Mit Stadia revolutioniert Google die Gaming-Welt

Illustration: Absmeie

Sony, Microsoft und Nintendo (wie auch andere PC-Hardwarehersteller) stehen vor einer echten Herausforderung. Nach vielen Gerüchten ist Google mit dem Cloud-Service Stadia nun offiziell in die Arena des Spielemarktes gestiegen und wir wetten, ganz wie bei Casinohandy, darauf, dass das große G in den kommenden Jahren eine führende Rolle spielen wird.

Also keine Konsole und nicht einmal eine direkte Alternative zu Windows 10, sondern ein Cloud-Gaming-System, mit dem man auf jedem mit dem Internet verbundenen Gerät mit einer Rechenkapazität spielen kann, die mit einer Xbox One X kombiniert mit einer Playstation Pro zu vergleichen ist. Vergessen Sie Ladezeiten, die Notwendigkeit, sich mit Updates oder anderem zu befassen: Stadia macht alles automatisch und wir müssen uns nur um das Spielen kümmern, vielleicht durch Anklicken des Buttons »Spiel mit Stadia«, der am Ende vieler Filme auf Youtube angezeigt werden wird.

Die Stadia-Fans vergleichen Googles Angebot mit dem, was Netflix im Bereich der Filme und TV-Serien geleistet hat und stellen sich bereits eine echte Revolution im Gaming-Bereich vor. Die Kritiker hingegen glauben, dass die technologische Infrastruktur derzeit noch nicht in der Lage ist, der Menge an ein- und ausgehenden Daten standzuhalten, die Stadia bereits in diesem Jahr bewältigen muss, da die Einführung bereits 2019 in vielen noch nicht bekanntgegebenen Ländern bestätigt worden ist.

Bezüglich des Erfolgs oder Misserfolgs von Stadia gibt es noch eine Variable, zu der Google derzeit schweigt: die Preise. Viele vermuten dass eine Art Flatrate im Netflix-Stil oder ähnlicher Dienste im Gaming-Bereich kommen wird, wo bisher vor allem Microsoft insbesondere mit dem Xbox Game Pass einigen Boden gut gemacht hat. Andere Insider stellen sich stattdessen ein traditionelleres Modell vor, vielleicht als Ergänzung zu Abonnements, mit der Möglichkeit, jedes Spiel zu kaufen.

Wir werden es kaum vor dem Sommer erfahren, denn bis dahin, so Google, werden weitere Informationen zu Stadia bekanntgegeben werden.

Der andere entscheidende Aspekt ist natürlich der »Rohstoff« von Stadia: die Spiele selbst. Während der Präsentation wurden bereits viele bekannte Titel gezeigt, oft beginnend mit dem letzten Kapitel der Serie Assassin’s Creed von Ubisoft, das eines der Softwarehäuser zu sein scheint, das am stärksten am Projekt beteiligt ist. Nicht zu unterschätzen ist die Präsenz von Bethesda und ID-Software mit Doom Eternal, ohne Take 2 mit NBA 2K19 und Square Enix mit Shadow of The Tomb Raider zu vergessen.

Die jüngsten Nachrichten hingegen beziehen sich auf das polnische Softwarehaus CD Projekt, das vor allem für die Serie The Witcher bekannt ist. Im letzten Finanzbericht erklärten die Führungskräfte des Unternehmens ausdrücklich, dass sie mit Google verhandeln, um Stadia mit ihren Spielen zu unterstützen. Dabei muss man auch gleich an das mit Spannung erwartete neue Videospiel Cyberpunk 2077 denken, das bereits vor einiger Zeit für Playstation 4, Xbox One und PC angekündigt worden ist.

Während man darauf wartet, dass Microsoft und Sony ihre neuen Spielkonsolen auf den Markt bringen, hat Google sie vor eine große Herausforderung gestellt und der Gaming-Markt könnte sich dadurch tatsächlich für immer verändern.

 

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