Licht am Ende des (Banken)tunnels

Studie zeigt, die digitale Transformation im Bankensektor kommt voran. Vor allem deutsche Institute holen auf.

Die dritte Ausgabe des »Digital Sales in Banking Report« von Avoka zeigt weltweit positive Ergebnisse der Banken in Bezug auf Digital Readiness [1]. Der Jahresbericht bewertet die Möglichkeiten zur digitalen Kontoeröffnung bei den 50 größten Banken in Europa, Nordamerika und Australien. Er ordnet und vergleicht die Angebote nach Regionen, Produkten und Funktionen, sowohl in Bezug auf die Breite als auch die Qualität des Angebots.

Lagen in den vergangenen Jahren vor allem die nordamerikanischen und australischen Banken vorne, so haben mittlerweile vor allem die hiesigen Finanzinstitute auf ihre Kunden gehört und wichtige Veränderungen angeschoben. Das wichtigste Ergebnis hierbei ist eine deutlich zu erkennende Verlagerung bei der Customer Journey hin zum mobilen Einsatz. Mittlerweile haben vier der sechs an der Studie teilnehmenden deutschen Banken den Status »Promised Land« erreicht.

 

Einige ausgewählte Zahlen verdeutlichen die digitale Transformation im Bankensektor:

  • Die Hälfte erreicht das digital gelobte Land: Für ihre Vorzeige-Deposit-Produkte haben 42 % der Banken das »digitale gelobte Land« erreicht – dieser Bereich wird nach wie vor angeführt von Banken aus den USA und Australien.
  • Produkte für Privatkunden werden zunehmend mobil: Weltweit eröffnen 69 % der Privatkunden ihre Konten digital. Das sind mehr als doppelt so viel wie 2016. Davon bedienen sich 58 % der Kunden der Möglichkeit dies mobil (etwa über das Smartphone) zu tun. Das Smartphone löst den Desktop also mehr und mehr ab.
  • Digitale Kundenerfahrung deutlich verbessert: Zwei Drittel der bewerteten Privatkundenprodukte befinden sich bereits im sogenannten »Digital Promised Land« und sind damit optimal für das digitale Zeitalter aufgestellt.
  • Digitale Leader entstehen: Fünf der größten Banken in Deutschland und Großbritannien haben ihre digitalen Services deutlich verbessert, teilweise sogar verdreifacht von 25 % auf 81 %.
  • Geschäftskunden-Banking steigt um 300 %: Privat- und Vermögensverwaltungsgeschäft sind weiterhin zwar führend, aber parallel entwickelt sich das Geschäftskunden-Banking mit einem weltweiten Anstieg der digitalen Bereitschaft um 300 %.
  • Keine Verbesserung moderner Omnichannel-Funktionen: Obwohl die Voraussetzungen für eine mobile Kontoeröffnung geschaffen sind, wird sie nicht vermehrt genutzt. Weltweit stagnierten hier die Zahlen – Europa verschlechterte sich sogar von 17 % auf 11 %.

 

»Das Ziel der Banken war und ist weiterhin, ein in sich stimmiges Erlebnis zu schaffen, das ihre Filialen, Berater und digitale Angebote verbindet. Die Resultate von 2018 zeigen deutliche Verbesserungen in Bezug auf den Umfang und die Qualität des digitalen Vertriebs von Banken«, kommentiert Christian Brüseke, Avoka General Manager DACH. »Die größten Banken haben gezeigt, dass sie hart daran arbeiten, den Ruf nach einem besseren digitalen Kundenerlebnis zu erfüllen. Von den in früheren Studien von uns untersuchten Banken befinden sich mittlerweile 58 % im ›Digital Promised Land‹. Bei der Gesamtauswertung muss jedoch beachtet werden, dass viele Neueinsteiger schlechter abschnitten, sodass die Gesamtauswertung weniger vielversprechend aussieht, als sie es sonst gewesen wäre.«

 

[1] Den kompletten »2018 State of Digital Sales in Banking Report« gibt es kostenlos als Download unter: http://bit.ly/DSR_2018_DE .

 


 

Selbst Banken wollen in Zukunft komplexere Funktionen auslagern

Traditionelle Banken sind (noch) nicht dem Untergang geweiht

Digitale Technologien: Banken wollen Betrug verhindern und Kundenerfahrungen verbessern

Banken und Big Data – Datenschätze für eine erfolgreiche Omnichannel-Strategie richtig nutzen

Die fünf Top-Trends in der Vermögensberatung

Avoka hilft deutschen Banken beim digitalen Vertrieb

Banken: Investitionen in Automatisierung und Outsourcing

Weitere Artikel zu