Mobile-Shopping ist eine Altersfrage und eine des Komforts

Nutzerfreundlichkeit bei Apps entscheidend – Absage an virtuelle Realität.

Es gibt verschiedene Gründe, warum ein Kunde zwar einen bestimmten Online-Shop anwählt, dann den Kauf aber nicht abschließt. In vielen Fällen bestehen Mängel in der Usability, also in der Bedienbarkeit des Shops.

Laut einer Umfrage [1] brechen 73 % Bestellvorgänge wegen mangelnder Nutzerfreundlichkeit ab. Ob ein Onlinehändler eine App bereitstellt, ist für zwei Drittel (67 %) nicht ausschlaggebend. Wenn App, dann sollte sie allerdings nutzerfreundlich sein, findet die Hälfte (50 %). »Dies verdeutlicht wie wichtig es ist, Apps nutzerzentriert zu entwickeln bspw. durch den Einsatz von Tiefen-Interviews, Server-Statistiken und vor allem Usability-Tests«, kommentiert Bernd Wittkamp, Vorsitzender der Geschäftsführung der Star Finanz, die Ergebnisse.

AR spielt im Shopping keine Rolle

Insgesamt noch kritischer als den mobilen Internet-Einkauf sehen die Befragten das Trendthema Augmented Reality (AR). Obwohl bereits einige E-Commerce-Anbieter vor allem im Modebereich damit experimentieren, stoßen Online-Angebote, die die virtuelle Welt mit realen Elementen anreichern, kaum auf Interesse. Seien es 360-Grad-Produktansichten, Fotos, mit denen man Möbel in den eigenen vier Wänden platzieren kann oder ein Avatar nach eigenem Vorbild, der Kleidungsstücke anprobiert – mit 91 % hat die überwiegende Mehrheit der Befragten eine solche angebotene Möglichkeit noch nicht genutzt. Nur ein geringer Anteil (10 %) wünscht sich mehr AR-Angebote.

Große Altersdifferenzen beim Mobile-Shopping

Insgesamt kauft nur gut die Hälfte aller Internetuser (54 %) per Smartphone oder Tablet ein. Ein Blick auf die Altersklassen zeigt allerdings, dass die Jüngeren (14 bis 49 Jahre) sehr wohl zum Großteil mit Tablet und Smartphone einkaufen. Die über 50-Jährigen hingegen wählen für ihre Internetkäufe eher den traditionellen Desktop-PC. Jedoch schätzen über die Hälfte (59 %) den Komfort, beim Online-Shopping das Endgerät wechseln zu können, ohne dass die bereits eingegebenen Daten verloren gehen.

Online-Shopper halten Drohnenlieferung für Medienhype

Trotz der zunehmenden Digitalisierung ist Logistik noch zum Großteil Handarbeit. Zum Schluss ist es der Paketbote, der die Ware dem Kunden an der Haustür überreicht. Das wird nach Ansicht der meisten Internetnutzer auch so bleiben. Denn obwohl Unternehmen wie Amazon und DHL bereits Drohnen zur Auslieferung getestet haben, halten laut einer Umfrage der Star Finanz die meisten Kunden den flächendeckenden Einsatz unbemannter Flugboten für nicht praktikabel. 42 % gehen davon aus, dass das Thema von den Medien aufgebauscht wird. 35 % bezweifeln, dass es sich in der Breite durchsetzt – und das altersunabhängig.

[1] Für die Umfrage hat die Star Finanz rund 11.000 Menschen ab 14 Jahren zu ihren Gewohnheiten, Einstellungen und Vorlieben rund um ihr Online-Shoppingverhalten befragt.

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