Jeder Dritte sucht online nach der großen Liebe

Jeder zweite Nutzer von Online-Dating-Diensten hat dort einen Partner gefunden. 45 Prozent halten Online-Dating jedoch für unromantisch.

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Die große Liebe kann man bei der Arbeit treffen oder in der Schlange im Supermarkt – jeder dritte Bundesbürger verlässt sich jedoch nicht auf den Zufall, sondern nimmt die Partnersuche selbst in die Hand: bei einem Online-Dating-Dienst im Internet. So sagen 32 Prozent, schon einmal einen Online-Dating-Dienst genutzt zu haben. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.006 Bundesbürgern ab 16 Jahren. Demnach setzen vor allem die Jüngeren auf Online-Dating: 47 Prozent der 16- bis 29-Jährigen haben schon einmal einen solchen Dienst genutzt. Bei den 30-49-Jährigen sind es 39 Prozent, bei den 50- bis 64-Jährigen 35 Prozent. Nur die Altersgruppe 65 plus ist mit 11 Prozent vergleichsweise wenig bei Online-Dating-Portalen aktiv.

 

Online-Dating darf Geld kosten

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Welche Dating-Angebote im Netz sind besonders beliebt? 19 Prozent der Internetnutzer geben an, sich schon einmal bei kostenpflichtigen Portalen wie Parship, eDarling oder Elite Partner angemeldet zu haben. 18 Prozent setzten auf Online-Dienste, die in der Basisversion kostenlos sind, etwa Tinder, Grindr oder Lovoo. Jeder zehnte Internetnutzer (10 Prozent) war oder ist in Single-Foren oder -Gruppen in sozialen Netzwerken aktiv. Ebenfalls 10 Prozent haben schon einmal eine Online-Singlereisebörse genutzt, um auf diesem Weg einen Partner oder eine Partnerin kennenzulernen. Nur 1 Prozent sagt, schon einmal bei einem kostenpflichtigen Seitensprungportal aktiv gewesen zu sein.

Fast jeder Zweite hat schon einmal einen festen Partner im Netz gefunden

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Fast jeder zweite Nutzer von Online-Dating-Diensten hatte Erfolg bei der Suche: Insgesamt 47 Prozent haben schon einmal einen festen Partner oder einen erotischen Kontakt im Internet gefunden. Darunter sagen 27 Prozent, dass die Partnerschaft noch andauert. Bei 40 Prozent besteht eine über das Internet angebahnte Partnerschaft nicht mehr. 1 Prozent hat nach eigenen Angaben einen erotischen Kontakt im Internet kennengelernt. Die Befragten konnten hier mehrere Optionen nennen.

Für viele Bundesbürger bietet Online-Dating eine Reihe von Vorteilen: So sagen 52 Prozent, dies sei eine gute Möglichkeit, um auch im Alter einen Partner zu finden. Ebenfalls jeder Zweite (50 Prozent) ist prinzipiell der Ansicht, dass man im Internet seine große Liebe finden kann. 46 Prozent betonen zudem, dass dieser Weg vergleichsweise unkompliziert ist, um einen neuen Partner kennenzulernen. Jedoch werden auch kritische Aspekte gesehen: So sind 47 Prozent der Meinung, dass Beziehungen durch Online-Dating schneller wieder beendet werden. Fast ebenso viele (45 Prozent) finden Online-Dating unromantisch. Mehr als jeder Vierte (29 Prozent) meint, Online-Dating sei nur etwas für Übriggebliebene.

[1] Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom im Januar 2020 durchgeführt hat. Dabei wurden 1.006 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Fragen lauteten: »Welche der folgenden Möglichkeiten kennen Sie beziehungsweise haben Sie bereits genutzt, um im Internet einen Partner kennenzulernen?« | »Haben Sie schon einmal einen festen Partner oder einen erotischen Kontakt über einen Online-Dating-Dienst kennengelernt?« | »Inwieweit stimmen Sie diesen Aussagen zu?«

 

Risiko Online-Dating: Wenn User blind vor Liebe sind, wittern Cyberkriminelle fette Beute

Sehen Sie auch rot? Kein Wunder, denn Valentinstag steht vor der Tür! Wer noch immer auf einen Treffer von Amors Pfeil wartet, sucht sein Glück inzwischen meistens online, insbesondere bei Dating-Apps. Nicht umsonst gilt LOVOO als die aktuell erfolgreichste iPhone-App in Deutschland. Laut Bitkom nutzen rund 47 Prozent der Deutschen ihr Smartphone für den Onlineflirt, 42 Prozent ihr Tablet und immerhin noch 34 Prozent suchen mit dem Laptop nach einem potenziellen Partner. Doch beim heißen Online-Flirt gibt es einiges zu beachten, damit die Partnersuche so sicher wie möglich verläuft. Der europäische Security-Hersteller ESET gibt Tipps, damit aus der vermeintlichen großen Liebe keine böse Überraschung wird.

 

Lockvögel erkennen

Jeder dritte Nutzer in Deutschland hat über Online-Dating einen festen Partner gefunden. Doch egal ob zuhause am Rechner oder mobil via Smartphone oder Tablet: Wenn man am Anfang nur miteinander chattet, weiß man nicht, wer am anderen Ende der Leitung sitzt. Man kann also nie sicher sagen, ob es die Person ehrlich meint oder ob sie überhaupt die Person ist, für die sie sich ausgibt. Egal, ob man auf der Suche nach der großen Liebe ist oder einfach nur flirten will: Vorsicht ist geboten. Nicht selten kommt es vor, dass gefälschte Profile online gestellt werden, um neue User in die Falle zu locken. Zudem bedienen sich Betrüger oft bei Bildern anderer Nutzer, die sie häufig einfach von Facebook herunterladen und als ihr eigenes Bild im Dating-Profil ausgeben.

Der ESET Tipp: Google bietet auch die Möglichkeit, Bilder hochzuladen und daraus eine Suchanfrage zu erstellen. Dafür muss man nur das Bild des vermeintlichen Angebeteten herunterladen, es in die Suchleiste laden und schauen, ob noch jemand anderes das Bild verwendet. Wenn man auf eine ganze Fotogalerie von mehreren Profilen stößt, handelt es sich ziemlich sicher um ein Fake-Profil.

Geld statt Liebe

Neben Fake-Profilen gibt es eine ganze Reihe an Schadsoftware. Und jeden Tag kommt neue hinzu. Die meisten Cyberkriminellen wollen liebeshungrige User um ihr Geld erleichtern und teilen gefälschte E-Mails oder senden verseuchte Links. Da hilft nur eins: eine gesunde Portion Skepsis. Die virtuelle Welt bietet eben nicht nur Möglichkeiten, sondern auch Risiken. So ist auch bei Anhängen Vorsicht geboten, denn dahinter verbirgt sich schnell ein Virus, der den Rechner infiziert oder den Empfänger ausspioniert. Doch zumindest davor kann man sich mit einer aktuellen Antivirensoftware für PC und Mobilgeräte schützen.

Spätestens, wenn der Flirtpartner um Geld bittet oder sehr persönliche Fragen stellt, sollten die Alarmglocken läuten. »Horchen Sie auf, wenn der Chatpartner zum Beispiel versucht, Sie von der Dating-Seite wegzulocken und Sie in eine separate Messaging- oder E-Mail-Unterhaltung verwickeln will«, so Thomas Uhlemann, Security Specialist bei ESET. Insbesondere finanzielle Daten oder Adressen sollten nicht online – und vor allem nicht mit Unbekannten – geteilt werden. »Wenn es sich hierbei um einen Betrüger handelt, haben die meisten Singlebörsen Mechanismen, die so etwas aufdecken können. Wenn beispielsweise Kontonummern ausgetauscht werden, sperren sie verdächtige Profile. Bleiben Sie also erst einmal nur auf der Dating-Seite in Kontakt, bis Sie Ihren vermeintlichen Traumpartner persönlich getroffen und besser kennengelernt haben.«

 

Nur seriöse Anbieter nutzen

Egal ob App oder Webseite, auch der Anbieter selbst sollte vorher überprüft werden. Um auf Nummer sicher zu gehen, lohnt es sich, Erfahrungsberichte anderer User zu lesen oder Informationen zum Portal zu googeln. Dating-Apps sollten wie alle anderen Mobilanwendungen generell nur aus offiziellen Quellen heruntergeladen werden. Cyberkriminelle nutzen gerne Namen bekannter Anbieter, um ahnungslose User in die Falle zu locken. »Im schlimmsten Fall können Cyberkriminelle so ihre persönlichen Daten ausspionieren, ihre Kreditkartendaten klauen oder ihr Smartphone mit sogenannter Ransomware infizieren«, erklärt Uhlemann. Vor dem Download lohnt sich also ein kritischer Blick in die Bewertungen, um gefälschte Apps zu enttarnen und gar nicht erst herunterzuladen.

 

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