Bedrohungen und Risiken für Unternehmen durch Desinformation

 

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Unternehmen sehen sich heute mit einer Vielzahl von Gefahren konfrontiert, wenn manipulierte Inhalte wie Fake-News, Deepfakes oder gefälschte Zitate im Umlauf sind. Diese können das Vertrauen von Kunden, Partnern und Mitarbeitenden erheblich untergraben, Shitstorms auslösen und langfristig das Markenbild negativ beeinflussen. Oft sind die Folgen solcher viral verbreiteten Schäden nur schwer vollständig zu beheben.

 

Ein weiteres ernstzunehmendes Risiko ist der Identitätsmissbrauch. KI-generierte Deepfakes werden immer häufiger eingesetzt, um Führungskräfte per Stimme, Video oder Foto nachzuahmen. Dadurch ist es möglich, Mitarbeitenden oder Partnern vorzutäuschen, sie erhielten echte Anweisungen – etwa zu Geldüberweisungen oder internen Firmeninformationen. Solche Angriffe gefährden das Vertrauen in die Kommunikation innerhalb und außerhalb des Unternehmens.

Auch Markt- und Geschäftsmanipulationen stellen ein Problem dar. Falsche Produkt- oder Sicherheitsmeldungen, Gerüchte zu Lieferketten, Umsätzen oder Fusionen sowie gezielte Kampagnen zur Einflussnahme auf Marktpreise oder Aktienkurse können finanzielle Entscheidungen massiv beeinflussen und erheblichen wirtschaftlichen Schaden verursachen.

Der Vertrauensverlust bei Kunden und Belegschaft ist ebenfalls eine zentrale Folge gezielter Desinformation. Zweifel an der Integrität eines Unternehmens werden gestreut – Fragen wie »Ist das Unternehmen noch sicher?«, »Kann ich diesem Produkt vertrauen?« oder »Spricht das Management die Wahrheit?« rücken in den Vordergrund. Da Vertrauen ein zentraler Wert ist, trifft Desinformation Unternehmen hier besonders empfindlich.

Operative Störungen entstehen, wenn unwahre Informationen Abläufe im Unternehmen beeinträchtigen. Mitarbeitende könnten irreführenden Anweisungen folgen, Teams wären mit Krisenmanagement überlastet und Ressourcen würden falsch eingesetzt. Besonders kritische Auswirkungen sind dabei in sensiblen Bereichen wie Sicherheit, Produktion und Krisenkommunikation zu beobachten.

Rechtliche und Compliance-Risiken verlangen oft schnelles Handeln von Unternehmen: Falschaussagen müssen juristisch verfolgt, schnelle Takedowns auf Plattformen umgesetzt werden, denn Untätigkeit kann haftungsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Gleichzeitig fordern Behörden oder Investoren Transparenz sowie umfassende Aufklärung.

Letztlich bergen Desinformationskampagnen auch strategische Risiken. Sie können die Unternehmensstrategie schwächen, Werte mindern, die öffentliche Wahrnehmung nachhaltig beeinflussen und langfristige Wirkungen erzielen. Damit ist Desinformation mittlerweile ein systemisches Risiko, das vergleichbar mit Cyberattacken geworden ist.

Fazit:

Desinformation bedroht Unternehmen heute auf vielen Ebenen. Sie gefährdet Ansehen, Identität, Finanzen, Stabilität und Vertrauen. Durch den technologischen Fortschritt, insbesondere durch KI, verbreitet sie sich schneller, kostengünstiger und ist schwerer zu erkennen als je zuvor.

 

Empfehlungen zur Risikominderung von Desinformation

  1. Identitäten und Kommunikationskanäle absichern
  • Schutz von Executive‑Identitäten (Domain‑Protection, Social‑Media‑Verifizierung, Monitoring).
  • Klare interne Regeln für Freigaben von Botschaften.
  • Nutzung gesicherter Kanäle für kritische Kommunikation (zum Beispiel  Finanzanweisungen).

 

  1. Frühwarnsysteme & Monitoring einführen
  • Echtzeit‑Monitoring von Social Media, News, Foren, Dark Web.
  • Tools zur Deepfake‑Erkennung einsetzen (Audio, Video, Bilder).
  • Automatisierte Alerts für ungewöhnliche Erwähnungen der Marke, Executives oder Produkte.

 

  1. Krisenreaktion professionalisieren
  • Notfallplan für Desinformation definieren: Rollen, Prozesse, Eskalationsstufen.
  • Schnelle Gegenkommunikation auf vorbereiteten Kanälen (Pressestatement, Social Posts, FAQs).
  • Juristische Sofortmaßnahmen (Takedowns, Löschanträge, Beweissicherung).

 

  1. Mitarbeiter sensibilisieren & schulen
  • Schulungen zu Deepfakes, Fake‑Anrufen und manipulierten Nachrichten.
  • »Trust‑and‑Verify«-Regeln für ungewöhnliche Anweisungen (zum Beispiel  Rückruf bei Führungsanfragen).
  • Interne Guidelines zur Erkennung von Fälschungen.

 

  1. Klare technische Schutzmaßnahmen etablieren
  • Multi‑Faktor‑Authentifizierung für alle kritischen Systeme.
  • Schutzlösungen gegen Marken‑Impersonation (Fake‑Domains, gefälschte Shops).
  • Systeme zur Überprüfung von Medien (Bild‑/Video‑Forensik).

 

  1. Reputationsschutz aktiv betreiben
  • Aufbau eines »Digital Trust Dashboards«, das Risiken sichtbar macht.
  • Proaktive Markenkommunikation und transparente Informationspolitik.
  • Vorab definierte Kernbotschaften für Krisenszenarien.

 

  1. Zusammenarbeit stärken
  • Abstimmung zwischen Security, PR, Legal und Management.
  • Kooperation mit Plattformen für schnellere Takedowns.
  • Teilnahme an Branchen‑Informationsnetzwerken (ISACs, CERTs).

 

Kurzfassung

Desinformation lässt sich am effektivsten eindämmen durch:

  • Absicherung von Identitäten und Kanälen.
  • Früherkennung & Monitoring.
  • Klare, schnelle Krisenreaktionen.
  • Schulungen & Awareness.
  • Technische Schutzmechanismen.
  • Aktiven Reputationsschutz.
  • Enge Zusammenarbeit über Abteilungen hinweg.

 

Albert Absmeier & KI

 


Wie stellt sich Gartner die Desinformationssicherheit vor?

Gartner versteht Desinformationssicherheit als neue eigenständige Sicherheitsdisziplin, die über klassische IT‑ und Cybersecurity hinausgeht. Sie adressiert Bedrohungen, die außerhalb der eigenen IT‑Infrastruktur entstehen – insbesondere durch KI‑gestützte Manipulation von Informationen, Identitäten und öffentlicher Wahrnehmung.

Im Kern geht es darum, Vertrauen als schützenswertes Gut systematisch abzusichern.

 

Grundverständnis von Desinformationssicherheit

Gartner definiert Desinformationssicherheit als die Fähigkeit von Organisationen, gezielte Desinformationskampagnen zu verhindern, zu erkennen und darauf zu reagieren, bevor sie reputativen, finanziellen oder operativen Schaden verursachen.

Dabei wird Desinformation nicht als Kommunikationsproblem, sondern als strategisches Risiko betrachtet – vergleichbar mit Cyberangriffen oder Betrug.

 

Welche Bedrohungen gibt es konkret

Gartner identifiziert mehrere neue Angriffsklassen, die durch GenAI massiv verstärkt werden:

Externe, nicht‑technische Angriffsflächen

  • Angriffe erfolgen über soziale Medien, Messaging‑Plattformen, Video‑ und Audioinhalte
  • Ursprung oft außerhalb regulierter Rechtsräume
  • Kaum klassische »Perimeter«, die geschützt werden können

Typische Angriffsszenarien

  • Deepfakes von Führungskräften (Video, Audio, Stimme)
  • Impersonation von Marken, Mitarbeitenden oder Partnern
  • Gezielte Rufschädigung (Fake‑News, manipulierte Inhalte)
  • Marktmanipulation (zum Beispiel falsche Aussagen zu Produkten, Lieferketten, Finanzen)
  • Vertrauensuntergrabung bei Kunden, Investoren oder Mitarbeitenden

Gartner stuft diese Angriffe als hochgradig skalierbar, schnell viral und schwer rückholbar ein.

 

Die Struktur der Desinformationssicherheit

Gartner beschreibt Desinformationssicherheit als mehrschichtige Fähigkeit, nicht als einzelnes Tool.

1️⃣ Prävention (Prevent)

Ziel: Angriffe möglichst früh verhindern oder erschweren

  • Schutz von Identitäten (Executives, Marken, Domains)
  • Kontrolle offizieller Kommunikationskanäle
  • Vorbereitung auf Deepfake‑Szenarien
  • Klare Eskalations‑ und Freigabeprozesse

2️⃣ Erkennung (Detect)

Ziel: Desinformation frühzeitig identifizieren

  • Deepfake‑Erkennung (Audio, Video, Bild)
  • Monitoring von Social Media, Foren, Dark Web
  • Erkennung von Impersonation‑Mustern
  • Analyse viraler Dynamiken

3️⃣ Reaktion (Respond)

Ziel: Schaden begrenzen und Vertrauen wiederherstellen

  • Schnelle Gegenkommunikation
  • Juristische Schritte (Takedowns, Plattform‑Kooperation)
  • Interne Krisenprozesse
  • Abstimmung zwischen Security, Legal, PR und Management

 

Organisatorische Einordnung

Ein zentraler Punkt bei Gartner: Desinformationssicherheit ist keine reine IT‑Aufgabe.

Gartner sieht sie als Querschnittsfunktion zwischen:

  • Cybersecurity
  • Risiko‑ und Reputationsmanagement
  • Kommunikation & PR
  • Recht & Compliance
  • Vorstand / Geschäftsführung

Deshalb fordert Gartner:

  • Board‑Level‑Awareness
  • Klare Verantwortlichkeiten
  • Integration in bestehende Resilienz‑ und Krisenstrategien.

 

Strategische Bedeutung

Gartner macht eine klare Prognose:

  • < 5  % der Unternehmen hatten 2024 Schutzmaßnahmen
  • ≈ 50  % werden bis 2028 Produkte oder Services für Desinformationssicherheit einsetzen.

Der Grund: Digitale Vertrauenswürdigkeit wird zu einer operativen Voraussetzung – nicht zu einem Image‑Thema.

 

Desinformationssicherheit bedeutet, Vertrauen genauso systematisch zu schützen wie Netzwerke, Identitäten oder Daten.

 

 

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