ERP-MES-Branchenlösung für erfolgreiches Wachstum – Zuverlässigkeit, Durchgängigkeit und Transparenz

Hochpräzisionskugel-lager, Maschinenspindeln, Freiläufe und berührungslose Dichtungen sind das Metier des Nürnberger Familienunternehmens GMN Paul Müller Industrie (GMN) – und das seit über 100 Jahren. Einen wichtigen Beitrag zur Erfolgs-geschichte leistet seit über 16 Jahren ein integriertes ERP- und MES-System.

GMN-Produkte sind spezialisiert auf Hochgenauigkeits- und Hochgeschwindigkeitsanwendungen und kommen etwa in E-Bike-Motoren oder in der Lebensmittelindustrie zum Einsatz. Zum Kundenkreis zählen daher vor allem klassische Maschinenbauer, aber auch die Automobilindustrie und Verfahrenstechnik. Die hat das Unternehmen mit ihrem jüngsten Geschäftsfeld, elektrische Antriebe, ins Visier genommen.

1908 als mechanische Werkstatt Georg Müller Nürnberg gegründet, ist das familiengeführte Unternehmen seinem Standort zwar bis heute treu geblieben, inzwischen aber zu einem internationalen Unternehmen gereift. Ein Tochterunternehmen in den USA kümmert sich um die Bereiche Vertrieb und Reparatur – das Servicenetz ist hingegen längst global gespannt. 85 Millionen Euro erwirtschaftet das Traditionsunternehmen jährlich mit seinen über 500 Mitarbeitern. 

Auftrags- und Serienfertigung im Griff. Die Informationstechnologie spielt in der Erfolgsgeschichte auch bei GMN seit vielen Jahren eine wichtige Rolle. Vor allem das ERP-System gilt als zentrales Schlüsselelement. Seit 2003 setzt das Unternehmen auf den ERP- und MES-Branchenstandard PSIpenta des Berliner Softwareherstellers PSI Automotive & Industry. Das integrierte System nutzen über 240 Mitarbeiter in den verschiedensten Unternehmensbereichen – vom Auftragseingang bis zur Faktura und dem Service. Neben dem Auftragsmanagement kommen dafür zahlreiche andere ERP- und MES-Module zum Einsatz, etwa die Betriebsdatenerfassung, der Workflow, das Lagerverwaltungssystem oder das Servicemanagement. IT-Leiter Bülent Gündogan beschreibt: »Angenommen, wir bekommen eine Kundenbestellung für eine Spindel. Dann erhält die Spindel im Fertigungsprozess eine Seriennummer, die in der Objekthistorie dokumentiert wird. Kommt sie nach x Jahren zurück zur Reparatur, können wir sie wieder über das ursprünglich angelegte Objekt führen und darauf einen Serviceauftrag auslösen. Das spart nicht nur Zeit. Auf diese Weise entsteht vor allem auch eine transparente Produkthistorie, die als Basis für weiterführende Analysen in unserem Hause dient.« Gündogan ist davon überzeugt, dass das Wachstum der letzten zehn Jahre ohne das ERP-System nicht möglich gewesen wäre: »Dazu tragen die funktionelle Branchentauglichkeit genauso wie die Skalierbarkeit und Flexibilität von PSIpenta bei.« 

Dabei bildet das System sowohl Anforderungen und Abläufe eines Einzel- als auch eines Serienfertigers ab. Denn Kugellager und Dichtungen werden in anonymer Fertigung auf Masse und teilweise auf Lager produziert. Wird GMN hingegen mit der Entwicklung und Fertigung eines individuellen Produkts – in einer für den Maschinenbaukunden typischen Losgröße von eins bis fünf – beauftragt, sind Aspekte wie der direkte Kundenbezug oder große Stücklisten zu berücksichtigen. Immer dann, wenn GMN Produkte für Sonderapplikationen ihrer Kunden maßgeschneidert anfertigt, geht auch die Fertigungstiefe weit über die Anforderungen an eine gewöhnliche Produktion hinaus. 

Durchgängigkeit dank Mehrwerkesteuerung. Von großer Bedeutung war bei GMN von Beginn an zudem die PSI-Mehrwerkesteuerung Multisite. Denn das Unternehmen wollte eine Lösung, in der sich die drei und künftig vier Produktionsbereiche in eigenen Profitcentern abbilden und zentral steuern lassen. Der Grund: Die Produktionsbereiche in Nürnberg arbeiten einander auch zu. So werden beispielsweise Kugellager oder Elektromotoren in Spindeln verbaut oder andersherum Wellen aus dem Spindelbau für Elektromotoren benötigt. Diese internen Aufträge werden in PSIpenta ebenfalls durch Fertigungsaufträge abgebildet. 

Besondern wichtig war dem Unternehmen zudem die durchgängige Abbildung von Kundenvorgängen im Zusammenspiel mit der Vertriebs- und Serviceniederlassung in den USA. Dort ist PSIpenta in der englischen Sprachversion im Einsatz – das heißt sowohl für die Oberfläche als auch für die Dateninhalte (Oberflächen- und Werkssprache). Wurde in der Vergangenheit die US-Niederlassung immer als Kunde dargestellt, lastet die USA heute einen Vorgang via Multisite ein, wodurch automatisch ein Auftrag in Nürnberg erzeugt und nach Fertigstellung in die USA rückgemeldet wird. Hierdurch endet die Transparenz über bestimmte Prozesse nicht mehr an den Landesgrenzen, sondern der gesamte Durchlauf wird einem Kundenvorgang zugeordnet und ist durchgängig nachvollziehbar. 

Ein ERP-Lieferant auf Augenhöhe. Zuverlässigkeit, Durchgängigkeit und Transparenz sind laut Bülent Gündogan auch die drei wesentlichen Aspekte, die durch das ERP- und MES-System PSIpenta erreicht wurden und eine deutliche Arbeitserleichterung in vielen Unternehmensbereichen bedeuten: »Die Lösung gibt uns durch ihre Flexibilität und Skalierbarkeit den nötigen Spielraum, uns immer wieder an neue Marktentwicklungen anpassen und vor allem auch wachsen zu können«. 

Im Moment können etwa durch VBA-Anpassungen zusätzliche Felder einfach ergänzt werden, ohne vom Standard abweichen zu müssen. Und auch perspektivisch bleibt dieser Vorteil erhalten. Da das System ab Version 9 auf Java basiert, wird man zwar auf Groovy umsteigen müssen, »der Vorteil, einfach und selbstständig mal kleinere Dinge anzupassen, bleibt aber auch dann erhalten«, schaut der IT-Leiter voraus. 

Von besonderem Wert ist aber auch die gereifte Zusammenarbeit mit dem Hersteller: »Die PSI ist nicht mehr nur ein Lieferant für uns, sondern ein echter Partner, mit dem wir neue Lösungen planen und diskutieren. Kontinuierlich arbeiten wir so gemeinsam an der Verschlankung und Optimierung der Prozesse«, ergänzt Gündogan. Dazu zähle auch, dass die Berliner den Austausch der großen Kunden-Community unterstützen und fördern: »Die Anwendertreffen und regionalen Arbeitskreise sind für uns immer wieder wertvolle Gelegenheiten für einen Austausch mit anderen Kundenunternehmen. Diesen Mut seitens der PSI wissen wir sehr zu schätzen, da das Zusammenbringen von Anwendern natürlich auch kritische Dinge zutage fördert und gewisse Risiken birgt«. 

Gewappnet für die Zukunft. Für GMN ist das durchgängige ERP- und MES-System ein wesentlicher Baustein für den aktuellen und zukünftigen Erfolg des Unternehmens. Neben dem Funktionsumfang tragen dazu vor allem Faktoren wie Offenheit, Flexibilität und Skalierbarkeit, aber auch eine verlässliche Partnerschaft mit seinem Lieferanten bei. Kontinuierlich verschlankt und optimiert GMN so die eigenen Prozesse und treibt auch die digitale Transformation des Traditionsunternehmens erfolgreich voran. 


Klaus Kriesten, Leiter Beratung Süd,
PSI Automotive & Industry

 

Illustration: © echo3005, Oleksandr Panasovskyi /shutterstock.com; GMN

 

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