Cybersecurity & Passwörter-Studie – 14 Prozent nutzen für alles das gleiche Passwort

Cybersecurity spielt nicht nur in der Digitalisierung der Arbeitswelt, sondern auch im Umgang mit unseren persönlichen Daten, eine immer größere Rolle. Und trotzdem sind unter den beliebtesten Passwörtern in Deutschland immer noch gefährliche Klassiker wie »hallo123« und »passwort«. Appinio hat 3592 Deutsche im Alter von 16 bis 44 Jahren über die Sicherheit ihrer Passwörter befragt. Die Studienergebnisse zeigen interessante Altersunterschiede.

Hier die wichtigsten Studienergebnisse:

 

22 % der 16- bis 17-Jährigen nutzen für jeden Zugang das gleiche Passwort – Ältere stufen ihre eigenen Passwörter zu Recht als sicherer ein, als Jüngere

  • 74 % der Männer und 72 % der Frauen halten ihre Passwörter für (sehr) sicher. Die Unsicherheit sinkt mit dem Alter: 33 % der 16- bis 17-Jährigen und 22 % der 35- bis 44-Jährigen stufen ihre eigenen Passwörter als (sehr) unsicher ein.
  • Mit dem Alter steigt auch die Vorsicht beim Erstellen neuer Passwörter, zum Beispiel haben 40 % der 35- bis 44-Jährigen für jedes Benutzerkonto (etwa E-Mail-Konten, Online Banking, Social Media) ein eigenes Passwort, dies ist nur für 31 % der 18- bis 24-Jährigen und 21 % der 16- bis 17-Jährigen der Fall.
  • 22 % der 16- bis 17-Jährigen nutzen für jedes Benutzerkonto genau das gleiche Passwort. Diesen Fehler machen nur 8 % der 25- bis 34-Jährigen und 9 % der 35- bis 44-Jährigen.

 

Jeder Vierte 16- bis 17-Jährige hat schon sein Geburtsdatum als Passwort verwendet

  • Jeder Vierte nutzt zur Erstellung von Passwörtern Fantasiewörter, circa jeder Fünfte sein Geburtsdatum. Außerdem verwendet mehr als jeder Zehnte einfache Zahlenfolgen wie »12345« oder den eigenen Vor- oder Nachnamen.
  • Vor allem 16- bis 17-Jährige sind eher unkreativ: 19 % von ihnen haben schon ihren eigenen Vor- oder Nachnamen genutzt, 15 % den Namen des Haustiers.
  • 11 % der Frauen und 17 % der Männer haben schon von zufälligen Passwörtern von Passwortgeneratoren Gebrauch gemacht. Im Gegensatz dazu haben 5 % schon »passwort« als Passwort verwendet.
  • 55 % der Frauen und 50 % der Männer nutzen Zahlen um ihr Passwort sicherer zu gestalten. Fast jeder Zweite in jeder Altersgruppe nutzt auch Groß- und Kleinschreibung oder verwendet min. 8-10 Zeichen.
  • Wer sein Passwort für (sehr) sicher hält setzt eher die genannten Techniken ein als andere. 39 % derjenigen, die ihre Passwörter als »sehr sicher« einstufen, nutzen beispielsweise Sonderzeichen. Bei denjenigen, die ihre Passwörter für »sehr unsicher« halten, sind es nur 26 %.

 

Männer würden eher Passwörter für Online Banking weitergeben als Frauen

  • 77 % der Frauen und 73 % der Männer würden ihre Online Banking Passwörter an niemanden, also auch nicht an ihren Partner, weitergeben.
  • Zugang zum Laptop wird eher gewährt als zum Smartphone: 30 % der Frauen und 37 % der Männer würden niemandem ihr Smartphone Passwort geben, für den Laptop sind es 25 % beziehungsweise 29 %.
  • Jüngere geben das Passwort zu ihrem Smartphone eher weiter als Ältere: 33 % der 16- bis 17-Jährigen und 47 % der 35- bis 44-Jährigen würden dieses Passwort an niemanden weitergeben.

 

Fingerabdruck eher als sicher eingestuft als Gesichtserkennung

  • Mehr als 82 % in jeder Altersgruppe stufen den Fingerabdruck als eine (eher) sichere Authentifizierungsmethode ein. Das Vertrauen in die Gesichtserkennung ist insgesamt geringer, jedoch stärker bei Älteren als bei Jüngeren: 55 % der 16- bis 17-Jährigen und 69 % der 35- bis 44-Jährigen stufen diese als (eher) sicher ein.

 

Die wichtigsten Ergebnisse hier nochmal zusammengefasst in der Infografik:

 

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