HeidelbergCement automatisiert Datenbereinigung – 62 Prozent der laufenden Housekeeping-Kosten eingespart

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HeidelbergCement zählt zu den weltweit größten Baustoffunternehmen. Das Business Warehouse (BW) des Konzerns ist mit über 2.700 Nutzern und einer Größe von 12 Terabyte ein komplexes System mit einer Vielzahl von Datenflüssen und Reporting-Anwendungen. Um das BW-Team zu entlasten sowie das Systemwachstum zu verlangsamen, führte HeidelbergCement die Lösung Datavard OutBoard for Housekeeping ein.

Mithilfe der Lösung wurde die Datenbereinigung zentralisiert und automatisiert sowie eine systemweite Governance ermöglicht. Gleichzeitig konnten 62 Prozent der laufenden Housekeeping-Kosten und 24 Prozent der Housekeeping-Initialkosten eingespart und das BW-Team um 6 Arbeitsstunden pro Woche entlastet werden.

In den mehr als 140 Jahren seit der Firmengründung 1873 entwickelte sich HeidelbergCement vom regionalen Zementhersteller zu einem der weltweit führenden Baustoffkonzerne. Die internationale Ausrichtung des Konzerns spiegelt sich auch in der Systemlandschaft wider. HeidelbergCement unterhält eine 4-Systemlandschaft mit eigenen Systemen für Europa und Asien. Das Business Warehouse (BW) ist bereits seit 2007 im Einsatz. »Unser BW ist sehr speziell. Viele Datenflüsse mit entsprechenden Abhängigkeiten, viele Anwendungen in zwei Produktivsystemen, über 2.700 Nutzer und eine Größe von 12 Terabyte machen das System komplex«, erläutert Dominik Ruf, Leiter BI Technology bei HeidelbergCement.

Steigendes Datenwachstum, sinkende Performance. Betreut wird das BW durch ein Team von 30 internen und knapp 30 externen Entwicklern. Dadurch laufen sehr viele Projekte parallel im System. »Der Fokus liegt auf Wertsteigerung für die Anwender, das Housekeeping wurde bisher vernachlässigt«, beschreibt Dominik Ruf die Problematik. »Hinzu kommt, dass es bei einem System dieser Größe schwierig ist, alle laufenden Projekte zu überwachen.« Die Folge: wachsende Datenmengen und eine sich stetig verschlechternde Systemperformance. Abhilfe sollte die Housekeeping-Lösung Datavard OutBoard for Housekeeping bringen, die nicht nur eine automatisierte Datenbereinigung sondern auch eine systemweite Governance ermöglicht. Das Ziel war zum einen, manuelle Aufwände einzusparen und dadurch das BW-Team zu entlasten, zum anderen, weiteres Systemwachstum zu verlangsamen.

Systemweite Planung und Steuerung. Datavard OutBoard for Housekeeping überzeugte insbesondere durch das zentrale Cockpit, das eine systemweite Überwachung und Planung aller Housekeeping-Maßnahmen ermöglicht. Darüber hinaus automatisiert und steuert die Lösung die Handhabung temporärer Daten, übernimmt deren Vorhaltung für weitere Nutzung oder Löschung, räumt Datenmüll auf und regelt Maßnahmen zur Performanceverbesserung. Über einmal definierte Regeln steuert die Anwendung die Löschung und Bereinigung überflüssiger Daten lokal oder für ganze Systemgruppen. System- und temporäre Daten werden dabei automatisch verschoben, komprimiert und bis zur endgültigen Löschung in einem Datenspeicher analog zum Windows-Papierkorb vorgehalten. Aus diesem können die Daten bei Bedarf auch wiederhergestellt werden. Eine übersichtliche Kalenderfunktion, die sich zentral im SAP GUI darstellen lässt, schafft Transparenz über alle Housekeeping-Aktivitäten und ermöglicht die Planung von Zeitfenstern und Gruppen. »Bisher konnten wir lediglich die Maßnahmen im Produktivsystem steuern. Die Möglichkeit, systemweit alles im Blick zu haben, war für uns ein entscheidendes Argument«, so Dominik Ruf.

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Customizing auf Basis von Systemanalyse. Die Implementierung sollte möglichst unter minimaler Beteiligung des BW-Teams erfolgen, um die internen Ressourcen zu schonen. Daher übernahmen Datavard-Berater einen Großteil der Tätigkeiten. Zunächst führte Datavard mithilfe des Analysetools Datavard BW Fitness Test eine Systemanalyse durch, um die Housekeeping-Lösung anpassen zu können. Geprüft wurden die Datenvolumen aller enthaltenen Daten, die Performance von Berichten und Queries sowie Datenqualität und Systemauslastung. Für das BW-System von HeidelbergCement identifizierte der BW Fitness Test das höchste Verbesserungspotenzial in den Bereichen Cube Compression, Change Logs und Number Range Buffering. Daher konzentrierte sich das Team bei der Einführung der Housekeeping-Lösung auf diese Bereiche. Eine individuelle Lösung musste für die Zeitzonen-Problematik gefunden werden: die Systemzeit läuft in der Zeitzone UTC, stimmt also nicht mit der tatsächlichen mitteleuropäischen Zeit überein. »Bisher mussten wir durch die Sommer- und Winterzeit-Umstellung Jobs entsprechend vor- oder zurückplanen«, erläutert Dominik Ruf. Die Datavard-Berater entwickelten ein spezielles Feature, um diese Umplanung automatisch durchführen zu können. Dominik Ruf: »Wir waren beeindruckt, wie schnell Datavard hierfür eine entsprechende Lösung entwickelte und das Tool an unsere speziellen Bedürfnisse anpasste.«

Systemwachstum dauerhaft verlangsamt. Der personelle Aufwand war für das BW-Team gering. Lediglich 17 Arbeitstage benötigten die Mitarbeiter für die Einführung. Sehr zufrieden waren die Beteiligten auch mit den Ergebnissen. »Direkt nach der Einführung konnten wir bereits sehen, dass sich das schnelle Wachstum deutlich verlangsamte«, berichtet Dominik Ruf. Das System sei zwar seither weiter gewachsen, allerdings weniger stark als zuvor. »Mithilfe von Datavard OutBoard for Housekeeping konnten wir eine große Menge an Speicherplatz auf den verschiedenen Systemen einsparen. Aktuell zeigt uns das Cockpit eine Einsparung von 15 TB an«, so der Projektleiter. Den größten Vorteil sieht er jedoch in der systemweiten Governance: »Wir können jetzt alle Systeme in der großen und verteilten Systemlandschaft zentral steuern. Neue Objekte berücksichtigt OutBoard for Housekeeping automatisch und führt Housekeeping-Maßnahmen ohne unser Zutun durch.«

Kosten für Housekeeping halbiert.  Das Fazit der Projektbeteiligten fällt positiv aus, alle mit der Einführung von Datavard OutBoard for Housekeeping verbundenen Ziele wurden erreicht. »Wir sind sehr zufrieden mit der Housekeeping-Lösung. Alle unsere Erwartungen hinsichtlich zentraler Governance, Sicherheit und Speicherplatzeinsparungen haben sich erfüllt«, resümiert Dominik Ruf. Durch die effizientere Verwaltung konnte das BW-Team von HeidelbergCement 6 Arbeitsstunden pro Woche einsparen. Insgesamt betrachtet sanken mithilfe von Datavard OutBoard for Housekeeping die laufenden Kosten für Housekeeping um 62 Prozent, die Initialkosten für Housekeeping um 24 Prozent.


Astrid Jentausch, Enterprise Account Manager, Datavard
www.datavard.de

 

Illustration: © kirill_makarov, gualtiero boffi /shutterstock.com 

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