Startups: An jedem zweiten Arbeitstag ein Pitch

Startups in Deutschland haben im vergangenen Jahr im Schnitt 121-mal ihre Geschäftsidee präsentiert. Große Startups pitchen dabei deutlich häufiger als kleine. Am häufigsten wird vor potenziellen Kunden gepitcht, am seltensten vor Jurys.

https://www.bitkom.org/

Ob vor der Jury für den Gründerpreis, potenziellen Kunden oder Geschäftspartnern oder vor interessierten Investoren – zum Startup-Leben gehört es dazu, seine Geschäftsidee zu präsentieren. Und zwar überzeugend – und sehr, sehr oft. Im Schnitt haben Startups in Deutschland im vergangenen Jahr 121-mal gepitcht. Das bedeutet: an jedem zweiten Arbeitstag gab es einen Pitch. Das ist das Ergebnis einer Befragung von mehr als 300 Startups im Auftrag des Digitalverbands Bitkom [1].

Dabei gilt: Je größer das Startup, desto häufiger wird gepitcht. So kommen Startups mit 1 bis 3 Mitarbeitern durchschnittlich auf 44 Pitches im Jahr 2018, bei 4 bis 9 Mitarbeitern sind es 75 Pitches, bei 10 bis 19 Mitarbeitern 103 Pitches und größere Startups mit 20 oder mehr Mitarbeitern pitchen 260-mal im Jahr und damit im Schnitt einmal pro Arbeitstag. »Startup-Gründer müssen nicht nur eine innovative Geschäftsidee haben, auf modernste Technologien setzen und die richtigen Mitarbeiter finden, sie müssen sich und ihr Startup auch praktisch jeden Tag verkaufen«, sagt Jenny Boldt, Leiterin Startups beim Bitkom.

Am häufigsten pitchen Startups vor potenziellen Kunden (77-mal pro Jahr). Mit deutlichem Abstand folgen Investoren-Pitches (21-mal) und Pitches vor potenziellen Geschäftspartner (17-mal). Im Schnitt 2-mal pro Jahr wird vor Wettbewerbs-Jurys gepitcht, 4-mal jährlich finden sonstige Pitches statt. Große Unterschiede zwischen kleinen und großen Startups gibt es vor allem mit Blick auf die Pitches vor potenziellen Kunden und Geschäftspartnern sowie Investoren. Während kleine Startups mit 1 bis 3 Mitarbeitern nur auf 29 Pitches vor Kunden kommen, sind es bei großen Startups mit 20 oder mehr Mitarbeitern 206 Pitches. Kleinere Startups pitchen durchschnittlich 7-mal pro Jahr vor Geschäftspartnern und sogar nur 3-mal vor Investoren, große Startups präsentieren sich dagegen 29-mal im Jahr vor möglichen Geschäftspartnern und 17-mal vor Investoren.

 

[1] Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Bitkom durchgeführt. Dabei wurden 321 IT- und Internet-Startups in Deutschland befragt. Die Fragestellung lautete »Wie oft habt ihr euer Startup vor den folgenden Personengruppen im Jahr 2018 pepitcht?«

 

687 Artikel zu „Start-up“

Zwischen Gründerfieber und etabliertem Unternehmen: Wann ist ein Start-up erwachsen?

»Stimmt, der Kicker wird auch nur noch zu Feiern rausgeholt«, lacht Philipp Lyding. Vor fast sieben Jahren hat er gemeinsam mit Michael Kessler Energieheld gegründet und verantwortet heute alle IT-Entwicklungen des Start-ups. Die Idee damals war sehr simpel: »Wir wollten Hausbesitzern dabei helfen, ihr Haus möglichst energieeffizient zu sanieren. Seitdem hat sich eine Menge getan…

Großunternehmen brauchen mehr Start-up-Mentalität

Trotz stetigen Wachstums wollen Unternehmen weiterhin innovativ bleiben und sich eine gewisse Start-up-Mentalität bewahren. Mit den folgenden vier Maßnahmen kann das bei Unternehmen jeder Größe auch wirklich funktionieren.   Mit der Generation X und den Millenials kommen neue Führungsstile und -Mentalitäten in die Unternehmen. Begriffe wie »agile Projekte«, »Homeoffice« oder »Shared Workspace« gehen immer mehr…

Neue Start-up-Landkarte: Chance für Deutschlands Industrie

KI-Initiative appliedAI präsentiert Datenbank, in der die relevantesten KI-Start-ups gelistet sind. In Deutschland beschäftigen sich immer mehr junge Unternehmen mit künstlicher Intelligenz (KI) – aktuell arbeiten 132 relevante Start-ups in diesem zukunftsträchtigen Bereich. Die KI-Hauptstadt ist Berlin mit 51 (38,6 %) KI-Start-ups, gefolgt von München mit 30 (22,7 %) und Hamburg mit 9 (6,8 %).…

Start-ups: Ohne KI und Datenanalyse kein wirtschaftlicher Erfolg

Gründer sehen herausragende Bedeutung der Technologietrends für die deutsche Wirtschaft. 4 von 10 deutschen Start-ups setzen bereits künstliche Intelligenz ein. Die Start-ups sind sich einig: Ohne künstliche Intelligenz und Datenanalysen ist der wirtschaftliche Erfolg deutscher Unternehmen bedroht. Jeweils 96 Prozent der deutschen Start-ups geben an, dass sowohl künstliche Intelligenz als auch Big Data eine große…

Jedes dritte Start-up verzichtet auf Geld vom Staat

■  Nur zwei Drittel der Gründer haben staatliche Förderung beantragt. ■  Knapp jeder Zweite hat finanzielle Unterstützung aus öffentlichen Mitteln bekommen.   Ob Gründungsstipendien, staatliche Darlehen oder auch Risikokapital – in Deutschland gibt es inzwischen viel staatliche Unterstützung für Start-ups. Aber nur jeder zweite Gründer (47 Prozent) hat auch mindestens eine Form von finanzieller Hilfe…

Mittelstand hat kaum Kontakt zu Start-ups

■  Zwei Drittel der Mittelständler arbeiten nicht mit Start-ups zusammen. ■  Vor allem Großunternehmen entwickeln gemeinsam mit Start-ups Produkte. ■  Große Mehrheit der Start-ups ist offen für eine Zusammenarbeit. Etablierte Mittelständler kennen den Markt und verfügen über innovative Produkte, junge Start-ups setzen auf frische Ideen und neueste digitale Technologien. Wenn beide zusammenkommen, profitieren davon sowohl…

Start-ups sind die wichtigsten Innovatoren für künstliche Intelligenz

Europa muss Rahmenbedingungen schaffen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.   Künstliche Intelligenz (KI) gilt als eines der Hauptfelder im wirtschaftlichen Wettbewerb des 21. Jahrhunderts. Nicht große Konzerne, sondern Start-ups sind hier die bestimmenden Innovationstreiber: Auf ihr Konto gehen Technologien wie Bilderkennung, Sprachverarbeitung oder automatisiertes Fahren. Im globalen Konkurrenzkampf liegt es im Interesse aller Wirtschaftsnationen, ein starkes…

Start-ups: Freie Stellen bleiben oft unbesetzt

Start-ups beschäftigen im Durchschnitt 16 Mitarbeiter – und haben 5 offene Stellen. Breite Unterstützung für ein Fachkräfte-Einwanderungsgesetz.   Der einsame Gründer vor dem Computerbildschirm, der eine weltverändernde Web-Plattform programmiert – so sehen Start-ups selbst im Kino nicht mehr aus. Im Durchschnitt beschäftigen Start-ups hierzulande 16 Mitarbeiter, rund jedes fünfte Start-up (21 Prozent) hat dabei sogar…

120 Blockchain-Start-ups in Deutschland

Blockchain und Initial Coin Offerings (kurz ICO) bestimmen thematisch derzeit die Überschriften einschlägiger Tech-Blogs und zunehmend auch der Wirtschaftspresse. Ein Bedeutungszuwachs, der belegbar ist: So übersteigt das weltweite Finanzierungsvolumen durch ICOs mit 6,3 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal 2018 bereits das Volumen des gesamten Jahres 2017 (5,3 Milliarden US-Dollar). LSP Digital hat den deutschen Blockchain-Markt…

Ein Jahr Digital Hub Initiative: 350 Start-ups, 150 Unternehmen, 45 Hochschulen sind bereits dabei

■  Großunternehmen, Mittelstand und Start-ups bringen gemeinsam die Digitalisierung der deutschen Leitbranchen voran. ■  Bundesregierung will Hub-Initiative in der laufenden Legislaturperiode ausbauen. ■  Bitkom: Mittelstand muss Chance nutzen, die Digitalisierung aktiv zu gestalten. Nicht nur über die Digitalisierung sprechen, nicht nur ihre Probleme sehen, sondern ganz praktisch gemeinsame neue Technologien erproben und Lösungen entwickeln –…

Rekordinvestitionen in Blockchain-Start-ups

Fintechs, die sich mit der Blockchain-Technologie beschäftigen, geraten verstärkt in den Fokus der Investoren. So haben vor allem Risikokapitalgeber im vergangenen Jahr 512 Millionen Dollar in Blockchain-Unternehmen gesteckt – das sind 65 Prozent mehr als noch 2016 und damit so viel wie noch nie. Auffällig ist auch das wachsende Interesse von Private Equity-Firmen an Start-ups…

78,7 Prozent der Umsätze deutscher Start-ups werden in der Bundesrepublik erwirtschaftet

Fest verankert im eigenen Land: Deutsche Start-ups generieren durchschnittlich 78,7 Prozent ihres Umsatzes in der Bundesrepublik. Das belegt der neue Startup-Monitor 2017. »Diese hohe Prozentzahl zeigt, dass Deutschland einen guten Nährboden für Start-ups bietet. Die Gründerinnen und Gründer haben Zugang zu einem starken Netzwerk aus Mittelständlern und Konzernen, die als Kooperationspartner oder Investoren einen wichtigen…

Finanzierung von Start-ups: Deutsche Gründer setzen ihr Erspartes

Dank des anhaltenden Erfolgs der Vox-Sendung »Die Höhle der Löwen« ist die Finanzierung von Start-ups in Deutschland aktuell in aller Munde. In der Sendung buhlen Gründer um die Gunst von fünf potenziellen Investoren, die im Erfolgsfall bei den teilnehmenden Start-ups einsteigen und diese mit Kapital und Know-how unterstützen. Doch wie finanzieren sich eigentlich die vielen…

Gründer: Digitalisierung prägt das Geschäft deutscher Start-ups

Wer in Deutschland ein Start-up gründet, kommt an der Digitalisierung nicht vorbei. Laut des »Deutschen Startup Monitors 2017« der Wirtschaftsprüfer von KPMG geben 61,1 Prozent der deutschen Gründer an, dass die Digitalisierung einen sehr großen Einfluss auf ihr Geschäftsmodell hat. Wie die Infografik zeigt, ist zudem Deutschland mit 78,7 Prozent des Umsatzes der wichtigste Markt…

Weitere Artikel zu