Gefahr durch Ransomware

Medienberichten zufolge wurde der norwegische Aluminiumhersteller Norsk Hydro Opfer einer Cyberattacke mit Ransomware, die gravierende Auswirkungen auf die Produktion des Unternehmens hat. Wie akut die Bedrohung für Unternehmen durch Ransomware ist, belegt auch eine Befragung des Technologieunternehmens Datto unter 300 IT-Dienstleistern aus ganz Europa.

 

Einige der wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung:

 

  • 92 % der IT-Dienstleister erwarten, dass sich die Anzahl der Ransomware-Angriffe auf gleich hohem oder höherem Niveau fortsetzen wird.
  • Die Kosten der Ausfallzeiten sind zwölfmal höher als das verlangte Lösegeld. IT-Dienstleister geben an, dass das geforderte Lösegeld durchschnittlich bei ca. 2.300 Euro liegt – die durchschnittlichen Kosten eines IT-Ausfalls im KMU-Segment infolge einer Ransomware-Attacke liegen hingegen bei über 29.300 Euro. Das Zahlen des Lösegelds löst allerdings das Problem mit den Ausfallzeiten nicht. Und die Kosten für Downtime steigen deutlich, je größer das betroffene Unternehmen ist.
  • Das Problem ist weit größer als angenommen, da es eine große Dunkelziffer gibt. IT-Dienstleister geben an, dass weniger als 16 % der Ransomware-Attacken den Behörden gemeldet werden.
  • KMU sind sich der Frequenz und der Auswirkungen von Ransomware-Angriffen nicht bewusst. Nur 24 % der IT-Dienstleister berichten, dass ihre Kunden die Gefahr als hoch einstufen.
  • Mangelnde Aufklärung im Bereich Cybersicherheit ist eine der Hauptursachen für einen erfolgreichen Ransomware-Angriff.

 

Das komplette E-Book zur Studie steht Ihnen unter folgendem Link zum Download bereit: Datto EU Ransomware Report.pdf: http://f.myconvento.com/f/B05iXP52C0

 

 

Weitere Ergebnisse:

  • Ransomware bleibt eine massive Bedrohung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Von Q2 2016 bis Q2 2018 berichten 84 % der MSPs von Ransomware-Attacken – mehr als auf allen anderen Kontinenten.
  • Managed Service Provider (MSPs) melden durchschnittlich 5 dieser Angriffe auf ihre Kunden pro Jahr. In der ersten Jahreshälfte 2018 berichten sogar 42 % der MSPs, dass Kunden mehrmals an einem Tag angegriffen wurden (gegen­über 22 % im Jahresvergleich). Das ist höher als der globale Durchschnitt von 35 %.
  • Das Problem ist weit größer als angenommen, da es eine große Dunkelziffer gibt. MSPs geben an, dass nur 16 % der Ransomware-Attacken den Behörden gemeldet werden.
  • KMU sind sich der Frequenz und der Auswirkungen von Ransomware-Angriffen nicht bewusst. Knapp 86 % der MSPs sind »sehr besorgt« im Hinblick auf die Bedrohung durch Ransomware. Nur 24 % der MSPs berichten, dass ihre Kunden das genauso sehen.
  • Mangelnde Aufklärung im Bereich Cyber-Sicherheit ist eine der Hauptursachen für einen erfolgreichen Ransomware-Angriff. MSPs zählen Phishing­E-Mails zu den wichtigsten Ransomware- Methoden, gefolgt von infizierten Websites, Webanzeigen und Clickbait.
  • Die Folgen eines Ransomware-Angriffs wirken sich auf die Produktivität von Unternehmen aus. Auf die Frage nach den Auswirkungen eines erfolgreichen Angriffs antworten 67 % der MSPs, dass ihre betroffenen Kunden Einschränkungen im Hinblick auf die Produktivität hatten. Mehr als die Hälfte der MSPs gibt an, dass die Ausfallzeiten für ihre Kunden geschäftsbedrohend waren.
  • Die Kosten der Ausfallzeiten sind für KMU mehr als zwölfmal höher als das verlangte Lösegeld. MSPs geben an, dass das geforderte Lösegeld durchschnittlich bei ca 2.300 EUR liegt – die durchschnittlichen Kosten eines IT-Ausfalls infolge einer Ransomware-Attacke liegen hingegen bei ca. 29.000 EUR. Die Zahl übersteigt den globalen Durchschnitt, bei dem die Kosten für Downtime 10 x höher sind als das Lösegeld.
  • Die Ransomware-Infizierungen in der Cloud nehmen von Jahr zu Jahr zu. Von den MSPs, die von cloudbasierten Malware­Infektionen berichten, geben 49 % Office 365 als Ziel an.
  • Im Vergleich zu anderen Lösungen ist Business Continuity & Disaster Recovery (BCDR) die effektivste Methode zur Vermeidung von Ausfallzeiten durch Ransomware. Knapp 91 % geben an, dass sich Kunden mit einer Datto BCDR-Lösung inner halb von 24 Stunden oder weniger vollständig von einer Ransomware-Attacke erholt haben.

 

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