Dem Onlineshopping fehlt die persönliche Beratung

Trotz der unzähligen Shoppingmöglichkeiten im Internet, bevorzugt die Hälfte der deutschen Internetnutzer (57 %) Geschäfte vor Ort. Auch in Großbritannien (57 %) und Frankreich (57 %) wird immer noch lieber offline geshoppt, wie eine großangelegte Grundlagenstudie des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ipsos in den drei Ländern zum Thema Omnichannel ergab [1]. Größte Barriere für das Onlineshopping ist die fehlende persönliche Beratung. Doch dafür gibt es auch beim Onlinekauf digitale Einkaufshelfer: vier von zehn (39 %) deutschen Onlinern würden die persönliche Shoppingberatung im Netz gerne ausprobieren.

Ein Drittel der Deutschen interessiert die digitale Einkaufsberatung per Chat

Vor allem Chats auf der Webseite des jeweiligen Anbieters können die deutschen Onliner sich für die persönliche Beratung beim Onlineeinkauf vorstellen: ein Drittel (34 %) der Deutschen hat Interesse daran. Ebenso sieht es bei den Briten (33 %) und Franzosen (34 %) aus.

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Statt auf eigene Lösungen können Unternehmen auch auf bereits vorhandene Messenger und Netzwerke zurückgreifen. Ein Viertel der deutschen Internetnutzer (26 %) würden sich per Whatsapp oder Facebook Messenger beim Kauf beraten lassen. Unter den Millennials sind es sogar drei von zehn (29 %), wobei 6 Prozent dieser Befragtengruppe zwischen 18 und 35 Jahren angaben, diesen Service schon einmal genutzt zu haben. Wenn es um Whatsapp und Co. als Beratungshilfe geht, sind die französischen Internetnutzer weniger affin: nur jeder fünfte (19 %) Onliner und nur knapp ein Viertel (23 %) der Millennials können sich vorstellen diesen Service in Anspruch zu nehmen.

Einkaufshelfer: ein Viertel der Deutschen würde mit dem Sprachassistenten einkaufen

»Die Digitalisierung und Entwicklung neuer Technologien ermöglicht sehr viel mehr, als die »klassische« Beratung beim Onlineshopping via Browser oder App. Die Konsumenten sind auch offen für andere Einkaufstechnologien«, erklärt Diana Livadic, Manager Ipsos Connect. So könnte beispielsweise der Lebensmitteleinkauf beim Händler für einige Deutsche bald der Vergangenheit angehören: ein Viertel der Deutschen (26 %) interessiert sich für Kühlschränke, die selbstständig Produkte nachbestellen, unter den Millennials ist es knapp ein Drittel (32 %). Die Briten stehen den smarten Kühlschränken sogar noch etwas offener gegenüber: 29 Prozent der Onlinebevölkerung und sogar vier von zehn (39 %) britischen Millennials sind neugierig auf diese Technologie.

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Auch der Onlinekauf per Sprachassistent ist für ein Viertel (25 %) der deutschen Internetnutzer interessant. Ähnlich sehen das die französischen (22 %) und britischen (23 %) Onliner.

[1] Für diese Studie befragte Ipsos vom 25. August bis zum 12. September 2016 jeweils 1.500 Internetnutzer von 18 bis 65 Jahren in Deutschland, Frankreich und Großbritannien.


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