Wo die Automatisierung die meisten Arbeitsplätze kosten könnte

Eigentlich könnte die Automatisierung der Traum jeder Gesellschaft sein, denn dort, wo die Automaten die lästige Arbeit verrichten, gibt es mehr Freizeit. Aus rein wirtschaftlicher Sicht macht es auch Sinn, denn die Automation ist Rationalisierung und Kostenersparnis. Das Problem ist natürlich, dass Automaten, wie etwa Industrieroboter, Arbeitsplätze kosten.

Wie unsere Grafik zeigt, könnten in China die meisten Stellen wegfallen. Laut einer Schätzung der Unternehmensberatung McKinsey könnten hierzulande ganze zwölf Millionen Arbeitsplätze der Automatisierung zum Opfer fallen. Dyfed Loesche

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https://de.statista.com/infografik/7667/laender-mit-hohem-automatisierungspotenzial/


Automatisierung bedroht Millionen Arbeitsplätze

Zwölf Prozent aller Arbeitsplätze in Deutschland sind laut einem OECD-Arbeitspapier von Automatisierung bedroht. Damit sind Jobs gemeint, bei denen 70 Prozent der Aufgaben auch von Maschinen verrichtet werden könnten. In anderen Ländern sind dagegen deutlich weniger Arbeitnehmer davon bedroht, der Automatisierung zum Opfer zu fallen. In Japan und Schweden sind es beispielweise sieben Prozent, in Estland sogar nur sechs Prozent. Wie hoch der Anteil der durch den technologischen Fortschritt bedrohten Arbeitsplätze ist hängt unter anderem von der jeweiligen Wirtschaftsstruktur ab. In Deutschland sind noch relativ viele Menschen in klassischen Industrien, wie beispielsweise dem Automobilbau, beschäftigt. Diese Art von Arbeit ist leichter durch Roboter zu ersetzen als Jobs im Dienstleistungsbereich, bei denen direkter Interaktion mit anderen Menschen unabdingbar ist. Mathias Brandt

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https://de.statista.com/infografik/5203/beschaeftigte-in-jobs-mit-hohem-automatisierungs-risiko/


Jobs, die in Zukunft der Computer macht

Aktuelle Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit [1] zeigen, wie es um die Digitalisierung auf dem deutschen Arbeitsmarkt steht. Dabei wurde untersucht, wie hoch der Anteil der Arbeit von Beschäftigten ist, der auch von einem Computer erledigt werden könnte. Liegt dieser bei mehr als 70 Prozent der Tätigkeit, gilt die Stelle als substituierbar.

Spitzenreiter bei dieser Betrachtung ist das Saarland. Hier üben 20,4 Prozent der Beschäftigten einen Beruf aus, der auch digital ausgeführt werden könnte, in Thüringen sind es 18,8 Prozent. Die wenigsten digital ersetzbaren Arbeitsstellen gibt es mit 8,1 Prozent in Berlin, gefolgt von Hamburg mit 9,3 Prozent, wie die Grafik von Statista zeigt.

Das Substituierbarkeitspotenzial variiert von Beruf zu Beruf und unterscheidet sich innerhalb der Bundesländer je nach Wirtschaftsstruktur. So seien etwa häufig Berufe in der Fertigung betroffen, die vor allem im verarbeitenden Gewerbe zum Einsatz kommen. In Berlin und Hamburg überwiegt der Dienstleistungssektor, sodass das Substituierungspotenzial gering ausfällt. Am wenigsten betroffen von Automatisierung sind soziale und kulturelle Berufe, so das IAB.

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Die Grafik zeigt die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die von einem hohen Substitutionspotenzial betroffen sind.

https://de.statista.com/infografik/5149/digital-ersetzbare-jobs/


 

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