktuellen Risiken und den Herausforderungen, die uns 2025 erwarten.   Die aktuelle Cybersicherheitslandschaft Im Jahr 2024 wurden Cyberbedrohungen immer ausgefeilter, was Einzelpersonen…

Onlinebetrug und Cyberkriminalität durch Fraud Awareness bekämpfen

Gerade in Zeiten mit vielen Transaktionen wie Black Friday und allgemein im Vorweihnachtsgeschäft ist ein verstärkter Fokus auf Identitätsdiebstahl und Betrugsprävention auf Händler- wie auf Zahlungsdienstleisterseite nötig. Mithilfe von KI-gestützten Methoden gehen Betrüger in immer größerem Stil vor. Laut einer repräsentativen Studie des IT-Branchenverbands Bitkom ist fast die Hälfte der befragten Deutschen (44 Prozent) bereits…

So schützen sich Unternehmen effektiv gegen Cyberkriminalität 

Zum Cybersecurity-Awareness-Monat gibt SoftwareOne einen Überblick über die Grundstrategien für die Abwehr von Angriffen. Die IT-Bedrohungslandschaft entwickelt sich rasant und verursachte im letzten Jahr allein in Deutschland wirtschaftliche Schäden in Höhe von 266,6 Milliarden Euro. Dies stellt einen Anstieg von etwa 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr dar und übertrifft sogar den bisherigen Rekordwert aus…

Sicherheit Vor-Ort oder in der Cloud – Die Cloud im Kreuzfeuer der Cyberkriminalität

Zum vierten Mal in Folge hat die Thales Group ihren Cloud Security Report veröffentlicht. Eine wichtige Erkenntnis daraus: Unternehmen weltweit äußern Bedenken an der Sicherheit von Cloud-Lösungen. Björn Orth, Geschäftsführer beim Microsoft-Reseller VENDOSOFT, stellt in Anbetracht dessen die Frage: Ist sie dann das Mittel der Wahl?

Cybersicherheit: Werden Versicherungsprämien gegen Cyberkriminalität unbezahlbar?

Der Markt für Cyberversicherungen hat sich in den letzten Jahren teils drastisch verändert. Die steigenden Ausgaben aufgrund von Cyberkriminalität setzen Versicherungsnehmer und Versicherer gleichermaßen unter Druck. Laut jüngster Prognosen belaufen sich diese Ausgaben weltweit voraussichtlich innerhalb der nächsten vier Jahre auf schwindelerregende 23,8 Billionen Dollar [1]. Eine der Folgen ist, dass Versicherer künftig vor Rentabilitätsproblemen stehen…

Neue Spielregeln im Kampf gegen Cyberkriminalität

Nextron Systems, führender Anbieter von innovativen IT-Sicherheitslösungen, setzt seine wegweisende Mission zur Bekämpfung und frühzeitigen Erkennung von Cyberkriminalität fort. Als aufstrebender Thought Leader der Branche geht Nextron entschlossen voran, um Unternehmen weltweit vor den wachsenden Bedrohungen in der digitalen Welt zu schützen.   Neun von zehn Unternehmen haben laut Branchenverband Bitkom in den zurückliegenden zwölf…

Cyberkriminalität 2023: 7 von 10 Internetnutzern betroffen

Private Internetuser erlitten einen durchschnittlichen Schaden von 262 Euro. Nur 14 Prozent haben sich an die Polizei gewandt – und dabei keine wirklich guten Erfahrungen gemacht.   Ausspionieren von Passwörtern, Betrug beim Onlinehandel oder schwere Beleidigungen in sozialen Netzwerken: Die große Mehrheit (67 Prozent) der Internetnutzerinnen und -nutzer in Deutschland ist 2023 Opfer von Cyberkriminalität…

Cyberkriminalität: Markt für IT-Sicherheit wächst auf mehr als 9 Milliarden Euro

Im kommenden Jahr sollen die Ausgaben erneut um rund 13 Prozent zulegen – und dann erstmals die 10-Milliarden-Euro-Grenze knacken.   Die deutsche Wirtschaft wappnet sich für den Kampf gegen Cyberkriminalität. Erstmals werden hierzulande für IT-Sicherheit mehr als 9 Milliarden Euro ausgeben – Tendenz weiter steigend [1]. Das teilt der Digitalverband Bitkom heute bei der Eröffnung…

Cyberkriminalität immer professioneller: Ransomware als Schubkraft für eine rasante Entwicklung der Industrie

Cyberkriminalität entwickelt sich immer schneller zu einer professionellen, dienstleistungsorientierten Branche.   In den vergangenen Jahren haben Ransomware-Attacken Unternehmen in verschiedenen Ländern und Branchen erheblichen Schaden zugefügt. Ein Report von WithSecure zeigt nun: Der Erfolg der Ransomware hat eine tiefgreifende Veränderung der gesamten Cybercrime-Branche in Gang gebracht. Verschiedene Gruppen entwickeln spezialisierte Tools, die sie »as-a-service« anbieten…

75 Prozent von Cyberkriminalität betroffen

Häufigste Vorfälle sind Datenweitergabe, Betrug und Schadsoftware-Attacken. Nur ein Fünftel wendet sich an die die Polizei.   Schadsoftware, Betrug beim Online-Shopping oder Beleidigungen in sozialen Netzwerken – drei von vier Internetnutzerinnen und Internetnutzern (75 Prozent) waren in 2022 von Cyberkriminalität betroffen. 22 Prozent geben an, keine solchen Erfahrungen gemacht zu haben, 3 Prozent wollten dazu…

Cyberkriminalität 2021: Kaum Fortschritte beim Kampf gegen Ransomware, Spam & Co.

Ungeschützte digitale Identitäten fördern kriminelle Aktivitäten von Hackern.   Das allgemeine Leben im Jahr 2021 stand noch stark unter dem Zeichen der Pandemie. Währenddessen erreichte nicht nur die Nutzung digitaler Dienste einen Höchststand. Auch Cyberkriminelle nutzten die Gunst der Stunde und erhöhten die Gefahren für Nutzer enorm. In seinem jährlichen „Consumer Threat Landscape Report“ stellt…

M-Trends Report 2026: Die aktuelle Bedrohungslage

Illustration Absmeier foto freepik

Angreifer weiten mit Hilfe von KI ihre Aktivitäten aus, Angriffe sind jedoch weiterhin vor allem durch menschliche, prozessuale und technische Schwächen erfolgreich, wobei Vishing stark zunimmt und die Technologiebranche 2025 am häufigsten betroffen war. Gleichzeitig verkürzen arbeitsteilige Angreifermodelle und gezielte Angriffe auf Backups und Identitäten die Reaktionszeit drastisch, während die Verweildauer der Angreifer steigt und Unternehmen – insbesondere in EMEA – Vorfälle häufiger selbst intern erkennen.

 

Mandiant hat seinen jährlichen M-Trends Bericht veröffentlicht: Er fasst die Erkenntnisse aus über 500.000 Stunden, die Mandiant und die Google Threat Intelligence Group (GTIG) im Jahr 2025 auf die Untersuchung von Sicherheitsvorfällen verwendet haben, zusammen und bietet einen umfassenden Überblick über die aktuelle Bedrohungslage [1]. Der Report zeigt auf: Dank KI konnten Angreifer ihre Operationen ausweiten. Dennoch lässt sich der Großteil der Angriffe weiterhin auf Sicherheitslücken bei Menschen, Prozessen und Systemkontrollen zurückführen.

 

Aufstieg des sprachbasierten Social Engineering

Voice-Phishing (Vishing) hat sich mit 11 Prozent rasant zum zweithäufigsten Vektor für Erstinfektionen entwickelt. Sicherheitslücken sind mit 32 Prozent bereits das sechste Jahr in Folge der häufigste Angriffsvektor. Sicherheitsteams sollten sich auf diesen Trend einstellen. Zum Vergleich: E-Mail-Phishing nutzt nicht-interaktive technischen Köder und setzt auf Masse sowie eine breit gestreute Zustellung ohne besonderen Anlass. Bei interaktiven Methoden wie dem Vishing dagegen lenkt eine reale Person das Gespräch in Echtzeit. Daher sind diese Angriffe deutlich widerstandsfähiger gegenüber automatisierten technischen Kontrollen und erfordern andere Erkennungsstrategien. Speziell in EMEA blieb jedoch E-Mail-Phishing im Vergleich zum globalen Trend, wo dessen Gesamtanteil weiter sinkt, weiterhin präsenter.

 

Technologiebranche im Fokus der Angreifer

Im Jahr 2025 geriet laut den Untersuchungen von Mandiant die Tech-Branche am häufigsten ins Visier von Bedrohungsakteuren. Sie überholt damit den Finanzdienstleistungssektor, der in den Jahren 2023 und 2024 an erster Stelle stand.

 

Schnelle Übergabe zwischen Angreifern

Es zeichnet sich ein wachsender Trend ab, bei dem ein Angreifer sich zunächst Zugang verschafft, diesen dann aber schnell an einen anderen weitergibt, der Angriffe mit größerer Wirkung wie Ransomware durchführt. Cyberkriminelle agieren zunehmend wie hocheffiziente Unternehmen und gehen Partnerschaften ein. Damit können sie das Zeitfenster, innerhalb dessen Verteidiger eingreifen können, von mehreren Stunden auf Sekunden verkürzen. Die Zugangsübergabe zwischen Angreifern erfolgt so schnell – manchmal in weniger als 30 Sekunden –, dass Warnmeldungen, die traditionell als »weniger wichtig« eingestuft werden, sehr schnell zu schwerwiegenden Sicherheitsverletzungen führen können.

Der Bericht zeigt auch, dass sich Ransomware-Gruppen zunehmend darauf konzentrieren, die Wiederherstellung von Daten absichtlich zu verhindern, anstatt nur Daten zu stehlen. Sie greifen systematisch Backup-Infrastrukturen, Identitätsdienste und die Verwaltungsebene der Virtualisierung an. Indem sie die Möglichkeit der Datenwiederherstellung zunichtemachen, üben die Angreifer enormen Druck auf die Unternehmen aus, das geforderte Lösegeld zu zahlen.

 

Die Verweildauer steigt

Im Jahr 2025 stieg die globale mittlere Verweildauer von Angreifern im System im Durchschnitt auf 14 Tage an. Dieser Wert ist vor allem auf Cyberspionage zurückzuführen sowie auf Vorfälle mit nordkoreanischen IT-Mitarbeitenden: Diese lassen sich mit gefälschten oder gestohlenen Identitäten in westlichen Unternehmen anstellen, um zusätzliches Kapital für das nordkoreanische Regime zu generieren. Bei diesen Fällen betrug die mittlere Verweildauer jeweils 122 Tage. Die mittlere Verweildauer in der EMEA-Region liegt über dem globalen Durchschnitt von 14 Tagen mit hier 20 Tagen im Jahr 2025 – wobei dies immer noch einen Rückgang um sieben Tage gegenüber 2024 bedeutet.

 

Unternehmen erkennen mehr Angriffe intern

Im Jahr 2025 wurden 60 Prozent der Vorfälle in der EMEA-Region zuerst intern durch eigene Mitarbeitende, eigene Sicherheitslösungen oder verdächtige Aktivitäten identifiziert. 40 Prozent der Vorfälle wurden durch externe Benachrichtigung erkannt, etwa von Strafverfolgungsbehörden, CERTs oder Cybersicherheitsunternehmen oder auch durch Angreifer in Form einer Lösegeldforderung. Dies stellt eine Umkehrung der Trends von 2024 dar. Im weltweiten Vergleich (52 Prozent der Vorfälle intern erkannt, 48 Prozent extern) liegen Unternehmen der EMEA-Region damit vorn, was die interne Erkennung von Vorfällen angeht.

 

[1] Den vollständigen Bericht finden Sie hier. https://cloud.google.com/blog/topics/threat-intelligence/m-trends-2026?hl=en

 

978 Artikel zu „Sicherheit 2026“

Cybersicherheit 2026: KI und Regulierungen verändern das Spiel

Zum Ende des Jahres 2025 analysieren Experten die wachsende Bedeutung von künstlicher Intelligenz (KI) für die Cybersicherheit und im Kontext der Cyberbedrohungen. Während Unternehmen in einer zunehmend komplexen Landschaft zahlreicher und ausgeklügelter Cyberbedrohungen agieren, erweist sich KI als ein mächtiges Instrument für die Verteidigung. Gleichzeitig ist sie aber auch zu einer Waffe für Cyberkriminelle geworden,…

Gartner identifiziert die wichtigsten Cybersicherheitstrends für 2026: Unbekanntes Terrain

Wachsende KI-Verbreitung macht starke Governance unverzichtbar.   Der unkontrollierte Vormarsch von künstlicher Intelligenz, geopolitische Spannungen, regulatorische Unsicherheiten und eine sich zuspitzende Bedrohungslage sind laut Gartner die zentralen Treiber der wichtigsten Cybersicherheitstrends für 2026. »Verantwortliche für Cybersicherheit bewegen sich in diesem Jahr auf weitgehend unbekanntem Terrain. Das Zusammenspiel dieser Kräfte stellt die Belastbarkeit ihrer Teams in…

Cybersicherheitstrends 2026: Welche Angriffe ohne Malware zunehmen

Da Malware-freie Angriffe mittlerweile den Großteil der kriminellen Aktivitäten ausmachen, steht außer Frage, dass die Trends in der gesamten Landschaft dazu geführt haben, dass sich diese Bedrohungen ausbreiten konnten. Für 2026 erwartet Zero Networks eine weitere Zunahme der Angriffe ohne Malware. Dazu gehören insbesondere:   Maschinenidentitäten schaffen Sicherheitslücken Maschinenidentitäten wie Dienstkonten, die bekanntermaßen überprivilegiert und…

Fertigung 2026: Sicherheit für die Fabrik von Morgen

Im Jahr 2026 verschärfen sich weltweit die regulatorischen Anforderungen an den Umgang mit Daten, insbesondere durch neue Datenschutzrahmen und KI-spezifische Vorgaben, was Unternehmen zu einer proaktiven, automatisierten und unternehmensweiten Daten-Governance zwingt. Die Governance von künstlicher Intelligenz rückt in den Fokus, wobei Transparenz, Nachvollziehbarkeit und ethische Kontrolle von Modellen sowie der Schutz generativer KI immer wichtiger…

Die wichtigsten Trends im Bereich der physischen Sicherheit für das Jahr 2026

Unternehmen werden sich auf Flexibilität, verantwortungsbewusste KI und einheitliche, vernetzte Systeme konzentrieren, um die Sicherheit und die Betriebsleistung zu verbessern.   Genetec, Anbieter von Software für die physische Sicherheit, hat seine wichtigsten Prognosen für die physische Sicherheitsbranche im Jahr 2026 vorgestellt.   Auswahl und Flexibilität werden die nächste Phase der Cloud-Einführung bestimmen Im Jahr 2026…

Cybersicherheit im Jahr 2026: Sechs entscheidenden Trends für die digitale Wirtschaft

Die rasante Entwicklung von künstlicher Intelligenz (KI), die fortschreitende Cloud-Migration und die zunehmende Komplexität digitaler Geschäftsmodelle stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen. Palo Alto Networks hat sechs zentrale Trends identifiziert, die im kommenden Jahr die Sicherheitslandschaft maßgeblich beeinflussen werden.   Das neue Zeitalter der Täuschung: Die Bedrohung durch KI-Identitäten Identität wird im KI-Zeitalter zur zentralen Angriffsfläche.…

Sicherheitsprognosen 2026: Auf welche Phishing-Techniken sich Unternehmen vorbereiten sollten

Im Jahr 2025 prägten vor allem die Kombination aus KI, sich kontinuierlich weiterentwickelnden Phishing-as-a-Service (PhaaS)-Kits und immer ausgefeilteren Techniken zur Verbreitung von Phishing und zur Umgehung von Sicherheitsmaßnahmen die Phishing-Landschaft. Die Threat-Analysten von Barracuda gingen beispielsweise noch vor einem Jahr davon aus, dass PhaaS-Kits bis Ende 2025 für die Hälfte aller Angriffe mit dem Ziel,…

Sicherheitsprognosen für 2026: Der Kampf um Realität und Kontrolle in einer Welt der agentischen KI

Wie agentische KI Cyberbedrohungen und Abwehrmaßnahmen im Jahr 2026 transformieren wird.   Die Leistungsfähigkeit und das Potenzial agentischer KI-Systeme, die adaptiv, automatisiert und autonom agieren, dominierten die Diskussionen in der Sicherheitsbranche in diesem Jahr. Barracuda befragte daher Experten, die weltweit leitende Funktionen in den Bereichen Cyberbedrohungen und Sicherheit bei Barracuda innehaben, was sie von agentischer…

Budgetplanung für 2026 in wirtschaftlicher Unsicherheit

Angesichts der anhaltenden Volatilität kann die Einführung von Szenarioplanung dabei helfen, die Kontrolle zurückzugewinnen. Laut den Forrester-Leitfäden zur Budgetplanung für 2026 bremst die Volatilität den Optimismus hinsichtlich der Budgets für 2026 [1]. Zölle, Handelskriege, Cyberbedrohungen und wirtschaftliche Unsicherheit führen zu einer Neujustierung der Budgeterwartungen und signalisieren eine Verlagerung hin zu einer vorsichtigeren Wachstumsplanung. Angesichts anhaltender…

Kleine Fehler führen in der Hybrid Cloud zu großen Sicherheitsproblemen

Fast alle Unternehmen mit hybriden Cloud-Umgebungen haben mit Sicherheitsproblemen zu kämpfen. Das geht aus dem aktuellen »The State of Cloud-native Security«-Report von Red Hat hervor [1]. Von den rund 600 befragten IT-Professionals gaben 97 Prozent an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einen Cloud-nativen Sicherheitsvorfall erlebt zu haben.   Es sind allerdings weniger die ausgefeilten…

Mit KI, Nachhaltigkeit und Resilienz zum Unternehmenserfolg 2026 – Zukunft jetzt gestalten

2026 steht im Zeichen des digitalen Umbruchs: Künstliche Intelligenz, nachhaltige Technologien und resiliente Strukturen werden zur Grundlage für den Unternehmenserfolg. Unternehmen müssen sich neuen regulatorischen Anforderungen, Cyberrisiken und dem Fachkräftemangel stellen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Wer jetzt in Innovation, Talente und verantwortungsvolle Datenstrategien investiert, gestaltet die Zukunft aktiv mit.

2026: Warum die E‑Rechnung der Startschuss für echte digitale Transformation ist

Die verpflichtende E‑Rechnung ist längst mehr als eine neue Compliance‑Pflicht – sie markiert den Startschuss für die größte Transformation von Finance‑Prozessen seit der ERP‑Einführung. 2026 entscheidet sich, ob Unternehmen strukturierte Rechnungsdaten nur verwalten oder als Hebel für Automatisierung, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit nutzen. Wer jetzt zögert, riskiert ab 2027 operative Überforderung – wer handelt, baut die…

Mikrosegmentierung: Neue Strategie für Prävention, Resilienz und Sicherheit

Mittels automatisierter Mikrosegmentierung können Unternehmen die möglichen Folgen eines Cyberangriffs effizient und effektiv eindämmen.   Zero Networks analysierte über einen Zeitraum von zwölf Monaten (Dezember 2024 bis Dezember 2025) etwa 3,4 Billionen Aktivitäten in 400 Unternehmensumgebungen. Ziel war es, zu verstehen, wie sich erfolgreiche Cyberangriffe nach dem ersten Zugriff weiterentwickeln. Das Ergebnis: Die gefährlichsten Aktivitäten…

Sichere KI-Skalierung wird 2026 zum entscheidenden Erfolgsfaktor im Gesundheitswesen

Gesundheitseinrichtungen mit moderner KI-Governance sind besser für regulatorische Anforderungen und steigende Patientenerwartungen gerüstet.   Kyndryl, Anbieter geschäftskritischer IT-Dienstleistungen, hat die Ergebnisse seines Healthcare Readiness Report veröffentlicht [1]. Der Bericht zeigt: Gesundheitseinrichtungen stehen unter massivem operativem Druck. Gleichzeitig nimmt die regulatorische Komplexität zu. Viele Organisationen setzen deshalb verstärkt auf künstliche Intelligenz, um eine moderne und hochwertige…

Identity Security 2026 – Wenn Technologie, Vertrauen und Mensch aufeinanderprallen

2026 wird Identity Security zum entscheidenden Steuerungsfaktor digitaler Sicherheit. Autonome KI, die rapide Zunahme von Maschinenidentitäten und der Übergang zur Post-Quantum-Kryptografie stellen etablierte Sicherheitsmodelle infrage. Identität wird damit zur zentralen Grundlage von Vertrauen, Kontrolle und Resilienz.

Lage der Cybersicherheitsexperten bleibt trotz KI angespannt – Hochmotivierte Teams sichern am besten

Cybersecurity gehört zu den abwechslungsreichsten, spannendsten, aber auch anstrengendsten Berufsfeldern. Die Nonprofit-Organisation für Cybersecurity-Experten ISC2 führt jedes Jahr eine Studie durch, die diesen ­Bereich sowohl aus Sicht der Mitarbeitenden als auch aus der Perspektive der Unternehmen weltweit ­beleuchtet. »manage it« hat anlässlich der neuesten Workforce-Studie mit Casey Marks, Chief Operating Officer bei ISC2 über die deutschen Studienergebnisse gesprochen.

Enterprise-KI made in Germany: Neue Maßstäbe für Produktivität und Sicherheit

Startup Aiconiq.io maximiert KI-Wirkung auf Kosten und Erträge durch unternehmensindividuelles KI-Hirn.   Mit Aiconiq.io startet ein deutsches KI-Unternehmen, das künstliche Intelligenz konsequent als Produktivitäts- und Kostensenkungsfaktor versteht: Die Enterprise-KI von Aiconiq.io stellt den wirtschaftlichen Nutzen ins Zentrum. Das Herzstück der KI-Innovation von Aiconiq.io ist das patentierte »Corporate Brain« – eine unternehmensindividuelle KI-Wissensbasis. Mit seinem Wissen…

Ein 360-Grad-Blick auf die Sicherheit im digitalen Raum

Die digitale Welt ist aus dem Gleichgewicht geraten: Technologie ist zur zentralen Machtfaktorin geworden und verschärft Cyber Crime, staatliche Cyberangriffe und digitale Abhängigkeiten. Mit dem neuen Wheel of Motion zeigt das BSI, wie Deutschland und Europa diesen Bedrohungen durch Cyber Automation, Cyber Defense und Cyber Control wirksam begegnen können. Ziel ist ein ganzheitlicher 360‑Grad‑Ansatz, der…

Globale Cyberangriffe im KI-Zeitalter: Warum Deutschland im Fokus steht – und wie sich Unternehmen schützen können

Cyberangriffe gehören längst zum festen Bestandteil internationaler Konflikte und wirtschaftlicher Konkurrenz. Staatliche Akteure, organisierte Cyberkriminelle und ideologisch motivierte Gruppen operieren über Grenzen hinweg – oft mit Deutschland im Zentrum. Wir haben mit Aris Koios, Principal Technology Strategist bei CrowdStrike gesprochen, der darauf hinweist, wie komplex und vielschichtig die digitale Bedrohungslage geworden ist.


Deutschland zählt laut des neuesten CrowdStrike-Reports zu den am stärksten betroffenen Ländern Europas. Was macht Deutschland als Ziel so attraktiv?

Deutschland zählt aufgrund seiner starken Wirtschaft, der Vielzahl bedeutender Indus­triezweige sowie seiner geopolitischen Relevanz zu den am stärksten betroffenen Ländern Europas. Sogenannte »Big Game Hunting Adversaries«, also Cyberangreifer, die es auf besonders lukrative, finanzielle Ziele abgesehen haben, betrachten deutsche Unternehmen aufgrund ihrer sensiblen Betriebs- und Geschäftsdaten als lohnende Ziele. Die Angreifer nutzen zudem den regulatorischen Druck – einschließlich Verweise auf Strafen gemäß der DSGVO – um ihre Erpressungsversuche zu intensivieren und ihren Erfolg zu vergrößern.

 

Aris Koios,
Principal Technology Strategist
bei CrowdStrike


Welche Branchen stehen aktuell besonders im Fokus der Angreifer – und warum?

In Deutschland sind insbesondere das produzierende Gewerbe, der Dienstleistungssektor, die Technologie-branche sowie Industriebetriebe und Unternehmen aus dem Bereich Ingenieurwesen weiterhin die am häufigsten angegriffenen Branchen.

Ihr wirtschaftlicher Stellenwert, ihre hohe Vernetzung und die Konzentration wertvoller Daten machen sie sowohl für finanziell motivierte eCrime-Gruppen als auch für staatliche Akteure attraktiv.

Zudem sind einige Branchen Opfer von Kampagnen, die im Zusammenhang mit spezifischen Zielen der Angreifer stehen. So sind Transport- und Automobilunternehmen ins Visier von Spear-Phishing-Aktivitäten geraten, hinter denen Iran-nahe Akteure stehen, welche Zugriff für Spionagezwecke erlangen wollen. Finanzdienstleistungsunternehmen wiederum ziehen die Aufmerksamkeit von Gruppierungen aus China und dem Iran auf sich, die darauf aus sind, sensible persönliche Daten und Finanzinformationen zu ­sammeln.

In den betroffenen Branchen nutzen Angreifer die Vernetzung und die operative Dringlichkeit aus, da sie wissen, dass Störungen oder Datenlecks sofortige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit haben können.


Wie stark betreffen neue Social-Engineering-Methoden wie Vishing oder gefälschte CAPTCHAs deutsche Unternehmen – und warum gewinnen solche Täuschungstechniken an Bedeutung?

Deutsche Unternehmen sind zunehmend von Voice-Phishing (Vishing) und gefälschten CAPTCHA-Angriffen betroffen. Diese Techniken ermöglichen einen Erstzugriff, ohne dass technische Schwachstellen ausgenutzt werden müssen. Laut dem CrowdStrike 2025 Global Threat Report stiegen Vishing-Angriffe von der ersten zur zweiten Hälfte des Jahres 2024 um 442 Prozent an – ein Trend, der sich auch im Jahr 2025 fortgesetzt hat [1]. Hierzu gehören auch regional abgestimmte Kampagnen. Anfang 2025 setzten E-Crime-Akteure bei ihren Angriffen offenbar deutschsprachiges Personal ein, um Tools wie TeamViewer und SH RAT installieren zu lassen. Dies zeigt, wie sich E-Crime-Gruppen an lokale Sprachen und Umgebungen anpassen.

Außerdem haben sich gefälschte CAPTCHA-Seiten in ganz Europa verbreitet. Laut dem European Threat Landscape Report gab es seit Mitte 2024 mehr als 1.000 CAPTCHA-bezogene Vorfälle, von denen Kunden in Europa betroffen waren. Diese Köder sind effektiv, da sie Benutzer dazu verleiten, bösartige Befehle direkt auszuführen und so viele herkömmliche Sicherheitskontrollen zu umgehen.

Diese Techniken werden immer beliebter, da sie eher auf Menschen als auf Systeme abzielen. Sie sind kostengünstig, leicht skalierbar und werden durch vorgefertigte Kits unterstützt, die im Underground-Ökosystem erhältlich sind. Dadurch wird die Einstiegshürde für weniger versierte Angreifer gesenkt.


Wie stark hat der Einsatz von künstlicher Intelligenz die Dynamik zwischen Angreifern und Verteidigern bereits verändert – und welche konkreten Schritte sollten Unternehmen jetzt priorisieren, um ihre Cyberresilienz zu stärken?

Künstliche Intelligenz hat das Gleichgewicht zwischen Angreifern und Verteidigern bereits verschoben. Angreifer nutzen KI, um Reconnaissance, Social Engineering, die Entwicklung von Malware und den Identitätsmissbrauch zu beschleunigen. Aktivitäten, die früher Tage dauerten, sind heute in wenigen Minuten erledigt. Dadurch bleibt den Verteidigern viel weniger Zeit, um Angriffe zu erkennen und darauf zu reagieren.

Um mit diesem Tempo Schritt halten zu können, benötigen Unternehmen eine agentenbasierte KI, die SOC-Analysten zu strategischen Orchestratoren macht. Durch die Beschleunigung der Triage, der automatischen Priorisierung und das Ergreifen von Maßnahmen innerhalb klarer Rahmenbedingungen arbeiten diese Systeme mit Maschinengeschwindigkeit, während der Mensch weiterhin die Kontrolle behält. Dies reduziert die Belastung durch reibungsintensive Aufgaben und ermöglicht es den Analysten, sich auf strategische Ziele, ihr Urteilsvermögen und relevant Sicherheitsverbesserungen zu konzentrieren.

Zudem erweitert KI die Angriffsfläche. Modelle können manipuliert, nicht-menschliche Identitäten gekapert und sensible Daten durch Schatten-KI offengelegt werden. Mit AI Detection and Response (AIDR) wird die kritische KI-Eingabe (Prompts)- und Agenten-Interaktionsschicht gesichert, wodurch jede Ebene der Unternehmens-KI geschützt wird: Daten, Modelle, Agenten, Identitäten, Infrastruktur und Interaktionen – von der Entwicklung bis zur Nutzung durch die Mitarbeitenden.


Was ist Ihr Ausblick für die kommenden 12 bis 18 Monate – mit welchen Angriffstrends müssen Unternehmen rechnen?

Eine der bedeutendsten Veränderungen wird die Zunahme von Prompt-Injection-Angriffen sein. Da Unternehmen GenAI-Tools und autonome Agenten einsetzen, werden Angreifer zunehmend versteckte Anweisungen einbetten, um Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen, Agenten zu kapern, Modelle zu manipulieren und auf sensible Daten zuzugreifen. Dies geschieht bereits jetzt. Dadurch wird die KI-Interaktionsebene selbst zur neuen Angriffsfläche und zu einer neuen Art von ­Malware.

Identitäten werden auch weiterhin ein kritischer Angriffsvektor bleiben. Die Zahl der KI-Agenten und nicht-menschlichen Identitäten (non-human identities, NHI) in Unternehmen wächst rasant. Diese fungieren als Identitäten mit hohen Berechtigungen, die Zugriff auf Daten, Anwendungen, Rechenressourcen und andere Agenten haben. Unternehmen müssen das Verhalten sowohl menschlicher als auch nicht-menschlicher Identitäten nachvollziehen können, verdächtige Aktivitäten sofort unterbinden und eine lückenlose Rechenschaftspflicht für jede Aktion gewährleisten.

 


[1] https://www.crowdstrike.com/en-us/resources/reports/2025-european-threat-landscape-report/

 

Illustration: © Vectorsoul, Aysha Siddiqua Asha, GenAI | Dreamstime.com

 

3636 Artikel zu „Cyberangriff“

Threat Report 2026: KI und Botnetze treiben die Industrialisierung von Cyberangriffen

Die erste Version des Cloudflare Threat Reports 2026 basiert auf Telemetriedaten aus einem Netzwerk, das rund 20 Prozent des weltweiten Internet-Traffics verarbeitet – eine der größten verfügbaren Datenquellen zur globalen Bedrohungslage [1]. Er beschreibt eine zunehmend industrialisierte Cyberbedrohungslandschaft, in der Effizienz und Skalierbarkeit wichtiger sind als technische Raffinesse. Anstelle komplexer Einzelangriffe setzen Akteure immer mehr…

Ein Blick in die Arbeitsweise eines Managed Security Operations Centers – Wo Cyberangriffe ihr Ende finden

Jeden Tag werden Unternehmen von Cyberkriminellen angegriffen. Ein Managed Security Operations Center (Managed SOC) ermöglicht das Entdecken und Stoppen von Attacken bereits in der Frühphase. Dafür ist ein Analystenteam eines Dienstleisters rund um die Uhr im Einsatz. Sie haben alles, was im Netzwerk passiert, genau im Blick und greifen sofort ein, wenn sie einen Cyberangriff aufdecken.

Wenn KI Cyberangriffe beschleunigt: Diese Maßnahmen sollten Unternehmen jetzt für mehr digitale Resilienz ergreifen

Mit der rasanten Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI) erreicht auch die Cyberkriminalität eine neue Dimension. Was früher erheblichen technischen Aufwand und personelle Ressourcen erforderte, lässt sich heute mithilfe intelligenter Algorithmen automatisieren, skalieren und gezielt optimieren. Angriffe werden personalisierter, dynamischer und deutlich schwerer zu erkennen. Unternehmen sehen sich damit einer neuen Qualität digitaler Bedrohungen gegenüber, die klassische…

KI beschleunigt Cyberangriffe – Unternehmen müssen Sicherheit neu denken

Cyberangreifer nutzen vor allem grundlegende Schwächen im Identitäts‑ und Zugriffsmanagement aus und gehen mit Hilfe von KI schneller, skalierbarer und automatisierter vor. Unternehmen wird geraten, mit einer »Shift‑Left«-Strategie frühzeitig auf KI‑gestützte Sicherheit, Identität als kritische Infrastruktur und kontinuierliche Risiko‑ und Schwachstellenbewertung zu setzen. Besondere Priorität haben dabei die Absicherung von Identitäten, Anwendungen, Lieferketten und KI‑Plattformen…

Zunehmende Bedrohung durch menschzentrierte Cyberangriffe

Bedrohungsakteure ändern ihre Taktik, um menschliche Kontaktpunkte aus jedem Blickwinkel anzugehen – innerhalb von Geschäftsabläufen und über Kanäle hinweg –, um koordinierte Kampagnen durchzuführen, die herkömmliche Abwehrmaßnahmen überwältigen.   Die Auswertung des Global Threat Intelligence Report für 2025 von Mimecast zeigt zentrale Trends, darunter den Anstieg intelligenter KI-gestützter Phishing- und Social-Engineering-Angriffe sowie die verstärkte Nutzung…

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Viele Unternehmen verschweigen Cyberangriffe, was zu einem Mangel an Bewusstsein und Veränderungsdruck führt. Diese Geheimhaltung verhindert kollektives Lernen und systematische Verbesserungen, wodurch eine gefährliche Sicherheitsillusion entsteht. Um echte Resilienz zu erreichen, müssen Unternehmen offen mit Sicherheitsvorfällen umgehen und kontinuierlich aus ihnen lernen.

Laterale Bewegungen bei Cyberangriffen bleiben schwer erkennbar und offenbaren kritische Sichtbarkeitslücken

Trotz hoher Investitionen in Sicherheitstechnologien erlebten 86 % der deutschen Unternehmen im vergangenen Jahr einen Cybervorfall mit lateraler Bewegung.   Illumio, Anbieter für Breach Containment, hat den Global Cloud Detection and Response Report 2025 veröffentlicht. Grundlage des Reports ist eine weltweite Befragung von 1.150 Führungskräften aus dem Bereich Cybersicherheit – darunter 150 aus Deutschland. Die…

Cyber Readiness Report 2025: KMUs nicht ausreichend gegen Cyberangriffe versichert

67 Prozent der hiesigen kleinen und mittleren Unternehmen erlitten in den letzten 12 Monaten mindestens einen Cyberangriff / 60 Prozent sind gar nicht oder nicht angemessen gegen Cyberrisiken abgesichert / 34 Prozent der Unternehmen planen, Investitionen in Cybersicherheit in den nächsten zwölf Monaten signifikant zu erhöhen / 77 Prozent der Unternehmen sehen KI als Chance…

Verzögertes Patching öffnet Cyberangriffen Tür und Tor

Warum Unternehmen ein automatisiertes und effizientes Patch-Management benötigen.   Eine aktuelle Studie der Enterprise Strategy Group zum Endpoint- Management in Unternehmen zeigt: fast jedes fünfte Gerät in einem Unternehmen wird weder verwaltet noch gesichert. Zudem waren bereits mehr als die Hälfte der untersuchten Unternehmen (mindestens 54 %) Ziel eines Cyberangriffs über einen unbekannten, nicht verwalteten…

Industrie 4.0: Wie OT-Segmentierung kritische Produktionsinfrastrukturen vor Cyberangriffen schützt

Die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung von Produktionsanlagen erweitert die Angriffsfläche für Cyberkriminelle: Einmal im System, kann sich ein Hacker durch das gesamte Netzwerk arbeiten – mit verheerenden Folgen für die Produktion. OT-Segmentierung schafft Abhilfe.   Ein Cyberangriff, eine kompromittierte Office-IT – und kurz darauf steht die Produktion still. Dieser Ketteneffekt wird für Industrieunternehmen zunehmend zur…

Organisatorische Resilienz – mehr als nur Schutz vor Cyberangriffen

Viele Unternehmen verbinden mit organisatorischer Resilienz den Schutz vor Störungen wie physischen Systemausfällen, Naturkatastrophen oder Cyberbedrohungen. Im Mittelpunkt steht dabei meist die Cybersicherheit. Zwar betrachten laut Deloitte 79 Prozent der Führungskräfte Resilienz als hohe Priorität. Dennoch besitzen nur 39 Prozent eine klare Vorstellung davon, was diese Widerstandsfähigkeit für ihr Unternehmen überhaupt bedeutet. Wichtig zu wissen:…

Whitepaper: Acht Tipps für den Schutz vor Cyberangriffen

Die Zahl und Heftigkeit der Attacken auf Unternehmen über das Internet steigen ständig. Herkömmliche Prozesse zur Wiederherstellung von Daten und Systemen funktionieren oft nicht mehr, da Backups oder Sicherheitsanwendungen zerstört sind. Zum Schutz vor solchen existenzgefährdenden Cyberangriffen hat James Blake, VP of Cyber Resiliency Strategy bei Cohesity Best Practices zusammengestellt. Unternehmen sollten folgende Tipps beherzigen:…

Cyberangriffe auf Industrieanlagen: Neuer Bericht warnt vor Schäden in Milliardenhöhe

Industrieanlagen und kritische Infrastrukturen stehen weltweit vor einer massiven, oft unterschätzten Gefahr. Der aktuelle 2025 OT Security Financial Risk Report von Dragos und Marsh McLennan berechnet erstmals mithilfe statistischer Modelle das finanzielle Risiko von OT-Cybervorfällen und zeigt, welche Sicherheitsmaßnahmen den größten Schutz bieten [1]. Er ist damit ein zentrales Werkzeug für Unternehmensleitungen, Versicherer und Sicherheitsteams.…

Warum Betreiber von Solarfeldern Opfer von Cyberangriffen werden

Erneuerbare Energieanlagen gelten als Symbol für Fortschritt und Nachhaltigkeit. Doch während Solarpanels und Wechselrichter Jahr für Jahr grünen Strom liefern, bleiben ihre digitalen Schnittstellen oft ungeschützt – und genau hier beginnt das Problem. Denn mit jeder neu installierten PV-Anlage wächst nicht nur die Stromproduktion, sondern auch die potenzielle Angriffsfläche im Netz.   Kommentar von Patrick…

76  % aller Cyberangriffe 2024 nutzten ungeschützte oder vergessene Systeme

Cloud-Migration, Remote Work, agile Entwicklung – während Unternehmen mit Hochdruck digitalisieren, wächst ihre externe Angriffsfläche oft unbemerkt. Verwaiste Cloud-Ressourcen, vergessene Subdomains und Entwicklungsumgebungen oder ungesicherte APIs werden in diesem Umfeld zu gefährlichen Schwachstellen. Ein aktuelles Whitepaper von Outpost24 beleuchtet, wie dramatisch sich diese Bedrohungslage verschärft hat und warum viele Organisationen heute die Kontrolle über ihre…

Die Risiken von Cyberangriffen und Produktionsausfällen in der pharmazeutischen Produktion – So schützen Pharmaunternehmen ihre OT

Aufgrund ihres einzigartigen Risikoprofils sind die OT-Systeme von Unternehmen im Bereich der pharmazeutischen Produktion besonders stark von Cyberbedrohungen und den daraus resultierenden Produktionsausfällen gefährdet. Ein branchenerfahrener Sicherheitspartner, der sowohl OT- als auch IT-Sicherheit bietet, ist deshalb für Pharmaunternehmen unerlässlich.

Die Angst vor Cyberangriffen – und einem Cyberkrieg

  7 von 10 sehen große Gefahr durch Cybercrime für Deutschland, 6 von 10 fürchten einen Cyberkrieg. Als größte Cyberbedrohung gelten Russland und China – aber ein Drittel sieht auch die USA als Gefahr. Bitkom legt Cyberbilanz der Nationalen Sicherheitsstrategie anlässlich der Munich Cyber Security Conference vor.   In Deutschland greift die Angst vor Cyberangriffen…

Kritische Infrastruktur im Fadenkreuz – 600.000 Cyberangriffe im Q3 2024

Neuer Gobal Threat Intelligence Report zeigt aktuelle Cyberangriffsmethoden und Bedrohung von Telekommunikationsinfrastruktur.   BlackBerry Limited veröffentlicht in seiner neuesten Ausgabe des Global Threat Intelligence Report aktuelle Trends der Cybersicherheit. Zwischen Juli und September hat BlackBerry weltweit mehr als 600.000 Attacken auf kritische Infrastruktur registriert, 45 Prozent davon hatten den Finanzsektor im Visier. Mehr als 430.000…

Die Risiken steigen schneller als die Schutzmaßnahmen – Unternehmen überschätzen den Reifegrad ihres Datenschutzes

Viele deutsche Organisationen überschätzen ihren Datenschutz und sind sich der Komplexität moderner Angriffsvektoren sowie der Anforderungen an Compliance oft nicht ausreichend bewusst, was zu gefährlichen Diskrepanzen zwischen Selbstwahrnehmung und tatsächlicher Bedrohungslage führt. Ari Albertini empfiehlt dringend die Automatisierung von Sicherheits- und Compliance-Prozessen, ein aktives Risikomanagement sowie die kritische Prüfung der eingesetzten Software, um europäische Souveränität und nachhaltigen Schutz zu stärken.

FTAPI, Experte für sicheren Datenaustausch und die Automatisierung sensibler Datenprozesse, hat für eine Studie 200 IT- und Sicherheitsverantwortliche befragt, die in ihren Unternehmen maßgeblich an Entscheidungen zum sicheren Datenaustausch beteiligt sind. Im Interview spricht Ari Albertini, Geschäftsführer von FTAPI, über überraschende Erkenntnisse, branchenspezifische Unterschiede und die Notwendigkeit europäischer Souveränität.


FTAPI veröffentlicht jährlich den Secure Data Report zum Stand der Datensicherheit deutscher Unternehmen. Was hat Sie bei den aktuellen Ergebnissen selbst am meisten überrascht?

Mich erstaunt jedes Jahr, wie wenig sich die Ergebnisse im Kern verändern, obwohl sich die Gefahrenlage verschärft. Auch 2025 halten sich 51 Prozent der Unternehmen für »Top-Player« in Sachen Cybersecurity – und das, obwohl Bitkom in demselben Jahr über 200 Milliarden Euro Schaden durch Cyberangriffe meldet. Diese frappierende Diskrepanz sollten sich Entscheider rot an den Bildschirm pinnen.

 

 

Ari Albertini,
Geschäftsführer von FTAPI


Woher kommt diese Diskrepanz und in welchen Bereichen überschätzen sich Unternehmen beim Thema Datensicherheit?

Ich frage mich immer wieder: Wie kann das sein, dass 40 Prozent der deutschen Unternehmen den Reifegrad ihres Datenschutzes überschätzen? Und ich glaube, es liegt daran, dass viele gar nicht wissen, wie vielfältig und raffiniert die heutigen Angriffsvektoren sind. Die Selbstüberschätzung kommt also nicht aus Arroganz, sondern aus Unwissenheit. Ich erlebe oft, dass Unternehmen stolz berichten, sie hätten »verschlüsselte E-Mails« – und am Ende ist es eine Zip-Datei mit Passwort.

Zudem schieben viele Unternehmen Compliance auf ihre Mitarbeiter ab, statt systemische Lösungen zu schaffen. Compliance wird häufig mit einfachen Unternehmensregeln gleichgesetzt. Dabei ist sie viel komplexer. Neben horizontalen Gesetzen wie NIS2 oder DSGVO gibt es vertikale Regelungen wie DORA sowie zahlreiche branchenspezifische Vorgaben. Wenn schon IT-Leiter juristische Unterstützung brauchen, um Sicherheit zu gewährleisten, kann man von einzelnen Mitarbeitenden nicht erwarten, dass sie alles Compliance-konform umsetzen können.


Sehen Sie in diesem Kontext Unterschiede zwischen den Branchen – etwa Gesundheitswesen, öffentliche Hand und Industrie?

Der öffentliche Sektor wird oft alleingelassen. Gerade Kommunen fehlt es an Mitteln, obwohl das Risikobewusstsein vorhanden ist. In der freien Wirtschaft, etwa im Finanzsektor, sind die Budgets größer und das Risikomanagement professioneller, weil ein Datenverlust direkt das Image und die Marktanteile bedroht. Im Gesundheitswesen passiert aktuell viel, nicht zuletzt durch Ransomware-Angriffe auf Krankenhäuser. Trotzdem fehlt im digitalen Raum oft noch das Bewusstsein für Gefahren. Selbst wenn der direkte Mitbewerber gehackt wird, fühlen sich viele sicher, sofern sie selbst kein konkreter Cyberangriff betrifft. In der physischen Welt fällt es uns Menschen einfach leichter, Risiken wahrzunehmen, als es im digitalen Raum der Fall ist.


Sowohl der diesjährige BSI-Lagebericht als auch Ihr Secure Data Report kommen zum gleichen Schluss: Die Risiken steigen schneller als die Schutzmaßnahmen. Welche Konsequenzen sollten Entscheider daraus ziehen?

IT-Entscheider sollten sich bewusst Zeit nehmen, um Szenarien durchzuspielen: Was passiert, wenn ein zentrales System ausfällt? Wer dabei feststellt, dass das Unternehmen nicht mehr handlungsfähig wäre, muss reagieren. Es braucht ein vernünftiges Risikomanagement und die Bereitschaft, in Souveränität und Schutzmaßnahmen zu investieren. Automatisierung und Digitalisierung müssen genutzt werden, um Prozesse resilienter und effizienter zu gestalten. 

Denn überall dort, wo Mitarbeiter heute noch manuell entscheiden müssen, wie sensibel ein Dokument ist oder wie es verschickt werden darf, entstehen Fehler. Automatisierung kann diese Entscheidungen regelbasiert übernehmen und so Prozesse beschleunigen und absichern. Wenn ein Arzt zehn Minuten damit verbringt, herauszufinden, wie eine Datei sicher verschickt wird, fehlt diese Zeit für seine eigentliche Arbeit. Jede Minute, die wir Mitarbeitern zurückgeben, weil sie sich nicht mit Compliance-Fragen aufhalten müssen, ist ein Gewinn für die Wirtschaft. KI und Machine Learning werden hier künftig noch mehr unterstützen –
nicht zuletzt, weil sie Gesetzestexte und Regularien schneller und zuverlässiger auswerten als jeder Mensch.


Mit Blick auf die angesprochene NIS2: Welche drei Hausaufgaben sollten Unternehmen 2026 unbedingt erledigt haben – unabhängig von ihrer Branche?

Erstens sollten sie, wie bereits angedeutet, Automatisierungslösungen für Compliance und Security einführen. Viele Fehler entstehen durch manuelle Prozesse. Zweitens ist es unumgänglich, Risiken im Unternehmen sichtbar und greifbar zu machen, etwa durch Red Teaming oder interne Tests, um das Bewusstsein für die Gefahr zu schärfen. Und drittens lege ich jedem Unternehmen ans Herz, die eingesetzte Softwarelandschaft kritisch zu prüfen: Gibt es europäische Alternativen, die Souveränität und Unabhängigkeit stärken? Das heißt nicht, dass man grundsätzlich keine nicht-europäischen Lösungen kaufen darf. Aber Unternehmen sollten sich bewusst absichern und überlegen, was ihnen ihre eigene Souveränität wert ist.


Stichwort europäische Datensouveränität: Welche Rolle können europäische Initiativen wie der jüngste deutsch-französische Gipfel dabei spielen, eine echte Alternative zu US-Hyper-scalern und Cloud-Act-Abhängigkeiten zu schaffen?

Die Abhängigkeit von nicht-europäischen Anbietern ist enorm. Das hat inzwischen jeder verstanden. Politische Debatten wie beim deutsch-französischen Gipfel sind wichtig, weil sie dem Thema mehr Aufmerksamkeit verschaffen. Was wir hier in Europa aufbauen, ist etwas Einzigartiges, und ich finde es positiv, dass Datenschutz ernst genommen wird. Es wäre aber schön, wenn es neben der Aufmerksamkeit auch eine klare, nachhaltige Strategie gäbe. 

Wir brauchen mehr Klarheit und Guidelines für Unternehmen, was sie zu tun haben. Und dann muss dafür gesorgt werden, dass Compliance wirklich so umgesetzt werden kann, dass es hilft. So wird das Thema Compliance zu einem Qualitätssiegel, das man nach außen kommunizieren kann. Früher war es beim Stahl das Gütesiegel »Made in Germany«. In Zukunft wäre es schön, wenn wir sagen könnten: Services hosted in Europe, made in Germany. Wenn ich einem Anbieter meine Daten gebe, kann ich ihm vertrauen. Und wenn wir es dann noch hinkriegen, dass wir das nicht bei US-Hyperscalern betreiben müssen, dann hätten wir vielleicht sogar mal wieder seit Langem einen echten Wettbewerbsvorteil in der Welt.

 


[1] https://www.ftapi.com/whitepaper/ftapi-secure-data-report-2025

 

Illustration: © Md Mohsin Ahmed Rakib | Dreamstime.com

 

2175 Artikel zu „Datenschutz Compliance“

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Rechtliche Rahmenbedingungen für legale Werbung – Datenschutz-Compliance im (Direkt-)Marketing

Im Rahmen ihres wirtschaftlichen Handelns haben die Wirtschaftsakteure und insbesondere Unternehmen sicherzustellen, dass sehr viele gesetzliche Vorgaben umgesetzt werden. Die Datenschutz-Compliance ist dabei seit Inkrafttreten der (europäischen) Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) im Jahre 2018 für viele Unternehmen nach wie vor eine große Herausforderung.

KI übernimmt Compliance-Themen, Steuerfunktion wird zum Business-Enabler

Regulatorik als größter Treiber: E-Invoicing (87 %) hat stärksten Einfluss auf Automatisierung. 94 % nutzen weiterhin Excel und erhalten hiermit Lücken innerhalb der Systemlandschaft. Steuerfunktion entwickelt sich zum Business-Enabler: bereits heute arbeiten 58 % in Mischrolle »Compliance und Beratung«.   In der deutschen Steuerlandschaft entwickelt sich die Automatisierung der Steuerfunktion vom Trendthema zum neuen strategischen…

Das Ende der OCR-Datenerfassung: Wenn KI den Kontext liest und der Datenschutz die Regeln bestimmt

Generative Sprachmodelle transformieren die klassische OCR zur intelligenten Dokumentenanalyse. Doch der Einsatz im Unternehmen erfordert strikte juristische Leitplanken, um Compliance-Risiken bei der Verarbeitung sensibler Daten auszuschließen.   Die Ära der klassischen Optical Character Recognition (OCR) nähert sich ihrem Ende. Jahrzehntelang war sie der Standard, um Papier in PDFs zu verwandeln. Doch OCR »liest« nicht, sie…

Künstliche Intelligenz im Unternehmen: Zwischen Innovation und Datenschutzfalle

Künstliche Intelligenz (KI) verändert derzeit rasant die Arbeitswelt. Ob automatisierte Textgenerierung, intelligente Datenanalysen oder Chatbots im Kundenservice – Unternehmen setzen zunehmend auf KI-gestützte Anwendungen, um Prozesse effizienter zu gestalten und Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Doch mit den neuen Möglichkeiten wachsen auch die Risiken. Besonders der Schutz sensibler Daten rückt in den Fokus. Darauf weist Dr. Johann…

Datenschutz: Eine Frage der Identität

Der Europäische Datenschutztag sollte nicht nur ein Tag der Datenschutzreflexe sein. Verantwortliche sollten überprüfen, wie sie einen zentralen Vektor der Angreifer beim unerlaubten Zugriff auf Informationen schützen und sichern: digitale und menschliche Identitäten. Sie zu schützen und wiederherzustellen, ist eine entscheidende Aufgabe. Denn beide sind ein Haupttool für Angreifer, um Zugriff auf Daten zu erhalten.…

2026: Datenschutzbudgets werden trotz steigender Risiken voraussichtlich schrumpfen

Vorstände schenken dem Datenschutz weiterhin zu wenig Aufmerksamkeit, während die Teams mit Budgetkürzungen, Personalmangel und wachsendem regulatorischem Druck konfrontiert sind.   Datenschutzteams müssen mit weniger Ressourcen ein wachsendes Risiko bewältigen. Das geht aus einer neuen Studie von ISACA hervor [1]. Trotz zunehmender Datenschutzbedrohungen und regulatorischer Anforderungen geben mehr als vier von zehn (44 Prozent) Datenschutzexpertinnen…

NIS2, KRITIS, ISO und DORA verlässlich einhalten: Wie digitale Zwillinge die IT-Compliance sichern

Ob NIS2, KRITIS, ISO oder DORA – das regulatorische Umfeld für den Betrieb von IT-, Rechenzentrums- und Netzwerkinfrastrukturen war noch nie so dynamisch wie heute. Um die steigenden Compliance-Anforderungen erfolgreich zu meistern, sind Verantwortliche auf intelligente Lösungen und Tools angewiesen. Eine wichtige Rolle hierbei spielt ein digitaler Zwilling der Infrastruktur. Er ermöglicht eine hohe strategische…

Welche Compliance-Risiken beschert KI deutschen Unternehmen – Vom Regelhüter zum Risikonavigator

Das Interview mit Oliver Riehl, Regional Vice President DACH bei NAVEX, beleuchtet die Herausforderungen und Chancen, die künstliche Intelligenz (KI) für deutsche Unternehmen im Bereich Compliance mit sich bringt. Riehl betont, dass KI helfen kann, Ordnung in die wachsende Komplexität der Regularien zu bringen, jedoch eine gute Governance und klare Richtlinien erforderlich sind, um effektiv eingesetzt zu werden. Zudem wird die Bedeutung einer vertrauensvollen Compliance-Kultur hervorgehoben, um Datenverluste zu vermeiden und die Effizienz von Hinweisgebersystemen zu steigern.

Dateninfrastruktur 2026: sieben Prognosen für Leistung, Compliance und Innovation

2026 wird das Jahr, in dem Leistung, Compliance und Innovation zusammenkommen. Für IT-Führungskräfte und Architekten signalisiert dies einen Paradigmenwechsel: Weg von der reinen Beschleunigung von Systemen, hin zu nachweislich kontrollierbaren Architekturen, in denen Transparenz und Steuerbarkeit die neuen Leistungskennzahlen sind. Mit Blick auf die Infrastrukturlandschaft der Daten sieht Scality in 2026 folgende Trends:   Die…

Europa gewinnt digitales Profil – Outlook-Alternative setzt auf Datenschutz und Effizienz

Mit dem Support-Ende für Microsoft Exchange müssen Unternehmen ihre Kommunikationssysteme überdenken. Die tschechische Plattform IceWarp bietet eine kosteneffiziente, kompatible und datenschutzkonforme Lösung – und zeigt, dass Europa auch technologisch konkurrenzfähig ist.   Am 14. Oktober endete der Support für Microsoft Exchange Server 2016 und 2019. Für viele Unternehmen ist das mehr als eine technische Formalie.…

Robuste Informationssicherheit und durchgängige Compliance

Wie Controlware mit externen Informationssicherheitsbeauftragten (eISB) bei der Einhaltung regulatorischer Vorgaben unterstützt.   Angesichts strenger regulatorischer Vorgaben wie NIS2 und einer zunehmend dynamischen Cyber-Bedrohungslage stehen Unternehmen unter Druck, ihre sensiblen Daten angemessen zu schützen. Hier empfiehlt das BSI die Benennung eines dedizierten Informationssicherheitsbeauftragten (ISB). Doch die damit verbundenen Kosten und der Mangel an Fachkräften stellen…

E-Invoicing mit Pleo – Unterstützung auf dem Weg zu Compliance und Wachstum

Seit Januar 2025 müssen Unternehmen in Deutschland elektronische Rechnungen empfangen können. Viele haben die Umstellung verschoben, doch jetzt wird es ernst. Wer nicht nur regulatorische Pflichten erfüllen, sondern auch interne Abläufe effizienter gestalten will, sollte jetzt handeln. Das Fintech Pleo zeigt, wie E-Invoicing hierbei zum Digitalisierungstreiber wird.

Whitepaper: 12 Projekte entscheiden über Ihre DORA-Compliance

Der Digital Operational Resilience Act (DORA) gilt seit dem 17. Januar 2025 verbindlich für alle Finanzunternehmen in der EU. Kleinere Institute, die unter das Kreditwesengesetz fallen, hatten in Deutschland zwar eine verlängerte Umsetzungsfrist erhalten. Diese endet allerdings am 1. Januar 2027, sodass sich Institute, die bislang von der Übergangsregelung profitiert haben, dringend auf die Umsetzung…

Compliance by Default: Wie kann Automatisierung die Cyberresilienz stärken?

Die regulatorische Dichte wächst rasant: Mit NIS2, DORA, KRITIS-Verordnungen und der DSGVO steigt der Druck auf Unternehmen, Sicherheits- und Compliance-Anforderungen konsequent umzusetzen. Sie fordern strengere Maßnahmen zur Sicherung der IT-Infrastruktur und verpflichten viele Betriebe, Cyberangriffe zu melden. Damit geht es nicht nur um den Schutz einzelner Organisationen, sondern um die digitale Widerstandsfähigkeit Europas insgesamt. Für…

Threat Report 2026: KI und Botnetze treiben die Industrialisierung von Cyberangriffen

foto freepik ki

Die erste Version des Cloudflare Threat Reports 2026 basiert auf Telemetriedaten aus einem Netzwerk, das rund 20 Prozent des weltweiten Internet-Traffics verarbeitet – eine der größten verfügbaren Datenquellen zur globalen Bedrohungslage [1]. Er beschreibt eine zunehmend industrialisierte Cyberbedrohungslandschaft, in der Effizienz und Skalierbarkeit wichtiger sind als technische Raffinesse. Anstelle komplexer Einzelangriffe setzen Akteure immer mehr auf automatisierte Kampagnen. Maßgeblich ist dabei im Jahr 2026 das Prinzip der »Measure of Effectiveness« (MOE) – also das Verhältnis von Aufwand zu Wirkung. Es zeigt sich, dass generative KI die Eintrittsbarrieren weiter senkt: Sie unterstützt Angreifer bei Phishing, der Entwicklung von Malware und der gezielten Navigation komplexer SaaS-Umgebungen.

 

Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick:

  • KI senkt die Eintrittsbarrieren für Cyberkriminalität:
    Durch den Einsatz von Large Language Models verlagern Angreifer ihren Fokus von technisch ausgefeiltem Code hin zu »offense by the system«, also zu Angriffen, die bestehende Cloud-, SaaS- und KI-Systeme ihrer Opfer selbst als Werkzeug nutzen. Das Risiko wird zunehmend anhand der Measure of Effectiveness (MOE) bewertet: dem Verhältnis zwischen dem Aufwand der Angreifer und dem erzielten Ergebnis.
  • Hypervolumetrische DDoS-Angriffe sind die Norm:
    Angetrieben durch massive Botnets wie Aisuru haben DDoS-Angriffe eine rekordverdächtige Baseline von 31,4 Tbit/s erreicht. Attacken dieser Größenordnung treten inzwischen mit regelrechter Routine auf. Allein im Jahr 2025 registrierte Cloudflare 19 neue Attacken, die jeweils einen neuen Weltrekord markierten. Viele DDoS-Attacken dauerten weniger als zehn Minuten, was manuelle Gegenmaßnahmen unmöglich macht.
  • Business E-Mail Compromise (BEC) erweist sich als lukrative Methode:
    Cloudflare identifizierte 2025 Mail-basierte Zahlungsforderungen – also Betrugsversuche – in Höhe von insgesamt rund 123 Milllionen US-Dollar. Durchschnittlich forderten die Täter etwa 49.000 Dollar pro Versuch.
  • Phishing auf Basis von Links bleibt dominanter Einstiegspunkt:
    Im E-Mail-Bereich dominieren linkbasierte Phishing-Angriffe weiterhin. Gleichzeitig bestehen hier gravierende Authentifizierungslücken: 43 Prozent der Mails scheiterten an SPF (Sender Policy Framework), 44 Prozent hatten keine gültige DKIM (DomainKeys Identified Mail)-Signatur und 46 Prozent bestanden DMARC (Domain-based Message Authentification Reporting and Conformance) nicht.

 

 

Ransomware beginnt mit einem erfolgreichen Log-in –Bots auf dem Vormarsch

Ein zentrales Motiv des Reports ist die Verschiebung vom klassischen Netzwerkangriff hin zum Identitätsmissbrauch. Infostealer wie LummaC2 stehlen aktive Session-Tokens und umgehen damit selbst Multi-Faktor-Authentifizierung – somit lässt sich festhalten, dass Ransomware zu einem »Login-Event« geworden ist. Sprich: Ransomware beginnt häufig nicht mehr mit einem klassischen System-Einbruch, sondern mit dem Missbrauch bereits kompromittierter Zugangsdaten. 94 Prozent aller Login-Versuche stammen laut Report von Bots, und 46 Prozent der menschlichen Logins verwenden bereits kompromittierte Zugangsdaten. Das Thema »Identität« ersetzt damit zunehmend Malware als primären Angriffsvektor. Insgesamt entfallen rund 30 Prozent des gesamten von Cloudflare beobachteten HTTP-Traffics auf automatisierte Bot-Aktivitäten.

 

Living-off-the-Cloud: Missbrauch legitimer Infrastruktur

Gleichzeitig professionalisiert sich die Nutzung legitimer Cloud-Dienste für kriminelle Zwecke. Staatliche wie kriminelle Akteure missbrauchen SaaS-, IaaS- und PaaS-Plattformen, um Command-and-Control-Kommunikation oder Schadcode in regulärem Unternehmensverkehr zu verstecken (»Living-off-the-Cloud«, oder wie der Bericht es nennt: »Living-off-the-XaaS«). Dabei nutzen Angreifer bewusst die Reputation großer Cloud-Anbieter, um Sicherheitsfilter zu umgehen und ihre Aktivitäten als legitimen Traffic zu tarnen. Im staatlichen Kontext analysiert der Report insbesondere Aktivitäten aus Russland, China, Nordkorea und dem Iran, die jeweils unterschiedliche Taktiken und Ziele verfolgen, darunter langfristige Zugangsstrategien, verdeckte Operationen und ausgeprägte Nutzung von Cloud-Missbrauch sowie hybride Angriffe.

 

Rekordwerte bei DDoS und Phishing

Auch DDoS-Angriffe erreichen eine neue Dimension: 2025 wurden 47,1 Millionen Attacken beobachtet – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Der Rekordwert lag bei 31,4 Tbps im November letzten Jahres. Dabei handelte es sich um eine massive UDP-Flut, die vom Aisuru-Botnetz gestartet wurde. Hypervolumetrische Angriffe dieser Größenordnung treten inzwischen mit regelrechter Routine auf. Allein im Jahr 2025 registrierte Cloudflare 19 neue Attacken, die jeweils einen neuen Weltrekord markierten. Viele DDoS-Attacken dauerten weniger als zehn Minuten, was manuelle Gegenmaßnahmen faktisch unmöglich macht.

Im E-Mail-Bereich dominieren linkbasierte Phishing-Angriffe (25 %), gefolgt von identitätsbasierter Täuschung (19 %) und der Imitation bekannter Marken (16 %). Zu den am häufigsten genutzten Markennamen für Letzteres zählen »Windows«, »Microsoft«, »Stripe«, »Facebook«, »Amazon«, »Instagram« und »Youtube«.

Gleichzeitig bestehen gravierende Authentifizierungslücken: 43 Prozent der E-Mails scheiterten an SPF (Sender Policy Framework), 44 Prozent hatten keine gültige DKIM (DomainKeys Identified Mail)-Signatur und 46 Prozent bestanden DMARC (Domain-based Message Authentification Reporting and Conformance) nicht. Im Bereich Business E-Mail Compromise (BEC) identifizierten Cloudflare-Analysten 2025 Mail-basierte Zahlungsforderungen – also Betrugsversuche – in Höhe von insgesamt 123.455.786 US-Dollar. Die von den Tätern geforderten Summen schwanken stark, lagen jedoch durchschnittlich bei etwa 49.000 Dollar pro Versuch.

 

Globale Verflechtung der Bedrohungslage

Regional gesehen bleibt die Cybersecurity-Bedrohungslage verflochten. Die USA sind volumenmäßig am stärksten betroffen, Europa stellt 22 Prozent der weltweiten Erpressungsopfer, und in der EU entfallen 38 Prozent der Vorfälle im Transportsektor auf Ransomware. In Sachen politisch-motiviertem Hacktivismus lässt sich festhalten: Hacktivisten sind für fast 80 % der registrierten Vorfälle in der EU verantwortlich und konzentrieren sich auf vor allem auf DDoS-Angriffe, die öffentliche Verwaltungen und Banken ins Visier. In APAC stehen die Sektoren IT, Halbleiter sowie die maritime Infrastruktur besonders im Fokus. Hintergrund ist hier das hohe Risiko von gezieltem Diebstahl geistigen Eigentums, insbesondere im Hightech-Fertigungsbereich und in maritimen Schlüsselindustrien, um technologische und wettbewerbliche Lücken zu schließen.

 

Fazit

Insgesamt zeichnet der Threat Report von Cloudflare ein Bild von 2026 als ein Jahr automatisierter, oft identitätszentrierter Angriffe, in dem KI, Cloud-Infrastruktur und hochskalierte Botnetze die Bedrohungsdynamik bestimmen. IT-Sicherheitsstrategien müssen sich laut Bericht daher von perimeterzentrierten Modellen hin zu identitäts- und systembasierten Verteidigungsansätzen verschieben.

 

[1] https://www.cloudflare.com/lp/threat-report-2026/

 

1012 Artikel zu „Bedrohungslage“

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Dreimal so viele Firmen müssen sich durch NIS2 intensiver mit ihren Security-Maßnahmen auseinandersetzen. Oftmals muss die komplette Security-Strategie überdacht beziehungsweise neu aufgebaut werden. Welche Herausforderungen und Anforderungen noch auf die Unternehmen zukommen erklärt Kerstin Hampl, Head of Security Consulting Germany, BT.

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Zu der Arbeit an einem modernen PC-Arbeitsplatz gehört heute der Umgang mit mehreren persönlichen Benutzerkonten genauso selbstverständlich dazu wie Maus und Tastatur. In Unternehmen stehen CISOs und IT-Mitarbeiter deshalb vor der Aufgabe, immer mehr Benutzeridentitäten verwalten und umfassend absichern zu müssen. Doch damit nicht genug: Sie sind auch dafür verantwortlich, Ordnung in rasant wachsende Datenmengen…

Fachkräftemangel nimmt ab: Gute oder schlechte Nachricht? 

Das Problem, Fachkräfte zu finden, hat sich für Unternehmen etwas entspannt. Das geht aus der jüngsten Konjunkturumfrage des ifo Instituts hervor. Demnach fehlten 22,7 Prozent der Unternehmen qualifizierte Arbeitskräfte, nach 25,8 Prozent im Oktober. Das ist der niedrigste Wert seit fünf Jahren. »Eine Rolle spielt weiterhin die schwache konjunkturelle Entwicklung«, sagt ifo-Forscher Klaus Wohlrabe. »Gleichzeitig…

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Ein Kommentar von Zac Warren, Chief Security Advisor EMEA bei Tanium   Der kürzlich veröffentlichte Global Risks Report 2026 des Weltwirtschaftsforums macht eines unmissverständlich klar: Digitale Stabilität und physische Sicherheit lassen sich heute nicht mehr getrennt voneinander betrachten.   Es ist bemerkenswert, dass Cyberunsicherheit für die nächsten zwei Jahre zu den wichtigsten globalen Risiken zählt…

Strenger als der Rest: Warum deutsche Unternehmen riskante Geschäftspartner schneller fallen lassen

Laut einer Befragung des Compliance-Unternehmens, NAVEX, zeigen deutsche Unternehmen bei Third-Party-Risiken europaweit die größte Bereitschaft, sich radikal von Lieferanten und Dienstleistern zu trennen [1]. Und obwohl sie Geschäftsbeziehungen strenger managen als andere Länder, werden viele dieser Entscheidungen nicht bis zu den Vorständen eskaliert. Aus der Umfrage geht außerdem hervor, dass strategische Verantwortung an vielen Stellen…

Welche Länder sabotieren die Russen bevorzugt?

In Deutschland fanden seit Beginn des Ukraine-Kriegs bis Ende 2024 die meisten Angriffe auf kritische Infrastruktur statt. Das ist ein Ergebnis einer Erhebung des Londoner Thinktanks International Institute for Strategic Studies (IISS [1]). Demzufolge gab es in Deutschland 12 physischen Angriffe auf Objekte, Dienste oder Personen. Es folgen Frankreich (11 Angriffe) und Polen (8 Angriffe).…

DefTech-Startups warnen: Deutschland kaum abwehrbereit

87 Prozent halten Deutschlands Verteidigungsfähigkeit weiter für gering. Im Vorfeld der Münchner Sicherheitskonferenz: Appell für neue und schnellere Vergabe- und Beschaffungswege. Drei Viertel würden erneut in Deutschland oder der EU gründen – USA verlieren deutlich an Attraktivität.   Russlands Krieg gegen die Ukraine, Spannungen zwischen der EU und den USA und hybride Angriffe auf unsere…

E-Mail-Security in Organisationen mit Anforderungen der nationalen Sicherheit und Rüstung

Eine E-Mail. Ein Klick. Eine Entscheidung mit Folgen.   Ein unscheinbarer Moment zum Arbeitsbeginn: Eine E-Mail trifft ein, der Absender scheint bekannt, der Kontext plausibel. Es geht um eine technische Rückfrage in einem Rüstungsprojekt, um eine Abstimmung entlang der Lieferkette oder um Dokumente mit sicherheitsrelevantem Bezug. Das Öffnen der Nachricht erfolgt routiniert – und genau…

Zero-Click RCE in Claude Desktop: CVSS-Score von 10/10

Diesmal gibt es eine Sicherheitslücke in Agenten, und zwar nicht in irgendeinem experimentellen Open-Source-Projekt, sondern in Claude Desktop. Die Sicherheitsfirma LayerX hat eine kritische Zero-Click RCE (Remote Code Execution) Schwachstelle in Claude Desktop Extensions (DXT) entdeckt, die über 10.000 aktive Nutzende betrifft und mit einem CVSS-Score von 10/10 bewertet wurde [1]. Das mag auf den…

Wachsende Bedrohungslage durch KI-Cyberkriminalität und neue Ansätze für mehr Resilienz

Illustration Absmeier foto freepik

65 % der befragten IT-Führungskräfte halten ihre Systeme gegenüber KI-basierter Cyberkriminalität für unzureichend geschützt.

 

Eine Lenovo-Studie zeigt eine wachsende Sicherheitslücke angesichts zunehmender KI-gestützter Cyberkriminalität: 65 % der befragten IT-Führungskräfte geben an, dass ihre Abwehrmechanismen veraltet sind und KI-Angriffen nicht standhalten können. Lediglich 31 % fühlen sich in der Lage, sich wirksam zu verteidigen.

Diese Erkenntnisse stammen aus dem drittem »Work Reborn«-Report Reinforcing the Modern Workplace von Lenovo [1]. Während KI in Unternehmen Effizienz und Verbesserungen vorantreibt, befeuert sie zugleich eine neue Welle von Cyberkriminalität, gegen die viele Firmen nur unzureichend gewappnet sind. Dies macht deutlich, wie wichtig es ist, KI-gestützte Strategien einzusetzen, die Bedrohungen begegnen können, die in Echtzeit lernen, sich anpassen und weiterentwickeln.

 

Neue Formen KI-gestützter Angriffe

Mit dem Fortschritt generativer KI haben auch Cyberkriminelle ihre Methoden verfeinert. Angriffe werden dadurch schneller, variabler und schwerer zu erkennen. KI-gestützte Bedrohungen können legitimes Verhalten nachahmen sowie sich verändern, um Schutzsysteme zu umgehen. Zugleich betreffen sie viele Bereiche – von Cloud-Umgebungen über Endgeräte und Anwendungen bis hin zu Datenspeichern.

Zu den wichtigsten Fokusbereichen der IT-Entscheider gehören:

  • KI-gestützte externe Angriffe
    Von polymorpher Schadsoftware und KI-basiertem Phishing bis hin zu Deepfake-Imitationen: KI-Attacken sind schneller, überzeugender und schwerer zu erkennen.
  • Risiken im Unternehmen
    70 % der befragten IT-Führungskräfte sehen den unsachgemäßen Einsatz von KI durch Mitarbeiter als große Gefahr. Über 60 % geben zudem an, dass KI-Agenten eine neue Form interner Bedrohung schaffen, auf die sie nicht vorbereitet sind.
  • Schutz der KI selbst
    Modelle, Trainingsdaten und Prompts werden zunehmend zu lohnenden Angriffszielen und müssen vor Manipulation und Missbrauch geschützt werden.

Zusammengenommen machen diese Risiken deutlich, warum herkömmliche Abwehrmechanismen nicht mehr ausreichen. Gartner prognostiziert, dass bis 2027 neun von zehn erfolgreichen KI-Einsätzen in der Cybersicherheit taktisch geprägt sein werden – mit Fokus auf Automatisierung und Prozessunterstützung, nicht auf dem Ersatz von Rollen. McKinsey warnt zudem, dass Unternehmen mit traditionellen Abwehrstrategien an Grenzen stoßen werden, da KI sowohl Bedrohungen als auch Verteidigungsmaßnahmen grundlegend verändert.

»KI hat das Kräfteverhältnis in der Cybersicherheit verändert. Um Schritt zu halten, brauchen Unternehmen Intelligenz, die sich genauso schnell anpasst wie die Bedrohungen. Das bedeutet: KI mit KI bekämpfen«, sagte Rakshit Ghura, Vice President & General Manager, Lenovo Digital Workplace Solutions. »Mit intelligenten, adaptiven Abwehrmechanismen können IT-Verantwortliche ihre Mitarbeiter, Werte und Daten schützen – und zugleich das volle Potenzial von KI ausschöpfen, um das Geschäft voranzubringen.«

 

Der Weg von reaktivem Handeln zu echter Resilienz

Um das Gleichgewicht zu verändern, brauchen IT-Führungskräfte einen zweigleisigen Ansatz: zum einen eine verbesserte Erkennung von Bedrohungen, zum anderen die direkte Integration von KI in ihre Schutzmechanismen. Doch die Umsetzung wird häufig durch veraltete Systeme, Fachkräftemangel und Budgetrestriktionen gebremst.

Cyber Resiliency as a Service (CRaaS) stellt Managed Services bereit, mit denen Organisationen Sicherheitsvorfälle überwachen, erkennen und darauf reagieren können. So lassen sich Ausfallzeiten verringern und die Widerstandskraft erhöhen. Erste Implementierungen zeigen eine Erkennungsrate von 99,5 %, Reaktionszeiten von unter 30 Minuten sowie Einsparungen von über 20 % im ersten Jahr. Als Abonnement verfügbar, erweitert CRaaS den Zugang zu Expertenunterstützung und Sicherheitslösungen in Unternehmensqualität und hilft gleichzeitig, Kosten zu steuern. Diese Ergebnisse unterstreichen Lenovos Rolle als verlässlicher Partner beim Aufbau geschützter, KI-fähiger digitaler Arbeitsumgebungen.

[1] https://www.lenovo.com/us/en/solutions/digital-workplace/work-reborn/

 

1012 Artikel zu „KI Cyberkriminalität „

KI-gesteuerte Scams definieren die Cyberkriminalität neu

Der Verlust persönlicher Daten, Phishing-Berichte, gefälschte Browser-Updates und Scam-Yourself-Angriffe nehmen stetig zu. Gen, ein Unternehmen, das sich mit einer Familie von Marken wie Norton, Avast, MoneyLion und anderen für digitale Freiheit einsetzt, veröffentlichte seinen Q1/2025 Gen Threat Report [1]. Dieser beleuchtet die wichtigsten Veränderungen in der globalen Cybersicherheitslandschaft zwischen Januar und März 2025.   Zu…

Cyberkriminalität befeuert durch KI: End-to-end-Sicherheit ist gefragt

Fast 70 Prozent der deutschen Unternehmen spüren die Auswirkungen der offensiven Nutzung künstlicher Intelligenz durch Cyberkriminelle. Doch noch fehlen den meisten die Konzepte, um den teils völlig neuartigen Bedrohungsszenarien durch KI zu begegnen. Das sind Ergebnisse des aktuellsten »State of AI Cybersecurity«-Report von Darktrace [1]. KI ermöglicht nämlich auch nur mittelmäßig ausgebildeten Angreifern raffinierte und…

Die Zukunft von Social Engineering – KI, Wearables und VR kurbeln Cyberkriminalität an

Der neue Bericht von Trend Micro zeigt auf, wie Cyberkriminelle KI, Wearables, Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) sowie Chatbots nutzen werden, um Opfer präziser denn je zu manipulieren [1]. Die Bedrohungsforschern von Trend Micro analysierten, wie Angreifer diese Technologien nutzen, um ihre Taktiken zu verfeinern und ihre Täuschungsmanöver weiterzuentwickeln.   »Social Engineering, also…

KI-Agenten werden im Jahr 2025 Cyberkriminalität revolutionieren

Cyberkriminelle entwickeln ihre Taktiken kontinuierlich weiter und werden 2025 zu einem Rekordjahr für Ransomware machen. Künstliche Intelligenz (KI) verändert die Bedrohungslandschaft durch erhöhte Skalierbarkeit und Effizienz.   Malwarebytes hat seinen »State of Malware 2025«-Report veröffentlicht [1]. Der Report bietet Einblicke in die wichtigsten Cyberbedrohungen und Taktiken von Cyberkriminellen im Jahr 2025, darunter die vermehrte Nutzung…

Von KI profitiert die Cybersicherheit – aber auch die Cyberkriminalität

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich…

Warum KI ein Teil der Cybersicherheit von Unternehmen sein sollte

Künstliche Intelligenz beschleunigt die Reaktion auf Cyberangriffe und hilft bei der Entwicklung von Verteidigungsstrategien, die auf neue Bedrohungen zugeschnitten sind.   Expertenkommentar von Joel Carusone, Senior Vice President of Data and Artificial Intelligence bei NinjaOne   KI ist ein mächtiger Verbündeter im Kampf gegen Cyberbedrohungen. In einer aktuellen Umfrage des Ponemon Institute geben 56 Prozent…

Zweckorientierte KI vs. Allgemeine KI: Unternehmen brauchen beides

Im digitalen Unternehmensumfeld schreitet die Entwicklung generativer KI rasant voran. Immer mehr Organisationen integrieren solche Werkzeuge in ihre Abläufe. »Wissen als Dienstleistung« wird dabei zum neuen Standard. Hinter dem Versprechen von GenAI verbirgt sich jedoch ein ernstes Problem: KI-Halluzinationen. Ungenaue oder erfundene Inhalte können geschäftskritische Prozesse gefährden. Präzision und Vertrauen sind in diesen Bereichen entscheidend…

CrowdStrike bietet ganzheitlichen Datenschutz für das KI-Zeitalter

Mit Falcon Data Protection wird der GenAI-Datenschutz auf lokale Anwendungen und laufende Cloud-Umgebungen ausgeweitet. Zudem wurden Innovationen vorgestellt, die herkömmliche Tools für Data Loss Prevention und Posture Management durch einen einheitlichen Echtzeitschutz für Endgeräte, Cloud, SaaS und GenAI ersetzen.   CrowdStrike  hat neue Falcon® Data Protection-Innovationen angekündigt. Diese bieten eine ganzheitliche Echtzeit-Sicherheit, die speziell für…

Zwei Drittel der Deutschen rechnen mit mehr Cyberattacken durch KI

Digitale Souveränität ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für Unternehmen in Deutschland. Das belegt auch die aktuelle, repräsentative Studie »Cybersicherheit in Zahlen« von G DATA, brand eins und Statista: Drei Viertel der IT- und IT-Sicherheitsverantwortlichen bevorzugen mittlerweile einen deutschen Security-Anbieter – ein Zuwachs von über zwanzig Prozent innerhalb nur eines Jahres. Ein weiteres Ergebnis des umfangreichen Magazins…

Nur 44 Prozent der Unternehmen können einen sicheren KI-Betrieb garantieren

Während die Mehrheit der Unternehmen (93 Prozent) selbstbewusst davon ausgeht, dass ihre KI-Systeme vor Eingriffen und Manipulationen geschützt sind, besteht diese Sicherheit tatsächlich lediglich bei 44 Prozent.   Delinea, Anbieter von Lösungen für Identitätssicherheit und zentrale Autorisierung, stellt die Ergebnisse seiner aktuellen Studie zum Thema künstliche Intelligenz (KI) in Verbindung mit Identitätssicherheit vor. An der…

Insider-Bedrohungen und KI-blinde Flecken befeuern Dateisicherheitsrisiken

Einheitliche, mehrschichtige Plattformen zur resilienten Verteidigung werden immer wichtiger.   Eine neue Studie zeigt, dass Unternehmen zunehmend mit Sicherheitsrisiken durch Insider-Aktivitäten, veralteten Tools und die wachsende Komplexität von KI konfrontiert sind [1]. Die von OPSWAT in Auftrag gegebene Studie, die vom unabhängigen Ponemon Institute durchgeführt wurde, ergab, dass 61 Prozent der Unternehmen in den letzten…

Cybersicherheit mit KI: Hybride SOC-Modelle gegen Cyberbedrohungen

Künstliche Intelligenz (KI) birgt großes Potenzial für die Cybersicherheit in Unternehmen. Insbesondere im Security Operation Center (SOC) kann KI Prozesse optimieren, Analysten entlasten und Bedrohungen frühzeitig erkennen. Das gelingt jedoch nur in Synergie mit menschlichem Know-how und umfassender Cybersecurity-Erfahrung.   KI zeigt sich in der Cybersicherheit als echtes Janusgesicht. Einerseits steigt durch Deepfakes, KI-gestütztes Phishing…

Zunehmende Cyberrisiken in der Fertigung: 61 Prozent der Cybersicherheitsexperten planen Einführung von KI

Laut des Berichts zum Stand der intelligenten Fertigung zählt Cybersicherheit mittlerweile nach der Wirtschaftslage zu den größten externen Bedenken.   Rockwell Automation hat die Ergebnisse des zehnten Jahresberichts zum Stand der intelligenten Fertigung bekannt gegeben. Der Bericht basiert auf Erkenntnissen von über 1500 Führungskräften in der Fertigung aus 17 der wichtigsten Industrieländer und zeigt: Cybersicherheit…

KI zwischen Potenzial und Praxis: Warum Unternehmen kompetente IT-Partner brauchen

Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen tun sich schwer, KI strukturiert auszurollen und wertschöpfend einzusetzen. Als vertrauenswürdige Berater können Systemhäuser und Reseller den erfolgreichen Einstieg in die KI-Welt erleichtern und sich so neue Geschäftsfelder erschließen.   Deutsche Unternehmen wollen KI einsetzen, das zeigt eine aktuelle Studie von KPMG [1]. Demnach planen 72 Prozent eine Erhöhung…

ChatGPT-Agenten: Je eigenständiger KI-Agenten handeln, desto gefährlicher werden sie

Generative KI wird bisher vor allem als Assistenzwerkzeug verstanden, doch mit der Einführung von sogenannten »Agenten« steht ein Paradigmenwechsel bevor. Diese autonomen Systeme führen nicht nur Befehle aus, sondern agieren selbstständig, interagieren mit Systemen, treffen Entscheidungen und können, im schlimmsten Fall, ohne menschliches Zutun Schaden anrichten. In einem neuen Blogbeitrag warnt Trend Micro vor den…

Cybervorfälle sind das größte Geschäftsrisiko – KI in diesem Zusammenhang Fluch und Segen zugleich

Cyberangriffe sind in Deutschland das größte Geschäftsrisiko – noch vor Naturkatastrophen, politischen Risiken oder regulatorischen Herausforderungen. Das zeigt die aktuelle Umfrage Allianz Risk Barometer 2025. Jüngste Vorfälle zeigen: Bedrohung ist real Allein im Juli 2025 sorgten zahlreiche Bedrohungen für Schlagzeilen. Darunter sogenannte DDoS-Attacken auf kommunale Websites von Stadtverwaltungen, S-Bahnen und Landratsämtern. Solche Angriffe verfolgen das…

KI-Crawler machen 80 Prozent des KI-Bot-Traffics aus

Meta führt beim Crawling, während ChatGPT den Echtzeit-Webverkehr dominiert Mehr Content-Scraping und Systembelastung: KI-Bots greifen in großem Umfang auf Inhalte zu und erhöhen die Serverlast spürbar. Neue Risiken durch fehlende Bot-Verifizierung: Ungeprüfter Automatisierungs-Traffic erschwert die Unterscheidung zwischen legitimen und potenziell schädlichen Zugriffen.   Die Edge-Cloud-Plattform Fastly Inc., ein Unternehmen für Content Delivery, Compute- und Sicherheitslösungen,…

Ist Model Context Protocol (MCP) das USB-C für KI-Agenten?

Wie ein neues Protokoll Agentic AI zum Standard macht. Agentic AI gilt als nächste Evolutionsstufe künstlicher Intelligenz – doch in der Praxis fehlt es bislang an einem verbindenden technischen Fundament. Mit dem Model Context Protocol (MCP) etabliert sich nun ein offener Standard, der genau das leistet: Er macht spezialisierte KI-Agenten interoperabel, skalierbar und einsatzbereit für…

Die meisten KI-Tools haben massive Sicherheitsprobleme

Cybersicherheitsexperten sagen, dass »unkontrollierte KI-Nutzung« gefährliche blinde Flecken schafft, da Untersuchungen zeigen, dass 84 % der KI-Tool-Anbieter Sicherheitsverletzungen erlitten haben.   Vor drei Wochen enthüllte das ChatGPT-Leck »geteilte Gespräche« und machte Tausende von Benutzerchats – einige davon mit Namen, Adressen und anderen persönlich identifizierbaren Informationen – in den Google-Suchergebnissen sichtbar. Die Links, die ursprünglich über…

Das freut die Cyberkriminellen: Potenzielle Opfer werden immer fahrlässiger

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Ob starke Passwörter, Zwei-Faktor-Authentisierung oder regelmäßige Updates: Trotz anhaltend hoher Bedrohungslage verwenden Menschen weniger Maßnahmen als noch in den Vorjahren zum Schutz vor Gefahren im Internet, so der Cybersicherheitsmonitor 2025 [1]. Die repräsentative Dunkelfeldstudie von BSI und Polizei betrachtet das Schutzverhalten der Bevölkerung sowie ihre Betroffenheit von Cyberkriminalität.

Eine Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher schützt sowohl Benutzerkonten als auch Geräte nur unzureichend vor möglichen Angriffen. Nur 34 Prozent geben etwa an, die Zwei-Faktor-Authentisierung zu verwenden. Im Jahr 2023 lag der Anteil noch bei 42 Prozent der Befragten. Auch automatische Updates hatten 2023 noch 36 Prozent aktiviert, während 30 Prozent Updates regelmäßig manuell durchführten. 2025 sind beide Anteile gesunken – auf 27 Prozent bei den automatischen und 24 Prozent bei den manuellen Updates.

 

BSI-Präsidentin Claudia Plattner:

»Cybersicherheit betrifft uns alle – privat, beruflich und gesellschaftlich. Gerade in der aktuellen geopolitischen Situation müssen wir Cybersicherheit viel ernster nehmen: Das gilt für den Staat, für die Hersteller von IT-Produkten und für jede und jeden Einzelnen von uns!«

Der wachsenden Sorglosigkeit in der Bevölkerung steht eine hohe Betroffenheit gegenüber: Zwar geben mit sieben Prozent etwas weniger als noch in den Vorjahren an, in den letzten zwölf Monaten von Cyberkriminalität betroffen gewesen zu sein. Keineswegs rückläufig ist jedoch der Anteil von Menschen, die eine Straftat im Internet mit finanziellem Schaden erlebten: Zwei Prozent der Befragten erlitten allein im Vorjahr einen finanziellen Schaden durch Cyberkriminalität.

 

Dr. Stefanie Hinz, Landespolizeipräsidentin und Vorsitzende des ProPK:

»Cyberkriminalität taucht im Alltag von vielen Menschen auf. Ob als betrügerische E-Mail oder als Betrug beim Online-Shopping. Die Polizei hilft durch intensive Präventionsarbeit dabei, Täterstrategien öffentlich zu machen, damit diese möglichst ins Leere laufen. Wenn sie betroffen sind, erstatten Sie Anzeige. Prävention, Aufklärung und konsequente Strafverfolgung tragen entscheidend dazu bei, die digitale Welt sicherer zu machen.«

 

Wie aber vorgehen im Ernstfall? Mehr als die Hälfte der Befragten (51 Prozent) wünscht sich dazu Informationen. BSI und ProPK veröffentlichen daher gemeinsam zwei neue sowie drei überarbeitete »Checklisten für den Ernstfall« mit Handlungsempfehlungen im Falle von u.a. einer Infektion mit einem Schadprogramm oder Betrug beim Onlinebanking [2]. Die Checklisten ebenso wie der Bericht zum Cybersicherheitsmonitor 2025 sind auf den Webseiten von BSI [3] und ProPK [4] abrufbar.

 

[1] Über den Cybersicherheitsmonitor: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und das Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) erheben gemeinsam das Informations- und Schutzverhalten der Bevölkerung sowie ihre Betroffenheit von Cyberkriminalität. Die diesjährige Befragung wurde vom 3. – 7. Februar 2025 durchgeführt. Dabei wurden 3.061 Personen ab 16 Jahren bundesweit befragt und die Ergebnisse anhand der Bevölkerungsstrukturmerkmale Alter, Geschlecht, Bundesland und Bildung in Deutschland gewichtet.
[2] https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Broschueren/broschueren_node.html
[3] https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Leistungen-und-Kooperationen/Digitaler-Verbraucherschutz/Digitalbarometer/digitalbarometer_node.html
[4] https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/cymon/

 

4158 Artikel zu „Tipps Cyber Sicherheit“

Vier Tipps für verbesserte Cybersicherheit in KMU

Cyberangriffe betreffen nur Großunternehmen, soziale Netzwerke oder IT-Dienstleister? Weit gefehlt – inzwischen werden immer häufig auch Produktionsbetriebe, Mittelständler oder sogar Kleinunternehmen Ziel der Attacken. Doch gerade dort fehlen oft die Ressourcen, um effektive Prävention zu ergreifen und die eigenen Systeme stets auf dem neusten Stand zu halten. Nils Gerhardt, CTO von Utimaco gibt vier Tipps,…

5 Tipps: Plötzlich Home Office – Cybersicherheit stellt kleine und mittelständische Unternehmen vor große Herausforderungen

Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu bremsen gehen viele Unternehmen dazu über, ihre Belegschaft via Home Office arbeiten zu lassen. Bei Großunternehmen wie Siemens, SAP und Google stehen in der Regel sichere Systeme für Home-Office-Lösungen bereit und werden – wenn auch im kleineren Umfang – schon seit Jahren genutzt. Ein völlig anderes Bild ergibt nach…

Tipps zum Thema Cybersicherheit: So schützen Sie sich in 10 Schritten vor Hackern

  Schlagzeilen über verheerende Cyberangriffe werden immer häufiger: Sowohl die Zahl der Sicherheitsverletzungen als auch deren Schweregrad nehmen weiter zu. Eine denkbare Erklärung dafür ist, dass Cyberkriminelle mithilfe neu entwickelter, futuristischer Schadsoftware in bisher unangreifbare Netzwerke eindringen und die meisten Experten ratlos zurücklassen. Das mag zwar in Einzelfällen stimmen, doch sehr viel häufiger geschehen Sicherheitsverletzungen…

Sicherheitstipps für den Urlaub: Wie sicher ist Ihr Cybersommer?

Sechs Tipps von Cybersecurity-Spezialisten für einen entspannten Urlaub mit Smartphone & Co. Sommer bedeutet Urlaub, Entspannung und Ruhe. Und doch bleiben wir digital. Wir buchen Hotels online, lesen die digitale Version eines Sommerromans auf dem E-Reader am Strand und schicken digitale Grüße in die Heimat. Sind wir dabei auch »cybersafe«? Internetkriminelle machen keinen Urlaub. Sie…

Die wichtigsten Tipps: Mehr Cybersicherheit (nicht nur) für Anwaltskanzleien

Anwaltskanzleien haben mit höchst privaten und persönlichen Informationen ihrer Klienten zu tun. Informationen, von denen Kunden erwarten (dürfen), dass sie dementsprechend geschützt werden. Leider ist das in einem besorgniserregenden Maß nicht der Fall. Es fehlt an Budget, ausreichenden Sicherheitsvorkehrungen und Schulungen. Nicht selten riskieren Kanzleien dadurch eine ganze Menge, denn die Informationen ihrer Klienten sind…

10 Tipps für mehr Cybersicherheit (nicht nur) bei Energieversorgern

Würden Sie mir glauben, wenn ich Ihnen sage, dass Stromversorger jeden Tag gehackt werden? Es stimmt, die meisten dieser Hacks sind nicht erfolgreich, da eine große Zahl wichtiger Stromversorgungsnetze entweder offline ist oder nur über private Netzwerke zugänglich (d.h. nicht über das Internet betrieben wird). Das ändert sich allerdings gerade. Die Situation verschiebt sich hin…

Sicherheit von Embedded-Systemen: Anforderungen und Regularien – Lösungsansatz für Nachrüstbarkeit

Embedded-Systeme haben ihre eigenen, ganz spezifischen Sicherheitsanforderungen. Im Interview erklärt Roland Marx, Senior Product Manager Embedded IoT Solutions, Swissbit AG warum Security by Design für IoT-Geräte von den Entwicklern gefordert werden muss und wie bestehende (unsichere) Systeme mit einem Secure Element als digitalen Ausweis, mit eindeutiger Identifikation und Verschlüsselung, nachgerüstet werden können.

Ein Leitfaden für Ingenieure, um Cyberbedrohungen einen Schritt voraus zu sein

Cyberkriminelle machen keine Unterschiede. Sie gehen dorthin, wo das Geld, die Daten und die Möglichkeiten sind. Und in der heutigen hypervernetzten Welt sind Ingenieurbüros zu lukrativen Zielen geworden. Die jüngsten Angriffe auf Unternehmen wie IMI und Smiths Group sind ein Paradebeispiel dafür. In technischen Umgebungen kann die Cybersicherheit nicht einfach nur ein Zusatz sein. Nicht,…

Wie die Microsoft-Lizenzierung in Zeiten von Supportende, Compliance und Cyber Security finanziert werden kann – Do more with less

Die Jahre der fetten IT-Budgets sind vorbei. Das attestierte schon 2024 eine Studie des Bundesverbands der IT-Anwender (VOICE) in Zusammenarbeit mit Metrics. Allein für Software-Ausgaben wurde damals ein Anstieg von über acht Prozent erwartet, während die dafür nötigen Budgets nur um etwa 4,3 Prozent stiegen. Noch enger wird es 2025, einem Jahr, in dem zu allen Compliance- und Security-Themen auch noch das Supportende von Windows 10 und Office 2019 ansteht. »Mehr mit weniger schaffen«, ist daher die Devise – ein Microsoft-Lizenzstratege erklärt, wie das geht…

Welches LLM ist das richtige? Fünf Tipps für die Suche

Generative KI schickt sich an, die Prozesse und Arbeitsmethoden von Behörden und Unternehmen zu revolutionieren. Eine Herausforderung bleibt jedoch die Wahl des richtigen Large Language Model (LLM), denn es gibt viele Faktoren zu beachten – etwa die Modellgröße, die Sprachunterstützung sowie die Kosten und die Sicherheit. Ein KI- und Enterprise-Search-Spezialist zeigt, wie Organisationen aller Art…

Cybersicherheit: Bedrohungslage steigt, Unternehmen wiegen sich in trügerischer Sicherheit

Gemeinsam mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat der TÜV-Verband eine neue repräsentative Umfrage zur Cybersicherheit in Unternehmen (https://www.tuev-verband.de/studien/tuev-cybersecurity-studie-2025 ) vorgestellt. Die Ergebnisse sind in zweifacher Hinsicht besorgniserregend: Zum einen konnte ein Anstieg der Bedrohungslage verzeichnet werden, zum anderen zeigen die Umfrageergebnisse, dass viele Firmen die Lage unterschätzen und die eigene Resilienz…

84 Prozent aller schwerwiegenden Cyberattacken verwenden Living-off-the-Land-Taktiken

Netsh.exe unter Cyberkriminellen am beliebtesten, gefolgt von powershell.exe und reg.exe   Eine Auswertung von 700.000 sicherheitsrelevanten Ereignissen aus den Telemetriedaten der Bitdefender-GravityZone-Plattform belegt, dass Angreifer für ihre tiefergehenden Attacken legitime Admin- und Entwicklertools nutzen. In 84 Prozent der analysierten Fälle der letzten 90 Tage nutzten sie Living-off-the-Land-Binaries (LOTL). Eine überprüfende Analyse von Daten der Managed-Detection-and-Response-Dienste…

E-Commerce kämpft zunehmend gegen Cyberattacken

Angriffe auf den Onlinehandel haben sich im Jahresvergleich verdoppelt: 31 Prozent aller Attacken treffen den E-Commerce. Bots übernehmen das Netz: 37 Prozent des Internetverkehrs sind automatisiert, 89 Prozent davon unerwünscht.   Die Edge-Cloud-Plattform Fastly hat seinen Threat Insights Report für das erste Quartal 2025 veröffentlicht. Der Bericht gibt einen Überblick über Sicherheitstrends, Angriffsvektoren und Bedrohungen im Bereich…

Zunehmende Risiken für Gesundheitsorganisationen – Cybersicherheitsresilienz rückt in den Fokus

Nur 29  % der Führungskräfte im Gesundheitswesen glauben auf KI-gestützte Bedrohungen vorbereitet zu sein. LevelBlue, ein Anbieter von Managed Security Services, strategischer Beratung und Threat Intelligence, hat seinen 2025 Spotlight Report: Cyber Resilience and Business Impact in Healthcare veröffentlicht [1]. Die Ergebnisse zeigen, wie sich die Gesundheitsbranche gegen zunehmend zahlreichere und ausgefeiltere Angriffe schützt.  …

KI boomt – die Sicherheitsrisiken auch

Generative künstliche Intelligenz (Generative Artificial Intelligence, GenAI) ist im Jahr 2025 keine experimentelle Technologie mehr, sondern eine unternehmenskritische Lösung, die Unternehmen unterstützt, innovativ zu arbeiten und Daten zu schützen. Zwar ermöglicht GenAI theoretisch beispiellose Produktivitätssteigerungen, gleichzeitig führt sie zu neuen, komplexen Risiken: Während der GenAI-Traffic 2024 um über 890 Prozent gestiegen ist, haben sich sicherheitsrelevante Vorfälle…

Deutschland übertrifft Europa bei GenAI-Investitionen und ROI mit KI-Einsatz in Prozessoptimierung, Cybersicherheit und Qualitätskontrolle

Eine globale Studie zeigt, dass deutsche Hersteller trotz Herausforderungen bei der Personalentwicklung und Datennutzung die höchsten GenAI-Renditen in Europa erzielen.   Rockwell Automation, das Unternehmen für industrielle Automatisierung und digitale Transformation, hat die deutschen Ergebnisse seines 10. jährlichen Berichts zur intelligenten Fertigung vorgestellt [1]. Die Daten zeigen, dass der Fertigungssektor erhebliche Investitionen und Erträge in…

ISO 27001: Die fünf größten Missverständnisse über das wichtigste Instrument der Informationssicherheit

Informationssicherheit ist Sache des Top Managements – und dringlicher denn je. Laut einer Studie des Digitalverbands Bitkom waren vier von fünf Unternehmen 2024 von Datendiebstahl, Spionage oder Sabotage betroffen. Die Zahl der Sicherheitsvorfälle stieg im Vergleich zum Vorjahr um 43 Prozent. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beschreibt die Lage als »angespannt« und…

Cybersicherheit: Bedrohungslage steigt, Unternehmen wiegen sich in trügerischer Sicherheit

Illustration Absmeier foto freepik ki

Gemeinsam mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat der TÜV-Verband eine neue repräsentative Umfrage zur Cybersicherheit in Unternehmen (https://www.tuev-verband.de/studien/tuev-cybersecurity-studie-2025 ) vorgestellt. Die Ergebnisse sind in zweifacher Hinsicht besorgniserregend: Zum einen konnte ein Anstieg der Bedrohungslage verzeichnet werden, zum anderen zeigen die Umfrageergebnisse, dass viele Firmen die Lage unterschätzen und die eigene Resilienz überbewerten. Das BSI warnt vor trügerischer Sicherheit.

 

Zudem gab nur etwa die Hälfte der Befragten an, die zweite EU-Richtlinie zur Netzwerk- und Informationssicherheit (NIS2) zu kennen. Mit der Umsetzung der NIS2-Richtlinie in nationales Recht, die aufgrund der vorgezogenen Neuwahlen in Deutschland bisher nicht erfolgt ist, wird das BSI für deutlich mehr Unternehmen als zuvor Aufsichtsbehörde. Für die bestehenden Kritischen Infrastrukturen (KRITIS) ändert sich hierdurch voraussichtlich wenig, aber für ca. 29.000 nach der NIS2-Richtlinie »wesentliche« (essential entities) und »wichtige« Einrichtungen (important entities) ergeben sich erstmals gesetzliche Pflichten.

 

Dr. Michael Fübi, Präsident des TÜV-Verbands: »Die deutsche Wirtschaft steht im Fadenkreuz staatlicher und krimineller Hacker, die sensible Daten erbeuten, Geld erpressen oder wichtige Versorgungsstrukturen sabotieren wollen. Allerdings scheinen viele Unternehmen die Risiken zu unterschätzen. Neun von zehn (91 Prozent) bewerten ihre Cybersicherheit als gut oder sehr gut. Und jedes vierte Unternehmen (27 Prozent) gibt an, dass IT-Sicherheit für sie nur eine kleine oder gar keine Rolle spielt. Eine Mehrheit spricht sich für gesetzliche Vorgaben aus, um das Schutzniveau in der Wirtschaft zu erhöhen: 56 Prozent sind der Meinung, dass alle Unternehmen verpflichtet sein sollten, angemessene Maßnahmen für ihre Cybersecurity zu ergreifen. Die Bundesregierung sollte die überfällige nationale Umsetzung der NIS2-Richtlinie zügig verabschieden.«

 

BSI-Präsidentin Claudia Plattner: »Die Studie des TÜV-Verbandes zeigt, dass auf dem Weg zur Cybernation Deutschland noch eine Menge Arbeit vor uns liegt. Was mich besonders besorgt, ist die geringe Bekanntheit der NIS2-Richtlinie. Umso wichtiger ist ihre zügige Umsetzung in nationales Recht. Verständlicherweise weisen Unternehmen darauf hin, dass regulatorische Vorgaben herausfordernd sind: auch, weil sie zu Bürokratie und damit zu Mehraufwand führen können. Richtig umgesetzt können sie uns aber dabei helfen, die Resilienz unserer Wirtschaft umfassend zu erhöhen. Wir als BSI legen dabei unseren Schwerpunkt auf Hilfestellung und Kooperation – und unterstützen Unternehmen auch heute schon mit umfangreichen Informations- und Beratungsangeboten. Unser Credo lautet ›Cybersicherheit vor Bürokratie‹. Das betrifft übrigens auch den Cyber Resilience Act (CRA), im Rahmen dessen das BSI die Übernahme der Marktüberwachung anstrebt.«

 

Der Cyber Resilience Act gibt ein Mindestmaß an Cybersicherheit für vernetzte Produkte auf dem EU-Markt vor. Als nationale Stelle für Zertifizierung und Standardisierung von Cybersicherheitsmaßnahmen verfügt das BSI über etablierte Strukturen, die schnell für die Marktüberwachung im Sinne des CRA nutzbar gemacht werden können.

 

Um die Anforderungen greifbarer zu machen, hat das BSI die Technische Richtlinie TR-03183 (https://www.bsi.bund.de/dok/TR-03183 ) erarbeitet, in der die im CRA formulierten Anforderungen an Hersteller und Produkte übersichtlich beschrieben und erklärt werden. Als Cybersicherheitsbehörde Deutschlands beobachtet, analysiert und bewertet das BSI die Lage der IT-Sicherheit in fünf Dimensionen und fungiert als zivile Verteidigungsmacht des digitalen Raumes.

 

3859 Artikel zu „Cybersicherheit“

Zunehmende Risiken für Gesundheitsorganisationen – Cybersicherheitsresilienz rückt in den Fokus

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BSI fordert robuste Cybersicherheit für die Energieversorgung

Eine sichere Stromversorgung ist Grundlage unseres gesellschaftlichen Lebens – das zeigt nicht erst das knapp eintägige Blackout auf der iberischen Halbinsel. Energiesicherheit ist eine zentrale Säule in der deutschen Sicherheitsarchitektur. Gleichzeitig stuft das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Bedrohung für Kritische Infrastrukturen aus dem Cyberraum als hoch ein. Der Energiesektor steht dabei…

Cybersicherheit im Gesundheitswesen: Zwischen regulatorischem Aufbruch und technischer Stagnation

Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen sind aufgrund sensibler Patientendaten, wertvoller Forschungsergebnisse und ihrer kritischen Dienstleistungen ein attraktives Ziel für Cyberkriminelle. Jüngste Analysen zur Cybersicherheitslage im Gesundheitswesen, etwa die Studie des Hasso-Plattner-Instituts »Alarmsignal Cybersicherheit«, zeichnen ein Bild einer sich zuspitzenden Bedrohungslage. Zwar befindet sich das Gesundheitswesen hinsichtlich seiner Gefährdungslage in »guter Gesellschaft« – man denke an die vielfach…

Barrierefreiheit trifft Cybersicherheit: Warum Unternehmen 2025 beides denken müssen

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz ist mehr als nur eine Pflicht – es ist ein Hebel für digitale Resilienz und strategische Sicherheit.   Ab dem 28. Juni 2025 gilt: Digitale Produkte und Dienstleistungen müssen auch für Menschen mit Behinderungen zugänglich sein. Mit dem Inkrafttreten des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG) beginnt eine neue Ära der digitalen Verantwortung. Was als Compliance-Thema beginnt,…

CSPM und DSPM: Schlüsseltechnologien für die Cybersicherheit

Unternehmen müssen neue Sicherheitsstrategien entwickeln und umzusetzen. Dies ist nicht zuletzt eine Folge der Komplexität moderner IT-Infrastrukturen, gepaart mit dynamischen Anforderungen an Datenschutz und Compliance. Zwei Strategien erweisen sich als besonders relevant: Cloud Security Posture Management (CSPM) und Data Security Posture Management (DSPM).   Beide Ansätze zielen darauf ab, die Sicherheit in Cloud-Umgebungen zu verbessern,…

Anforderungen an Cybersicherheit wachsen stark

Zunehmend ausgeklügelte Cyberangriffe und eine wachsende Zahl von Sicherheitslücken in Kombination mit einer komplexen Vorschriftenwelt: CRA, NIS2, RED … erfordert Expertise und kompetente Beratung.   Neue, immer komplexere Vorschriften, zunehmend ausgeklügelte Cyberangriffe und eine wachsende Zahl von Sicherheitslücken – das Thema Cybersicherheit setzt Unternehmen zunehmend unter Druck. Fachleute von TÜV Rheinland geben nun in Experteninterviews…

Verantwortungsvolle Cybersicherheit: Der CISO im Zentrum der CSR-Strategie

Die Corporate Social Responsibility (CSR) erfordert heute eine strategische Verknüpfung von Cybersicherheit und Nachhaltigkeit. CISOs stellen sicher, dass Investitionen in Cybersicherheit umweltverträgliche Ziele unterstützen und somit zu einer verantwortungsvollen Unternehmensführung beitragen.   Die soziale Verantwortung von Unternehmen (CSR) ist heute ein unverzichtbarer strategischer Schwerpunkt, wobei die Cybersicherheit eine Schlüsselrolle spielt. Jüngste Initiativen auf europäischer Ebene,…

Für 85 Prozent der CEOs ist Cybersicherheit entscheidend für Wachstum

Die Umfrage zeigt: Cybersicherheit hat sich zu einem entscheidenden Wachstumstreiber entwickelt. Für 85 Prozent der CEOs ist Cybersicherheit inzwischen ein entscheidender Faktor für das Unternehmenswachstum. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Analystenhauses Gartner [1]. Befragt wurden 456 CEOs und hochrangige Führungskräfte weltweit zwischen Juni und November 2024. Ein weiteres zentrales Ergebnis: 61 Prozent der CEOs…

Unterstützung für Cybersicherheitsteams: Leitfaden für Abwehrspezialisten 2025

Forschungsergebnisse und Erkenntnisse aus dem Bericht helfen Sicherheitsexperten, Cyberkriminelle zu überlisten und ihnen gegenüber im Vorteil zu bleiben.   Akamai Technologies veröffentlichte den Leitfaden für Abwehrspezialisten 2025: Schützen Sie sich jetzt und in Zukunft [1]. Dieser neuartige SOTI-Bericht (State of the Internet) bietet Forschungsergebnisse aus der Praxis. Mit Erkenntnissen zu Themen wie Risikobewertung, VPN-Missbrauch und…

Europas Cybersicherheitszukunft beginnt jetzt

Die erste CPT (Connect. Protect. Transform) hat einen klaren Impuls für die Zukunft der Cybersicherheit in Europa gesetzt. Mit rund 200 Teilnehmern, hochkarätigen Experten und visionären Impulsen setzte das Event neue Maßstäbe für mehr Cybersicherheit und digitale Souveränität. Organisiert von FTAPI wurde die CPT nicht nur zum Forum für technologische Innovationen, sondern auch zur Plattform…

Sorglosigkeit beenden und massiv in Cybersicherheit investieren

Wie wir uns vor digitalen Bedrohungen aus dem Cyberraum besser schützen können.   Durch die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung gewinnt Cybersicherheit immer mehr an Bedeutung. Gleichzeitig nehmen die Risiken durch Cyberangriffe dramatisch zu. Insbesondere der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat die Lage in den vergangen drei Jahren wesentlich verschärft. Auf der 11. Munich Cyber…

OT und IT – Herausforderungen für die Cybersicherheit

Mit der zunehmenden Digitalisierung und Automatisierung in der Industrie steigen die Anforderungen an die Cybersicherheit. Waren IT und OT früher getrennte Welten, befinden sich die Systeme heute in zunehmend verbundenen Netzwerken und sind auch an das Internet angebunden. Dadurch entstehen neue Angriffsflächen, die die Sicherheit beider Bereiche gefährden. Ein Zero-Trust-Ansatz wird auch für die OT…

Industrie sollte Cybersicherheit in Geräten, Maschinen und Anlagen auf ihre Agenda 2025 setzen

OT+IoT Cybersicherheitsreport: Wirtschaft hat ein zu niedriges Budget für Cybersicherheit. Jan Wendenburg, CEO ONEKEY: »Unternehmen sollten auf Cybervorfall vorbereitet sein.«   Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat ermittelt, dass jeden Monat durchschnittlich mehr als 2.000 neue Schwachstellen in Software bekannt werden, von denen etwa 15 Prozent als »kritisch« eingestuft werden. »Angesichts dieser…

NIS2-Umsetzung gescheitert: Cybersicherheit als Business-Enabler

Die Umsetzung der NIS2-Richtlinie in Deutschland ist vorerst gescheitert – und Cyberkriminelle aus aller Welt jubeln. Während andere EU-Länder längst klare Vorgaben geschaffen haben, bleibt Deutschland in der Ungewissheit stecken. Der Preis dafür ist hoch: Teile unserer kritischen Infrastrukturen und Unternehmen bleiben ungeschützt, während Hacker sich über die anhaltenden Sicherheitslücken freuen. Unternehmen, die gehofft hatten,…

Warum Cybersicherheit das Thema Nummer eins für 2025 und die Zukunft ist

Der Global Cybersecurity Outlook 2025 des Weltwirtschaftsforums (WEF) belegt: Cyberangriffe nehmen zu [1]. Sie werden immer komplexer und, getrieben durch künstliche Intelligenz (KI), immer gefährlicher – global, aber auch in Europa und Deutschland. Cybersicherheit wird zu einem der wichtigsten Themen für 2025 und die Zukunft.   Wie ist die aktuelle Lage? Cyberkriminalität gehört – leider…

Diese vier KI-gestützten Cybersicherheitstools sichern 2025 Ihr Unternehmen

Die technologische Revolution auf Grund des Einsatzes der künstlichen Intelligenz (KI) hat vielen Bereichen der Wirtschaft große Vorteile ermöglicht. Gegenwärtig können beispielsweise Unternehmen weltweit dank der zahlreichen verfügbaren KI-gestützten Tools und Systeme von einer höheren Produktivität und verbesserten Effizienz profitieren. Diese Fortschritte in der KI-Technologie sind jedoch zu einem zweischneidigen Schwert geworden. Auch die KI-bezogenen…

NIS2-Compliance: Cybersicherheit braucht eine proaktive Vorgehensweise

Für zahlreiche deutsche Unternehmen war das Jahr 2024 war im Hinblick auf ihre Cybersicherheit herausfordernd: laut des Berichts des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) haben die Aggressivität sowie die Raffiniertheit, mit der Cyberkriminellen vorgehen, erheblich zugenommen [1]. So sind die Häufigkeit und Komplexität von Ransomware-Angriffen stark gestiegen. Um angesichts dieser Bedrohungen das Gesamtniveau…

Cybersicherheit: Angespannte Bedrohungslage trifft auf steigende Resilienz

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Bericht zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland / Ransomware bleibt größte Bedrohung im Cyberraum.

 

Die Sicherheitslage im Cyberraum ist weiterhin angespannt. Zugleich stellen sich Staat, Wirtschaft und Gesellschaft stärker als bisher auf die Bedrohungen ein und haben ihre Resilienz erhöht. Das geht aus dem aktuellen Bericht zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland hervor, den Bundesinnenministerin Nancy Faeser und Claudia Plattner, Präsidentin des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), vorgestellt haben [1].

Bundesinnenministerin Nancy Faeser: »Die Cybersicherheitslage ist weiterhin angespannt. Aber zugleich sehen wir: Die Resilienz gegen Angriffe steigt und es wird mehr in Cybersicherheit investiert. Das ist absolut notwendig. Denn Wirtschaft, Verwaltung und Politik sind von erpresserischen Ransomware-Angriffen, von Cyberkriminalität, von Cybersabotage und von Cyberspionage bedroht. Mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl gilt: Wir müssen unsere Demokratie auch im Digitalen schützen. Wir müssen uns gegen Bedrohungen durch Hackerangriffe, Manipulationen und Desinformation besonders wappnen. Diese hybriden Bedrohungen gehen vor allem von Putins Regime in Russland, aber auch von anderen Akteuren aus. Umso wichtiger ist es, Schutzmaßnahmen zu verstärken. Cybersicherheit ist zentral für unsere Gesellschaft und betrifft jeden von uns.«

BSI-Präsidentin Claudia Plattner: »Die IT-Bedrohungslage ist weiterhin angespannt und das ist und bleibt besorgniserregend. Insbesondere Ransomware, Spionage und Desinformation bedrohen unseren Wohlstand und gefährden unsere Demokratie. Aber: Wir sind den Bedrohungen nicht schutzlos ausgeliefert! Wir sehen deutlich: Die Schutzmaßnahmen wirken und wir sind in der Lage, den Angriffen effektiv entgegenzutreten. Deshalb dürfen wir jetzt nicht nachlassen, sondern müssen in einer gesamtstaatlichen Anstrengung unsere Resilienz weiter erhöhen. In diesem Zusammenhang ist es von entscheidender Bedeutung, die NIS2-Richtlinie schnellstmöglich in nationales Recht umzusetzen.«

Im Berichtszeitraum von Mitte 2023 bis Mitte 2024 wurden täglich durchschnittlich 309.000 neue Schadprogramm-Varianten bekannt – das entspricht einem Anstieg von 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieser ist insbesondere auf eine Zunahme von Schadprogramm-Varianten zurückzuführen, die Schwachstellen in 64-Bit-Varianten von Windows ausnutzen. Zudem legten Android-Schadprogramm-Varianten im Berichtszeitraum überdurchschnittlich zu.

 

Resilienzsteigerung bei Ransomware-Angriffen

Nach wie vor stellen Ransomware-Angriffe Unternehmen und Institutionen vor große Herausforderungen. Die Zahl der Opfer von Datenleaks nach Ransomware-Angriffen ist weiter gestiegen. Gleichzeitig ist der Anteil der Ransomware-Opfer, die Lösegeld bezahlen, gesunken. Betroffene, die über funktionierende Sicherungskopien (Backups) ihrer Daten verfügen, sind nicht auf die Entschlüsselung ihrer Systeme durch die Angreifer angewiesen. Zudem gehen immer mehr Unternehmen transparent mit Cyberangriffen um, informieren die Öffentlichkeit und ihre Kundinnen und Kunden. Dies trägt dazu bei, dass potenzielle Schwachstellen schneller geschlossen und Schäden von weiteren Unternehmen abgewendet werden können.

 

Cyberspionage durch APT-Gruppierungen

Vor dem Hintergrund geopolitischer Konfliktlagen sind professionelle und oftmals staatlich gelenkte Angriffe durch APT-Gruppierungen (Advanced Persistant Threats) weiterhin zu beobachten. So hat Cyberspionage zum Nachteil von Behörden, Parteien, politischen Institutionen und Unternehmen an Bedeutung gewonnen.

 

Cybersicherheit von Wahlen

Im Jahr 2024 haben weltweit mehr als 70 Wahlen stattgefunden. Für deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger standen die Europawahl, drei Landtagswahlen und neun Kommunalwahlen an. Diese Wahlen sind ohne nennenswerte Cybersicherheitsvorfälle abgelaufen. Mit Blick auf anstehende Wahlen findet derzeit eine angepasste und situativ verstärkte Lage-beobachtung statt. Das BSI steht in kontinuierlichem Austausch mit seinen Partnerbehörden und ist in die Strukturen der Bundesregierung zum Schutz von Wahlen eingebunden. Zudem unterstützt das BSI Wahlbehörden und politische Zielgruppen durch Beratungsangebote zur Sensibilisierung für Informationssicherheit.

 

Zunahme von DDoS-Angriffen

Bei DDoS-Angriffen haben Qualität und Häufigkeit deutlich zugenommen. Der Anteil hochvoluminöser DDoS-Angriffe mit einer Bandbreite von über 10.000 Megabit pro Sekunde lag im ersten Halbjahr 2024 bei monatlich durchschnittlich 13 Prozent und war damit mehr als doppelt so hoch wie im langjährigen Durchschnitt mit 6,75 Prozent. Angreifende stellen die vergleichsweise geringen Schadwirkungen solcher Überlast-Angriffe übertrieben in sozialen Netzwerken dar, um allgemeine gesellschaftliche Verunsicherung zu schüren.

 

Datendiebstahl weiterhin Gefahr für Verbraucherinnen und Verbraucher

Bürgerinnen und Bürger sehen sich weiterhin einer angespannten Bedrohungslage ausgesetzt, etwa durch Phishing-Angriffe: Neben bereits bekannten Phishing-Kampagnen im Namen von Banken und Finanzinstituten wurde im Berichtszeitraum eine Zunahme von Kampagnen, die die Namen bekannter Streamingdienste missbrauchten, registriert. Die Angreifer erbeuteten dabei Daten zu Zahlungsmitteln wie Kreditkarten, weitere Informationen zu Zahlungsdienstleistern und persönliche Daten der Accountinhaberinnen und -inhaber.

[1] https://bsi.bund.de/Lagebericht

 

6214 Artikel zu „Sicherheit Deutschland“

Die Cybersicherheitslage in Deutschland: Mehrheit der Unternehmen verschweigt IT-Sicherheitsvorfälle

Lagebericht des BSI: Cybersicherheit in Deutschland »angespannt bis kritisch«, teilweise »besorgniserregend«. Mehrheit der deutschen Unternehmen verschweigt IT-Sicherheitsvorfälle – Angst vor Reputationsschäden groß. TÜV-Verband: Bewusstsein für Cyberangriffe durch Transparenz schärfen und Cyber Resilience Act vorantreiben.   Der Lagebericht des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) macht deutlich: Die Bedrohung durch Cyberangriffe in Deutschland ist so…

Cloud-Sicherheit: Intelligente Cloud-Sicherheit für moderne Finanzunternehmen

Die zunehmende Digitalisierung im Finanzsektor bringt enorme Chancen, aber auch neue Herausforderungen mit sich. Besonders der Einsatz von Cloud-Diensten und künstlicher Intelligenz (KI) bietet viel Potenzial, erfordert jedoch auch robuste Sicherheitsstrategien. Thomas Wethmar, Regional Director DACH bei Skyhigh Security erläutert, wie moderne SSE-Lösungen Finanzunternehmen dabei unterstützen können, Risiken zu minimieren, die Effizienz zu steigern und…

KI im Dienste der Sicherheit: Wie Partner mit Microsoft Sentinel ihre Kunden schützen

  Zunehmende Cyberangriffe und strengere gesetzliche Vorschriften erfordern eine bessere Bedrohungserkennung und eine schnellere Reaktion auf potenzielle Sicherheitsvorfälle. Mit Sentinel bietet Microsoft eine Lösung, die diesen Anforderungen gerecht wird. Durch den Einsatz der Plattform können Partner nicht nur sich selbst und ihre Kunden besser schützen, sondern auch Effizienz und Kundenbindung steigern.   Die Cybergefahren durch…

Industrie kauft sich Cyber-Sicherheitslücken ein

Digitalisierung von Produktion und Logistik birgt unbekannte Software-Schwachstellen, über die Hacker angreifen können. Smart Factory häufig unzureichend geschützt.   Die deutsche Industrie kauft sich mit der weiterhin zunehmenden Digitalisierung auf Produktions- und Logistikebene immer mehr Sicherheitslücken ein. In den vernetzten Geräten, Maschinen und Anlagen, die im Rahmen von Industrie 4.0 angeschafft werden, arbeiten elektronische Steuerungssysteme,…

Cybersicherheit: NIS2 als Chance für produzierende Unternehmen

Unternehmen des produzierenden Gewerbes sind nicht KRITIS-relevant und fallen auch nicht unter die bisherige NIS-Richtlinie. Und so haben diese Unternehmen in der Regel noch keine entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen implementiert, die offiziellen Anforderungen entsprechen. Die Herausforderungen durch die neue verschärfte NIS2-Richtlinie sind für sie daher besonders groß. Sie sind gezwungen, Klarheit in der Organisation zu schaffen, um…

Cybersicherheit im DACH-Raum: 57 % der Sicherheitsprofis leiden unter Burnout

Die zunehmende Bedrohungslage im Cyberspace geht mit einem hohen Belastungsniveau für Sicherheitsverantwortliche einher: Im DACH-Raum geben 57 % der befragten Cybersicherheitsprofis an, unter Burnout zu leiden. Kriminelle nutzen diese Überlastung gezielt aus: Die am häufigsten angegriffenen Abteilungen in den Unternehmen der Befragten sind mit 85 % IT- oder Security-Bereiche. Mit einigem Abstand folgen Finanzen (31…

Whitepaper IT-Sicherheit:  Zur NIS2-Readiness in sechs Schritten

  Laut dem Lagebericht des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist die Bedrohung im Cyberraum so hoch wie nie zuvor [1]. Besonders Ransomware-Attacken nehmen gravierend zu. Es geht nicht mehr darum, ob, sondern wann ein Unternehmen mit einem Cyberangriff konfrontiert wird – und wie sich dies bestmöglich abwenden lässt, um den Geschäftsbetrieb nicht…

US-Wahl: Handelskrieg unter Trump könnte Deutschland bis zu 180 Milliarden Euro kosten

Wenn Donald Trump ein zweites Mal US-Präsident wird, hätte das gravierende Folgen für die EU und für Deutschland. Ein Handelskrieg zwischen den USA und Europa könnte über die vierjährige Amtszeit gerechnet einen Verlust von bis zu 180 Milliarden Euro für die deutsche Wirtschaft bedeuten. Das zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).…

Sorgloser Umgang mit persönlichen Daten: Rabatte sind wichtiger als Cybersicherheit

Black Friday, Cyber Monday und Weihnachten – das Jahresende liefert viele gute Anlässe zum Shoppen. Kein Wunder also, dass auch die Suche nach Rabattcodes zu dieser Jahreszeit einen Höhepunkt erlebt. Der aktuelle Norton Cyber Safety Insights Report (NCSIR) von Norton, einer Cyber Security Brand von Gen, zeigt, wie intensiv gerade Schnäppchenjäger aus Deutschland nach Rabatten…

ADN Microsoft CSP Security Week: Schlüsselelemente für eine umfassende Sicherheitsstrategie

Von A wie Azure bis Z wie Zero Trust   Die Bedrohung durch Cyberangriffe ebbt leider nicht ab. Laut aktueller Zahlen der Bitkom nehmen Angreifer immer mehr deutsche Unternehmen in den Fokus und verursachten bereits einen Rekordschaden von 267 Milliarden Euro. Vielen Partnern fehlen jedoch die richtigen Tools und das notwendige Know-how, um ihre Kunden…

KI transformiert Rechnungswesen deutscher KMU: hohe Präzision, bessere Entscheidungen, ausgeprägtes Sicherheitsbewusstsein

KMU haben ihre Zurückhaltung beim Einsatz von KI schon vor einiger Zeit abgelegt. Im Rechnungswesen nutzen sie die Technologie je nach Einsatzbereich und Erwartungshaltung bereits mit unterschiedlichem Erfolg. Dies belegt die Studie »Rechnungswesen 2030: Prognosen zu den künftigen Grenzen der KI-gestützten Transformation«, die Forrester Consulting im Auftrag von Sage erstellt hat [1]. So profitieren KMU…

Mehr Sicherheit für sensible Daten in der Cloud

Wenn Unternehmen in der Cloud geistiges Eigentum oder persönliche Informationen verlieren, drohen ihnen erhebliche Konsequenzen. Mit den richtigen Maßnahmen für Datensicherheit in der Cloud können sie zuverlässig Vorsorge treffen.   Datensicherheit in der Cloud wird für Unternehmen zunehmend zu einem kritischen Bestandteil ihrer IT-Infrastruktur. Sie nutzen immer häufiger Cloud-Dienste für den Betrieb von Anwendungen und…

Forresters Technologie- und Sicherheitsprognosen 2025

Technologieführer werden die Einführung von AIOps verdreifachen, um technische Schulden zu reduzieren.   Laut Forresters Technologie- und Sicherheitsprognosen 2025 werden 75 % der Technologie-Entscheidungsträger bis 2026 einen Anstieg ihrer technischen Schulden auf ein mittleres oder hohes Niveau erleben. Dies wird auf die rasante Entwicklung von KI-Lösungen zurückzuführen sein, welche die Komplexität von IT-Landschaften erhöhen. Um…

Cyber Resilience Act verabschiedet – Der Paradigmenwechsel für Produkt-Cybersicherheit

Jan Wendenburg: »Der Cyber Resilience Act wurde am 10. Oktober vom EU Council verabschiedet und verankert die Cybersecurity verpflichtend für alle Hersteller. Vernetzte Geräte müssen so entwickelt werden, dass sie über den gesamten Lebenszyklus hinweg mit aktueller Software vor Cyberangriffen geschützt sind.«   »Mit dem Cyber Resilience Act (CRA) wird erstmals der Grundsatz ›Security by…

Zuhause in Deutschland: Was ist Bürgern bei der Wohnortwahl wichtig?

Attraktive Wohnkosten sind für 71 Prozent wichtiger Faktor. Öffentlicher Personennahverkehr gehört für 56 Prozent zum Umfeld dazu. Deutsche haben durchschnittlich sechs Mal pro Monat Internetprobleme.   Vom Internetanschluss über die E-Ladesäule bis hin zum Hausarzt: Anlässlich des jetzt anstehenden Digital-Gipfels der Bundesregierung zeigt eine aktuelle und repräsentative Umfrage von DE-CIX, was Deutschen bei der Wahl…

Wirtschaft würde künstliche Intelligenz aus Deutschland bevorzugen

86 Prozent würden generative KI aus Deutschland wählen. Bitkom veröffentlicht Studienbericht zum Status quo von KI in Deutschland.   Deutschlands Unternehmen wünschen sich mehr generative künstliche Intelligenz »made in Germany«. Für 84 Prozent der Unternehmen, die generative KI einsetzen oder dies planen, ist das Herkunftsland des Anbieters wichtig – und eine klare Mehrheit von 86…

Menschliches Versagen ist die größte Schwachstelle in der Cybersicherheit

IT-Profis setzen sich zudem intensiv mit dem Thema Künstliche Intelligenz auseinander.   Im Cybersecurity Surveys 2024 haben IT-Profis angegeben, dass die größte Herausforderung in der Cybersicherheit das Verhalten der Anwender ist. Ein weiteres wichtiges Ergebnis: Die Nutzung künstlicher Intelligenz (KI) steht sowohl bei Cyberkriminellen als auch bei Cybersecurity-Teams hoch im Kurs. Die grundsätzliche Bewertung des…

Ausgereiftes, flexibles, vertrauenswürdiges, europäisches Produkt auf Open-Source-Basis – Digitale Souveränität: ein Muss für Cybersicherheit

Digitale Souveränität ist kein Luxus. Gerade für Deutschland, die größte Volkswirtschaft Europas, ist sie nicht nur eine Frage der nationalen Sicherheit, sondern auch eine Notwendigkeit für ­wirtschaftliches Wachstum und gesellschaftliche Entwicklung. Deutsche Behörden und Unternehmen müssen in der Lage sein, Kontrolle über ihr digitales Umfeld auszuüben. Dies betrifft Daten, digitale Infrastrukturen, Online-Plattformen und besonders Cybersicherheitsmaßnahmen.

Generative KI für Sicherheitsteams – Innovative Entwicklungen verantwortungsvoll nutzen

Generative KI hat das Potenzial, die Leistung von Sicherheitsteams zu maximieren – es müssen aber auch die damit verbundenen Herausforderungen gemeistert werden. Es gilt Risiken und potenziellen Missbrauch zu minimieren. Was ist bei der Einführung generativer KI-Technologie zu beachten?

Cyberabwehr ist inzwischen Chefsache

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Die Bedrohungslage steigt rapide. Es wird höchste Zeit, Cybersecurity auch in den Vorstandsetagen höchste Aufmerksamkeit zu schenken.

 

2023 machten in Deutschland rund 60 Unternehmen Cyberattacken öffentlich. Die Dunkelziffer ist wohl weitaus höher. Und dennoch kämpft Cybersecurity noch immer darum, auf die Tagesordnung von Vorstandssitzungen zu kommen. Einen großen Anteil daran, hat auch die Wahrnehmung, Cybersecurity sei eine reine Technologiefunktion mit begrenzter strategischer Bedeutung. Dadurch wird der Einfluss, den Cybersecurity auf Kundenbeziehungen, die eigene Reputation – auch der Vorstände – und letztlich auf Umsatz und Ergebnis hat, stark unterschätzt. Studien zeigen, dass die Hälfte (51 Prozent) der Entscheidungsträger in Unternehmen weltweit die Absicherung gegen Cyberrisiken immer noch als »notwendige Kosten, aber nicht als Umsatzbringer« betrachten. Eine krasse Fehleinschätzung, die die Chancen, strategische Wachstumsziele zu unterstützen, zunichte macht.

 

Aufstehen für Cybersecurity-Governance

Diese Nachlässigkeit der internen Corporate-Governance-Akteure veranlasst inzwischen Regulierungsbehörden, sich zunehmend einzumischen. Im Grunde ein Zustand, der die Forderung der Wirtschaft nach Deregulierung selbstverschuldet konterkariert. So sollen die kürzlich von der SEC eingeführten Regeln die Transparenz und die Rechenschaftspflicht gegenüber den Anlegern verbessern, indem sie die sofortige Offenlegung von Vorfällen erzwingen und die Vorstände verpflichten, ihre Aufsicht und ihre Prozesse zur Verwaltung von Cyberrisiken zu beschreiben. Die NIS2-Verordnung in Europa macht leitende Angestellte persönlich haftbar für die Nichteinhaltung von Vorschriften, die zu schweren Verstößen führen. Sie gibt den Aufsichtsbehörden die potenzielle Macht, ihre Funktion vorübergehend zu suspendieren. Und die Europäische Zentralbank (EZB) wird einen Cybersecurity-Stresstest für Banken einführen, weil sie die Branche nicht ausreichend auf Cyberattacken vorbereitet sieht. Auch ohne derartige regulatorische Eingriffe sollte Vorständen jedoch klar sein, dass eine stärkere Einbindung ihrer Cybersecurity-Bereiche aus vielen Gründen sinnvoll ist. Es geht dabei um nichts weniger als

  • Wettbewerbsvorteile durch den Schutz sensibler Unternehmensdaten zu bewahren,
  • Wachstum zu fördern, indem Bedrohungen eingedämmt werden, die sich finanziell auswirken,
  • Reputation und den guten Ruf eines Unternehmens zu bewahren,
  • digitale Transformation zu fördern und voranzubringen,
  • lokale Datenschutz-/Cybersicherheitsgesetze in allen relevanten Märkten einzuhalten,
  • Vertrauen bei potenziellen und bestehenden Kunden, Partnern und Lieferanten aufzubauen.

 

Cybersecurity als »Business Enabler«

Immerhin: Rund ein Fünftel der Business Development Manager weltweit gibt an, dass sich die eigene Sicherheitslage bereits auf die Fähigkeit des Unternehmens ausgewirkt hat, neue Geschäfte zu gewinnen. Wie also haben Vorstände ihre Bemühungen um die Cybersicherheit zu planen? Ein Bericht des Weltwirtschaftsforums (WEF) ist hierfür aufschlussreich. Darin werden Grundsätze für eine bessere Aufsicht über die Cyber-Resilienz beschrieben, die auch dazu beitragen, strategische Ziele zu erreichen. Diese sind:

  1. Cybersecurity als strategischen Faktor wahrnehmen
  2. Die wirtschaftlichen Triebkräfte und Auswirkungen von Cyberrisiken verstehen
  3. Cyber-Risikomanagement mit den jeweiligen Geschäftsanforderungen abstimmen
  4. Der organisatorische Aufbau muss die Cybersecurity sicherstellen und unterstützen
  5. Cybersecurity-Fachwissen muss die Unternehmensführung einbeziehen

 

Datenschutz wird zum USP

Das bedeutet zugleich, dass Vorstände ihr Wissen über das Management von Cyberrisiken erweitern. Denn Cybersecurity ist keine Aufgabe, die nebenher oder lediglich delegierend zu erfüllen ist. Vor allen Dingen muss ein Hauptaugenmerk der Vorstände auf dem Schutz der Daten selbst liegen. Denn Daten sind der wichtigste Aktivposten, den ein Unternehmen besitzt. Sie sind der wesentliche Schlüssel, um das Vertrauen der Kunden zu gewinnen. Laut McKinsey suchen mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Verbraucher gezielt nach Unternehmen, die den Ruf haben, Daten zu schützen. In B2B sind es sogar 63 Prozent der Verantwortlichen in den Einkaufsabteilungen von Unternehmen. Zugleich gibt fast die Hälfte der Befragten an (46 Prozent), dass sie einen Markenwechsel in Betracht ziehen würden, wenn die Datenpraktiken eines Unternehmens unklar sind.

 

Zeit zu handeln

»Es muss allen Verantwortlichen endlich klar werden: Es ist Zeit zu handeln und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen!« wird daher auch Michael Deissner, CEO der Wiesbadener comforte AG, deutlich. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Lösungen im Bereich Datenschutz und Cybersecurity. Mit Sitz in Wiesbaden gehört es international zu den Marktführern in den Segmenten Banking & Finance sowie Retail. Renommierte Kunden wie VISA oder Mastercard, dazu rund 30 der weltgrößten Banken und bekannte Handelsmarken sichern ihre Daten mit der speziellen, patentierten Verschlüsselungstechnologie des Unternehmens. Diese sogenannte datenzentrierte Verschlüsselung sorgt dafür, dass Daten von unbefugten Dritten nicht mehr entschlüsselt werden können. Cyberkriminellen ist damit die Grundlage für Erpressungen oder Verkäufe über das Darknet entzogen. Für diese Sicherheitslösung wurde comforte in den letzten drei Jahren von Expertengremien mehrfach ausgezeichnet.

 

Sicherheit auch in der Cloud

Die Herausforderung für moderne Unternehmen besteht heute vor allem darin, dass Daten in einer Reihe von verteilten On-Premises- und Cloud-Umgebungen erstellt, gespeichert und verschoben werden können. Gut 95 Prozent der deutschen Unternehmen setzen bereits auf solche Lösungen. Fast 50 Prozent sind sich zugleich nicht sicher, ob damit Compliance-Anforderungen eingehalten werden. Tatsächlich erfordert dies eine entsprechende datenzentrierte Sicherheitslösung, die genau dafür entwickelt wurde, um Daten kontinuierlich zu erkennen, zu klassifizieren und dann allen gängigen Datenschutzrichtlinien gemäß anzuwenden – wo auch immer diese Daten existieren. Die Data Security Plattform von comforte bietet einen zusätzlichen Mehrwert, indem sie Daten nicht nur schützt, sondern gleichzeitig ermöglicht, dass diese weiterhin für die Verarbeitung und Analyse genutzt werden können.

»Der Aufbau einer wirkungsvollen Cyberabwehr ist inzwischen Chefsache«, macht Deissner klar. Er fordert demgemäß, dass die Datensicherheit im Mittelpunkt eines strategischen, vom Vorstand geleiteten Ansatzes für die unternehmerische Cyberabwehr steht. Für den Vorstandschef und Cybersecurity-Experten Deissner ist dies die Grundlage für künftigen Erfolg, zumal mit datenzentrierten Lösungen wie der von comforte die Möglichkeiten, Daten weiterhin effizient zu nutzen und etwa Innovationen voranzutreiben, erhalten bleiben. Die Unternehmen, die dies von Anfang an richtig angehen, so ist er überzeugt, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit mit langfristigem Wachstum belohnt.

 

Die comforte AG ist ein deutsches Technologie-Unternehmen, das international erfolgreich softwarebasierte Lösungen zum Schutz von Daten anbietet. U.a. sind 3 der Top-5-Kreditkartenunternehmen weltweit Kunden von comforte und gemessen an deren Marktanteil werden rund 60 % aller globalen Kreditkartenzahlungen durch comforte-Lösungen geschützt. Diese Lösungen sind in allen Branchen einsetzbar. Zu den wichtigsten Kunden der Wiesbadener Spezialisten zählen Finanzdienstleister, Versicherungen, Retailer sowie Gesundheitsunternehmen. Rund 30 der weltweit größten Banken und 3 der weltweit größten Retailer gehören zu den insgesamt rund 500 Kunden. comforte erzielt rund zwei Drittel seiner Umsätze in den USA. Dort sichert die comforte AG insbesondere die Daten von IBM, Visa und Mastercard.

Cyberkriminelle nutzen Sorgen und Wissensdurst rund um Corona aus

Avira warnt im jährlichen Bericht zur Bedrohungslage vor Cyberangriffen, die Nutzer mit »Covid-19« und »Corona« in die Falle locken.

Laut Aviras aktuellem Bericht zur Cyber-Sicherheitslage 2020 setzten Cyberkriminelle im vergangenen Jahr bei ihren Phishing-Kampagnen verstärkt auf Covid-19 als thematischen Köder. So entwickelten die Autoren von Schadsoftware die verschiedensten Strategien, um die Ängste und das Informationsbedürfnis der Anwender rund um Corona auszunutzen. Zum Beispiel verleiten sie unbedarfte Nutzer dazu, Schadsoftware auf ihr Gerät herunterzuladen, die es den Cyberangreifern beispielsweise ermöglicht, Kreditkartendaten auszulesen. Insgesamt stiegen Cyberangriffe gegenüber dem Vorjahr weltweit um 15 Prozent.

https://www.avira.com/de/avira-jahresbericht-zur-bedrohungslage-2020

»Schon seit Langem bedienen sich die Autoren von Schadsoftware psychologischer Tricks, um ahnungslose Nutzer zu ködern«, erklärt Alexander Vukcevic, Leiter der Avira Protection Labs. »Und derzeit befinden wir uns in einer Situation, in der viele Menschen nach Antworten suchen und sich wegen Covid-19 Sorgen machen. Diese Verunsicherung nutzen die Autoren von Schadsoftware gezielt aus«, so Vukcevic weiter.

Seit Beginn der Pandemie sind spezielle Varianten bekannter Schadsoftware-Familien aufgetaucht, die ahnungslose Nutzer mit dem Schlagwort »Corona« oder »Covid-19« in die Falle locken sollen.

 

Banking-Trojaner »Cerberus« lockt mit »Corona«

Ein Beispiel dafür ist eine Variante des Android-Banking-Trojaners »Cerberus«, die häufig unter dem Namen »Corona-Apps.apk« über Phishing-Kampagnen verbreitet wird. Das Schlüsselwort »Corona« soll Android-Nutzer zur Installation des Trojaners auf ihrem Smartphone verleiten.

Laut dem Avira-Bericht stieg die Zahl der entdeckten Android-Banking-Trojaner 2020 um 35 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr an, was sicherlich auf die vermehrten Mobile-Banking-Aktivitäten in diesem Jahr zurückzuführen ist.

»Banking-Trojaner spielten schon immer eine wichtige Rolle in der Android-Malware-Szene und in diesem Jahr war dies nicht anders. Neben der Strategie, Covid-19 als Tarnung zu verwenden, nutzen sie auch den klassischen Ansatz: Sie tarnen sich als eine weit verbreitete App und fragen nach ungewöhnlichen Berechtigungen, um so zum Beispiel an Kreditkartendaten zu gelangen«, so Vukcevic.

 

Covid-19 als Treiber für Cyberangriffe

Insgesamt verzeichneten die Avira Protection Labs einen Anstieg der Malware-Angriffe um etwa 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wobei vor allem in den ersten und letzten Monaten des Jahres 2020 eine deutliche Zunahme zu beobachten war.

Dabei stieg die Anzahl aller durch Avira blockierten Cyberangriffe in diesem Jahr in gleichem Maße wie sich die Pandemie verbreitete. Zeitgleich zur ersten Welle der Pandemie im April erreichte die Anzahl der Malware-Angriffe ebenfalls ihren ersten Höhepunkt. Als das Ausmaß der Pandemie im Sommer geringer wurde, sank auch die Zahl der Angriffe. Seit Beginn der zweiten Welle im Oktober steigt die Anzahl der Malware-Angriffe wieder rasant an.

Mit über 220 Millionen von Avira blockierten Malware-Angriffen im Jahr 2020 war Deutschland das am stärksten betroffene Land, gefolgt von den USA (126 Millionen) und Frankreich (88 Millionen).

 

Zunehmende Gefahr im Jahr 2021: Stalkerware

Eine weitere Schadsoftware, die sich aktiv tarnt und laut Avira in diesem Jahr zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist Stalkerware. Bei Apps, die als Stalkerware erkannt werden, handelt es sich um eine Art von Spyware, die die Privatsphäre der Nutzer und die Sicherheit des Systems gefährden kann. Diese Spionage-Apps können ohne das Wissen oder die Zustimmung des Gerätebesitzers, wie zum Beispiel den Partner, installiert werden, um diesen heimlich zu überwachen und persönliche Informationen wie Bilder, Videos, Nachrichten und Standortdaten auszuspionieren. Um ihre Aktivitäten zu verschleiern, nutzen sie einen Tarnmodus, der die App unsichtbar im Hintergrund laufen lässt.

Aufgrund der zunehmenden Aktivität von Stalkerware-Apps im Android-Umfeld ist Avira der Koalition gegen Stalkerware beigetreten, um deren Kampf gegen diese Bedrohung zu unterstützen.

Nähere Informationen sowie die Analyse einer typischen Stalkerware-App sind in diesem Blog-Artikel erhältlich.

 

[1] Der Avira Jahresbericht zur Bedrohungslage 2020 ist hier verfügbar: https://www.avira.com/de/avira-jahresbericht-zur-bedrohungslage-2020
Weitere Informationen und Tipps für sicheres Online-Banking und -Shopping sind unter folgendem Link verfügbar: https://www.avira.com/de/avira-jahresbericht-2020

Ausblick auf die Bedrohungslandschaft 2021

Die Zukunft vorherzusagen ist nicht leicht – schon gar nicht, wenn man die schnelle Anpassungsfähigkeit und den Einfallsreichtum einiger Malware-Autoren berücksichtigt. Dennoch möchten wir hier einen Blick auf mögliche Bedrohungsszenarien für das Jahr 2021 zu werfen.

Eines der großen Themen wird vermutlich die Abkehr von traditioneller Malware in Form von PE-Dateien zugunsten der Verwendung von dateiloser Malware sein. Dateilose Angriffe bieten die Möglichkeit, nur den Arbeitsspeicher eines Geräts mit Malware zu infizieren. Es wird keine »physische« Datei heruntergeladen, was die Erkennung durch herkömmliche Virenschutzprogramme erschwert.

Ein weiteres Thema, das wir in diesem Bericht bisher noch nicht behandelt haben, sind Exploits (Schwachstellen). Jedes Jahr werden mehr Sicherheitslücken in den gängigen Anwendungen gefunden als im vorangegangen. Da die von uns verwendete Software mit jedem Tag komplexer wird und die Welt sich immer weiter vernetzt, eröffnen sich Exploit-Jägern ständig neue Möglichkeiten zum Aufspüren von Sicherheitslücken. Auch wenn es sich glücklicherweise nicht bei allen Malware-Autoren um diese Schwachstellen-Jäger, nehmen wir an, dass im Jahr 2021 mehr Schwachstellen ausgenutzt werden als je zuvor.

Zudem findet auch eine organisatorische Verschiebung statt. So verwenden immer mehr Hacker Tools und Malware, die sie nicht selbst geschrieben, sondern von anderen Akteuren erhalten oder gekauft haben. Dies trennt die Lager der »Hacker« und »Malware-Autoren« weiter in verschiedene Gruppen. Natürlich gehen wir auch weiter davon aus, dass bestimmte Organisationen und staatliche Behörden ihre »Werken« nach wie vor für sich behalten und nur für sehr gezielte Angriffe gegen hochrangige Objekte einsetzen, z. B. indem sie eigene APTs (Advanced Persistent Threats) schreiben und verwenden.

 


Wie gelangen Kriminelle an Ihre Zahlungsdaten?

Lesen Sie hier den vollständigen Bericht

 

Fake-Apps 

Seit Beginn der Covid-19-Pandemic haben Malware-Autoren die verschiedensten Strategien entwickelt, um die Sorgen und den Wissensdurst der Anwender auszunutzen.

Ein Beispiel dafür ist eine Variante des Android-Banking-Trojaners »Cerberus«, die unter dem Namen »Corona-Apps.apk« verbreitet wurde und die Nutzer dazu verleiten soll, sie auf ihrem Smartphone zu installieren.

Hacker verbreiten Apps mit Stichworten wie »Corona«, um Nutzer zur Installation von Spionage-Malware auf ihrem Smartphone zu bewegen.

Phising E-Mails

Meist imitieren Phishing-Seiten Banken oder beliebte Webservices wie PayPal oder eBay. Sobald der ahnungslose Nutzer seinen Benutzernamen und sein Kennwort eingegeben hat, wird er in der Regel auf die echte PayPal- bzw. eBay-Webseite weitergeleitet, sodass er annimmt, er hätte sich bloß vertippt.

Das führt häufig dazu, dass Konten unbemerkt kompromittiert werden, was einer der Gründe dafür ist, weshalb die Annahme, Online-Banking sei unsicher, immer noch relativ weit verbreitet ist.

Kriminelle versenden Mails, die Nutzer zu gefälschten Anmeldeseiten führen.

Datendiebstahl

Schadsoftware wie Keylogger zeichnen heimlich die Tastatureingabe des Nutzers auf.

Wenn ein Online-Shop keine Verschlüsselung verwendet, können Angreifer Transaktionen leicht abfangen. Manchmal werden auch schädliche Skripte wie Keylogger eingesetzt, um die Kreditkartendaten abzugreifen, die während des Kaufvorgangs eingegeben werden.

 

1000 Artikel zu „Corona Sicherheit“

Corona-Lockdown sorgt für wachsendes Bewusstsein für Cybersicherheit

Aktuelle Umfrage zeigt, dass Mitarbeiter Sicherheitstrainings ernst nehmen, aber dennoch riskantes Verhalten an den Tag legen.   Trend Micro veröffentlicht neue Umfrageergebnisse, die zeigen, wie Mitarbeiter im Home Office mit der Cybersicherheit umgehen. Nahezu drei Viertel der Remote-Mitarbeiter (72 Prozent weltweit, 69 Prozent in Deutschland) geben an, dass sie sich seit Beginn des Lockdowns bewusster…

Digitalisierung und Cybersicherheit trotz Corona und Rezession weiter vorantreiben

Nur die Hälfe steuert Informationssicherheit professionell über ein ISMS. Nur jede 3. Organisation verfügt über Notfallpläne (BCM). Mehrheit will Service-Level-Vereinbarungen mit den externen Partnern für IT oder Informationssicherheit überarbeiten.   Den weitreichenden Auswirkungen der Corona-Krise zum Trotz wollen Wirtschaft und Öffentliche Hand in Deutschland Digitalisierung und Cybersecurity weiter ausbauen. Dies ist eine der zentralen Erkenntnisse,…

Corona-Pandemie: Unsicherheit, Umsatzeinbrüche und mehr Home Office

Geschäftstermine werden verschoben oder fallen aus, das Team arbeitet vom Home Office: Die Corona-Krise hat vielfältige Auswirkungen auf Unternehmen. Eine aktuelle Umfrage des Markt- und Meinungsforschers YouGov unter Unternehmensentscheidern in Deutschland zeigt, dass vor allem die Unsicherheit und Sorge unter den Mitarbeitern sehr verbreitet ist. 60 Prozent der Befragten geben an, dass dies in ihrem…

Corona: Unternehmen, Mitarbeiter und Home Office – worauf man in puncto IT-Sicherheit achten sollte

Plötzlich spielt sich das ganze Leben online ab. Nie zuvor waren die vernetzte Welt und die Möglichkeit, online zu kommunizieren, Kontakte zu knüpfen, zu arbeiten und Geschäfte zu tätigen, so präsent und entscheidend wie heute. Auch wenn dieses neue Vermögen auf den ersten Blick beeindruckend erscheint, muss man sich der Realität stellen: Egal wo wir…

In der Corona-Krise entdecken die Verbraucher das kontaktlose Bezahlen

Von September bis November haben drei Viertel kontaktlos bezahlt. 8 Prozent nutzen täglich Smartphone oder Smartwatch zum Bezahlen. Das kontaktlose Bezahlen an der Ladentheke hat sich im Zuge der Corona-Pandemie fest etabliert. Mehr als drei Viertel (79 Prozent) der Bundesbürger geben an, in den drei Monaten von September bis November bis zum jüngsten Lockdown mit…

Internetsicherheit und Cyberattacken: Ein Jahresrückblick

Die Corona-Pandemie hat die digitale Transformation weltweit beschleunigt. Die Internetsicherheit ist daher wichtiger denn je. Im »State of the Internet – A Year in Review« Sicherheitsbericht blickt Akamai auf die Entwicklungen in diesem außergewöhnlichen Jahr 2020 zurück – und auf Bedrohungen für Finanzdienstleister, für die Branchen Medien und Gaming sowie für den Einzelhandel und das…

Cybersicherheit mit KI-Unterstützung – Rückblick und Ausblick

Bereits im Januar 2004 wurde ein loser Zusammenschluss von CISOs namens Jericho Forum offiziell gegründet, um das Konzept der De-Perimeterization zu definieren und zu fördern. Das Jericho Forum vertrat die Position, dass der traditionelle Netzwerkperimeter erodiert und Unternehmen die Sicherheitsauswirkungen eines solchen Abdriftens nicht verinnerlicht hatten. Seither ist in Sachen Cybersicherheit viel passiert.   Andreas…

Security-Praxistipps: Sechs DevSecOps-Metriken für DevOps- und Sicherheitsteams

Mitarbeiter im DevOps-Team bekommen leicht das Gefühl, dass das Sicherheitsteam dazu da ist, ihnen die Arbeit schwerer zu machen. Sicherheitsfachkräfte haben vielleicht das Gefühl, dass DevOps ihre Prioritäten nicht teilt und die Sicherheit nie so ernst nehmen wird, wie sie es gerne hätten. Glücklicherweise muss das nicht so sein. Durch das Festlegen und Verfolgen gemeinsamer…

Alternative Lösungswege bei sinkenden IT-Budgets – Optionen für IT-Sicherheit in Krisenzeiten

In Zeiten der Unsicherheit ist es nur verständlich, dass Unternehmen dazu neigen, sich zurückzuziehen und ihre Ausgaben zu reduzieren, wo immer dies möglich ist. Im Jahr 2020 zeigt sich dies ganz offensichtlich im Veranstaltungsbereich: Konferenzen und Kongresse wurden abgesagt oder virtuell abgehalten, während Geschäftsreisen für viele Unternehmen zum Stillstand gekommen sind. Dies ist aber nicht…

Mangelndes Sicherheitsbewusstsein der Mitarbeiter stellt Zukunft der Remote-Arbeit infrage

Rund 90 % der von zuhause arbeitenden Mitarbeiter in Deutschland wollen auch nach einer möglichen Rückkehr ins Büro zeitweise im Home Office bleiben. Aus Unternehmenssicht ist allerdings bedenklich, dass 59 % der Mitarbeiter Sicherheitsrichtlinien nur unzureichend berücksichtigen. Die Covid-19-Pandemie hat dazu geführt, dass viele Mitarbeiter im Home Office arbeiten. Welche Herausforderungen gibt es dabei und…

Auf dem SaaS-Auge blind – Angst vor E-Mail-Angriffen blendet Sicherheitsverantwortliche

Der E-Mail-Verkehr gilt immer noch als kritischstes Einfalltor für Cyberangriffe, während SaaS-basierte Angriffe zunehmen – Sicherheitsverantwortliche nehmen das Risiko bislang jedoch kaum war. Vectra AI, tätig im Bereich NDR (Network Detection and Response), weist im Zuge der jüngsten Sicherheitsvorfälle in Zusammenhang mit SaaS-Anwendungen erneut darauf hin, wie kritisch dieser Bedrohungsvektor ist. Im Zuge der digitalen…

Corona verzögert die Digitalisierung, verbessert aber Innovation und Nutzererlebnis

Eine aktuelle Studie zeigt, dass deutsche Unternehmen 2020 durchschnittlich 4,5 Millionen Euro durch gescheiterte oder reduzierte Digitalisierungsprojekte verloren haben . Die Pandemie hat die wenigsten Probleme verursacht.   Die Covid-19-Pandemie hat in vielen Unternehmen die Pläne zur digitalen Transformation durcheinandergewirbelt. Die jüngste Studie von Couchbase belegt, dass 76 % der befragten Organisationen markante Änderungen ihrer…

Cyber-Sicherheitsprognosen für 2021

Es wird einen Zuwachs bei Angriffen mit Erpressersoftware geben. Weitere Prognosen sind, dass mit Hilfe künstlicher Intelligenz generierte Identitäten für neue Spielarten des Social Engineering genutzt werden, dass Cyberkriminelle verstärkt ihre Hacking-Dienste gegen Bezahlung anbieten und neue Vorgehensweisen, Werkzeuge und Strategien entwickeln, um Sicherheitslücken im Home Office auszunutzen. BAE Systems Applied Intelligence hat seine Prognosen…

Cybersicherheit 2021: Big-Malware-Business zielt auf das Wohnzimmer

Home-Office-Hardware und Firmware geraten verstärkt ins Visier der Cyberangreifer. Ransomware wird zum Big Business mit einem umkämpften Markt. Mit zunehmend professionelleren Methoden werden Angriffe komplexer. Für die Experten der Bitdefender Labs steht das Jahr 2021 vor allem unter folgenden Vorzeichen: Das Home Office rückt in den Fokus für Angriffe auf Unternehmensinformationen. Firmware-Angriffe werden zum Standard…

Cloud-Prognose für 2021: Mehr Multi-Cloud, mehr Sicherheit und höhere Kosten

Die Covid-19-Pandemie hat den Zeitplan für den Übergang in die Cloud für viele Unternehmen beschleunigt. Die Ausfälle bei vielen der größten Cloud-Service-Provider und die jüngsten Hacker- und Ransomware-Angriffe zeigen jedoch die Herausforderungen in Bezug auf Verfügbarkeit, Skalierbarkeit und Sicherheit von Cloud-Umgebungen. Für das Jahr 2021 prognostiziert Radware 5 wesentliche Trends:   Fortgesetzte Investitionen in Cloud-Migration…

Covid-19 hat erhebliche Auswirkungen auf die IT-Sicherheitslage in Deutschland und Frankreich

Dritte Ausgabe des Französisch-deutschen IT-Sicherheitslagebilds erschienen. Die Covid-19-Pandemie hat deutliche Auswirkungen auf die IT-Sicherheitslage in Deutschland und Frankreich. In beiden Ländern hat der Corona-bedingte Digitalisierungsschub die mögliche Angriffsfläche und damit die Wahrscheinlichkeit von Cyberangriffen vergrößert. Dies ist eine Erkenntnis der inzwischen dritten gemeinsamen Lagebetrachtung, die das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die…

Vorsicht vor Phishing-Mails mit Corona-Soforthilfe

Nur durch stärke Mitarbeitersensibilisierung lässt sich das Ziel erreichen, dass Phishing-Mails besser erkannt werden können. Die Corona-Krise beflügelt offenbar Cyberkriminelle in ihren Aktivitäten. Besonders dreist: Sie nutzen die Notlage von Unternehmen aus, die aufgrund der Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schieflage geraten und eigentlich auf finanzielle Unterstützung aus den Soforthilfeprogrammen der Bundesregierung und Europäische Kommission angewiesen sind.…

Sicherheit in den eigenen vier Bürowänden – Wie das Arbeiten im Home Office gelingen kann

Das Arbeiten im Home Office ist in den letzten Monaten immer mehr zum Standard geworden. Während viele Unternehmen ihren Mitarbeitenden schon länger einen flexiblen Büroalltag ermöglichten, mussten andernorts die technischen Gegebenheiten ad hoc geschaffen werden. Zahlreichen Unternehmen steht dieser Schritt noch bevor und er wird umso dringlicher, als ein Ende der Corona-Pandemie nicht abzusehen ist. Gelingen kann die Einführung des Home Office nur, wenn es eine annähernd gleichwertige Alternative zum Büroarbeitsplatz darstellt. »Auf Nummer sicher gehen« ist nicht nur oberstes Corona-Gebot,  sondern auch im flexiblen Arbeitsalltag unverzichtbar.

Datensicherheit von der Edge über Core bis in die Cloud – Modernes Datenmanagement

Seit drei Jahrzehnten gibt Veritas den Weg vor, wie sicheres und Compliance-konformes Datenmanagement funktioniert. Das Herzstück ist dabei die Lösung NetBackup, die aktuell in Version 8.3 verfügbar ist und Unternehmen die Freiheit gibt, ihre Anwendungen und IT-Infrastruktur unabhängig von der darunterliegenden IT-Architektur noch ausfallsicherer zu betreiben.

Remote-ERP-Einführung während Corona-Lockdown – SkyCell wappnet sich für Eigenproduktion

Kaum ein Fertigungsunternehmen kommt heute mehr ohne ein ERP-System aus. Auch SkyCell, ein Schweizer Anbieter für temperaturgesteuerte Luftfrachtlösungen, entschied sich in Vorbereitung auf die eigene Herstellung innovativer Luftfrachtcontainer für die Einführung einer ERP-Lösung – wegen des Corona-Lockdowns sogar remote. Eine digitale Erfolgsgeschichte.

Wie glücklich oder unglücklich sind die Bundesbürger in Corona-Zeiten?

Wie in den vergangenen Jahren leben die glücklichsten Deutschen im Norden, Platz 1 teilen sich Schleswig-Holstein und Hamburg. Die unglücklichsten Menschen leben in Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen.   Studie belegt Rückgang der Lebenszufriedenheit um 6 Prozent. Glücksabstand zwischen Ost und West löst sich nahezu auf. Schleswig-Holstein und Hamburg zufriedenste Regionen Deutschlands. 80 % der Befragten…

Trends 2021: Automatisierung als Freund und Feind der IT-Sicherheit

Automatisierung wird Flutwelle an Spear-Phishing auslösen und gleichzeitig Cloud Providern als Waffe gegen Angreifer dienen. Nachdem sich das Jahr 2020 langsam dem Ende zuneigt, ist es für die IT-Sicherheitsexperten von WatchGuard Technologies an der Zeit, den Blick gezielt nach vorn zu richten. Auf Basis der aktuellen Faktenlage lassen sich stichhaltige Rückschlüsse ziehen, welche Trends das…

HR im Umbruch: Digitalisierung erhöht Leistungsfähigkeit und Krisensicherheit gleichermaßen

Demografische Entwicklung, Globalisierung und Digitalisierung sorgen für einen Umbruch im HR-Bereich – und die Corona-Krise hat deutlich gemacht, wie wichtig es ist, das operative Geschäft auch aus der Ferne weiterführen zu können. Intelligente Software ermöglicht nicht nur einen zeit- und ortsunabhängigen Zugriff, sie erlaubt es durch Standardisierung und Automatisierung auch, die Aufwände für administrative Aufgaben…

Pandemie: Anteil positiver Corona-Tests steigt kontinuierlich

Angesichts der steigenden Neuinfektionen mit dem Corona-Virus in Deutschland stellt sich die Frage nach dem Zusammenhang zwischen den Infektionszahlen und der Zahl der durchgeführten Tests. Die Statista-Grafik zeigt auf Basis von Daten des Robert Koch Instituts daher die Zahl des Tests, der positiven Tests und die sich daraus ergebende Rate der positiven Tests. Aktuell ist…

Corona: Unternehmen investieren trotz Umsatzrückgang in Digitalisierung

      Niedrigere Umsätze bei 68 Prozent der Unternehmen weltweit aufgrund von Corona-Pandemie. 90 Prozent investieren wie bisher oder verstärkt in digitale Transformation. 40 Prozent der Mitarbeiter bis 2025 im Home Office.   Obwohl ein Großteil der Unternehmen weltweit aufgrund der Corona-Pandemie Umsatzrückgänge verzeichnet, investieren neun von zehn Firmen weiter in die Digitalisierung. So…

Unternehmen verzeichnen Digitalisierungsschub während der Corona-Pandemie

Im Zuge der Corona-Pandemie machen viele Unternehmen Fortschritte bei der Digitalisierung ihres Angebots, ihrer Geschäftsprozesse und der Arbeit ihrer Beschäftigten. Im unternehmensnahen Dienstleistungsbereich berichten etwa 40 Prozent und im Verarbeitenden Gewerbe etwa 25 Prozent der Unternehmen von einem solchen Digitalisierungsschub. Derweil liegen die Umsätze der Unternehmen häufig noch unterhalb des Vorkrisen-Niveaus – und das teilweise…

Corona sorgt für Fortschritte bei der Digitalisierung

Corona sorgt in der deutschen Wirtschaft für einen Digtalisierungsschub, wie eine aktuelle Umfrage des ZEW zeigt. »Vor allem die Arbeit der Beschäftigten gestaltet sich in vielen Unternehmen sichtbar digitaler als vor der Krise. Rund jedes dritte Unternehmen in der Informationswirtschaft und jedes vierte Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe hat hier den eigenen Digitalisierungsgrad erhöhen können«, so Dr. Daniel Erdsiek, Wissenschaftler…

Zurück im Home Office: 5 Tipps für Unternehmen zur Vermeidung von Sicherheitslücken beim mobilen Arbeiten

Lockdown 2.0: Nach dem erneuten Verschärfen der Maßnahmen zum Eindämmen der Corona-Pandemie ist ein großer Teil der Büromitarbeiter bereits wieder im Home Office – falls sie nach Ende des ersten Lockdowns überhaupt an ihren regulären Arbeitsplatz zurückgekehrt waren. Dies hat die Entwicklung des mobilen Arbeitens in den Unternehmen maßgeblich beschleunigt. Ein Problem bei der rasanten…

Digitalisierungstreiber Corona: nicht alle Unternehmen können mithalten

Für 8 von 10 Unternehmen hat Digitalisierung durch Corona an Bedeutung gewonnen. Aber fast jedes Dritte musste Investitionen in die Digitalisierung zurückfahren. Jedes vierte Unternehmen sieht sich als Digitalisierungsvorreiter.   Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass die Digitalisierung in der deutschen Wirtschaft stark an Bedeutung gewonnen hat. Zugleich wurden aber vielen Unternehmen auch die eigenen…

Wie das Gesundheitswesen den Kampf um die Cybersicherheit gewinnen kann – drei Entwicklungen und vier Lösungsansätze

Nicht erst seit Covid und den jüngsten Ransomware-Attacken ist das Gesundheitswesen einer der dynamischsten Schauplätze von Cyberkriminalität Im Laufe der letzten Jahre haben sich nach Meinung von Vectra AI drei wesentliche Erkenntnisse über Cyberangriffe im Gesundheitswesen herauskristallisiert:   Die wirkliche Bedrohung liegt bereits in den Netzwerken des Gesundheitswesens selbst in Form des Missbrauchs des privilegierten…

Stärke hat tiefe Wurzeln: Ein halbes Jahrhundert Cybersicherheit – und wie man von den Errungenschaften am besten profitiert

Cybersicherheitsunternehmen sind in Zeiten wie diesen vorne mit dabei. In Zusammenarbeit mit Behörden, Finanzdienstleistern/Banken und Unternehmen aus dem Bereich kritische nationale Infrastrukturen bekommen Sicherheitsexperten einiges zu sehen – Gutes wie weniger Gutes. APT-Gruppen starten Angriffe, die im wahrsten Sinne des Wortes »alle Lichter löschen« können oder ein politischer Akt der Verwüstung kommt als harmlos aussehende…

Sicherheitsspezialisten plädieren für Vielfalt und Neurodiversität

Studie: 47 % sehen in Neurodiversität eine Strategie gegen Fachkräftemangel und blinde Flecken. Kein Zweifel: Der Mangel an IT-Sicherheits-Fachkräften und -Expertise ist dramatisch. Rund drei von zehn Cybersecurity-Spezialisten in Deutschland sagen laut einer Bitdefender-Studie einen gravierenden Effekt voraus, wenn der Mangel an Cybersecurity-Expertise für fünf weitere Jahre anhalten wird: 21 % der deutschen Befragten sagen,…

Mangel an Zusammenarbeit zwischen Geschäfts- und Sicherheitsverantwortlichen ist geschäftsschädigend

Die Kluft zeigt sich ebenfalls in der Reaktion von Unternehmen auf die weltweite Pandemie. Tenable stellte zwischen deutschen Geschäfts- und Sicherheitsverantwortlichen einen Mangel an Zusammenarbeit fest, der sich laut einem neuen Branchenbericht als nachteilig für Unternehmen erwiesen hat. Sechsundsechzig Prozent der deutschen Sicherheitsverantwortlichen gaben an, dass sie nicht mit geschäftlichen Interessenvertretern zusammenarbeiten, um Kosten-, Leistungs-…

Leitfaden: Warum die Sicherheit in Software so entscheidend ist

Sieben Leitfragen zur Sicherheit von softwarebasierten Produkten. Die Digitalisierungsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft führen dazu, dass Software und softwarebasierte Produkte zunehmend allgegenwärtig sind. Neben den damit verbundenen Möglichkeiten und Chancen gilt es aber auch Gefahren und Bedrohungsszenarien zu berücksichtigen. Darauf weist der Digitalverband Bitkom in seinem neuen Leitfaden »Zur Sicherheit softwarebasierter Produkte« hin. Über grundlegende…

Home Office erfährt durch Corona deutlichen Schub

Jedes zweite der vom ZEW befragten Unternehmen der Informationswirtschaft ist infolge der Coronakrise zur Einschätzung gelangt, dass sich mehr Tätigkeiten für die Arbeit im Home Office eignen als bislang angenommen [1]. Entsprechend wird ortsflexibles Arbeiten auch nach Ende der Pandemie deutlich häufiger normal sein als vorher. »Insbesondere in größeren Unternehmen führt die Corona-Pandemie zu einer…

Sicherheit in Unternehmen: 84 Prozent der Unternehmen würden gerne nur Mac-Geräte nutzen

Mehr als drei Viertel der Unternehmen, die Mac- und Nicht-Mac-Geräte parallel verwenden, halten den Mac für das sicherere Gerät. Die Covid-19-Pandemie hat eine nie zuvor gekannte Abwanderungswelle von Angestellten ins Home Office ausgelöst und Unternehmen vor die Aufgabe gestellt, auch in dezentral arbeitenden Teams die Endgerätesicherheit jederzeit zu gewährleisten. Anlässlich des Cybersecurity-Awareness-Monats Oktober befragte Jamf,…

Softwaremarkt wächst nach Corona-Knick deutlich

Die Landschaft der Softwareanbieter in Deutschland ist vielfältig – Doch wie sieht der Markt der B2B-Softwarelösungen konkret aus und wie gestaltet sich die Buyer Journey in Unternehmen?​ Statista liefert mit der B2B-Software-Studie Antworten auf diese und weitere Fragen [1]. Dafür haben mehr als 10.500 ArbeitnehmerInnen Auskunft über die verwendeten Softwarelösungen in ihren Unternehmen gegeben und…

Corona: Zweite Welle für deutsche Wirtschaft weniger schlimm als die erste

  Das erneute Aufflammen der Corona-Pandemie setzt dem Wirtschaftsaufschwung in Deutschland vorerst ein Ende. Die rasant steigenden Infektionszahlen verunsichern VerbraucherInnen und Unternehmen weltweit, zudem haben viele europäische Regierungen, auch Deutschland, erneute Einschränkungen des Wirtschaftsgeschehens beschlossen, um die zweite Infektionswelle zu stoppen. Dies dürfte Berechnungen des DIW Berlin zufolge im vierten Quartal zu einer um 19…

IT-Security-Studie 2019: Immer mehr Unternehmen planen für den IT-Notfall

90 Prozent der Unternehmen empfinden die Bedrohungslage als wachsend und stellen sich mit Notfallplänen darauf ein.

Die Bedrohungslage im Bereich IT-Sicherheit steigt weiter an. Dies sagen 90 Prozent der befragten Sicherheitsexperten laut der Studie IT-Sicherheit 2019 [1] des eco – Verbands der Internetwirtschaft e. V. Die Unternehmen in Deutschland reagieren darauf mit Notfallplänen. 57 Prozent der befragten IT-Sicherheitsexperten haben interne Prozesse beziehungsweise einen Notfallplan für den Fall eines Cybercrime-Vorfalls festgelegt, stellt die Studie fest. Weitere 27 Prozent sind grade noch damit beschäftigt, solch einen Notfallplan für sich zu entwickeln. Eine deutliche Steigerung: Im Jahr 2018 hatten nur 32 Prozent der Unternehmen einen Notfallplan.

»Die Verantwortlichen im Mittelstand sind sich der großen Gefahr durch Cyberkriminelle immer stärker bewusst und suchen nach Wegen, sich auf einen möglichen Fall der Fälle vorzubereiten«, sagt Oliver Dehning, Leiter der Kompetenzgruppe Sicherheit im eco Verband. Das wachsende Gefahrenbewusstsein führt zu einer steigenden Bereitschaft der Unternehmen, in Schulungen der Mitarbeiter zu investieren. 41 Prozent schulen und sensibilisieren die eigenen Mitarbeiter regelmäßig zu Cyber-Gefahren, 38 Prozent tun dies zumindest unregelmäßig. Nur 14 Prozent schulen und sensibilisieren ihre Mitarbeiter nicht.

 

Jedes fünfte Unternehmen hält sich für unzureichend abgesichert

Die Notfallplanung gehört für die befragten Unternehmen damit aktuell zu den Top-Sicherheitsthemen. 80 Prozent bewerten dieses Thema als wichtig oder sogar sehr wichtig. Bedeutender in der Bewertung sind nur die Mitarbeitersensibilisierung (für 81 Prozent wichtig) die Verschlüsselung von Daten (für 82 Prozent wichtig), und der Datenschutz (für 89 Prozent wichtig).

Trotz der steigenden Bemühungen um diese Sicherheitsthemen, schätzen nur 46 Prozent der Befragten die Absicherung des eigenen Unternehmens als sehr gut (11 Prozent) oder gut (35 Prozent) ein. Weitere 35 Prozent glauben, sie sind nur ausreichend abgesichert und 19 Prozent sogar als unzureichend. In jedem vierten Unternehmen gab es im vergangenen Jahr tatsächlich mindestens einen gravierenden Sicherheitsvorfall. Ransomware, DDos-Attacken und CEO Fraud führen die Liste der Attacken vor Website-Hacking und Datendiebstahl an.

 

Zum Thema Notfallvorsorge lädt die Kompetenzgruppe Sicherheit im eco Verband am 21. März zum Expertengespräch nach Köln ein, zu dem sich alle Interessierten hier anmelden können.

https://www.eco.de/event/blackout-vorbereitung-fuer-den-ernstfall/

 

[1] Im Rahmen der eco Umfrage IT-Sicherheit 2019 hatte der eco Verband 242 Experten für IT-Security zur aktuellen Sicherheitslage befragt. Rund die Hälfte der befragten Verantwortlichen hat Budget und/oder Personalverantwortung.
Über eco
Mit über 1.100 Mitgliedsunternehmen ist eco der größte Verband der Internetwirtschaft in Europa. Seit 1995 gestaltet eco maßgeblich das Internet, fördert neue Technologien, schafft Rahmenbedingungen und vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber der Politik und in internationalen Gremien. Leitthemen sind Zuverlässigkeit und Stärkung der digitalen Infrastruktur, IT-Sicherheit und Vertrauen sowie Ethik und Selbstregulierung. Deshalb setzt sich eco für ein freies, technikneutrales und leistungsstarkes Internet ein.

 


 

358 search results for „sicherheit 2019“

Die glorreichen Sieben – Prognosen zur Cybersicherheit 2019

  Es wird zu ersten, erheblichen Strafzahlungen im Rahmen der DSGVO kommen. Die Sicherheitsprobleme in der Cloud werden auch 2019 nicht gelöst. Zero Trust Networking wird immer wichtiger für die IoT-Cybersicherheit. Die Zusammenarbeit bei der Cybersicherheit verbessert sich. Die allgemeine Cybersicherheit bewegt sich in einen Kampf zwischen Maschine und Maschine, bei dem die Menschen mitwirken…

IT-Sicherheitsprognosen 2019 – Fokus auf die Cloud

Im Jahr 2019 werden Cyberkriminelle neue innovative Wege beim Ausnutzen von Sicherheitslücken finden. Sie werden weiterhin IoT-Geräte auf ihrem Radar haben und außerdem in der Cloud nach neuen Möglichkeiten suchen, um gefährdete Anwendungen angreifen zu können. Unternehmen sollten daher daran arbeiten, effektivere Sicherheitslösungen einzusetzen, die aber auch ihr Budget nicht überfordern.

IT-Sicherheitstrends 2019: Die »Kronjuwelen« unter den Assets vor Bedrohungen schützen

Die EU-Verordnung eIDAS für den sicheren grenzüberschreitenden Datentransfer wird 2019 eine starke Verbreitung erfahren und das IT-Sicherheitsgesetz weitere Branchen und Unternehmen umfassen. Doch gleichzeitig werden nach den Trendaussagen von Detlev Henze, Geschäftsführer der TÜV TRUST IT, die Cybergefahren deutlich zunehmen. Deshalb müssen die wertvollen Vermögenswerte besonders geschützt, die Architekturen der produktionsnahen IT verändert und KI-Lösungen…

Der Channel für IT-Sicherheit im Jahr 2019 – ein Jahr der Services

Zu Beginn des Jahres 2019 wird es große und kleine Veränderungen innerhalb des Ökosystems der Channelpartner geben. Wie diese vermutlich aussehen werden, erklärt Jens Pälmer, zuständig für den Channel bei Palo Alto Networks in Deutschland, Österreich und der Schweiz. »Die Vorhersage dessen, was das Jahr verspricht, lässt sich jedoch nicht einmal mittels künstlicher Intelligenz treffen«,…

Sicherheitstrends 2019: Internet der Dinge und DSGVO stellen Unternehmen vor große Herausforderungen

DNS nimmt immer wichtigere Rolle in Sachen Netzwerksicherheit und Unternehmenserfolg ein.   Im Jahr 2018 hat sich gezeigt: So oft wie nie zuvor haben Cyberattacken das Internet in die Knie gezwungen. Unternehmen aller Branchen mussten sich mit den Folgen dieser Angriffe auseinandersetzen, und Millionen sensibler Kundendaten wurden kompromittiert. Im aktuellen Global DNS Threat Report 2018…

Sicherheitstrends 2019: Internet der offenen Türen?

Kontaktloses Bezahlen weckt Begehrlichkeiten. KI sagt Bots den Kampf an. Höchste Zeit für eine Schnittstellendiät.   Beim ersten Blick auf die Sicherheitstrends 2019 hat man es auf der Seite der Gefahren mit vielen alten Bekannten zutun. Geht man einen Schritt zurück, erkennt man auch ein Muster dazu. Das Bedrohungspotenzial hat für jeden von uns vor…

IT-Sicherheitsvorhersagen für 2019: Cyberangriffe werden immer ausgefeilter

Cyberkriminelle entwickeln neue Strategien, um auch die modernsten IT-Umgebungen anzugreifen.   Cyberkriminelle werden sich an die veränderten IT-Landschaften von Unternehmen anpassen, wobei auch altbewährte Angriffsmethoden weiterhin Erfolg versprechen können. Die Cloud wird dabei besonders gefährdet sein. Das sind einige der IT-Sicherheitsvorhersagen für das Jahr 2019.   Trend Micro warnt in seinen Sicherheitsprognosen für 2019 [1]…

10 Thesen zu künstlicher Intelligenz und Cybersicherheit im Jahr 2019

  Die Auswirkung von Systemen auf Basis künstlicher Intelligenz auf das alltägliche Leben, die Wirtschaft und die Gesellschaft werden aktuell heiß debattiert. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Debatte, welche Folgen die aktuellen Entwicklungen im Bereich AI & ML (Artficial Intelligence & Machine Learning) für die Cybersicherheit haben werden. Auf der eine Seite stehen…

Sicherheit: Threat Predictions 2019

Neben der Cloud und dem Smart Home geraten nächstes Jahr auch Social-Media-Plattformen verstärkt ins Visier von Cyberkriminellen [1]. 1. Cyberkrimineller Untergrund zunehmend effektiver Cyberkriminelle stärken den Markt für Malware-as-a-Service, indem sie sich darauf ausrichten, modulare Angriffskomponenten zu verkaufen. Diese Marktkonsolidierung wird sich 2019 fortsetzen, da sich etablierte cyberkriminelle Organisationen mit anderen Kriminellen zusammenschließen werden, um…

 

Cybersicherheit: 1.440 einmalige Schwachstellen pro Unternehmen

Hacker dreister denn je: 6 Bedrohungen, auf die Sie 2018 besonders gefasst sein müssen

Illustration: Absmeier, Igormattio

Die Bedrohungslage hat sich im vergangenen Jahr stark verändert. Schwachstellen in Web-Frameworks und Content-Management-Systemen wie Apache Struts, WordPress und Joomla zählten 2017 zu den größten Problemen im Bereich Web Application Security. Sicherheitsmaßnahmen, die 2017 noch als wirksam eingestuft wurden, werden 2018 wirkungslos sein. Jay Coley, Senior Director Security Strategy & Planning von Akamai, hat den Blick in die Glaskugel für 2018 gewagt: Welche Dimensionen von Cyberbedrohungen erwarten uns 2018 und warum es unerlässlich ist, eine neue Evaluierung von Wirksamkeit und Risiko vorzunehmen.

 

  1. Was wird sich in Zukunft verändern? Alles!

Die Wahrheit ist, dass unser Sicherheitsgerüst, was wir uns bis dato solide aufgebaut haben, einem rasanten Wandel unterliegt. Immer neue Angriffsszenarien, sich immer schneller anpassende Codes machen die Sicherheitslage zu einem Tanz auf dem Vulkan. Die Abstände von der gerade überstandenen bis zur nächsten Attacke werden immer kürzer. Die Angriffshäufigkeit nimmt weiter zu, ein Ende ist nicht in Sicht. Allein 2017 verkleinerte sich das Zeitfenster für Unternehmen, die eigenen Systeme zu patchen, von Monaten oder Jahren auf Wochen oder Tage. Zero-Day-Angriffe werden schwerwiegende Auswirkungen auf Unternehmen haben, wenn keine Zeit für das Aufspielen der Patches bleibt.

 

  1. Hacker: aus dem Hobby-Keller in die Firma

Das Jahr 2017 hat bereits gezeigt, was eine der größten Bedrohungen in der Zukunft sein wird: kriminelle Organisationen. Unterstützt und sogar gedeckt von Wettbewerbern und Staaten, werden Hacker und damit auch ihre Angriffe 2018 noch raffinierter, noch hartnäckiger. Die Professionalisierung von Hackern heben Attacken auf ein ganz neues Level, das weit über das hinausgeht, was Unternehmen bisher kannten und abzuwehren vermochten. Hacker werden mehr Ressourcen und Verbündete zur Verfügung haben, die dabei helfen, spezifische, noch nie dagewesene Tools zu entwickeln. Somit werden organisierte Hackergruppen gefährlicher sein als es Einzelgänger oder Kleingruppen jemals waren. Für viele Unternehmen wird es so nahezu unmöglich, Angriffe dieser Art zuzuordnen, nachzuweisen oder gar abzuwehren.

 

  1. Lösegeld vs. Geldstrafe: Gestohlene Daten haben ihren Preis

Ransomware und Datenmissbrauch – das ist das explosive Gemisch, das auch 2018 öfter zündet, als einem lieb ist. Selbst, wenn Regierungen zukünftig Datenverlust verstärkt mit Geldstrafen ahnden werden, werden ihnen die Hacker einen Schritt voraus sein. Eher setzen sie das Lösegeld niedriger an als die Geldstrafe, als die gestohlenen Daten herauszugeben. Daraus ergibt sich ein weiterer Vorteil für die Kriminellen: Der Gesetzesverstoß kommt so gar nicht erst ans Tageslicht.

 

  1. Schöne IoT-Bescherung!

Je mehr IoT-Geräte ans Netz gehen, umso zentraler wird auch das Thema Softwaresicherheit. Dabei werden aber nicht nur anfällige Geräte zum beliebten Angriffsziel, sondern auch die Privatsphäre der Verbraucher. Wenn es um IoT geht, legen Konsumenten mehr Wert auf neue Features und Kosten als auf Sicherheit und Privatsphäre. Warum? Weil Sicherheitsfunktionen bei Verbrauchern oft für Unmut sorgen, da sie den Bedienkomfort schmälern oder die Geräte teurer machen. Im Ergebnis geben Nutzer die Sicherheit oftmals für Features und Komfort auf. Und Hersteller richten sich wiederum nach der Nachfrage und definieren Sicherheit seltener als Verkaufsargument. Also werden diese Geräte weiterhin missbraucht, um DDoS-Kampagnen und andere Arten von Attacken zu initiieren.

 

  1. Das Business mit sensiblen Daten – wie viel Schutz bietet die biometrische Authentifizierung?

Angreifer haben es 2018 auf Datenbanken abgesehen, insbesondere auf Krankenakten und Finanzunterlagen. Besonders Gesundheitsdaten, die nur so vor sensiblen personenbezogenen Daten strotzen, werden auf dem Schwarzmarkt hoch gehandelt. Wie leicht oder schwer können es biometrische Authentifizierungsverfahren den Angreifern machen? Ob als Face-ID oder Fingerabdruck auf unseren Smartphones und Tablets, biometrische Zugriffskontrollen gehören schon fest zum Alltag. In puncto Datenschutz und personenbezogene Daten sollen sie für die nötige Sicherheit sorgen; vielerorts hinterlassen sie aber einen schalen Beigeschmack: Fitness-Tracker sind hier ein Paradebeispiel für den Gesundheitssektor. Sie zeichnen Herzfrequenz, Blutdruck und nahezu alle biometrischen Daten eines Individuums auf. Wenn diese Daten in die falschen Hände geraten, können sie gegen das Individuum verwendet werden. Einmal kompromittiert, ist die Fähigkeit, sich sicher in einer Datenbank zu authentifizieren, für immer gefährdet. Rechtliche und ethische Diskussionen werden somit noch stärker in den Fokus rücken.

 

  1. Déjà-vu in puncto Attacken

2018 wird es neue Bedrohungsszenarien und Angriffsrichtungen geben. Daran besteht kein Zweifel. Die Mehrheit der Unternehmen sollte das aber nicht zu ihrem Hauptanliegen machen. Viel wichtiger ist, die bestehende Infrastruktur auf Vordermann zu bringen, Technologien, Prozesse und Routinen zu überprüfen und das Patch-Management so zu strukturieren, dass kein Server oder System vergessen wird.

 


 

Hier folgt eine Auswahl an Fachbeiträgen, Studien, Stories und Statistiken die zu diesem Thema passen. Geben Sie in der »Artikelsuche…« rechts oben Ihre Suchbegriffe ein und lassen sich überraschen, welche weiteren Treffer Sie auf unserer Webseite finden.

 

Trendstudie: 2018 steht ganz im Zeichen der IT-Sicherheit

Prognosen zur Cybersicherheit 2018

Mit ISIS12 systematisch zu einem höheren Sicherheitsreifegrad – IT-Grundschutz leicht gemacht

Datenschutz­grund­verordnung – Datensicherheit wird neu definiert

Fünf Cloud-Trends, auf die sich Unternehmen und Anbieter 2018 einstellen sollten

Fünf Vorhersagen, wie sich Daten und ihr Management 2018 entwickeln werden

Trends 2018 im Servicegeschäft: Künstliche Intelligenz, Augmented Reality und Crowd Service

Um diese Trends dreht sich das Digital Business 2018

Diese sechs Trends generieren 2018 einen echten Mehrwert für Unternehmen

Update: Cyberangriffswelle Petya – Bedrohung größer als bekannt

Aktuellen Erkenntnissen zu Folge ist die Bedrohungslage durch den Cyberangriff Ende Juni, der unter dem Namen Petya (auch: NotPetya, ExPetr, DiskCoder.C) bekannt wurde, auch für deutsche Unternehmen größer als bislang angenommen.

Illustration: jeonggujyeok-absmeier

Analysen von IT-Sicherheitsforschern legen nahe, dass bereits seit April 2017 in mehreren Wellen unterschiedliche Schadsoftwarevarianten über die Update-Funktion der in der Ukraine weit verbreiteten Buchhaltungssoftware M.E.Doc verteilt wurden. Damit können auch Unternehmen von diesem Cyberangriff betroffen sein, die M.E.Doc einsetzen, aber augenscheinlich nicht vom öffentlich bekanntgewordenen Verschlüsselungstrojaner Petya betroffen waren. Auch Datensicherungen (Backups), die nach dem 13.04.2017 angelegt wurden, müssen als potenziell kompromittiert betrachtet werden.

Die unterschiedlichen Schadsoftwarevarianten ermöglichen das Ausspähen von Daten aus den betroffenen Firmennetzwerken. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bewertet diese Analysen als plausibel.

Schadsoftware nicht sofort bemerkbar

Dazu erklärt BSI-Präsident Arne Schönbohm: »Wir beobachten hier, ähnlich wie im Fall WannaCry, dass die Täter über die gleichen Verbreitungswege weitere Schadsoftware verteilt haben, die sich im Gegensatz zu Verschlüsselungstrojanern nicht sofort bemerkbar machen. Ihr Schadenspotenzial ist dabei allerdings mindestens ebenso hoch. Unternehmen sind daher aufgefordert, Cybersicherheit auch ohne akuten Anlass als Voraussetzung einer erfolgreichen Digitalisierung zu begreifen und IT-Sicherheitsmaßnahmen konsequent umzusetzen.«

Dem BSI liegen zudem Informationen vor, die deutlich machen, dass die von Petya betroffenen Firmen erhebliche Anstrengungen unternehmen müssen, um zum Teil kritische Geschäftsprozesse wiederherstellen zu können.

Arne Schönbohm: »In einigen Unternehmen in Deutschland stehen seit über eine Woche die Produktion oder andere kritische Geschäftsprozesse still. Hier entstehen Schäden in Millionenhöhe und das bei einem IT-Sicherheitsvorfall, bei dem Deutschland im Grunde mit einem blauen Auge davon gekommen ist. Wir müssen die Resilienz gegen Cyberangriffe in Deutschland weiter konsequent erhöhen und Informationssicherheit mit höchster Priorität behandeln.«

 

Das BSI rät dringend dazu, folgende Schutzmaßnahmen umzusetzen:

 

  • auf M.E.Doc Software angewiesene Unternehmen sollten Computersysteme, auf denen diese Software installiert ist, in separierten Netzbereichen kapseln, verstärkt überwachen und sowohl diese als auch von dort erreichbare Systeme auf zusätzliche, möglicherweise bereits stattgefundene Kompromittierungen untersuchen
  • Auf infizierten Rechnern sollten alle Passwörter geändert werden
  • Infizierte Rechner sollten idealerweise neu aufgesetzt werden
  • Umsetzung einer Netzwerksegmentierung
  • Erstellen und Vorhalten von Datensicherungen (Backups)
  • Überprüfung der Administratorenrechte:
  1. Lokale Administratoren sollten sich nicht über das interne Netz einloggen können
  2. Lokale Administratoren dürfen auf unterschiedlichen Rechnern nicht das gleiche Passwort haben
  3. Idealerweise sollte der lokale Administrator deaktiviert sein
  • Einspielen aktueller Patches für Software und Betriebssysteme, insbesondere des Microsoft-Patches MS17-010
  • Aktualisierung der eingesetzten Antiviren-Programme

 

Das BSI empfiehlt zudem, im Zweifel externe IT-Fachkräfte zur Analyse und Bereinigung der Infektionen hinzuzuziehen.

Betroffene Unternehmen können sich unter meldestelle@bsi.bund.de an das BSI wenden.

 


 

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Evolution von Ransomware: Kommentare zu Petya

Ransomware Petya nutzt WannaCry-Sicherheitslücke

Petya ist zurück – Hintergründe und Maßnahmen

Cyberkriminelle lernen voneinander, Unternehmen sollten dies auch tun – Tipps zur Petya-Attacke

Petya ist wesentlich professioneller als WannaCry

Die einzige zuverlässige Verteidigung gegen Ransomware-Angriffe ist die umfassende Sicherung der Daten

Gemischte Gefühle beim »Staatstrojaner«

IT-Sicherheit weltweit in Gefahr: Warnung vor Bundestrojaner

Gesetz zur Umsetzung der NIS-Richtlinie und BSI-Kritisverordnung in Kraft getreten

https://ap-verlag.de/ecsm-aktionsmonat-klaert-europaweit-zu-cyber-sicherheit-auf/35339/

Außerordentliche Bedrohungslage – Bundesregierung und EU reagieren mit strengen Verordnungen und drakonischen Strafen

IT-Sicherheit bestimmt die Schlagzeilen, weil sich drastische Fälle häufen. Experten beobachten die rasant steigende Zunahme schädlicher Programme mit großer Sorge: So werden täglich unglaubliche 400.000 neue Varianten von Schadprogrammen entdeckt. Der prominenteste Vertreter dieser Spezies dürfte die »WannaCry«-Schadsoftware sein, die sich Mitte Mai mit rasanter Geschwindigkeit verbreitete – Experten geben hier dem amerikanischen Geheimdienst NSA eine Mitschuld, da sie die Lücke in der Software nicht an Microsoft gemeldet haben [1].

Mit »WannaCry« nehmen die Angriffe eine neue Dimension an: »Wenn informationstechnische Systeme von Unternehmen, Krankenhäusern oder Verwaltungen lahmgelegt werden, um ›Lösegeld‹ zu erpressen, ist das eine Entwicklung, die ein entschiedenes Handeln erfordert«, äußerte der Bundesinnenminister de Maizière [2]. IT-Sicherheit muss sich in diesen Tagen neu erfinden und wird auch zum Politikum.

Anlässlich eines Symposiums der AXSOS AG aus Stuttgart sprach »der berühmteste Virenjäger Europas«, Mikko Hypponen, Chief Research Officer von F-Secure, bereits 2015 über die Rolle von Regierungen und dem Schutz vor Cyberattacken. So nennt Hypponen WannaCry jetzt »den größten Ransomware-Ausbruch in der Geschichte« [3].

Der »berühmteste Virenjäger Europas«, Mikko Hypponen (links), Chief Research Officer von F-Secure bezeichnet WannaCry als »den größten Ransomware-Ausbruch in der Geschichte«. Rechts Frank Müller, Vorstand der AXSOS AG.
Der »berühmteste Virenjäger Europas«, Mikko Hypponen (links), Chief Research Officer von F-Secure bezeichnet WannaCry als »den größten Ransomware-Ausbruch in der Geschichte«. Rechts Frank Müller, Vorstand der AXSOS AG.

Die Politik setzt die IT-Sicherheit mit Priorität auf die Agenda. Dass die Politik Handlungsbedarf sieht, wird allein in zwei Neuerungen deutlich: dem IT-Sicherheitsgesetz in Deutschland sowie der Europäischen Datenschutzgrundverordnung. So brachte die Bundesregierung bereits 2015 das IT-Sicherheitsgesetz auf den Weg, in dem Unternehmen verpflichtet wurden, Hackerangriffe an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zu melden. Das Gesetz umfasst insbesondere Unternehmen der kritischen Infrastrukturen. In einem zweiten Schritt soll die Meldepflicht allerdings ausgeweitet werden. Wer dieser Meldepflicht nicht nachkommt, den erwartet eine Strafe in sechsstelliger Höhe.

Endlich einheitlicher Datenschutz für Europa. Die politische Verantwortung wurde erkannt und zieht mit der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) globalere Konsequenzen nach sich. Mit der neuen Verordnung werden einheitliche Regeln für einen besseren Datenschutz in der digitalen Arbeitswelt umgesetzt.

Bußgelder in Millionenhöhe drohen, bei Unternehmen jeder Größenordnung. Der Datenschutz soll in der gesamten EU harmonisiert werden, allerdings werden davon auch außereuropäische Unternehmen betroffen sein: Besonders Firmen, die Waren oder Dienstleistungen in der EU anbieten und somit Einfluss auf die Verarbeitung personenbezogener Daten von Bürgern der EU haben. Im Gegensatz zum IT-Sicherheitsgesetz sind hier die Bußgelder in empfindlicheren Regionen angesetzt, so können bei Nichteinhaltung vier Prozent des jährlichen, weltweiten Umsatzes des Unternehmens oder 20 Millionen Euro erreichen – je nachdem, welcher Wert höher ist.

Unternehmen dürfen keine Zeit verlieren. Die EU-Datenschutzgrundverordnung gilt ab dem 25. Mai 2018, ein Termin der seit längerem bekannt ist, sodass man sich entsprechend vorbereiten konnte. Falls noch nichts unternommen wurde, sollte jetzt umgehend damit begonnen werden, denn die Umsetzung aller Kernpunkte nimmt relativ viel Zeit in Anspruch.


Eva Wachter
[1] https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2017-05/wannacry-ransomware-attacke-hackerangriff-it-deutsche-bahn/komplettansicht
[2] https://www.tagesschau.de/inland/cyberangriffe-107.html
[3] https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2017-05/wannacry-ransomware-attacke-hackerangriff-it-deutsche-bahn/komplettansicht

 


Experten-interview

»IT-Sicherheit beginnt beim Mitarbeiter«
Experten im Gespräch: Peter Klien (links) und Bernd Länge (rechts).
Experten im Gespräch: Peter Klien (links) und Bernd Länge (rechts).

Wie schätzen Sie die Bedrohungslage in Deutschland ein, gerade auch im Hinblick auf die aktuellen Attacken?

Bernd Länge: Deutschland war und ist ein Hightech-Standort, das macht uns zum gern genommenen Ziel von Industriespionage und ganz gezielten Attacken. Der Schaden, der hier in der Vergangenheit für betroffene Unternehmen entstand, war immens und hat sich nicht nur in Kosten niedergeschlagen, sondern bedeutet auch nicht zu reparierende Schäden im Image und vor allem auch im Wissen, das für immer verloren gegangen ist.

Peter Klien: Was wir auch feststellen können, ist, dass sich die Angriffe in ihrer Art verändert haben. Das haben wir jetzt mit WannaCry erfahren. Früher waren es Malware-Angriffe, die Schwachstellen von Unternehmen ausgenutzt haben, heute erleben wir zielgerichtete und wesentlich effektivere Angriffe. Und zwar nicht ausschließlich auf die großen Unternehmen, sondern vornehmlich auf das Know-how des innovativen, deutschen Mittelstands.

Wie sicher ist die IT in deutschen Unternehmen?

Bernd Länge: Die meisten Unternehmen, die ich kenne, haben ein akzeptables Schutzniveau etabliert. Das bedeutet aber nicht, dass man sich hier beruhigt zurücklehnen kann – im Gegenteil: Je nach gesetzlicher Anforderung, oder teilweise auch bedingt durch Anforderungen als Lieferant, müssen manche Unternehmen im IT-Sicherheitsbereich massiv aufrüsten.

Peter Klien: Bedenklich ist, dass die Unternehmen einen Angriff an sich in den meisten Fällen gar nicht bemerken, sondern irgendwann feststellen müssen, dass Daten abfließen. Schutzmechanismen, die ein solches Eindringen verhindern, sind in jedem Fall aufzubauen.

Sind die Verordnungen der Politik hilfreich beziehungsweise nutzen Gesetze wie das IT-Sicherheitsgesetz oder die EU-Datenschutzgrundverordnung überhaupt etwas?

Bernd Länge: Gesetze beziehungsweise die neue EU-Datenschutzrichtlinie ist auf jeden Fall sinnvoll. Sie zwingt Unternehmen, die noch keinen adäquaten Schutz haben, nachzubessern und das mit harten Maßnahmen: So haftet der CEO und der IT-Leiter auch mit seinem Privatvermögen. Das zeigt den Stellenwert von IT-Sicherheit: Ein guter Schutz hilft am Ende eben allen.

Peter Klien: Meiner Meinung nach ist es hier besonders wichtig, auch die Mitarbeiter entsprechend zu sensibilisieren. Das beste Gesetz bringt nichts, wenn die Mitarbeiter nicht wissen, was das für sie konkret bedeutet. Das sollte man bei der Umsetzung dieser Gesetze immer im Hinterkopf behalten.


Bernd Länge ist seit über 15 Jahren in der IT-Branche tätig.
Seit 2014 ist er Bereichsleiter Infrastruktur und Security der AXSOS AG aus Stuttgart.
Tel. 0711 / 901196 441
bernd.laenge@axsos.de
Peter Klien ist seit über 17 Jahren in der IT-Security-Branche tätig.
Seit 2017 arbeitet er als Account Manager im Bereich Infrastruktur und Sicherheit für die AXSOS AG aus Stuttgart.
Tel. 0711 / 901196 444
peter.klien@axsos.de

 


 

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WannaCry: IT-Sicherheit verzeiht keine Nachlässigkeit

Sechs Gründe, weshalb IT-Sicherheit Sache des Managements ist

Deine, Meine, Unsere – Passende IT-Sicherheitslösungen auf den Leib geschneidert

IT-Sicherheitsexperte warnt: Malware für Linux wird aggressiver

IT-Sicherheitsgesetz: Kostentreiber IT-Sicherheit

Report zur IT-Sicherheit: Rekordhöhe an Datenlecks und Schwachstellen in 2016

Banken investieren dreimal mehr in IT-Sicherheit als andere Bereiche

Service Management: CA Service Catalog – Der Onlineshop für Services

IT-Helpdesk und IT-Service Management (ITSM) – Der letzte Ausweg

Report zur Internet-Sicherheit im ersten Quartal 2017

  • »Mirai Water Torture«-DNS-Angriffe nehmen den Finanzdienstleistungsbereich ins Visier.
  • Im Vergleich zum ersten Quartal 2016 sind die Angriffe auf Webanwendungen um 35 Prozent angestiegen.

 

Akamai Technologies veröffentlicht den State of the Internet Security Report für das erste Quartal 2017. Der Bericht basiert auf Daten aus der Akamai Intelligent Platform (www.akamai.com/de/de/solutions/intelligent-platform); er enthält eine Analyse der gegenwärtigen Cloud-Sicherheits- und Bedrohungslage und bietet Einblicke in aktuelle Trends [1].

»Wenn wir etwas aus der Analyse des ersten Quartals 2017 schließen können, dann, dass die Risiken in Bezug auf das Internet und die betroffenen Branchen unverändert hoch bleiben und sich die Bedrohungslage stetig weiterentwickelt«, sagt Martin McKeay, Senior Security Advocate und Senior Editor des State of the Internet Security Report. »Die Anwendungsszenarien von Botnet-Angriffen, etwa durch Mirai, wurden kontinuierlich verfeinert und geändert.

Angreifer nutzen immer häufiger Schwachstellen im Internet der Dinge aus, um ihre Attacken mit DDoS-Botnets und -Malware durchzuführen. Allerdings wäre es naiv, zu glauben, Mirai sei die einzige Bedrohung. Mit der Veröffentlichung des Quellcodes können beliebige Komponenten von Mirai in andere Botnetze integriert werden. Abgesehen von Mirai deutet außerdem vieles darauf hin, dass sich Botnets wie BillGates, elknot und XOR an das veränderte Umfeld angepasst haben, um dieses für sich auszunutzen.«

Die Highlights aus dem State of the Internet Security Report für das erste Quartal 2017:

DDoS-Angriffe

  • »Mirai Water Torture«-DNS-Angriffe, das heißt, in Mirai-Malware integrierte DNS Query Floods, haben Akamai-Kunden im Finanzdienstleistungsbereich ins Visier genommen. Der Großteil der betroffenen DNS-Server erhielt während der Attacken Queries mit gleichmäßiger Rate – eine Ausnahme stellte jedoch ein Angriff vom 15. Januar 2017 dar, als bei einem von drei DNS-Servern Angriffs-Traffic von 14 Mpps verzeichnet wurde. Im Rahmen solcher Attacken werden die Ressourcen der Zieldomäne überlastet, indem in großer Zahl zufällig generierte Domänennamen abgefragt werden, was letztendlich zu Denial-of-Service-Ausfällen führt.
  • Reflection-Angriffe sind weiterhin die am häufigsten verwendeten DDoS-Angriffsvektoren – im ersten Quartal 2017 waren allein 57 Prozent aller abgewehrten Attacken Reflection-Angriffe. Die SSDP (Simple Service Discovery Protocol)-Reflektoren waren dabei die meistverwendete Angriffsquelle.

Angriffe auf Webanwendungen

  • Mit einem weiteren erheblichen Zuwachs von 57 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2016 sind die USA nach wie vor das Land, in dem die meisten Angriffe auf Webanwendungen registriert wurden.
  • Die drei am häufigsten verwendeten Angriffsvektoren im ersten Quartal 2017 waren SQLi, LFI und XSS.
  • Die Niederlande, die im ersten Quartal 2017 den zweiten Platz belegen, verzeichneten mit nun 13 Prozent im Vergleich zu 17 Prozent einen leichten Rückgang im Vergleich zum vierten Quartal 2016, bleiben aber dennoch eine konstant beliebte Quelle für Angriffs-Traffic und weisen für ein Land mit gerade einmal 17 Millionen Einwohnern einen unverhältnismäßig hohen Anteil an Angriffen auf.

Die wichtigsten Angriffsvektoren

  • UDP-Fragmente, DNS und NTP sind nach wie vor die drei am häufigsten verwendeten DDoS-Angriffsvektoren; auch die Protocol und Connection Floods finden sich auf der Liste für das erste Quartal 2017 wieder.
  • Die ersten drei Plätze der am häufigsten verwendeten Angriffsvektoren pro Woche belegen ACK, CHARGEN und DNS.
  • Der neue Reflection-Angriffsvektor Connectionless Lightweight Directory Access Protocol (CLDAP) wurde entdeckt und wird weiter beobachtet. Er generiert mit DNS-Reflection vergleichbare DDoS-Angriffe, bei denen der Traffic 1 Gbit/s übersteigt.

 

[1] Der vollständige Bericht steht zum Download bereit unter: akamai.com/stateoftheinternet-security

 

 


 

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Trends 2017: Internet Security in Geiselhaft

Internetkriminalität Ransomware: Welche Branchen sind betroffen und warum?

Cybersicherheit für Produktionsprozesse: Sicherheit im industriellen »Internet of Things«

Die ICT-Security-Trends für 2017

Früherkennung und Bekämpfung sind die Top-Prioritäten von Unternehmen im Bereich Security für das Jahr 2017

9 Cyber-Security-Trends

Komplettschutz mit TAROX Security Allianz: Neues Qualitätsbündnis aus 14 Partnern unterstützt Systemhäuser bei Geschäftskunden

People Centric Security (PCS) und Data Centric Audit and Protection (DCAP) – Advanced Endpoint Security

Cyber Security Report analysiert Sicherheitsbedrohungen jenseits von Malware

Enterprise Risk Index zeigt alarmierende Zunahme von speicherbasierten Angriffen

Traditionelle Antivirus-Lösungen sind im Kampf gegen moderne Malware so gut wie überflüssig.

SentinelOne Enterprise Risk Index: Die Zahl speicherbasierter Angriffe (in-memory) hat sich im Untersuchungszeitraum mehr als verdoppelt.

 

SentinelOne veröffentlicht seinen ersten Enterprise Risk Index, der Einblicke in die aktuelle Bedrohungslage von Unternehmen durch Malware gewährt. Dabei warnt der Report vor allem vor der zunehmenden Verbreitung von speicherbasierten Angriffen, die von traditionellen statischen und auf die Erkennung von Dateien ausgerichteten Sicherheitslösungen nicht aufgehalten werden können.

»Die Infizierung eines Zieles ist heutzutage nur noch eine Frage der Ressourcen, aber wie lange die Hacker im Netzwerk bleiben, ist eine Frage guter Erkennung«, sagt Andy Norton, EMEA Risk Officer bei SentinelOne und verantwortlicher Experte für den Enterprise Risk Index. »In unserer Analyse haben wir unser Augenmerk auf Angriffe gelegt, die traditionelle Abwehrmaßnahmen erfolgreich umgehen und in den Endpunkt eindringen konnten, denn sie bedeuten für Unternehmen das größte Risiko. Diese Bedrohungen sind es, die uns interessieren – und nicht solche, die bereits am Gateway gestoppt werden.«

Der Risk Index konzentriert sich auf Angriffsmethoden, die in drei Gefahrenkategorien unterteilt werden können:

  • Angriffe, die anhand von dokumentenbasierten Dateien entdeckt werden, im Wesentlichen mit Microsoft Word oder Adobe PDF.
  • Angriffe, die anhand von traditionellen portierbaren und auf Ausführung basierenden Dateien identifiziert werden.
  • Angriffe, die ausschließlich im Speicher des Systems aufgespürt werden können und keinerlei neue Artefakte auf dem System hinterlassen.

 

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • Zunehmende Bedrohung durch speicherbasierte Angriffe: Die Zahl derartiger Angriffe hat sich im Untersuchungszeitraum August bis November 2016 mehr als verdoppelt – vor allem im Vergleich zur Infektionsrate von dateibasierten Angriffsvektoren.
  • Auch dateibasierte Angriffe bedeuten weiterhin eine Gefahr, denn nur für 20 Prozent der Schadprogramme existieren entsprechende Signaturen in bestehenden AV-Modulen.
  • Akteure im nationalstaatlichen Auftrag setzen vermehrt auf verschleierte Infizierung. Sie nutzen Angriffsmethoden, die keinerlei Artefakte auf dem Dateisystem hinterlassen und verlassen sich auf speicherbasierte Angriffe – selbst dann, wenn eine Re-Infizierung des Ziels notwendig ist.
  • Dreigleisige Angriffe werden zur Norm: Hacker verlassen sich beim Einschleusen von Malware längst nicht mehr allein auf .exe-Dateien, sondern nutzen hybride Attacken, die in einer Angriffskette mehrere Angriffsvektoren nutzen.

 

Dabei macht der Risk Index keine Aussagen dazu, welche Malware-Familie die Beliebteste ist – etwa Zeus, Diamond Fox oder Uptrade. Vielmehr ist es das Ziel des Reports, Indikatoren für eine mögliche Kompromittierung aufzuzeigen, um Unternehmen bei der Identifikation von Bedrohungen und der Reaktion auf Angriffe zu helfen. Im Falle von existierenden Hash-Werten wurden diese an die entsprechenden Malware-Verzeichnisse weitergeleitet, um zu sehen, welche anderen Eingaben für diese Werte bestehen.

»Mit dem Enterprise Risk Index möchten wir Unternehmen helfen, einen besseren Überblick zu bekommen, welche Bedrohungen tatsächlich in der Lage sind, die finalen Barrieren der Abwehrmaßnahmen in Unternehmen zu überwinden«, so Andy Norton. »Vor dem Hintergrund dieser Daten, fällt es Kunden nicht nur leichter, zu erkennen, was eine Bedrohung darstellt, sondern auch, wo diese lauert. Sie haben dann die Möglichkeit, ihre Sicherheitsplanung und ihre Cybersecurity-Investitionen entsprechend anzupassen.«

 

[1] Der Report stützt sich auf Angriffsdaten, die von mehr als 1 Million SentinelOne Unternehmensplattform-Agenten weltweit in der zweiten Jahreshälfte 2016 erfasst wurden. Die Ergebnisse basieren auf der Verhaltensanalyse von Schadprogrammen, die Firewalls und Netzwerkkontrollen überwinden konnten, um Endgeräte zu infizieren.
Der komplette SentinelOne Enterprise Risk Index steht ab sofort zum Download bereit. https://sentinelone.com/wp-content/uploads/2017/04/WP_Enterprise-Risk-Index-v5-HW-EDIT.pdf

 


 

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https://ap-verlag.de/eicar-stufe-ii-mindeststandard-fuer-anti-malware-produkte-wird-ueberpruefbar/16436/

Erneut Malware-Welle im Sparkassen-Look

Cyber Security Report analysiert Sicherheitsbedrohungen jenseits von Malware

Mehrere Malware-Familien nehmen Microsoft Office ins Visier – neuen Loader entdeckt

Spielverderber beim Shoppen: Spam- und Malware (nicht nur) am Black Friday

Ransomware: Jedes zweite Unternehmen von Erpresser-Malware betroffen

Malware-Traffic steigert sich bereits zum vierten Mal in Folge

Cybersicherheit: Die Hälfte der Attacken ist auf versteckte Malware in verschlüsseltem Datenverkehr zurückzuführen

Blinder Cyber-Passagier: Verbreitung von Malware über legitime Software

Ransomware ist kein »Malware-Problem«, sondern kriminelles Business

Fast 80 % der Unternehmen nutzen mehr als 10 mobile Business-Apps

Der Einsatz von mobilen Apps in Unternehmen wächst – nahezu 80 % aller Firmen nutzen nach Erhebungen des dritten »Mobile Security and Risk Review« mindestens 10 Apps für ihre Tätigkeit [1]. Dieser Report, der zwei Mal im Jahr von MobileIron veröffentlicht wird, gibt Führungskräften im Bereich IT-Sicherheit zeitnah Informationen über den Status von mobilen Apps für Unternehmen, die Bedrohungslage im Mobilbereich und potenzielle Risiken für ihre Organisationen.

»MobileIron wurde mit der Vorstellung gegründet, dass mobile Apps und Daten grundlegend für die Mobilisierung der geschäftlichen Arbeitsabläufe sein werden«, sagt James Plouffe, Lead Security Architect bei MobileIron. »Die neueste Ausgabe unseres Mobile Security and Risk Review zeigt, dass Apps nicht nur entscheidend für die geschäftliche Tätigkeit sind, sondern dass Mitarbeiter weltweit sich auf diese Werkzeuge für Bereiche ihrer Tätigkeit verlassen, die zuvor nur auf dem Desktop erledigt wurden, wie beispielsweise Präsentationen und Tabellen.«

In der dritten Ausgabe des Mobile Security and Risk Review finden sich aktualisierte Daten der ersten Jahreshälfte 2016 und es wird eine neue Gruppe von Bedrohungen im Mobilbereich besprochen, darunter nicht eingehaltene Sicherheitsrichtlinien, Angriffsszenarien auf Endgeräte, Apps, die gesperrt werden sollten und Risikoszenarien bezüglich Datenverlust. Im Bericht finden sich:

  • Die beliebtesten Apps der Unternehmen
  • Zahlen zur Adaption von Apples Volume Purchase Program (VPP) und Device Enrollment Program (DEP)
  • Trends der Unternehmenssicherheit in verschiedenen Weltregionen (Australien, Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan, Niederlande, Spanien, und USA)
  • Spezielle Informationen über die Branchen Gesundheit, Finanzen und Behörden

Der Status von Apps für Unternehmen

79 % der Organisationen im weltweiten Kundenstamm von MobileIron verfügen über mehr als 10 installierte Apps. Nahezu eines von fünf Unternehmen (18 %) nutzt VPP zur Optimierung der Bereitstellung von Apps für die Nutzer. Diese Rate ist signifikant höher in den Bereichen Gesundheit (29 %) und Behörden (25 %). 13 % der Organisationen nutzen DEP, das eine bessere Kontrolle der Mobilgeräte eines Unternehmens ermöglicht. Mit DEP können Unternehmen für Geräte, die sich in ihrem Besitz und unter ihrer Kontrolle befinden, mehr Beschränkungen erzwingen. Nahezu ein Viertel (22 %) der Organisationen des Gesundheitswesens nutzen DEP.

Die beliebtesten Business-Apps weltweit

Im Mobile Security and Risk Review findet sich erstmals eine Liste der beliebtesten verwalteten mobilen Apps für die berufliche Tätigkeit. Die Top 10 der beliebtesten verwalteten mobilen Apps für die berufliche Tätigkeit:

  1. Webex
    2. AnyConnect
    3. Concur
    4. Adobe Acrobat
    5. Pulse Secure
    6. Keynote
    7. Numbers
    8. Pages
    9. Google Maps
    10. Word

Die Top 10 der gesperrten Apps (Blacklist)

Die Top 10 der nicht verwalteten Consumer-Apps, die von Unternehmen gesperrt werden, hat sich vom zweiten zum vierten Quartal 2016 geändert. Neue Einträge in dieser Top 10 sind Netflix, Outlook und WhatsApp. Die Top 10 der nicht verwalteten Consumer-Apps, die von Unternehmen am häufigsten gesperrt werden, viertes Quartal 2016:

  1. Angry Birds
    2. Dropbox
    3. Facebook
    4. WhatsApp
    5. Twitter
    6. Skype
    7. OneDrive
    8. Outlook
    9. Netflix
    10. Google Drive

»IT-Abteilungen neigen im Allgemeinen zu einer Sperrung beliebter Consumer-Apps, die nicht unter ihrer Kontrolle stehen, da die IT-Abteilung keinerlei Schutzmaßnahmen anstoßen kann, wenn über diese Apps auf Unternehmensdaten zugegriffen wird«, sagt James Plouffe.

Mobile Malware wächst

Das Jahresende 2016 wurde von großen und beunruhigenden Schwachstellen und neuen Malware-Gruppen geprägt, die in der zweiten Ausgabe des Mobile Security and Risk Review noch nicht aufgetaucht sind. Die Angriffe erreichten hinsichtlich Schadenspotenzial und Ausgebufftheit ein zuvor nicht da gewesenes Niveau. Wichtige Beispiele:

  • Godless Malware: infizierte 850.000 Geräte
  • HummingBad Malware: infizierte 85.000.000 Geräte
  • QuadRooter: auf ca. 900.000.000 Geräten festgestellt
  • Gooligan: kompromittierte eine Million Google-Nutzerkonten

Der Status der Mobilen Sicherheit in Unternehmen

Mobile Malware wird immer weiter perfektioniert, aber Unternehmen haben nur geringe Anstrengungen unternommen, ihre Praxis mobiler Sicherheit zu verbessern. Dies gilt auch für Branchen, die besonders strikten gesetzlichen Bestimmungen unterliegen. Wichtige Punkte der Sicherheitspraxis des vierten Quartals 2016:

  • Erzwingen von Richtlinien: Nahezu die Hälfte der Unternehmen (45 %) setzen die Richtlinien für Geräte nur unzureichend durch
  • Veraltete Richtlinien: Nahezu 30 % der Unternehmen arbeiteten mit mindestens einer Richtlinie, die veraltet war
  • Fehlende Geräte: 44 % der Unternehmen verzeichneten mindestens ein fehlendes Gerät
  • Updates der Betriebssysteme: Nur 9 % der Unternehmen erzwangen Aktualisierungen der Betriebssysteme
  • Kompromittierte Geräte: 11 % der Unternehmen verzeichneten kompromittierte Geräte mit Zugriff auf Unternehmensdaten

»Die Mobile Sicherheit stellt für viele Unternehmen immer noch einen neuen Kompetenzbereich dar und interne Sicherheitsrichtlinien und Verfahren halten nicht mit der Technik Schritt«, sagt James Plouffe.

[1] Grundlage der dritten Ausgabe des Mobile Security and Risk Review ist eine Zusammenstellung anonymer Nutzungsdaten von Kunden, die vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2016 erhoben wurden. Den Bericht können Sie hier herunterladen: https://www.mobileiron.com/de/securityreview3

 


 

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Die meisten Smartphone-Nutzer geben kein Geld für Apps aus

Zehn Jahre Mobile Apps: App-Nutzung 2016 – Social deutlich vor News-Apps

Apps: Augmented Reality steht vor dem Durchbruch – Chatbots brauchen noch Zeit

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90 % aller iOS-Apps sind Zombies

Smartphone-Besitzer laden kaum Apps herunter

Harmlose Apps mutieren zu gefährlichen Komplizen

Die neue Dimension der Cyber-Security

Die Bedrohungslage für die IT-Sicherheit wird sich substanziell verschärfen. Gründe sind die verstärkte Cloud-Nutzung, Weiterentwicklungen bei der künstlichen Intelligenz und Hacker-Kooperationen.

foto cc0 pixabay typographyimages cyber security

Und täglich grüßt das Murmeltier: Jedes Jahr von Neuem beleuchten Hersteller und Marktforscher einzelne Sicherheitstrends – für 2017 etwa die isolierte Zunahme von Ransomware- oder DDoS-Attacken. »Das ist alles schön und gut, verkennt aber die Tatsache, dass sich die Bedrohungslandschaft nicht einfach, wie bisher, inkrementell verändern wird«, betont Michael Kleist, Regional Director DACH bei CyberArk in Düsseldorf. »Vielmehr verstärken sich grundlegende Trends gegenseitig und führen in naher Zukunft zu einer drastischen Erhöhung der Gefährdungslage.«

Die drei Gründe für die veränderte Sicherheitslage im Überblick:

 

  1. Cloud-basierte Cyberattacken

Der Geschäftsalltag in immer mehr Unternehmen ist geprägt von der zunehmenden Nutzung von Cloud-Infrastrukturen und cloud-basierten Services. Die Vorteile der Cloud sind weitreichend und sind natürlich auch Cyberkriminellen nicht verborgen geblieben.

Ebenso wie Angreifer in der Vergangenheit die Sicherheitslücken von IoT-Geräten für DDoS-Attacken genutzt haben, rückt künftig zunehmend die Cloud ins Blickfeld. Hacker werden sie für die beschleunigte Entwicklung von Angriffstools verwenden.

Mit der Rechenpower und den agilen Entwicklungsmethoden, die durch die Cloud kostengünstig zur Verfügung stehen, können neue Angriffswerkzeuge realisiert werden, die die Möglichkeiten bisheriger Methoden drastisch erhöhen. Damit werden wesentlich stärkere und zerstörerische Attacken als in der Vergangenheit möglich. Erschwerend kommt hinzu, dass durch die Cloud-Nutzung die Hackeridentifizierung nahezu unmöglich wird.

 

  1. Selbstlernende Cyberattacken

Das vergangene Jahr war von signifikanten Fortschritten im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) geprägt, etwa bei Technologien im maschinellen Lernen oder Deep Learning.

Auch hinsichtlich des Themas Cybersicherheit arbeiten inzwischen Hunderte von Unternehmen daran, KI und maschinelles Lernen in ihre Technologien zu integrieren, um die nächsten größeren Cyberattacken zu prognostizieren, zu verhindern und zu bekämpfen.

Leider kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich auch Cyberangreifer in gleichem Maße KI-Vorteile zunutze machen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass das neue Jahr die erste KI-basierte Cyberattacke mit sich bringt.

Charakterisiert werden diese Attacken durch die Fähigkeit sein, bei ihrer Ausbreitung zu lernen und »besser zu werden«. Damit kann etwa der übliche »Spray and Pay«-Ansatz bei Ransomware-Attacken optimiert werden.

 

  1. Hacker-Kooperationen

Es ist zu befürchten, dass auch Hacker-Kooperationen zunehmen werden. Cyberkriminelle werden ihre Zusammenarbeit verstärken, um dadurch auch Attacken größeren Ausmaßes durchzuführen, die bis dato typischerweise gut organisierten kriminellen Vereinigungen vorbehalten waren.

Zudem ist zu erwarten, dass Hacker in immer stärkerem Maße Tools nutzen werden, mit denen sie von anderen Attacken »lernen« können – so werden sich sehr schnell »De-facto Best Practices« herauskristallisieren, die einer breiten Masse zur Verfügung stehen.

»Angesichts dieser sich weiter verschärfenden Bedrohungslage dürfen Unternehmen das Thema IT-Security nicht mehr nur punktuell an einzelnen Trends wie Crypto-Ransomware oder DDoS festmachen und im Einzelfall reaktive Maßnahmen ergreifen«, so Kleist. »IT-Sicherheit sollte mehr denn je zum Topthema jedes Unternehmens werden, anderenfalls drohen existenzgefährdende Konsequenzen.«

www.cyberark.de


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Diese Auswahl wurde von Menschen getroffen und nicht von Algorithmen.

Spielwende bei Cyberangriffen durch kognitive Technologien

IT-Sicherheitstrends 2017: Expertenmangel bremst die Initiativen der Unternehmen

Security Trends 2017: Worauf sich Privatnutzer und Unternehmen einstellen müssen

Security und KI am wichtigsten bei der Softwareentwicklung

Prognosen zur Zukunft der Cybersicherheit

Verpflichtung zu Security by Design für IKT-Anbieter

Nach Angriff auf Amazon, Netflix, Paypal, Twitter: Firmen fürchten Internet der Dinge

Cyber Security mit Augenmaß – Auf Planung und Organisation kommt es an

So sicher sehen IT-Entscheider die digitale Transformation

https://ap-verlag.de/cyber-security-viele-fuerchten-sich-vor-datenmissbrauch-und-verwenden-trotzdem-zu-einfache-passwoerter/6969/

https://ap-verlag.de/cyber-security-trends-2016-mehr-angriffe-neue-ziele-und-angriffswege/16055/