Internetaktivitäten 2018: Das machen die Bundesbürger im Netz

Rund 64 Millionen Menschen in Deutschland nutzen laut Statistischen Bundesamtes das Internet. Die mit Abstand beliebtesten Internetaktivitäten sind die Suche nach Informationen über Waren und Dienstleistungen und der Versand/Empfang von E-Mails. Auch Online-Banking gehört für die Mehrheit der Netzbürger zum digitalen Alltag dazu. Interessanter ist da schon ein Blick auf solche Internetaktivitäten, die weniger verbreitet sind. Absolutes Neuland scheint etwa die Vereinbarung von Arztterminen über das Internet zu sein. Auch die Nutzung von Videostreaming-Anbietern wie Netflix ist vergleichsweise wenig verbreitet. Mathias Brandt

https://de.statista.com/infografik/3307/internetaktivitaeten-in-deutschland/

 

91 % der Internetnutzerinnen und -nutzer suchten im 1. Quartal 2018 im Internet nach Informationen über Waren und Dienstleistungen für private Zwecke. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war das die häufigste Internetaktivität, dicht gefolgt von der Kommunikation per E-Mail (89 %). Zu den weiteren häufigen Tätigkeiten der rund 64 Millionen Internetnutzerinnen und -nutzer zählten die Suche nach Informationen zu Gesundheitsthemen (66 %), das Anschauen von Videos bei Video-Sharing-Diensten wie zum Beispiel YouTube (64 %), Online-Banking (59 %), (Video-) Telefonate zum Beispiel über Skype, Facetime, WhatsApp oder Viber (57 %) sowie die Teilnahme an sozialen Netzwerken wie zum Beispiel Twitter, Facebook oder Instagram (56 %). Je nach Altersklasse setzten die Internetnutzerinnen und -nutzer unterschiedliche Schwerpunkte bei ihren Online-Aktivitäten.

Der Unterhaltungsfaktor stand bei den 12 Millionen 10- bis 24-jährigen Internetnutzerinnen und -nutzern im Vordergrund. 90 % von ihnen schauten Videos von Video-Sharing-Diensten. Nach Informationen über Waren und Dienstleistungen suchten 80 %. Ebenso viele beteiligten sich an sozialen Netzwerken. Auch Musikhören über das Internetradio oder Online-Streaming-Dienste wie zum Beispiel Spotify (79 %) gehörten zu ihren häufigen Internetaktivitäten. Außerdem beliebt bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen waren (Video-) Telefonate führen (76 %) und das Senden und Empfangen von E-Mails (76 %).

Bei den 33 Millionen Internetnutzerinnen und -nutzern zwischen 25 und 54 Jahren stand die Informationssuche über Waren und Dienstleitungen an erster Stelle (96 %). Nahezu genauso wichtig war ihnen die E-Mail-Kommunikation (94 %). Knapp drei Viertel suchten Informationen zu Gesundheitsthemen (74 %), betrieben Online-Banking (73 %) oder schauten sich Videos von Video-Sharing-Diensten an (72 %).

Die 19 Millionen Internetnutzerinnen und -nutzer ab 55 Jahren setzten bei ihren häufigsten Internetaktivitäten ähnliche Prioritäten wie die mittleren Jahrgänge: Informationssuche über Waren und Dienstleistungen (89 %), E-Mail-Kommunikation (88 %), Suche nach Informationen zu Gesundheitsthemen (69 %), Online-Banking (50 %) und (Video-) Telefonate (47 %).

 

Weitere Ergebnisse der Erhebung über die private Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) 2018 sind in der aktuellen Fachserie 15, Reihe 4 »Private Haushalte in der Informationsgesellschaft – Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien 2018« sowie in den Tabellen 63931 der Datenbank GENESIS-Online verfügbar. https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/EinkommenKonsumLebensbedingungen/PrivateHaushalte/PrivateHaushalteIKT.html;jsessionid=9E0108C09CCA3B3C16153674E4753132.InternetLive2

 

Das machen die Deutschen im Netz

62 Millionen Menschen in Deutschland nutzen laut Mitteilung des Statistischen Bundesamts das Internet. Die mit Abstand beliebtesten Internetaktivitäten sind der Versand/Empfang von E-Mails und die Suche nach Informationen über Waren/Dienstleistungen. Auch das Lesen von Nachrichten gehört für die Mehrheit der Netzbürger zum digitalen Alltag dazu. Interessanter ist da schon ein Blick auf solche Internetaktivitäten, die für viele immer noch Neuland sind. So nutzen nur 23 Prozent der Onliner Cloud-Speicherplatz oder Video-on-Demand-Dienste wie Netflix. Dagegen erfreuen sich Online-Finanzdienstleistungen wie Internet-Banking (54 Prozent) oder Online-Payment-Services wie Paypal (40 Prozent) vergleichsweise großer Beliebtheit. Massentauglich ist auch Musik-Streaming: Fast jeder zweite Onliner hört Musik über Internetradio oder Dienste wie Spotify. Mathias Brandt

https://de.statista.com/infografik/3307/internetaktivitaeten-in-deutschland/

 

 


Elektronische Kommunikation: Die Deutschen verschicken immer mehr Mails

 

848,1 Milliarden E-Mails haben die Deutschen im vergangenen Jahr laut einer aktuellen Auswertung von WEB.DE und GMX verschickt – das entspricht einem Wachstum von zehn Prozent. Die meisten E-Mails in deutschen Postfächern sind Newsletter gefolgt von durch Online-Shops verschickte Bestell- und Versandbestätigungen. »Mit dem neuen Rekordhoch markiert die E-Mail ebenso wie in den Jahren 2016 und 2017 ein zweistelliges Prozentwachstum«, sagt Jan Oetjen, Geschäftsführer von GMX und WEB.DE. Auch 2019 dürfte E-Mail in Deutschland weiter wachsen. Zum einen wegen des anhaltenden E-Commerce-Booms, zum anderen, weil steigende Portokosten dem Trend zur Digitalisierung des Briefmarkts einen neuen Impuls geben könnten. Mathias Brandt

https://de.statista.com/infografik/12826/anzahl-verschickter-e-mails-in-deutschland/

 


 

Nutzung des Internets: Balanceakt zwischen Privatsphäre und Unachtsamkeit

Aktuelle Studie zeigt, dass die Deutschen immer noch (zu) sorglos mit dem Thema Datenschutz umgehen.

SSL-verschlüsselte Webseiten, zugriffssichere WLAN-Router, Onlinebanking – wenn es um das Thema Datenschutz im Internet geht, können die Sicherheitsstandards für deutsche Nutzer nicht zu hoch sein. Eine Studie des Marktforschungsinstituts GfK, die der europäische Suchmaschinenanbieter Qwant in Auftrag gegeben hat, zeigt jedoch ein anderes Nutzungsverhalten [1]. Befragt nach ihren Gewohnheiten bei der Suche im Internet und der Nutzung von Suchmaschinen sind die Deutschen eher liberal und sorglos eingestellt.

Des Deutschen liebstes Gut ist seine Privatsphäre – so sagt er

In einer Frage sind sich deutsche Männer und Frauen einig: Vier von fünf Befragten (82 %) möchten die Kontrolle über ihre persönlichen Daten behalten. Dass sich 70 % am liebsten anonym im Netz bewegen, ist ebenfalls wenig überraschend, denn Datenschutz ist in Deutschland ein viel diskutiertes Thema, nicht nur politisch, sondern auch gesellschaftlich. Was der Deutsche im Internet sucht, möchte er für sich behalten. Besonders kritisch betrachtet daher auch jeder Zweite (54 %), dass sein Suchverhalten eventuell mit Dritten geteilt wird. Die Speicherung und Weitergabe von persönlichen Daten an Dritte zu Zwecken der Werbung oder Marktforschung ist der Mehrheit der Deutschen nicht immer bewusst.

Und auch wenn es dem Nutzer bewusst ist, so hat er keine Chance, sich einen Einblick zu verschaffen, wie seine Daten verwendet (und ggf. verkauft) werden. Ebenso mangelt es an Transparenz darüber, wie genau Algorithmen, Indexe und Co. arbeiten, um Nutzer zu identifizieren und deren Nutzungsverhalten auszuwerten. Der Datenschutz bleibt demnach ein sensibles Thema für die Deutschen, die hinreichende Aufklärung indes fehlt.

Ambivalentes Verhalten: Privatsphäre versus Individualität

Mehr als ein Drittel der Befragten (36 %) geht einerseits davon aus, dass ihnen alle Suchergebnisse objektiv und neutral angezeigt werden, unabhängig vom Suchmaschinenanbieter und ihrem persönlichen Nutzungsprofil. Andererseits befürwortet die Hälfte der Befragten (55 %), dass lediglich die Ergebnisse mit ihnen geteilt werden, die sie wirklich interessieren – also gefilterte, personalisierte Treffer. Es existiert eine Informationslücke darüber, was mit den Nutzerdaten passiert und vor allem für welchen Zweck. So fühlen sich die Deutschen nur wenig im Internet beobachtet oder sogar verfolgt (22 %). Zugleich nutzt über die Hälfte der Befragten (51 %) ihre Suchmaschine bedenkenlos als Quelle auch für sensible Informationen.

Ein Ergebnis, das vor dem Hintergrund von Wikileaks und NSA-Skandalen auch Nico Bödeker, General Country Manager von Qwant in Deutschland, verwundert: »Wir waren überrascht, dass vielen Nutzern nicht bewusst ist, wieviel sie bereits bei der Suchanfrage von sich preisgeben. Geht es um den Schutz privater Daten, denken viele an Bank- oder Kreditkartendaten. Dass Informationen wie sexuelle Präferenzen, Gesundheitsfragen oder politische Einstellungen ebenfalls vor dem Zugriff Dritter geschützt werden sollten, scheint vielen nicht klar zu sein.«

Alternative Suchmaschinen sorgen für mehr Privatsphäre

Die Forderung nach mehr Privatsphäre und Datenschutz im Internet einerseits und die unbekümmerte Nutzung von Suchmaschinen und Webseiten andererseits legen einen inneren Widerspruch offen. Die Nutzer hinterlassen oft aus Unachtsamkeit oder Unwissenheit ihre Spuren im Internet, bisweilen um den Preis ihrer Privatsphäre. Das soll sich ändern: Den Anfang macht dabei die Verwendung des Inkognito-Modus im Browser. Den nutzen bereits 59 % der Befragten von Zeit zu Zeit, um anonym im Internet surfen zu können. Eine große Mehrheit der Deutschen steht außerdem einer neuen Generation von Suchmaschinen positiv gegenüber: 75 % der Befragten würden den Anbieter wechseln, wenn der Neue ihre Daten besser schützt.

 

[1] GfK eBUS, »Datenschutz im Internet«, Juni/Juli 2017, n=500 Männer und Frauen ab 14 Jahre
Qwant ist ein Suchmaschinenanbieter, der die Privatsphäre der Internetnutzer und die Vertraulichkeit ihrer persönlichen Daten bewahrt. Das Unternehmen mit Sitz in Paris wurde 2013 gegründet und unterstützt mit seiner neuen Suchtechnologie die europäische Digitalwirtschaft. Qwant wirft einen neuen, demokratischen Blick auf das Internet, der Datenschutz und Objektivität vereint. Der französische Suchmaschinenanbieter ist die Alternative in Europa zu den bekannten amerikanischen Suchmaschinenanbietern. Weitere Informationen finden Sie unter www.qwant.com/DE

 


 

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Mobile Internetnutzung weiter auf dem Vormarsch

Mehr als drei Viertel aller 14- bis 69-Jährigen in Deutschland nutzen das Internet mit einem Smartphone, Tendenz weiter steigend. Hauptgrund für diese Entwicklung ist die starke Nutzung von Instant-Messaging und Social Media auf den Smartphones. Das Smartphone befindet sich in jeder Hinsicht auf der Überholspur: In Sachen Geräteausstattung hat es inzwischen ganz eindeutig das »normale«…

TV und Internet profitieren voneinander: Bewegtbildnutzung weiterhin steigend

Die private Internetnutzung ist nach Einschätzung der Befragten [1] in den letzten Jahren von rund 50 Minuten pro Tag (2008) auf aktuell 80 Minuten deutlich gestiegen. Dennoch hat die zunehmende Internetnutzung auf die Fernsehnutzung keinen Einfluss: Nach Einschätzung der Befragten ist die Fernseh-Sehdauer mit um die 160 Minuten pro Tag seit längerem in allen Altersgruppen…

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