Digitalisierung in mittelständischen Familienunternehmen hat Top-Priorität

Für den Mittelstand ist die Digitalisierung eines sicher nicht: eine Nebensache. Denn nirgendwo schätzt man die digitale Transformation so dringlich ein wie in der Herzkammer der deutschen Wirtschaft: Zu diesem Ergebnis kommen die Marktforscher von Crisp Research in der ersten ausführlichen deutschen Studie zur Digitalisierung in mittelständischen Familienunternehmen [1]. Denn gerade Familienunternehmen bewerten die Digitalisierung aktuell als das strategische Top-Thema noch vor klassischen betriebswirtschaftlichen Fragen.

Das IT-Analystenhaus Crisp Research befragte im Auftrag der QSC AG 173 mittelständische Unternehmen mit 200 bis 5.000 Mitarbeitern, darunter 105 Familienunternehmen. Die Studie untersucht auf 65 Seiten zum Beispiel, wie zukunftsfähig der traditionsreiche Kern der deutschen Wirtschaft für das digitale Zeitalter aufgestellt ist. Wie stark ist das Bewusstsein in Familienunternehmen schon auf die bevorstehenden Herausforderungen ausgerichtet? Welche Strategien verfolgen sie? Wo packen sie zuerst an? Mit wem verbünden sie sich?

Im Epizentrum der digitalen Transformation
»Familienunternehmen befinden sich im Epizentrum der digitalen Transformation«, sagt Steve Janata, COO und Senior Analyst des IT-Research- und Beratungsunternehmens Crisp Research AG. »Verglichen mit den übrigen befragten Unternehmen geben die Entscheider in Familienunternehmen fast doppelt so häufig an, dass die Digitalisierung ihre strategische Agenda derzeit beherrscht«, so Janata. Der Grund: Fast 85 Prozent von ihnen fühlen sich stark oder sehr stark durch den digitalen Wandel betroffen.

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Hoher Handlungsdruck: Treiber und Getriebene
Dabei beurteilen die Familienunternehmen ihre eigene Rolle extremer: Knapp ein Drittel verstehen sich als aktive Gestalter der digitalen Transformation ihres Unternehmens. Demgegenüber fühlen sich 16 Prozent getrieben vom digitalen Fortschritt, mehr als doppelt so viele wie die übrigen Befragten im mittelständischen Panel. Viele Familienunternehmen haben ihre digitale Reise tatsächlich bereits angetreten. Die Mehrheit ist in der Strategiefindung (34 Prozent) oder lotet die richtige Marschroute für die Umsetzung aus (32 Prozent).

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Cloud Computing als digitale Enabling-Technologie
Das wird nach Einschätzung der Marktbeobachter von Crisp auch die IT-Landschaften im deutschen Mittelstand grundlegend verändern. Denn technologisch schneiden Familienunternehmer alte Zöpfe ab: »Die Akzeptanz und Adaption von Cloud-Computing-Infrastrukturen ist besonders hoch. Über 90 Prozent der Familienunternehmen setzen derzeit oder zukünftig wenigstens partiell auf Cloud-Infrastrukturen. Die meisten (45 Prozent) befinden sich derzeit in der Planungs- und Evaluierungsphase«, so Janata.

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Großes Potenzial im Internet der Dinge
Neben der Cloud versprechen sich die Familienunternehmen deutlich größere Chancen als andere Mittelständler vom Internet der Dinge. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) plant, die eigene Logistikkette durch sensor- und datenbasierte Szenarien zu optimieren (vs. 21 Prozent im sonstigen Mittelstand), 41 Prozent wollen die internen Produktionsprozesse mithilfe von Industrie 4.0 optimieren (vs. 25 Prozent).

Neue Allianzen und Cloud-Provider als Trusted Advisor
Das ausgeprägte Bewusstsein für die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung führen im Mittelstand zu neuen Allianzen. Familienunternehmen machen sich dabei eine Kernidee der Digitalisierung zunutze: die Kraft des Netzwerks. »Sie setzen viel stärker (88 Prozent) als die restlichen Unternehmen (65 Prozent) auf die Unterstützung externer Partner, die als wesentliche Sparringspartner und Trusted Advisor den gesamten Digitalisierungsprozess begleiten«, sagt Janata.

[1] Die vollständige Crisp-Studie »Familienunternehmen im digitalen Wandel« können sich Interessenten kostenfrei, exklusiv und ohne jegliche Registrierung als PDF auf dem neuen Themenblog »digitales-wirtschaftswunder.de« herunterladen: https://bit.ly/studie-familienunternehmen-2016


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