Der nachlässige Umgang mit den eigenen digitalen Daten

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Jede und jeder Zehnte erstellt nie Backups.

Nur 43 Prozent installieren angebotene Software-Updates meist sofort.

 

Ob Updates, Backups oder Zugriffsrechte – viele Menschen in Deutschland gehen mit der Sicherheit ihrer digitalen Geräte und Daten eher nachlässig um. Nur rund 4 von 10 Internetnutzenden (39 Prozent) erstellen häufig Backups, also digitale Sicherheitskopien ihrer Daten. Weitere 26 Prozent sichern ihre Daten zumindest gelegentlich, 20 Prozent nur selten. Jede und jeder Zehnte (10 Prozent) erstellt nach eigenen Angaben nie Backups. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.005 Personen in Deutschland ab 16 Jahren, darunter 942 Internetnutzende [1].

Anlass der Veröffentlichung ist der bundesweite Digitaltag am 26. Juni 2026, der in diesem Jahr unter dem Fokusthema Digitale Sicherheit auch zahlreiche Aktionen rund um den sicheren Umgang mit digitalen Technologien und Daten bietet.

Auch bei Software-Updates, die häufig wichtige Sicherheitslücken schließen, handeln viele Internetnutzende nicht konsequent. 43 Prozent geben an, angebotene Updates häufig direkt zu installieren. Weitere 24 Prozent tun dies gelegentlich, 21 Prozent selten. Fast jede und jeder Zehnte (9 Prozent) installiert Software-Updates nie direkt, wenn sie angeboten werden.

»Digitale Sicherheit scheitert häufiger an fehlender Routine als an fehlendem Wissen. Wer Updates zeitnah installiert, wichtige Daten regelmäßig sichert sowie starke Passwörter und wenn möglich Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzt, macht es Angreifern deutlich schwerer und senkt das Risiko für Datenverlust und Betrug«, so Felix Kuhlenkamp, Leiter Sicherheit im Bitkom.

Neben technischen Schutzmaßnahmen spielt auch das eigene Verhalten im Netz eine zentrale Rolle. 28 Prozent der Internetnutzenden geben online häufig persönliche Daten an, ohne sich viele Gedanken darüber zu machen. Bei 33 Prozent kommt dies gelegentlich vor, bei 18 Prozent selten. 16 Prozent tun dies nach eigenen Angaben nie. Zusätzliche persönliche Daten geben 17 Prozent häufig an, wenn sie sich davon einen Vorteil wie Rabatte versprechen, weitere 29 Prozent gelegentlich. 28 Prozent machen dies selten, 20 Prozent nie.

Gleichzeitig überprüfen nur wenige regelmäßig, welche Apps oder Websites Zugriff auf ihre persönlichen Daten haben. 12 Prozent tun dies häufig, 22 Prozent gelegentlich und 26 Prozent selten. Mit 34 Prozent gibt die größte Gruppe an, solche Zugriffsrechte nie zu überprüfen. Auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) digitaler Angebote werden von vielen kaum gelesen. Dabei können sie wichtige Hinweise darauf geben, wie Anbieter mit persönlichen Daten umgehen. 16 Prozent lesen sie nach eigenen Angaben häufig, 25 Prozent gelegentlich. Die Mehrheit liest AGBs hingegen selten (32 Prozent) oder nie (23 Prozent).

 

[1] Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.005 Personen ab 16 Jahren in Deutschland telefonisch befragt, darunter 942 Internetnutzende. Die Befragung fand im Zeitraum von KW 15 bis KW 19 2026 statt. Die Gesamtumfrage ist repräsentativ. Die Fragestellung lautete: »Wie häufig führen Sie die folgenden Dinge selbst durch oder lassen diese z. B. automatisch durchführen?«.

 

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