Cloud-Kosten steigen: 72 Prozent der Unternehmen überschreiten ihr Cloud-Budget

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Fehlende Transparenz über Daten- und KI-Prozesse erschwert Investitionsentscheidungen.

 

IT-Kosten bleiben für viele Unternehmen schwer kalkulierbar: Obwohl die Optimierung der Ausgaben ganz oben auf der Agenda vieler IT-Abteilungen steht, überschreiten 72 Prozent der Unternehmen ihr Cloud-Budget – das geht aus der Analyse »Der Aufstieg von FinDataOps« der internationalen Technologieberatung Future Processing hervor.

Im Durchschnitt liegen die tatsächlichen Cloud-Kosten 17 Prozent über den Planwerten. Ein wesentlicher Grund dafür ist die mangelnde Transparenz darüber, welche Prozesse diese Ausgaben verursachen. Ohne klare Einblicke in Datenprodukte, Pipelines und KI-Workloads fällt es Unternehmen schwer, Kosten zuzuordnen und Entwicklungen nachzuvollziehen.

 

Nur 35 Prozent schaffen klare Kostentransparenz

84 Prozent der Unternehmen nennen die Verwaltung von Cloud-Ausgaben als ihre größte Herausforderung. Gleichzeitig setzen jedoch nur 35 Prozent automatisierte Richtlinien zur Kostenzuordnung durch. Die Diskrepanz zeigt: Viele Unternehmen haben das Problem zwar erkannt, verfügen aber noch nicht über die notwendigen Steuerungsmechanismen. Damit fehlt die Grundlage für ein wirksames Kostenmanagement.

 

KI-Kosten bleiben eine Black Box

Besonders deutlich zeigt sich die mangelnde Kostentransparenz bei KI-Anwendungen. Laut Analyse geben 53 Prozent der Unternehmen an, den vollständigen Umfang ihrer KI-Ausgaben nicht zu verstehen. Hierzu zählt unter anderem der Einfluss zugrunde liegender Datenprozesse – vom Erfassen und Bereinigen über das Speichern und Verschieben bis hin zur Verarbeitung großer Datenmengen.

Die fehlende Transparenz erschwert neben der Kostenkontrolle auch die wirtschaftliche Bewertung von Daten- und KI-Initiativen – und betrifft damit die gesamte Datenwertschöpfungskette. So sind lediglich 43 Prozent der Großunternehmen in der Lage, die Kosten einzelner Datenprodukte zu berechnen. Vielen Organisationen fehlt damit die Grundlage, Investitionen in Datenplattformen und KI-Anwendungen mit konkreten Geschäftsergebnissen zu verknüpfen.

 

Multi-Cloud verschärft Transparenzproblem

Eine weitere Herausforderung im Bereich Kostensteuerung ist die zunehmende Komplexität moderner IT-Landschaften. Wie die Analyse zeigt, setzen inzwischen 86 Prozent der Unternehmen auf Multi-Cloud-Umgebungen. Dadurch verteilen sich Daten, Workloads und Kosteninformationen über mehrere Plattformen, was eine durchgängige Zuordnung von Ausgaben zusätzlich erschwert.

Gleichzeitig zählen Datenplattformen zu den am schnellsten wachsenden Kostenblöcken innerhalb der Cloud-Infrastruktur.

»Es reicht nicht aus, die IT-Kosten allein zu erfassen. Unternehmen müssen sämtliche technologischen Anwendungen ganzheitlich betrachten und dafür auch verstehen, welche Daten-, Cloud- und KI-Prozesse diese Kosten verursachen und welchen Nutzen sie bringen«, erklärt Justyna Szymańska-Laskowska, DACH Business Director bei Future Processing.

»Deshalb gewinnen automatisierte Richtlinien und Ansätze wie FinDataOps an Bedeutung, also die Zusammenführung von FinOps für das Kostenmanagement und DataOps für den Betrieb von Datenplattformen. Unternehmen brauchen Transparenz, um Kosten besser einzuordnen und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben – gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten wie diesen.«

 

[1] Über den Bericht: Der Marktbericht »Der Aufstieg von FinDataOps – Ein Marktbericht für europäische Technologieführer« wurde von Future Processing veröffentlicht. Er analysiert aktuelle Entwicklungen rund um Cloud Economics, Datenplattformen, KI-Infrastruktur, digitale Souveränität sowie die wirtschaftliche Steuerung von Cloud-, Daten- und KI-Umgebungen. Grundlage sind aktuelle Marktanalysen und Studien unter anderem von Flexera, der FinOps Foundation, Gartner, KPMG, IBM und SAP LeanIX.

 

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