
Wie NIS2 und eine konsequente Informationssicherheits-Governance- und Compliance-by-Design-Strategie den Unterschied zwischen reaktivem Flickwerk und nachhaltiger Cyberresilienz ausmachen.

Die breite Nutzung von VPN vergrößert das Risiko von Cyberangriffen, da klassische VPN-Modelle weitreichenden Netzwerkzugang gewähren und schwer zu kontrollieren sind. Organisatorische Schwächen sowie das exponentielle Wachstum vernetzter Geräte (IoT) erhöhen das Risiko für Kompromittierungen zusätzlich. Privileged Access Security (PAS) bietet als granulare, zeitlich begrenzte, protokollierte und Zero-Trust-kompatible Alternative stärkere Sicherheit, Nachvollziehbarkeit und Kontrolle. Nicht zuletzt wegen des regulatorischen Drucks und Cyberbedrohungen wird Privileged Access Management zunehmend als Ersatz für traditionelle VPN-Lösungen betrachtet. Als Vendor und Customer Privileged Access Management wird PAM eingesetzt, um Zugriffe Externer abzusichern.

Unternehmen unterschätzen das Risiko der digitalen Identitäten. KI-Identitäten greifen bereits auf Kernsysteme zu, jedoch hat nur ein Bruchteil der Organisationen klare Richtlinien, Kontrolle und Lifecycle Management dafür implementiert. Während Regulierungen wie NIS2, DORA und der EU AI Act strengere Nachvollziehbarkeit und Verantwortlichkeit fordern, bleibt die dringende Aufgabe, Identitäten transparent zu machen, Zugriffe in Echtzeit zu steuern und ungenutzte oder unsanktionierte Identitäten automatisiert stillzulegen.

Viele Unternehmen haben ihre Sicherheitsarchitektur mit Tools zugeschüttet – und trotzdem keine Kontrolle. Georgeta Toth, Senior Regional Director Central Europe bei der Rapid7 Germany GmbH, erklärt, warum Security-Operations-Center-Projekte scheitern, wie KI die Angreiferseite verändert und weshalb NIS2 für IT-Verantwortliche ein Befreiungsschlag war.

Die nächste große Sicherheitskrise wird nicht mit einem Klick beginnen. Nicht mit einer Phishing-Mail. Nicht mit einem kompromittierten Passwort. Nicht mit einem Mitarbeiter, der einen Fehler macht. Die nächste große Sicherheitskrise beginnt mit Maschinen, die selbstständig handeln. Genau das erleben Unternehmen derzeit. KI-Assistenten schreiben Code. Sie installieren Software. Sie analysieren Daten. Sie treffen Entscheidungen. Immer schneller. Immer autonomer. Und häufig mit weitreichenden Zugriffsrechten. Was als Produktivitätsgewinn begann, entwickelt sich zur neuen Angriffsoberfläche moderner Unternehmen.

Viele Unternehmen setzen bei der Umsetzung von NIS2 und DORA zunächst auf Excel und Word – aus Gewohnheit, Kostengründen oder Pragmatismus. Für eine dauerhafte, revisionssichere Steuerung von Cyberrisiken reichen statische Office-Dokumente jedoch nicht aus. Warum das schnell zum Haftungsrisiko werden kann, zeigen fünf zentrale Schwachstellen im Umgang mit regulatorischen Anforderungen.