Steigende Speicherkosten und massives Datenwachstum setzen Unternehmen unter Druck

Illustration Absmeier foto magnific

Management Summary

  • Datenwachstum, KI-Projekte und steigende Speicherkosten erhöhen den Druck auf Unternehmen, Speicherinvestitionen flexibler und planbarer zu gestalten.
  • Storage-as-a-Service (STaaS) ermöglicht nutzungsbasierte Speicherbereitstellung und reduziert die Abhängigkeit von starren, kapitalintensiven Beschaffungszyklen.
  • Echtes STaaS setzt eine geeignete Architektur voraus – mit unterbrechungsfreien Upgrades, nahtloser Skalierbarkeit, einfacher Bedienung und klarer Verantwortlichkeit des Anbieters.
  • Robuste SLAs sind entscheidend, um Leistung, Verfügbarkeit, Sicherheit und Support verbindlich abzusichern und Risiken nicht nur neu zu verpacken.
  • Unternehmen sollten STaaS-Angebote kritisch prüfen: Entscheidend sind transparente Kosten, flexible Skalierung, echte Risikoübertragung und ein vertrauenswürdiger Partner.

 

 

Die makroökonomische Landschaft ist aktuell von Unsicherheit geprägt – unter anderem durch ein dynamisches geopolitisches Umfeld, sich rasch wandelnde IT-Anforderungen und einen intensiven, KI-getriebenen Wettbewerb, um nur einige Beispiele zu nennen. Dies erhöht den Druck auf Kaufentscheidungen.

 

Die Realität ist, dass kein Unternehmen eine Kristallkugel besitzt, um zu wissen, in welche Technologien und Systeme es investieren soll. Einige »Krisen-Konzepte« haben sich aber bereits in den Turbulenzen der Corona-Pandemie und bei Zollkonflikten bewährt. Unternehmen tendieren zu Lösungen, die Flexibilität bieten. Ein Modell, das ständige Innovation, Transparenz und Vorhersehbarkeit gewährleistet und Investitionen vor wirtschaftlichen Schwankungen schützt, kann die Ergebnisse wesentlich verändern.

 

Patrick Smith, CTO EMEA bei Everpure, erläutert warum Storage-as-a-Service als Konzept hier einen erfolgsversprechenden Ansatz liefert:

 

Storage-as-a-Service (STaaS) ist ein Abonnementmodell, das auf die flexible Nutzung von Datenspeicher ausgerichtet ist. Es ermöglicht Unternehmen, sich nicht mehr um die Bedarfsprognose und die Herausforderungen des Kapazitätsmanagements kümmern zu müssen. Stattdessen konzentrieren sich die Nutzer auf die Leistung, die sie benötigen, und darauf, wo sie benötigt wird – sei es in einer lokalen Umgebung, in einer Zweigniederlassung, in der Cloud oder in einer beliebigen Kombination. Für die in Anspruch genommenen Ressourcen zahlen Unternehmen nutzungsabhängig.

STaaS bietet eine praktische Antwort auf Unsicherheiten, indem es Unternehmen die Flexibilität gibt, den geschäftlichen Bedarf schnell und einfach zu decken und die Kapazitäten nach oben oder unten zu skalieren – ohne starre, kapitalintensive Verpflichtungen. Dies ist ein überzeugender Ansatz für Unternehmen, der Investitionsmittel freisetzt, die normalerweise mit langfristigen Abschreibungen verbunden sind. STaaS ermöglicht es, zu reagieren, wenn sich der Bedarf im Laufe des Geschäftsjahres verändert oder neue Anforderungen entstehen.

Durch eine engere Abstimmung der Speicherinvestitionen auf die tatsächlichen geschäftlichen Anforderungen erhalten Unternehmen mehr Spielraum, sich an veränderte Prioritäten anzupassen. Dies hilft ihnen, Liquidität zu schonen, eine Überkapazität zu vermeiden und schneller auf sich ändernde betriebliche und geschäftliche Anforderungen zu reagieren.

 

Nicht alle STaaS-Angebote sind gleich

Da die Nachfrage nach STaaS wächst, verpacken jedoch viele Anbieter herkömmliche Speicherangebote neu als Abonnements, die oft eher einem regulären Leasingvertrag als einem Servicemodell ähneln. Das ist noch nicht alles: Sofern die zugrundeliegende Technologie nicht für ein As-a-Service-Modell entwickelt wurde, wird sie wahrscheinlich enttäuschen. Echtes STaaS hängt von grundlegenden Fähigkeiten auf Architekturebene ab, wie der Fähigkeit, unterbrechungsfreie Upgrades, nahtlose Skalierbarkeit und einfache Bedienbarkeit zu gewährleisten. Ohne diese Funktionen können Anbieter Schwierigkeiten haben, die Kundenerwartungen hinsichtlich Leistung, Sicherheit, Ausfallsicherheit und Nachhaltigkeit zu erfüllen.

Hier kommen starke SLAs (Service Level Agreements) ins Spiel, die Serviceanbieter zur Rechenschaft ziehen, wenn die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurückbleiben. Ohne robuste SLAs sind Kunden nicht vor unterschrittenen Service-Levels geschützt, und die Rechenschaftspflicht der Anbieter ist begrenzt. Oft ersetzen weniger verbindliche Service Level Objectives (SLOs) aussagekräftige SLAs. Bei korrekter Umsetzung beseitigt ein SLA-gestütztes STaaS-Angebot einen Großteil der Komplexität und der Risiken, die mit der Datenspeicherung verbunden sind. Es reduziert zudem Reibungsverluste, Kosten und Komplikationen bei der Bereitstellung einer unternehmensweiten Datenplattform.

 

Worauf Unternehmen achten sollten

Flexible STaaS-Angebote können Unternehmen strategische Optionen und Hebel an die Hand geben, um bei Bedarf zu skalieren und Kosten vorhersehbarer zu steuern. Die Angebote sollten auf Architekturen basieren, die so konzipiert sind, dass sie kontinuierlich und unterbrechungsfrei vor Ort aktualisiert werden können und ein Lebenszyklusmanagement ohne teure Upgrade-Zyklen ermöglichen.

Im Idealfall bieten diese Modelle eine echte nutzungsbasierte Preisgestaltung, gestützt durch klare SLAs, ohne die Last der Hardwareverwaltung wieder auf den Nutzer zu verlagern. Sie ermöglichen die Skalierung der Kapazität nach oben oder unten ohne Strafgebühren und bieten eine Reihe von Leistungsstufen und Protokollen, um allen möglichen geschäftlichen Anforderungen gerecht zu werden.

Zeitgemäße STaaS-Modelle übertragen einen wesentlichen Teil des Risikos auf den Anbieter und ermöglichen so stabilere und vorhersehbarere wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die langfristige Planung. Sie bieten zudem ein Cloud-ähnliches Erlebnis, ohne dass eine Bindung an die Public Cloud erforderlich ist, und schützen Unternehmen vor potenziellen Kostensprüngen bei der zugrundeliegenden Hardware. Transparente Vertragsverlängerungen sind darauf ausgelegt, die Datenbestände der Kunden auf dem neuesten Stand zu halten – bei konsistenten Kosten und überschaubaren Gemeinkosten.

 

Die Unsicherheit in den Griff bekommen

Für Unternehmen, die in den nächsten zwölf bis 24 Monaten Kapazitätserweiterungen oder Speichererneuerungen, KI-Projekte oder die Rückverlagerung aus der Cloud planen, sind die zu stellenden Fragen klar:

  • Verlagert das Nutzungsmodell das Risiko wirklich von weg oder verpackt es dieses lediglich neu?
  • Wie einfach lässt sich die Kapazität ohne Strafgebühren oder Bindungsfristen nach oben oder unten skalieren?
  • Welche SLAs garantieren Leistung, Verfügbarkeit und Support, und was passiert, wenn diese Zusagen nicht eingehalten werden?

 

Manche Anbieter weichen den schwierigen Fragen aus und versuchen, die Angebote der Konkurrenz zu diskreditieren. Es ist entscheidend, einen ehrlichen und transparenten Partner zu finden, der sich an die Fakten hält, sich an durchgehend hohe Standards hält und einen klaren, stabilen Weg in die Zukunft aufzeigt.

 

 

FAQ: Häufige Fragen zu Storage-as-a-Service

Was ist Storage-as-a-Service?
Storage-as-a-Service ist ein nutzungsbasiertes Modell für Datenspeicher. Unternehmen beziehen die benötigte Speicherkapazität als Service und zahlen abhängig vom Verbrauch, statt große Hardwareinvestitionen im Voraus tätigen zu müssen.

Warum gewinnt STaaS derzeit an Bedeutung?
Unternehmen stehen unter Druck durch starkes Datenwachstum, KI-Initiativen, steigende Speicherpreise und unsichere Marktbedingungen. STaaS kann helfen, Kosten planbarer zu machen und Kapazitäten schneller an neue Anforderungen anzupassen.

Woran erkennt man ein echtes STaaS-Angebot?
Ein echtes STaaS-Angebot bietet mehr als nur ein Abonnement oder Leasingmodell. Wichtig sind unterbrechungsfreie Upgrades, flexible Skalierung, transparente nutzungsbasierte Abrechnung, einfache Verwaltung und verbindliche SLAs.

Welche Rolle spielen SLAs bei STaaS?
SLAs legen verbindlich fest, welche Leistungen der Anbieter erbringen muss – etwa bei Verfügbarkeit, Performance, Support oder Sicherheit. Sie schaffen Transparenz und sorgen dafür, dass Anbieter bei verfehlten Zusagen rechenschaftspflichtig sind.

Für welche Unternehmen ist STaaS besonders interessant?
STaaS ist besonders relevant für Unternehmen, die Speicher modernisieren, Kapazitäten schnell ausbauen, KI-Projekte unterstützen, Cloud-Kosten kontrollieren oder flexibler auf wechselnde Geschäftsanforderungen reagieren wollen.

 


Wann lohnt sich STaaS und wann nicht

STaaS (Storage as a Service) lohnt sich immer dann, wenn Flexibilität, Skalierbarkeit und operative Entlastung wichtiger sind als absolute Kostenkontrolle oder maximale Performance. Es lohnt sich nicht, wenn Datenhaltung hochgradig reguliert, extrem performancekritisch oder langfristig günstiger On‑Premises realisierbar ist.

Wann sich STaaS lohnt

  • Stark schwankende oder schwer prognostizierbare Datenmengen Unternehmen mit unregelmäßigem Datenwachstum profitieren von elastischer Skalierung ohne Hardwareinvestitionen.
  • Hohe Datenwachstumsraten Wenn Speicherkapazität regelmäßig erweitert werden muss, ist STaaS oft schneller und günstiger als wiederkehrende Hardware-Upgrades.
  • Kapitalbindung vermeiden (OPEX statt CAPEX) Ideal für Firmen, die Investitionskosten reduzieren und Speicher als laufende Betriebsausgabe buchen wollen.
  • Kein eigenes Storage-Know-how oder Personalmangel STaaS entlastet IT-Teams bei Betrieb, Monitoring, Lifecycle-Management und Hardwareaustausch.
  • Multi-Standort- oder Remote-Work-Szenarien Zentral bereitgestellter Speicher erleichtert Zugriff, Konsistenz und Governance über mehrere Standorte hinweg.
  • Backup-, Archiv- und Compliance-Anforderungen Anbieter bieten oft integrierte Funktionen wie Versionierung, WORM, Geo-Redundanz oder automatisierte Retention.
  • Schnelle Projektstarts oder kurzfristige Speicherbedarfe Keine Beschaffungszeiten, sofortige Bereitstellung.
  • Hohe Anforderungen an Verfügbarkeit und SLA Professionelle STaaS-Anbieter liefern oft 99,9–99,999 % Verfügbarkeit, die intern teuer wäre.
  • Edge- oder Hybrid-Szenarien STaaS kann als Ergänzung zu On-Prem dienen, z. B. für Offsite-Backups, Archivierung oder Burst-Kapazitäten.

 

Wann sich STaaS nicht lohnt

  • Sehr große, stabile Datenmengen über lange Zeiträume On-Prem kann über 3–5 Jahre günstiger sein, wenn Datenvolumen konstant bleibt.
  • Extrem performancekritische Workloads HPC, Echtzeit-Analysen, Datenbanken mit niedriger Latenz profitieren oft von lokalem NVMe-Storage.
  • Strenge regulatorische Anforderungen Wenn Daten zwingend On-Prem oder in einem bestimmten physischen Rack liegen müssen (z. B. manche KRITIS-Szenarien).
  • Hohe Egress-Kosten oder komplexe Datenbewegungen STaaS kann teuer werden, wenn große Datenmengen häufig heruntergeladen oder zwischen Clouds bewegt werden.
  • Vendor-Lock-in vermeiden Proprietäre APIs oder Formate erschweren späteren Anbieterwechsel.
  • Spezielle Hardwareanforderungen Zum Beispiel dedizierte Storage-Controller, Fibre Channel, spezielle RAID-Level oder proprietäre Appliances.
  • Wenn interne IT bereits optimiert und kosteneffizient arbeitet Manche Unternehmen haben sehr günstige interne Storage-Strukturen, die STaaS nicht unterbieten kann.

 

Graubereich: hängt vom Use Case ab

  • KI-Training & Analytics STaaS ist gut für Rohdatenhaltung, aber nicht immer für die eigentlichen Trainingsjobs.
  • Hybrid-Cloud-Strategien STaaS kann sinnvoll sein, wenn es sauber in bestehende Workflows integriert ist – sonst entstehen Medienbrüche.
  • Langzeitarchivierung Cloud-Archive sind günstig, aber Retrieval-Zeiten und Kosten müssen genau geprüft werden.

 

Empfohlene Entscheidungslogik (kompakt)

Kriterium

STaaS sinnvoll

STaaS weniger sinnvoll

Datenwachstum

hoch, unvorhersehbar

gering, stabil

Budgetmodell

OPEX bevorzugt

CAPEX möglich

Performance

normal

extrem niedrig-latent

Compliance

flexibel

streng lokal

IT-Personal

knapp

stark vorhanden

Datenbewegung

gering

häufig, große Volumen

Projektstart

sofort

langfristig planbar

 

Albert Absmeier & KI

 

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