GlobalData: Apples strategische Neuausrichtung der Preise zugunsten des Premiumsegments

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Apples jüngste Produktpräsentation beim Event »Surprise and Shine« hat auf X lebhafte Reaktionen unter Influencern ausgelöst. Zwar sorgte vor allem der Preis des iPhone Duo für Aufmerksamkeit, doch zugleich verwiesen zahlreiche Stimmen auf die Preiserhöhungen bei älteren und regulären iPhone-Modellen. Sie sehen darin ein Zeichen dafür, dass Apple die Preisstruktur seines gesamten Portfolios neu ordnet. Nach Einschätzung vieler Influencer nutzt der Konzern den mit Spannung erwarteten neuen Formfaktor, um breitere Preisanhebungen bei den iPhones zu rechtfertigen, seine Margen zu sichern und mehr Käufer zu höherpreisigen Modellen zu lenken, berichtet GlobalData, eine Plattform für Marktinformationen und Produktivität.

 

Shreyasee Majumder, Social-Media-Analystin bei GlobalData, erklärt: »Die Influencer bewerteten Apples Preisentscheidungen überwiegend als Teil einer umfassenden Portfoliostrategie – und nicht lediglich als Randnotiz der Produktpräsentation. Die Reaktionen deuten darauf hin, dass viele Apple zutrauen, das iPhone Duo als Hebel zu nutzen, um Premiumpreise auf eine breitere Modellpalette auszuweiten, die durchschnittlichen Verkaufspreise zu steigern und mehr Umsatz mit bestehenden Kunden zu erzielen, statt im unteren Preissegment auf höhere Stückzahlen zu setzen.

»Die Debatte über steigende Speicherkosten, Margensicherung und den Druck, Käufer in Richtung der Pro-Modelle zu lenken, zeigt, dass die Influencer darin ebenso einen finanzstrategischen wie einen produktpolitischen Schritt sehen. Zugleich warnten sie vor dem Risiko, dass zu starke Preiserhöhungen – insbesondere in preissensiblen Märkten – die Austauschzyklen verlängern oder das Duo eher zu einem Prestigeobjekt als zu einem echten Absatztreiber machen könnten.«

 

Im Folgenden einige besonders beachtete Influencerstimmen, die über die Social-Media-Analyseplattform von GlobalData erfasst wurden:

 

Gene Munster, geschäftsführender Partner bei Deepwater Asset Management:

»Das neue faltbare iPhone Duo ist beeindruckend: keine sichtbare Falz, ultradünn und mit einem Display, das 50 Prozent größer ist als beim Pro Max. Ich rechne nun mit höheren Verkaufszahlen als noch vor der Präsentation. Ursprünglich ging ich davon aus, dass das Modell im Geschäftsjahr 2027 fünf Prozent des iPhone-Umsatzes ausmachen würde; inzwischen halte ich zehn Prozent für realistisch. Der Haken ist der Preis. Noch kennen wir ihn nicht, doch er dürfte bei mehr als 2.000 US-Dollar liegen. $AAPL«

 

Finance Lancelot, Finanzexperte:

»Apple wiederholt genau denselben Fehler wie beim Vision Pro. Das $AAPL DUO zielt auf den Nischenmarkt für faltbare Smartphones – zu einem aberwitzigen Preis von mehr als 1.900 US-Dollar. Das Unternehmen hat weder aus Sonys Fehlern noch aus seinen eigenen Fehlschlägen gelernt. Keine Innovation.«

 

Matthew Keys, Inhaber von Solano Media LLC:

»Apple erklärte im Juli, dass Zollerleichterungen zum Ergebnis des dritten Quartals beigetragen hätten. Der Gesamtumsatz belief sich auf 109 Milliarden US-Dollar. Statt diese Vorteile an die Kunden weiterzugeben, erhöhte Apple am Mittwoch die Preise älterer iPhone-Modelle um 100 US-Dollar. $AAPL«

 

Ross Gerber, CEO und CIO bei Gerber Kawasaki:

»Beim Verfolgen des Apple-Events war die Stimmung heute in der Zentrale insgesamt gut. 2.000 US-Dollar für ein neues faltbares Smartphone: Mir gefiel das Gerät, aber lautet die neue Realität nun: ›Sind 2.000 US-Dollar die neuen 1.000 US-Dollar?‹ (Danke, Brett.) $AAPL«

 

Gul Vasikova, Forscherin und Beraterin in der KI-Technologiebranche:

»… Apple könnte eine Lösung gefunden haben: die Kunden auf der Preisleiter weiter nach oben zu führen. Mit einem angekündigten faltbaren Ultra-Premium-iPhone, das voraussichtlich zwischen 2.200 und 2.500 US-Dollar kosten könnte, wäre Apple in der Lage, den durchschnittlichen Verkaufspreis zu steigern, ohne alle Modelle im gleichen Maße zu verteuern. Das funktioniert allerdings nur, wenn die Kunden überzeugt sind, tatsächlich etwas grundlegend Neues zu erhalten. Fühlt sich das faltbare Gerät wie eine echte neue iPhone-Generation an, könnte Apple damit eine weitere große Premiumkategorie etablieren. Wirkt es dagegen wie ein teures Gimmick, dürfte der Markt schnell ablehnend reagieren. …«

 

Ramakrushna Mohapatra, Gründungsmitglied bei AccordWorks:

»Apple hat die iPhone-Preise in Indien gerade deutlich angehoben. Das iPhone 17 mit 256 GB verteuerte sich von 82.900 ₹ auf 99.900 ₹ – ein Anstieg um rund 20 Prozent. Nach der jüngsten iPhone-Präsentation erhöhte Apple die Preise mehrerer Modelle, darunter das iPhone 16, das iPhone 17e und das iPhone Air.«

 

 

Wie viel kostet ein iPhone?

 

10.09.2026

Diese Woche hat Apple seine neuen Smartphones vorgestellt. Dabei hat das Unternehmen mit dem iPhone Duo sein erstes Klapphandy vorgestellt. Das ist allerdings nur etwas für den besser gefüllten Geldbeute. Bereits in der günstigsten Ausführung mit 256 Gigabyte Speicher kostet das Gerät 2.299 Euro. In der teuersten Ausführung mit 2 Terabyte Speicher müssen Kund:innen hingegen 3.799 Euro investieren. „Dazu schreibt tagesschau.de: Apple hofft, mit dem hochpreisigen Gerät neue Zielgruppen zu erobern und angesichts gestiegener Preise für Speicherchips seine Gewinnmargen zu erhöhen. Bisher ist der Markt für Klapphandys mit etwa zwei Prozent Anteil eine Nische.“ Ein echtes Budget-Gerät hat das Unternehmen indes nicht mehr im Sortiment, wie der Blick auf de Statista-Grafik zeigt. Das billigste Smartphone auf der offiziellen Apple-Seite ist derzeit das iPhone 17e mit 256 Gigabyte Speicher für 849 Euro. Mathias Brandt

https://de.statista.com/infografik/25800/aktuelle-iphone-preise-in-deutschland/?lid=cgzxu5d5j8wm

 

463 Artikel zu „iPhone“

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10 Jahre iPhone

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